Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 70 (1929)
- Issue
- Heft 48 (28.11.1929)
- Date
- 1929-11-28
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 48 Seite 5 28. Nov. 1929 _ ___ Was itüe Ausb-W-unig (•e'fbft iunöietoifff, Me nach Len Lehrp'Änie'N it'es -allfeM-gwnie'rftotiniten -g-voßerv Päd-ag-og-en uTflb Lehrers, Rlabb. Dr. Ca-vkeibach W von MbeWührite-n», -isilw-eiise to ©ienifte der Leh've-vaiusbWiuiN!g! erg-MUtien Mäniniern welker,geführt w'ird, natürlich mit dien imzwischen n-otwenAig gewordenen vorgeschrWbenen Nsuierungietv, |o k-ann- -iÄ-feEbe sich vor tierjeniiigien' des von Herrn SÄM'harAt >m «mlem früheren Artikel in» dm Himmel gehobenen des WürzbiurgiLr SenMars vühig sehen lassen. Daß dies aber für düe Entwicklun-g der p-äd-agogiifcheni Fähi-g-ketten der zu-känsWen Lehrer von großer Bedsntung ist, ist 'wohl nicht von der Hand zu weisen and so üben viele ehemMge Kölner der früheren- und auch des Letzten Jahrgangeskraft ihrer BefähWung ihr Amt -an Volksschulen -der Großstädte, -teiAwÄse miit m föe -gtepellto hohlen Anforderunglen aus und bemühen sich, das Mische Niveau auf dem Lande unter Zuhilfenahme -der Kanzel -und- Aobett rNi-t der schulentlassenen Jngend zu heben. Was die WerhäAntsse -auf dem Lande an'b'etriffb, so schwind mir das vo-WchchlWMe AM eines Bezirksschochet in den meisten Fällen empfehlenswert; letzteres in Aon Gemeiind-en des gangen Bezörkes ausgeübt -und evtl, verbunden möt dem Kantovamt an einer der Gemeinden des Bezirkes, wo noch Mi-njan vorhanden -ist, (von denr Kanltoir-Amt spricht Herr St. -in seinem ArMet überhaupt nicht) kann auch «her von den Gemeiüd>en sinan-- zi-ell getragen werden und auch -einlen gangen Menschen wusfüllen, besonders wenn -er seine Tätig-dett auch auf Ate schul-ent-wachsenie Jugend und diio Erwachsenen aus- ZudehMn sich bemüht. Wie Herr St. von seinem Standpunkte aus für den brachliegenden Religionsunterricht in den kleinen Landgemeinden Lehrer im Nebenamt oder abgeb-aute und pensionli-e>rte Beamte äl-öere-x Jahngäng-e empfehlen kann, nachdem -er sich in feinem g-letchsn ArMel -einige Absätze früher Me Mimmaffovderung, VollbUdung, Abitur, p-ädagoNische Akademie zu eigen macht,, ist mir -auch nicht -er-girünÄlich. Da dürfte doch der Versuch har „SchochtiM!-Schule", Ais das Amt des RMgionslehrers . und Schachet (von -einem gewissenhaften Schocheit wird ja r>eligionsgesetzlich, ein gewisses Maß jüdischen Wissens verlangt) mit- -der entsprechenden jüdischen -und modern-pädagoiNischen Au-Mll-' düng vereinten wich und dadurch dien- Anwärtern -eine Existenzmöglichke-it gibt, deren Last auch den meisten kleinen Gemeinden finanziell tragbar ist, immerhin noch empfehlenswerb fein! Aber in der Beantwortung Aiefer Frage will ich den hierfür berufenen Stellennicht vorgvstfön. W. K. in Gr. Hauptversammlung des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten. Berlin, 25. Nov. Der Reichsbund jüdischer F ronts ölt da ten hielt am 23. -und 24. d-s- Mtsfeine diesjÄhrige Hauptv-ersammlung ab, die von Hunderten vmv Delegierten aus Berlin und aus -dem Reiche besucht war. Nach einem Vgerü ßu-nigsabend den die Ovts'g-ruppe Berlin in den Festräumen bei Kroll am Sonnabend «gab, wurden -am Sonntag Vormittag im Logen-haus Kreiststraße die geschäftlichen Verhandlungen, mitt einer Ansprache des Vunde-sv-orsitzenÄeni Hauptmann a. D. Dr. Löwensiein eröffnet. Insbesondere würden -die brennenden Probleme der Abwehr und der Stedlung -in ausgedehnten Diskuffionen behandelit. Forlbildungskursus für die Kultusbeamten der Grenzmark. S chönlank e, 20. Nov. Am Sonntag den 10. November fandensich in- Schönlanke die Kutttus-beamdender Gren-zmark unter Leitung Wochenkalender. v. 30. Nov, b. 7. Dez. 1929 / i. 27. March eschw. b. 5. Kislew 6690. Samstag Noo 30 jwm» 27 nw «n §o.intag 1 28 Montag 2 29 ■w ri'wri pp “nab dv> Dienstag Dez. 3 1 mh Lmi Mittwoch 4 2 Donnerstag 5 3 Freitag 6 : . .4 Samstag 7 5 rmVin De r Israelit_ von Herrn Rabbiner Berlmger zusammen'. Zweck der Versammlung war. die Eröffnungsinjos Fortbildungskurses für die Ku-ltusbeamikn der Gvsnzmwr-h welche -in Erkenntnis der dri-ngend-M- Notw-endigkeiit eiines solchen Kurses Herrn- Rabbiner Borlingelr mit d'er Eröffnung und Le'ibung desf-olben b-etraut hatten-. Boi der feleMchen Eröffnung waren die Hermen Tobias und Motte-b als Vertreter -des Geme-indsvorstands-s zugeZen. Herr Rabbiner Borlinger begrüßte Me Annr-efendsn mherzkichen Worten. Er wies auf die Bedeutung der Veranstaltung hin, die den KUktusbea-mten G-ele-genhe-it zum Gedank-enauÄausch und zur -gWS-nsWti-gien- Anregung -gibt. Ein Zusammenschluß sei unb-edingt notwendig, uni die Arb-oit der Beamten in den Gemeinden zu unterstützen und zu fördern. Darum liege es auch im Interesse der Gemeinden, unseren Vestreb-ungsn hilsveich zur Se'-vtie zu stehen. Ganz besonderer Dank gebühre daher den Vertretern' unserer Gemeinde, der größten -und führenden gosetze-streuen Gemeinde der Grenzmark!, die in jeder Hinsicht uns unterstützt und durch -ihm Erscheinen ihr besonderes Interesse für unsere A-rb-eU bewiesen haben. In warmen- Begrüßungswovten! sprä-ch der 1. Borsitzende unserer Gemeinde, Herr Tobias,, die Wüinfthe -der Die Woche. Berlin. Hier hat sich ein Komitee zur Gründung eines jüdischen Musenmsvere ins gevilbet, der am 26. Nov. seine Gründungsversammlung abbält. Cr will das allgemeine Interesse für jüdische Kunst und Kultur, insbesondere für die Kunstsammlungen der Jüdischen Gemeinden wecken. — Die völkischen Zeitungen rechnen zusammen, daß bei den Kommunalwahlen über eine halbe Million Stimmen auf die Nationalsozialisten fielen. Armes Deutschland! — Der berühmte Kammersänger und frühere Heldentenor der Berliner Staatsoper,-Hk-rmann Iad lowker, verhandelt mit dem Vorstande der Jüdischen Gemeinde wegen Ilebernahme einer Kantorst e l l e an einer Berliner Snnagoge. Gens. Die Genfer Geog-anhische Gesellschaft sübrtevor einer g-oßen Zuschanerschaft, vornehmlich aus den Kreisen des Völkerbundes bestehend, einen Pa^ästinafilm vor. Der Präsident der Mandatskommission'war bei der Auf'übrung zugegen. Jerusalem. Die hebräische Arbeiterzeitung ,,Hadaar", die eine zeitlang verboten war, darf seit dem 21. Nov. wieder erscheinen. Tel-Awiw. Tel - Awiw war 14 Tage ohne Fleisch, weil die Juden in dem Jaflaer Schlachthaus flicht schachten wollen und die Negierung die Errichtung eines Schlachthauses in Tel-Awiw und die Vornahme von Schächtungeu außerhalb des Jafwer Schlachthauses nicht gestatten will. Rabbi Uziel und Rabbi Aaronson,^ die sich nach Jerusalem begaben, um beim High Eommissioner zugunsten Tel-Awrws zu intervenieren, bewirken eine vorübergehende Einigung. Ge-meLnbie für Aas GsÜliNWN- >Aer Sachte aus. Weitepe Wortie de-r Begrüß-UM fgnAM Herr Ka-n'to-r Lswi-nfohn- Jastrow -und He-r-r Kantor BmAzeL, Schön'läinbe. Msdann eröffn'et'e Herr R-abb-in'e-r Berkinger -den» 1. Kursus, w'SlchNr d'e-r BehanAlu-ng si-n-es fchwiier-igein- Geb'i-etes -aus her Sche-chÄtoh gsmidmet war. An Aen Kurs schloß sich e-irve -vege Aussprache -cm,, Me Aas'Jwkeresse aller An-w-efenden -bekunAe't'e. Nach Vteenb-iguing inest Kursus fa-nb -ein gemeii-nsam-es Mittagessenstatt, -das b'ie G-emeinAe Schänllan-ke ihnen- Gästerv b-ot. Darauf -gab Herr Kan'tor Benbzel, Schön'tank-s, s>si!n'sn- Kolleg-sn durch giesanglich'e Vorträge aus d-er Lillmgie we-itene Anlegung für ihre b'e-rus-- Gche Tätigk-e'it. Hieranschloß sich »eine Aussprache über wichtige, allgenWi-n-e Fragen^ Es wurde beschlossen', Aen Kurs «bwechfel-tt-A iüden, vörfchisAsn-sn- (Brnminibm Jm Grenzmark istattsimben zu -lassen!, um auch dadurch bas Interesse der kleineren- Gemein-d'en' auf die. Wichti-gk-eiit der Sache zu -ken-k-en». Den Bemühungen' 'dies Herrn R-abbiiner BeirMn'g'eir ist es geiliungen, einen Fond zu schaffen!, aus dem die entstehen-d-en Kosten bestri'tten' werden sollen. An der Grünrbüng des Fond- Hab in erh-ebkich-em Maße die „Freie Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums" pevdienstvöllen AndM gMommsn. Nach Schluß der Deranstabtung stmbman sich? zu gemüWchem Be-isammiensein -in der Wohnung des Herrn Tragen Sie „die gute... H&C^-Kleidting“ Auf Wunsch Verarbeitung B' Rabbiner Berlinger ein. Bei dieser Gelegenheit wurden in zwangloser Form grundlegende Fragen der Tätigkeit für das Judentum erörtert. Tschecho-Slowakeu kultusgemeindewahlen. Prag, 15. 9tov. Die Kultusgemeindewahlen, die am- Sonntag stattfand-en, hatten folgendes Ergebnis: Liberale Asiimi'lante-n 8 Mandabe (bisher 6), Zi-oniste-n 6 (bisher 5), Demokraben 6 (biisher 8), Orthodoxe 3 (bisher 5), Fortschribtspa-rtei 1 (b-ish-sr keines). Angarn. Der währe Friede. Budapest, 20. Nov. Im ungarischen israelitischen Jahrbuch ist voin Vizepräsidenten der israelitischen Landeskanzlei, Dr. Julius Jabor, eine Studie über „Dringende staatsrechtliche Probleme der uicgarischen Judenheit" erschienen, die den Anschein erweckte, als ob man in neologen Kreisen die unrühmlichst bekannte Unifikations-Frage aufs neue aufrollen wollte. Der Präsident der neologen Landeskanzlei, Baron Adolf Kühner, beeilte sich hierauf an den orthodoxen Landespräsidenten, Adolf Frankl, eine längere Zuschrift zu richten, in der es u. a. heißt: „Die unter meiner Leitung bestehende Landeskanzlei betont bei jeder Gelegenheit die hohe Wichtigkeit des friedlichen Zusammenwirkens der beiden Organisationen und respektiert voll und ganz die gesetzliche Autonomie des vaterländischen orthodoxen Judentums. In einer jeden Zweifel ausschlreßenden Weise habe ich bereits früher erklärt, daß ich die Autonomie unserer orthodoxen Glaubensbrüder voll und ganz anerkenne. Ich habe niemals gesagt, daß ich die Vereinigung wünsche. Ich begnüge mich mit der redlichen Waffenbrüderschaft und bemühe mich, unsere Jnteresssn tru Einvernehmen mit unseren orthodoren Brüdern zu behandeln. Ich würde es sehr bedauern, wenn der Artikel des verdienstreichen Herrn Dr. Jabor auch nur das kleinste Mißverständnis Hervorrufen würde. Uebrigens Hai der Vizepräsident selbst feierlich erklärt, daß der fast 60 jährige konfessionelle Kamps im ungarischen Judentum endgültig abgetan sei und kein Mensch heute an eine Unifikation denken kann. Es wäre ein vergebliches Kämpfen, ganz bestimmt ohne jeden Erfolg. Präsident Kohner drückt zum Schluß seine Ueberzeugüng aus, daß „diese loyale Kundgebung alle ausgetauchten Bedenken in jeder Hinsicht zerstreuen werde." Der orthodoxe Zentralausschuß hat in seiner letzteil Tagung von dieser Zuschrift mit Genugtuung Kenntnis genommen u,kd festgsstellt, daß seitens der lieologen Brüder die ßaatsrechtlich anerkannte orthodoxe Autonomie in keiner Weise angezweiselt wird. (Wann werden wir in Erez Jisroel, in Deutschland und in anderen Ländern, in denen tiefgehende weltanschauliche Gegensätze die beiden „Richtungen" im Judentum trennen, zu solcher Loyalität gelangen? Red.) palSstina. „Hebron" vor der Untersuchungskommission. Je-ruf-aikem, 18. Nov. Die Kommlissionkeh-rle oorv Hebron zuMck und n-ahm sofort ihre ArbM im ZMhäUfe wieder auf. Es wird zuirächst dsr slellv-eriretende Pollzett-nspektv-r von- Hebron,, Raymonid E-afse-rata, v-ern-ommem Dieser Herr