Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1929-09-19 · Heft 38 (19.9.1929) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 38 (19.9.1929)
Date
1929-09-19
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2446951-2450547-2450585--76310-2533880
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

SMe 4. Nr. 38 Der Israelit 19. September 1929 1000 schreibfertige Füllfederhalter zur Auswahl mit 14 Karat GoloffdeP sK Rmk. 3.75 Ceka, Juwel, Osmia Parker-Duoiold, Wahl, Waterman Montblanc Und andere Marken CARL KLIPPEL Kaiserstrasse 75 Schreibwaren jeder Art Kinder besuchen zioniWche und btundistische Schufen. K. H. hat dort Großes g-eleiftet, und Polen weiß Dr. Deutschländer heißen Dank. Ern Appell sollte an die gesamte jüdische W-elt ergehen, zur Rettung der jüdischen Fugend. Rabbiner Dr. Jung bekommt nun das Wort für die amerikanisch« Lands Mannschaft Einleitend spricht er Worte der Trauer und des ehrenden Gedenkens für Louis Mars hall, der, wenn auch anders eingestellt, stets tätiges Interesse für das positive Judentum gezeigt und ansehnllchv Unterstützungen für Jeschiwaus- und Bes Jakow-SchuM bewilligt hatte. wer ausgeschlossen wird. Die Aguda muH der große Reinilgungsguell sein, der auch Andere ersaßt. Nach dem „Schema-" kommt das ranai, mit Ltebe müssen die Abirr endenaufgeklärt und herangezogen werdem So richtig es sei, daß die Vollmachtendes Rabbinischen Rates unbegrenzt bleiben, so muß doch sein Ausgabenkreis und sein Arbeitsgebiet mit einem Statut festgeilegt werden. Seiner Entscheidung werden sich auch seine Freunde unterwerfen. Er fordert Ab- oder Umschasfung des Paragraphen. In ähnlichem Sinne spricht sich Oberrabbiner Zir e l^ sohn aus. Rabbiner Dr. Isaak Auerbach, H-akb>er^ ~rr ‘ crirt,_ v«. m.r _ gesprochen. Der Kassabericht weist in den 5 Jahren rund Doll. 250.000 auf, davon beträgt der deutsche Anteil 40 Proz. 15.000 Bachurim wurden in Jeschirvaus unterstützt. Millionen wären nötig., um allen Wünschen der Jeschiwaus nachzukommen, aber es stehennur Doll. 30.000 im Jahre für die Jefchiwaus zur Verfügung. Lublin ist ein erfreuliches Kapitel für sich. Für die dortige Zentrat-Jefchiwo hat der Pitrokower Raw allein Doll. 100.000 aufgebracht. Die Regierungen und ihre höchsten Vertreter in Litauen, Polen und Lettland haben wiederholt zu erkennen gegeben, daß sie in der orthodoxen Erziehung die Zukunft der Judenverankert sehen, und sie erwarten von der Jndenheit der Welt, daß sie den Chinuch im Osten unterstützt. Im Westen istes wohl nicht gelungen-, alle Instanzen zusammen zu schließen, man darf aber hoffen, daß auch hier noch manches erreicht wird. K. H. will nur Instrument technischer Pädagogik sein, die innere Struktur der Lehranstalten haben die Rabbinischen Räte der einzelnen Länder zu bestimm men. Referent spricht dann eingehend über die T ö ch - te r e rzieh ung m Polen und die Bes Jakob-Schulen. Diese Schulen umfassen heute 18 000 Kinder und beschäftigen 180 Lehrerinnen!. Auch da, wo die Mitarbeit an Lguda upd K. $). abgelehnt wird, zeigt man Sympathien für die Bes Jgkob-Schuleu, so auch in Amerika. Budget für 1928 betrug 7U7L S?u. 152.000. 600 Anmeldungen zur Gründung neuer Schulen in Polen liegen vor. Um alle Wünsche zu erfüllen, müßte man noch mehr Geld hüben-. (Vmustnber Beifall.) - -. „Der Vorsitzende unterstreicht fvc einem Nachworte die hohe Bedeutsamkeit des Referates und dankt Dr. Deuffchländer für seine aufopfernde Tätigkeit. Darauf überbringt Oberr-ablüner Dr. Weil, Kolmar, die Grüße der -elsässisch-e n und französischen Orthodoxie, in -deren Mitte nunmehr mählich Interesse für die Bestrebungen der A. I. und K. Sy. wach wird. So gibt es kleine Gruppen in Strahburg und in Paris. Er erwähnt lobend den Verein „Schma Jisroel" und seine Bestrebungen, die Gesetze streuen in Frankreich zu >einen. A. Z. Friedmann, Warschau, erstattet den Bericht des K. H. in Polen. Die geistige Not -unter der jüdischen Jugend in Polen ist groß. 300000 Kinder be^ suchen die Regierungsschu-len ohne Religion-. 120 000 Auf fein Thema übergehend, bittet er in Amerika Istadt, betont, daß sich in allen Fällen die Versammlung nicht nur aMm das Land der Dollar $$ sehen. Es gibt der Entscheidung des Rabibm-istherr Rcttes zufügen hättet dllr! auch Emuno ißt« Ztzvoh und einen Boden für A. I.-!-es fei Niemandem in der Agüidajemals «ingesallen, die- Arbeit. Es ist kein Zufall, daß sich unter den Erschlage-1 Gesinnungsgenossen in anderen Organisationen als mim neu in der J-efchi-woh zu Hebron zwölf amerikanische der ges-etzestreu zu betrachten. Jungens befinden. Der größte Feind des Judentums in Rabbiner Lau, Ep-erjes, HM eine großangekegte Amerika war bislang die Reform. Sie ist total zu- Red« über allgemein'» jüdische Fragen. Da er sich den sammen gebrochen, Die Vevöilnoung von R eform und AMrdnüngeir des Präsidiums über Beschränkung der (Ein Soldalengrab aus dem Weltkrieg.) Wir erhalten folgende Zuschrift: Während meines Aufenthaltes in Le Treport besuchte ich den Friedhof der englischen, während des Krieges gestorbenen Soldaten. Auf der „Le Treport Military Cemetry“ liegen 5 jüdische Soldaten separat begraben, 4 davon sind Engländer, aber --»Ecken diesen ist ein Grab, das nur ein „Mögen Dovid" ,, . ,na°4i> v". o.h n e Grabstein lalle malischen Gräber'haRn'Steine mit Aufschrm); erkundigte mich und man sagte mir, daß es em deutscher, jüdischer Soldat sei mit Namen: Gest. Meyer 11 Alfred 8/J. R. 15 — Gestorben 5. Jum 1915. Seit meinem ersten Besuch des Friedhofes tst unter ES&P'gl ich daß es vielleicht möglich wäre Familie des Mannes dies bekannt zu machen. Vielleicht^ist es nute Tat. der Familie wissen zu lassen, daß das Grab L de? englischen Grabkommission in Ehren nEE-alten wird. ' Wochenkalender. 21. - 23. Sep. 1929 / o. 1«. - 23. tzkrl 6689 Samstag 21 .6 Sonntag 22 17 Montag Sep. 23 bibx 18 Dienstag 24 ll' Mittwoch 25 20 Donnerstag 26 21 Freitag 27 22 Samstag 28; -23 N a tio naltsmus, wie sie fetzt in AmsriD dönüniert, bildet aber eine noch w-e!tt größer« G-efahr. Es gibt in Amerttu Talmud Thora-Schulen, aber wenig geeignete Lehrer von -guten jüdischen. OuNli-täten. Eine Lehranstalt für Melamdim tue not. Immerhin gibt es in Amerika Dutzende von Jefchiwaus. Die große Jeschiiwo in New Jork beherbergt 600 Kinder. Dazu kommen noch kleine Jeschiwaus. Es werden auch Lehrerinnen herangebildet. Es sprechennoch die Rabbiner von B-endin Dombrova, R-abbinev Wass -erm -an> n und Rabbiner Hirschowitz aus Litauen. Oberrabbrner Tal, Utrecht in Holland, sagt, die 120.000 Juden Hollands sind der holländischen Regierung Dank schuldig, dafür, daß ihnen alle Freiheit und alle religiösen Möglichkeiten geboten werden. Holland könnte darin Muster für die ganze Wett sein. Das Schlußwort hat Oberrabbiner Dr. C a r l e -b a ch, Altona. Wenn man früher meinte, die Aguda müßte an ihrem Kutturproblem zugrunde gehen, -da es unmöglich schien, all die verschiedenen Richtungen zusammenzuführen, so hat heute K. H. doch das Wunder der' Gemeinsamkeit fertiggebracht. Es feidies in erster Reihe das Werk Dr. Deutschl-änders, der die Atmosphäre des Vertrauens geschaffen hat. In wirksamen Worten spricht er das Lob Litauens und fem-er Jeschiwaus aus, die jetzt große. Anziehungskraft auch auf den Westen ausüben. Auch in Deutschland gebe es fetzt jüdische Vollanstalten Hm Geiste. Der Kamok des kttauifchen „Zäblle" um die ZügWd Mi-gt uns Bewunderung vH.- Die BottrMchgsfGMA fließt imt einer Vertrauen-skundgebuna für K, y. und feinen verdienstvollen Letter Dr. DeMw^uder. , . , . Die Nachmittagssitzung vom ... Donnerstag. Die Sitzung beginnt kurz nach S Uhr Unter Vorsitz von Oberrabbiner Lew in, Rzeszow. Später übernimmt I. M. Lew i n, Warschau, den Vorsitz. Als erster spricht Fried mann, New Bork. Er sieht i«n Amerika ein großes Arbsittsfeld für K. H. und plädiert für die Entsendung einer Delegation dorthin. Die amerikanische Jugend'wäre für die Ziele der A. I. zu gewinnen. — Der Rabbiner aus Reichen - ber-g, Tschechoslowakei, betont di-e Wichtig5eA> einer guten Presse. Es fehlen LehtetbilimMSvustakten und Lehrkräfte für die Volksschulen. Cs müsse mehr für Me Erziehung der Jugend getan werden. Eine Le-bensnotw-endigkeit sei die Gründung von Mädchenschulen. Rabbiner Färber, London, begrüßt im Namen der ortho-doxen Rabbin-en in England. Auch fü»- England wünscht er bessere Presse und- G^wi^ ' ' der Jugend. > -- --- 'lrtun‘S Der Paragraph ^. 7 Nachdem estr Antrag zllr Mrtseb- ' .. S r tl!. ^«besondere über 8 " ^ung der Generaldebatte - tzi - r 9 4 angenommenworden war, ergreift Jacob R o s en Wort zu einer Erklärung. Die Aguda l Gegensätze zum Zionismus, kein Zweckverb .sondern ein Wesensver - b ä vj h. Dex Z 4 stark-e GeMerschaft gesunken. In den EätzWWn aber nur von WettorganisaRvuen unb WWvon Zugehörigkleit zu einer Gemeinde. Erst später ^machten sich Bestrebungen geltend, die Satzung vuchj nach dieser Richtung auszudehnen. Wir werden vlns der Entscheidung der großen RäbMnen im Rabbi- Vielleicht ist es^eine j rchchen Rate beugM, die uns Wegweiser nicht allein M 'der Halacha, sondern auch im sozialen und potttt - schen Leben sind. Der Rabbinische Rat, der sich bereits mit der Frage beschäftigt hat, wolle aber erst auch das Plenum in dieser Sache anhören. - Ms erster Redner zu dem Gegenstand nimmt Obervabbiner C a r l e b ach, Altona, das Wort. Eme Organ-lsation muß einerseitsnach Verinnert!ichung, andsrsvsetts nach Ausbreitung fte&ßirtt Letztere Tendenz darf in der A. I. nicht zu kurz kommen-, wenn sie alle umfassen will. Viele Wege und vAA Tore führen? zu Gott, sind aber die Menschen einmal hünMnist es -doch nur e.i n- Tor. Es darf und kann- Deine einhMliche Regelung, für alle geben. Wir find -heute erst so wett, daß wir unbedingt nach Gemeinsamkett streben müssen. Jeder, der die großen Ziele der N S, bejaht, komme zu uns. Der § 4 fei -im besten Faste überMfsig, da er Selbstverständliches betön-t. Man solle mit> einer ms« t^Mrsel Keber-:sasM-'.wer> hiknei n 'gehob't, nilchit ab'er Redezeit nicht fügt, entsteht einiger Tumult im Saa-le:- Dre polnischen Delegierten wollen weiter hören und hatten diese Ausführungen für viel wichtiger als alle Paragraphen. Der westliche Teil will positiv-e Arbeit?. Zu seinen pkaktischen Vorschlägen gehört der, -daß jede jüdische Frau eine Art „Lichtsteuer" vor dem Anzünden des Säbbatlchtes für einen Sabbatfond -entrichtet. Die Unruhen dauern an und -legensich erst, als Rabbiner Dr. P. Kohn das Podium zu einer längeren- AMßerung besteigt. Es ließe sich darüber reden, ob solche Bestimmungen heute noch zutreffen wären. Ist aber -einmal der § 4 da, so schade es gar nicht, daß die Zelle der Orthodoxie reingehalten werde. Man würde die vor-- trefflichen Männer, deren Jiroh vonkeinem angezweifett wenden darf-, in -größten- Sselenkonslikt bringen, wollte man sie in di-e Leitung einer Organisation setzen, der ihr ganzes Herz nicht gehört. Sendschreiben des Chofez Chajim. Einen Höhepunkt erhält -die Nachmittagssitzung durch Verles-ung -eines hebräischsn Sendschreibensdes „C h o-- fez Chajim" -durch dessen Schwiegersohn. Das Schrei ben, eine Mahnung und Erm-uuterungi in ergreifender Form und ein Segenswunsch aus einem .-großen jüdischen, Herzen,, wird stehend angehört. In der weiteren Debatte vertritt Obe-.^L:'^ F u-ch s , Groß-Wardein, den ungarischen, ^,chMl0ilowakrschen und rumänischen Standpunkt. E- Ä nm *• Sr' S Ehrmann, FrankfurtAd spricht nicht als Deutscher, sondern als A^?^D,i st Seme PuDte-i laste es an Li-ebe gegen, nicht fehlen,, aber di-e Existenz der ^gu-da HÄNW von ihrer ReiubeÄ- und Prin-? ^«ll-rrem -ab. V-eide Redner erntenstarken Beifall beit ihren Anhängern > Gegen den § 4 spricht Julius H o l -l an de f Frankfurt a. M. Er -urteilt als La,is, vom GestchtspünEte eines Menschen, der mitten im Leb-en steht -und die Welt kennt und weiß, ,daß keine Organrsattvn bei -engherziger Ausfchkußpottittk gedeihen -kann. Bleibt der 8 4, so würden -die Gegner dennoch in der Organisation bleibenun-ö weiter kämpfen,. In ganz ähnlicher 'Weise spricht! Heinrich Ei se mann, Frankfurt a. M. Er wehrt sich mit kräfttgen Worten gegen' die Behauptung^ als wolle eine bestimmte Gruppe i-n Frankfurt a. M. mit den Aenderungsbestrebungen -den Agudagedan'ken verfälschen. Die. Anderen sind es, die mtt Austritt drohen,. Er und 'time Freunde werd-^. sich jedem Beschlüsse fügen Mh weiter inp.L'ryalb' 8er Aguda für ihre Ansicht kämpfen. (Beifall.) I. M. Lew in,. Warschau, ist für Beibehattung des 8 4. Die Welt soll sehen und wissen, daß unsere Ber-.- MüW gllsm -die Thora sei. Er> würde r.'W heute für- “'T/afhttta -eines solchen ParavMphöst. Mtteten, ist er" wertlos, da doch km R.' dd, das letzte WM zu sagew hätte Im übrigen fetter der Meinung,- daß i itw mehr' auf A n n -ä h e r -ü Ng. al§ aus AusMießen -bedacht fein ' möge Wolf PÄpp.'-esi-h-eim sägt-, die Anhänger des; 8 4 werden sich.einesir Beschlüsse auf Hessen Abschaffung: deswegen nicht.-fügenkönnen, weil über einem'- solchen^ Beschluß -die -halachlsche En-tscheidung -des „Chatam So'-- fer" stche. . Äst die Lestu-W dw A. I. pe$$tm tapfeM Männer die keine Furcht noch Rücksicht kennen?. Zürn' Geschäftsberi-cht, -im -allgemeinenmach^ noch' Räppäport, Bielitz, eine Reihe zum. Teib scharfer kritWe-r Bemerkungen. Und als Letzter -bernerkt Rabbiner N-eufeld aus Nowidwor, daß Me Dinge -in ledem. Lande anders liegen und mandaher nicht ein Reglement für alle auMllen könne. Die Tore der. A. I. müssen'wett -geössmt sein für alle, düs zu: unM gehören. Damit wird die UbendMiNL vom Donnersiüg gegen >211 Uhr geschloMr. Man. sammelt sich zu Kommissionssitzungen. Eine hochwichtige Erzie^h un gs.ko n f e renj tagt über die noch SpeMöerichti erfcheiE In: aller Stille tagen im Festsaale des Bayrischen Hofes die orthodoxen. Frauen undleisten wertvolle Arbeit, von der man noch, später: erfahren wird. Soziale Fragen mn freitags. Ging es am Donnerstag um die Seele der Agüda: Keren Hakham,. ftr..WG-8eff,eFMstW.'ihxemr

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.