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Der Israelit · 1929-08-22 · Heft 34 (22.8.1929) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 34 (22.8.1929)
Date
1929-08-22
Page
– (sequence 15)
Language
German
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22. August 1929 Der Israelit Nr. 34. Seil.be 3 Lome: es ist ja theologisch ohne weiteres evident, daß es sich um einen nicht lediglich privativen Begriff handelt: die ruach hatumo (Sach. 13, 2) ist nicht ein bloßer Mangel an Reine; also darf — ganz abgesehen davon, daß wir uns wicht erlauben, zwei verschiedene so wichtige Worte durch ein gleiches wiederzugeben — auf keimen Fall unrein, Unreinheit, verunreinigen übersetzt werden. Nach unserer schweren Erarbeitung des adäquaten Terminus möchte ich gradezu behaupten, daß ein passenderer im Wortschatz der deutschen Sprache nicht zu finden ist. Franz Rosenzweig. Bücherbesprechungen. Von Seele und Antlitz der Rassen und Völker. Eine ©in. führung in Are vergleichende Ausdrucksforschung. Don Dr. L. F. Clan h. Mit 231 Abbildungen -auf 86 Tafeln. I. F. Lehmanns Verlag, München. 1929 (Mk. 10.—, geb. Mk. 13.—.) Im Unterschiedezur naturkundlichen wM der , Verfasser sve-lenkundliche Anthropologe tveiü-en. Rasse ist chm nicht eine Sammlung! von Eigenschaften oder Merkmalen, sondern ein inneres Gesetz. Die Unterschiede der Rassen sind Unterschiede des Stiles, darum ist m Unsinn, Rassen auf ihren Wert hin gegeneinander -abzuwägen-, einer -gewissen Rasse die „größte Begabung", etwa „zur Kultur" zuzuschreiib-en-. In seinen bisherigen, auf Hu-sfeNLs Phänomenologis begründeten Forschungen im Bereich Europas und Dorderafiens hat er fünf Typen untersucht, bezw. ausgestellt. Der Leib als Ausdrucksftld .der Seele zeigt beim „Leistungstypus" Aen SÄ des Ausgriffs, den Angriff der Gestaltung auf die Umwelt. Der „nordische" Mensch hat sie gegenüber, er mutz, herrenMmlich, sie gestalten. Leistung ist das Formgesetz seines Erlebens. Dem entspricht ein Körper, dien Schlankheit schmale Flächen, Helle Farben, ein scharf nmrissenes, kantiges-, strenges Antlitz kennzeichnen. — Aehnlich ist der „Darbietu-ngstypus", der „mittöbländische-" Mensch. Aber er ist kleiner an Wüchse dunkler, von zierlicher Schlankheit, Mit wvhtgezirkelten, weichen, geschwungenen Formen. Sein innerer Sinn ist das Spiet vor einer Mschanendm Gemeinschaft, er wM gefallen, aber dem Zuschauer damit auch einen wirklichen Wert darre'ichen. — Kaum unterschieden von diesem nach Maß und Wage ist der „Berufun'gstypus", der „wüfbenländische". Die Menschen dieser Art sind Kinder des Augenblicks, leben in dem wechselnden Antrieb, der aus ihrem Innern springt. Ein g-elasse-n-ss Hönhorchen fchsmt alles (ErleMm M begleiten, in der Vollendung dieses Typs ist es ei>n Lauschen auf die göttliche Berufung. Der Gottgesandte ist der Höhepunkt. — Diese drei Typen sind miteinander »er* wandt und auch der noch nicht untersuchte hamiltifche scheint hierher zu gehören. — Ganz anders ist der „Erlösungs-", der „vorderasiatische" Typus. Lastende Mafsigksit, Hangende Schwere kennzeichnet den Körper. Die Menschen dieser Art sind Fremdlinge- „in dieser Well", ihrem Erbeben liegt der Widerstreit zwischen „Geist" und „Fleisch" zugrunde, bloß die Familie ist der Bereich, wo der Widerstreit seine Macht verliert. Zu der darauf folgenden Schilderung der, Heiligung des mn nbw bemerkt deb Berf., daß die Darstellung vom- Judentum fy&c gesehen sei, obgWiich GtzWllWnd der Untersuchung nicht dieses,7^ sondern-,-der Erilösung's'typü-s sei. Aber er habe seit altersher das, jüdische Wiesen stark bestimmt. Mir scheint, daß Vers, den Widerstreit „Geists i Fleifch".christlich, nicht jüdisch sieht. -Er spricht von „Er-, löfung pom Fleisch", davon, daß ,/außerhalb des -heilig gen Banges ... alle «einfache- Lebensfreude zur Sunde gestempeK" sek. Darahs ist'abet zis^ sagen,'.daß es ja1 gar «nichts ich Judentum gibt, das außerhalb des heiligen Bannes läge. Darum kann einfache Lebensfreude nicht als sündhaft igelten. Allerdings, vor .dem- Stuhl des absoluten Sidtengesietzes mag manchies Sünde fein, was die Moderne oder das Heidentum noch zur harmlosen Lebisnssve>ude rechnet. Die Angabe des Herf„ daß reine Befreier des ErWsunhstyp^ selten, ftfasn*- HHÄnit -tn«r. darauf hinzudeuten, daß er ihnunoch nicht ganz erfaßt hat. — Ich glaube überhaupt, idgß -er im -weiteren- Verlauf seiner Forschungen zu erheWchsp AmdchungM in feinen Aufstellungen kommen dürfte. — Sehr Hemer-' kens-wert ist die Stelle,- wo vonder'Entartung des Erlösungstyps die Rede ist.. Wenn Ms Fleisch " /die Herrschaft gewinne'.und das ,ftibDte-.^Äiew>ußtschn.zersetzt werden, 'dann entstünden Menschen',.- die Eätheiljigüng schaffen, Hwöe z,>'V^ häüftg 'unier 'Än abjendlandischM Juden, -Aapum >; wGde,, sich ichert i AntifemMsmüs - Men. das Judentum, ,^o«srÄen>niend^ eben Entartete sttfd!und.somit gerade' keine kennzeichnen-' den! Verdretier - wedtz^r' ihres '.Miltypus stoch des Zchden-- tumvs (noch: >gatf3wnfe&- SemitentuMes!) Wim kifstnen: sie sind, soweit sie Juden, sind, gerade nicht©-gstM- Ju?. den" .ich -Judentums". - Wenn WrMt dgs ProbOm huch Mcht ausgefchopfd erscheint, so habendöch die Juden und das heißt die Orthodoxie, allen Anlaß, sich nicht durch 'falsche, auch national, rassisch, stammkich nicht zu haltmde. Gemeinbürgschaftsgefü-Hle verwirrenzu Offen, sondern sich auf ihre albe, scharfe Grenzziehung zu besinnen — und die deckt sich Mit der ob rgw Ansicht dieses nichtjüdifch-en Forschers, geht nur noch weiter. — Sehr interessant ist die Beobachtung, daß „Akterni" für den Erlösungstypus „Zunehmen >der Vergeistigung'" bedeute Ein fremdes Zeugnis^ wie widersinnig sich -bei uns das „JuWnd"getue ausnehmen muß. — Ich hebe noch hervor, daß der Derf. der europäischen Tracht bei den morgenländischen Juden Mitschuld an deir Verkitschung der Mochten Lebensformen zumißt, was manin anderer Ausdru-cksweise Mit Symbol und Hilfe auf einem Enljudaisierungswege übersetzen könnte. Schbiehlich der „Enchebungstypus", -der „turanifche" Mensch. Hier zeigt das Antlitz wachsartige Derfchmdlzenhett -der Formen, alles verläuft in weichen- Uebergcrngeu, geht ins Runde. Die Seele ist in warmer Fühlung und Nähe von Dingen und Menschen der Umwelt, sie will in der Demut des Dienens Glück für sich und den Empfangenden und alle in der Nähe. Die vielen jüdischen Köpfe des Buches — fast ein Drittel der Bilder — gehören allen' fünf Tyypen an, die Mehrzahl allerdings dem Erlösungstyp, allein oder als Hauptbestandteil. Manche der oorg« führten jüdischen Gesichter haben nichts, was man jüdisch nennt. Der Vers, sieht analog wie bet andern Völkern und Stämmen, das typisch Jüdische in einer gewissen Ausdrucksprägun'g an verschiedenen StMypen -und d'eren Mischungen,, ursprünglich allerdings von einem gewissen, und zwar dem Erl-ösu-ngstyp bestimmt. Die Erziehunig. durch die Geschichte: die äußere Zerstreuung, und die Auffassung und das Sichvevhal-tsn' des Menschen: des Erlösungsitypus, haben den Ausdruck geprägt. Der „sorgsam gebuchte Schatz an wortgefatzter Bildung." hat sich durch die jüdische Erziehung tief ins jüdische AnWtz geschlagen. Wenn dev Vers, meistt, daß in der gieschichMchen- EntwiM-ung eines jeden- Volkes z. B. der Glaube an -die Einzigartigkeit -eines bestimmten Typus die- Triebkrast des geistig'M- ^Wachstums und schöpferischer Handlungen sein, andererseits aber auch zu künstlichen Beschränkungen und Verödungen, zu-m Pharisäertum MhWn kann, so ist dieses deutlich auf die Juden bezogene Beispiel nicht beweiskräftig. Der Glaube an die Auserwähltheit hat den auherweLÄi'chen' Zugriff des Geistes zum Inhalt, nicht einen beftlmmten- Typ — wobei übrigens in jähem Wechsel der Erlösungstyp an die Stelle des V-erufungstyp hätte treten müssen, der Heilige an Me Stelle des Gottgefand'ben. Die Juden können doch nicht Jahrtausende lang in solcher Selbsttäuschung es übersehen habien, daß sie in Wirklichkeit nur ihren naturgeg,ebenen Typus auslöbien wollen. — Die „Verödung," und das „Pharisäertum" zeiigen immer wieder und wieder, wie sogar der beste Wille von vorurbellsvollen und k'enmitn'islseven Behauptungen gelenkt wird. Der Berf. nimmt übrigens keine einheitliche jüdische Volksprägung, sondern-, wie auch bei andern, Völkern, eine ganze Reihe von Stammestypen.an. Man kannmit großem Interesse der versprochenen Untersstchung des typisch Jüdischen enGegenfehen-. Ueber das tiefste Verhältnis der Seele zum Körper wird nicht gesprochen^ das liegt außerhalb des Biereiches dieser Forschung!. Aber diese Frage erhebt sich sofort. Brechung des einen Sdiltypus durch einen andern entsteht infolge Vermischung der Leiber. Aber wie vermengt sich dadurch Seelisches? Wie kann eine Seele „kraft äußeren Schicksals" einen' Leib besitzen, der ihrem Artgesetze nicht entspricht? Oder wie kann z. B. eine Seele erst inihrem Aller -von einem Artgefetze zumandern übeAgleiten? Und dann die Frage nach den, geschichtlichen Zusammenhängen. Seit ^wir Geschich'te kennen, sind die menschlichen 'Gemeinschaften, auf andestem Grund errichtet — Religion, Volk, Staat in vielfachen VeMnduy'gen und U>ebe-rschn'eiduuig'e'n. Welche Bedeutung hat g-lso das Rassische in dier Vorgeschichte-: für uns selbst?. — Mer ich muß ab-brechen. > AngesiMs der großen' 'B-edeuitung, die die Räfsenfrage heute bei vielen wirklich führenden Geisten des deuffchen Volkes besitzt,— mgg auch die „judest"Werale Buchdruckorfchwärze sie sticht. anerkiMnen oder-lächerlich machen — kann dieses Buch auch ohne Wbschließsndes zu geben, zu größerer Ber'tlefung beitragen-. Dr. Salomo Birnbaum. Die Insel des Verständnisses oder Bedeutung Eonstantin Brunners für Aeberwindung des Judenhasses. Von Walther König. Verlag der neuivn Gesellschaft B e r l 'k n - Hessen'wMikel o. I. 8". 69 S. Hier liegt uns das Brauchbarste vor, was in -der Bru'nnerfchtzn Philosophenschule geschaffen Morden'ist; Eine neue und durchaus beachtlich«' Methode der Abroehr des Antisemitismus. D'ieser ü>ird hier gründstchst.als „Judenhaß", dieser wiederum als „Sonde^M des ällgeryenen Menschenhasses" auf^. rücksichtsloseste demaskiert. . Zwölf trockene Tatfachen-TheM' stützendenganzen.Pan, des Büchleins. Man kann sehr 'o’iefem völlW heipfÄchten. Der Judenhaß ist viel zu ausstWeWch' ftzichWch' MstMschaftlich genommen und ebiMfo.- fachlich mit 'Hülfet einer, ganzen Abwehrliteratur bekämpft worden. Die Juden' üstd ihre Fveiunde sind ihm auf' jedes , angebbtene- Schlachk-! selb der Wissenschaft gefolgt. Sie haben'nur das Einte vergessen, i*m MMemWsmus auf felste pfyychvlvgifchen. Wurzeln Zuruckzgfuhpenr Egorsmüs nnd ' aus solchem Hervorgehende' fcheinhMge MoralkMik, „Jnteriessen-Urbeil", bald unbewußt, meist bewußt durch Haß getrübt. Mt dem Wwehr-Lexikon ist im gegebenen AugenbKtk (31) dem NichtgelehrteN' doch Mcht gedient. Solch Wif-. sensballast kann nicht AugenblücksdienM' Wften.' Volkstümliche Aufklärung über d'ie trüben Seelenstimmungen aber, aus denen antisemitische Jnteressenurte'ile geboren werden, kann immer und überall die Atmosphäre wirk-- sam klären. Man mag zu den Vorschlägen' für eine diesem Zwecke dienM'de Ve-reinsgründung in unserer nicht gerade organisationsarmen Zeit denken,, wi!e man will (S. 52 ff); auch ob man das Verdienst, d-er Antisemiien- Abwehr diesen neuen Weg gewiesen zu haben, völlig Brunner zugesteht oder nicht, ist nicht das Entscheidende. Erheblich ist für die Beurtieilung der Köstigschen Schrift nur die eine Tatsache, daß sie denjeMgen, die weder durch eine gefestigte gesetzestreue Lebens- und Weftauffassung seelisch ganz gegen das antisemitische Gekläff gepanzert noch mit dem geschichtswi-ssenfchaftlichen Rüstzeug der Abwehr vertraut sind, einen gesunden, vernünftigen und doch infolge wohlcmgeb.-rachden Humors mitrelßenben Reinigungsappairat 'gegen den Dienst des Judenhasses in die Hände gibt. Diskussionen und Einzelarbe-it weichen hier einer geradezu väterlichen Menschenliebe, vor deren heiterem Ernst sich der Gegner gleich einem gestraften Kinde schämen muß. Königs Schivift zeigt auch einen Weg zu solcher Aktion, den man ohne die eigentlich Brun, nerschM Neligil0NiScmgle>ichung!Sve-rsuche gehen kann und sei darum auch unferien Lesern aufs Wärmste empfohlen. Festgabe für Claude G. Rlonlefiore, überreicht anläßlich der Tagung des Weltve-rbandes für religiös-libe-- rales Judentum in Berlin. Berlin. Philo- Verlag. 156 S. Claude G. Montef-iore wird als ein außerordenÄlch hochstehender, sympathischer Mensch geschildert, der in bewundernswerter Weise praktische Nächstenli>ebe übt. Umso betrübender ist es, daß er, der Erbe eines großen Namens, sich in England an die Spitze einer Bewegung gestellt hat, die in völliger Verkennung geschichtlicher Tatsachen und geschichtlicher Entwicklung die Auflösung des Judentums in der englisch-'jüdischen Gesellschaft mehr fördert als aufhält. Das vorl-ieg'ende Buch gilt schon nach dem Anlaß, zu dem es erschienen -ist, Montefiore als dem Vorkämpfer des liberalen, -des Reformjudentums, für den es eine Huldigung zu seinem 70. Geburtstag bilden soll. Die „Festgabe" erhebt, wie es im Vorwort heißt,, keinen Anspruch auf wissenschaftliche Bedeutung^ und dieeinzelnen Beiträge sind in dieser Hinsicht auch sehr verschieden. So sind z. B. die Auffätze von Baek „Das Reich des Allmächtigen" und von Lewkvwitz „Wandlungen des Liberalismus" auch vom allgemein-wissenschaftlichen Standpunkt interessant und wertvoll. Was aber den größten Teil dieser Abhandlungen kennzeichnet, das ist die fundamentale Verstän-dnislvkig'ke'it! für das -traditionelle Judentum und für seine lebenidigen Kräfte. Es ist gewiß anzuerken'nen, daß bei den Menschen, die hiev ihre Ansichten äußern, ehrliches Ringen um die religiösen Probleme vorhanden ist, daß sie einen Wegsuchen, um der religiösen- Not unserer Zeit-, die kein Verständiger leugnen wird, abzuhelsen. Aber die Mittel, die da empfohlen werden, sind zum Teil von einer erstaunlichen Naivität und Htlslostgreid. So will z. V. Salomo-nskij, der in dem gewaltsamen Uebergang vom Opsördienst zum Gebötkult, also in der Tempelzerstörung nur „die Rauheit eines letzten Endes gnädigen Schicksals'" sieht, „den kranken Gottesdienst" damit heilen, daß er „kurz, knapp, klar und immer wieder anders sein soll." „Unsere Feste sind synagogat zu uniform gestaltet. Dafür einige Beispiele. Wenn man sich dr-e Sukkoh, die doch nur ganz wenigön Interessierten aus 'der Gemeinde Eingang und Aufenthalt bieten kann, und den Anblick einiger kümmerlicher Fefffträuße fortde-nikt, welcher Unterschied ist wohl da für den Laien zwischen Pes-ach, Schewuvs und Hüttenfest in -der gesamten Liturgie bemerkbar? Jeder Abend gleicht jedem Mend und jeder Tag ist.wiv der andeream Fest. Und wenn wir von gewissen Ausschreitungen am Simchas Thora abfehan, die bei keitrer Richtung des Judentums unemgefchräniktes Gefallenbilden, dann stehen mit vor dem Faktum!, daß hier etne grenzenlose Ermüdung eintreten-muß". Und -er schlägt nun für Su-kkos vor: „Wenn man versuchen wollte, aus den ersten Tagen sine sozia-le Seiler zu machen und angesichlS des herbfUichen Vergehens besondere Veranstaltungen zur Erweckung der Wohlfahrtspflege und der Mita-rbekt unserer Frauen herauszübilden, wenn wir denachten Tag. zu einer großen Feier für das Andenken unseres Lehrers Mofe gestalten könnten- und den' letzten zu einer Versammlung der gesamten Jugend, vielle-icht würde sich das öinbürgern . und Gefasten Mden. Die Monotonie münde jedenfalls verringert fein!"'' Von der Stimmung, die über jedem unserer Feste lagert, die jeder Mizwoh. die damit, im Zusammenhang steht, -chren eigenen Zauber verleijhE, hat dieser liberale Mann offenbar ftotfn-e Ahnung. Aber auch Hermann Falkenberg-, der -in der Abhandlung „Erew" oder „'die Stunde des Bereiimachens" schöne Worte findet für den eigentümlichen Häuch, der früher -in der jüdischen- Gemeinde die Tage vor dem Feste umweht«, will diesen Erew" diese Börbereltunig, dadurch ersetzen, daß er es -den Lenden bequemer macht. Man.-Hakj wie er berichtet,--ksn der liberalen Synagoge Norden den Gedanken der Slichos-Tage in neue Form zu'bringen versucht.' „Nicht im frühen Morgiengranen für eiinmkleinen, Kreis, sondern'in Ausnützung des günstigen 'Umstandes, daß 'd^r erste Slichos-Dag immer -ein Sonntag ist, wurde dieser Gottesdienst auf den Vormittag gelegt und wi-e ein Feftgoktssdienft mit Predigt und Orgelfpi-öl und Chorgesang gestaktei." Er vergißt nur, daß gerade die Anstrengung des. frühen-, Gottesdienstes zu den Slichos gehört; Witz Äer-Häüstt SMfKderwindung 'und Anstrengung zum- Wesen der Religion ge-»

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