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Der Israelit · 1929-07-04 · Heft 27 (4.7.1929) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 27 (4.7.1929)
Date
1929-07-04
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr. 13. S-Äe 3 WWW 4. Ml 1929 des Petrilower Raw vom „Kopf" und der „Steuer" findet der tiefer Schauende die materielle Not unserer polnischen Brüder: «in geistreiches. Wort ist dis Hülle, hinter der sich Anvermögen verschämt birgt. Dies sei unzweideutig ausgesprochen als Ausdruck tiefster Aeverzeugung, die bei ,uns Glauben finden möge. Und darum mutz man es unseren östlichen Brüdern doppelt Hoch anrechnen, daß sie trotz ihrer Sorgen um das Mot des Tages, das sie in der Tat oft mN ihrem Blut verdienen, onn1> ura’ fcjrsaa, wissen, datz von diesem Brot allein der Mensch nicht lebt: datz ihre Seele ausgeschlossen ist den geistigen Bedürfnissen der Juden heit und — was das Gleiche ist, was aber doch hier erst jüngeren Datums ist — den Notwendigkeiten ihrer Söhne und «-Töchter. Bei runs Pnd Agüdas Jisroel - Mädchengruppen fast seit Gründung der A. I. Selbstverständlichkeiten, im Osten waren sie vor fünf Jahren noch etwas Unerhört Neues Und jetzt, gerade da ich nach Lodz kam, tagte die 2. Landeskonferenz der mis rn: wurde zu einem gewaltigen Ereignis, das die Presse aller Richtungen gebührend würdigte, machte die Hofsitüng zur Gewißheit, datz noch Polens orthodoxe Tochter nicht verloren itst und ließ mich, erschüttert wie selten vor einer Versammlung, für diesen Twzpi» vm in der Schlußsitzung jenes Gebet wiederholen, mit dem Jacob Rosenh«m einst unsere Jugend segnete: i’C3«n nw Vy nn»- Noch ist die Organisation der orthodoxen Mädchen Polens in ihren Anfängen, noch — oder besser schon;— sind zehntausende jüdischer Mädchen aüs den besten!und edelsten jüdischen Häusern in anderen Lägern, aber Gotte« Beistand mutz bei diesen tapferen Frauen sein, denn von ihnen geht uns die Gesundung des jüdischen Hauses, aus ihnen wächst das von den „Firmen im Zelt" gesegnete neue Geschlecht von bewußten Müttern und Erzieherinnen. Wem dankt die polnische Orthodoxie dieses grötze, noch nicht von allen ihren Kreisen genügend gewürdigte Geschenk? Organisatorisch wohl dem unermüdlichen,,rastlosen Redakteur Friedensohn in Lodz, geistig ist die B. 1L I. gewachsen aus der'Bars Iaakauw Bewegung. Und man kann keinen Bericht aus dem Osten geben, ohne wieder und immer wieder hinzu'weifen Huf dieses grandiose Merk, auf dieses nas wjm im Gebäude der polnischen Orthodoxie. Wir haben v'n- Schulen in Lodz, Warschau, Sendin, rT'chenstochau, Lawercie besucht, waren in Uüd auf dem Krakauer jSeminarneubau und können nur aiistelle einer Kritik das Eine sagen: Die Frau, welche aj#’ xira initiiert, der; Mann, welcher seine ganzen pädagogischen Kräfte, seinem geistigen Ausbau weiht und Mer andere, der Zeit, Kraft und Geld für die Durchführung des Seminargebäudes -spendet, sie müssen schon vorher große Verdienste gehabt haben'rros^yvios^^^a^.'So groß ist das Werk, fo groß die Bewegung. Und habet ist alles nur ein Anfang! Und wir Vm Westen: Watt Lütz wir helfen, Helfen wre Brüder mit ungeteilter Kraft, wir: entweder wir. schlafen oder wir känistfen ÜM Paragraphen, kämpfen, wozu kein gewaltiges &sinri-ps» gehört, saus der gesicherten Festung einer „Äeligionsgefellschaft" oder einer „El'nheitsgemelnde" pto oder kontra. Hat Samson Raphael Hirsch denn nur das als Prinzip «umstrittene Erbe des Austritts Unterlassen, hat er juns nicht auch den Weg gezeigt, daß und wie man die Jugend und damit die Zukunft rettet?. Warum sorgen wir nicht mit gesammelter Anstrengung däfür, daß dieses sein /Erbe nicht preisgegeben wird? "Ist dielen apj’ n’r Schulen findet man sein Bild, weil nM instinktiv fühlt, datz -an diesem , seinem Erbe unsere Welt genesen wird. Und wie auf die r-iiaa* Organisation, und wie auf die app'N'a. Bewegung mutz man auch immer und immer Hinweisen auf zwei andere bedeüftnde Faktoren im Leben der polnischen Orthodoxie: auf Pie nnarr »vrs einerseits und andererseits auf, hie nvrrr i’ntr’’ Diesen gehört mein ganzes HAz. Und ich sage es euch, ihr verantwortlichen und verantwortungsbewußten Führer der Agudas-Jisroel: '.aw vnb iinm Habet.Achtauf diese Söhne der AMstf, von ihnen geht aus die Sie. trotz aller »pinpn treu der Aguda, sie find das Herz der null»‘ mfe die Rabbiner, der Kopf sind. Behandelt die sozialßn Probleme auf der .—iVvra r?’D3S mit besonderer AuststerksWkeit; nicht aus taktischen /Gründen,, damit die Arbeiter Mch nicht weglaufen — sie laufen nicht weg — stein: tpn's *ijnV rarmi i’VTJ ttb ntdies, sei eure Sstge, dje' l e b e n d i g e Masse und nicht der. lote Paragrgph! Ein, Erlebnis: Ich. war in Lodz zur n-nyo bei meinen Freunden^ den Einer' yon ihnen, ein bekannter „Revolutionär" wollte gerade ytif seinen beiden Händen alle Kapitalisten Pharaonen" alß die anderen anstimmten: irpb« mn Da .vergaß er alle seine Mordabsichten und sang am lautestem tznd innigsten mit, der Mannist ein „Mörder": mvaMnHj? rrvay nitna aber ich liebe diese „Mordgesellen", wie' ingn nur einen Bruder lieben kann. Und ihr, ihr Führer, sorgt dafür, datz das ipv>° Ideal der n*nn in unserem Kreise verwirklicht wird. Man schimpft euch ohnehin „Phantasten", nun so sorgt auch für die Verwirklichung solcher Phantastereien — dies ist — nebenbei — ein Grundgebot dex min' Und die hierzulande! Ich mutz es mir in Deutschland gefallen lassen, datz Freunde, mit denen ich seit Gründung der Ä. I. I. O. zusammen arbeite, mir vorwerfen, daß, ich, seitdem ich in der Landesorganisation arbeite, auch schon an „Arterienverkalkung" leide — ich urteile also als alter, überlegter Mann! Diese polnische Jugend der A. I., Der Israelit Blätter sie garantiert für den ewigen Bestand und immer weiteres Wachstum der polnischen Agudo, mag die polnische Landesorganisalion, was ich nicht hoffe, auch weiter so unorganisiert bleiben wie wir sie, das heitzt ihre Leitung, p3d unserem Eintreten in Warschau vorfanden. Wiederum ein Beispiel: Als wir in Bendin waren — wir, d. h. der 2. Vorsitzende der polnischen Landesorgarrftation, der verehrte Raw Tauwje Horwitz und ich als sein Adjutant bei dieser Rundfahrt, kam eine Abordnung der .tr-pss aus Zawiezcie zu uns und bat uns, zu ihnen zu kommen. Trotz unserer Liebe zu den Lv'i-yw sind wir beide, aber „Kapitalisten" — wir wollten nur kommen, wenn man uns für den K. G.-Fonds M. garantiere, die Jugend sagte uns einen Betrag von 150 M., wenn auch in verklausulierter Form, zu, Raw Tauwje zweifelte an der Güte dieser Garantie, lietz sich aber doch bewegen, hinzufahren. Und als wir hinkamen: von Geld keine Spur, den Alten war unser Kommen höchst peinlich. Und so ärgerlich wir waren, datz man uns genarrt hatte, so bezeichnend war die Ausrede unserer jungen Freunde: Wir mutzten um jeden Preis kommen, die Alten auszuwecken, selbst um den Preis einer mraya nsan msa- Und NUN die polnische L a n d e s o r g a n { - j at ton selber! Der bswn nsii.in Warschau!' Wir hatten den Auftrag, das Zentralbüro in Warschau zu reorganisieren, in größeren Agudazentren für den "on norm zu werben, mit einem Wort tv»ö zu sein! Ob luns dies gelungen ist, ob es uns bei weiterem Arbeiten — wir wollen in einigen Wochen die Arbeit fortsetzen —gelingen wird? Agudist sein heitzt Optimist sein, warten wir also ab, ob die uns gegebenen Zusagen besser sind als die Garantie der nn’yx in Zawierzcre, ob die polnische Aguda, die nur weiß, datz man nur durch für die Zentrale eingezahlte ian nwnn Wahlrecht zur i"a erwirkt, aus der r-a so vertreten ist, wie es ihrer inneren Bedeutung entspricht, ihrer Bedeutung als vt i>a ott' als Mutter und Geftalterin alles dessen, was in Polenan bewußtem jüdischen Leben blüht und in täglich größerem Matze sich entfaltet. Wir haben das Unsere getan, das irru» nav erfüllt, jetzt haben unsere polnischen Freunde das Wort und — die Tat. In diesem Zusammenhang soll ein besonders herzlicher na -rarc> dem Mann gegeben werden, der, in anderer Angelegenheit in Lodz weilend, uns in unermüdlicher Weise mithalf: Rabbiner Dr. Heinrich A. Cohn- Berlin, dem Sohn des Basler Raw welch Trierern die Aguda m. E. auch noch viel ^r)änk abzutragen hat Wii Fünf große Referate hielt unser verehrter Berliner Freund in Lodz und ganz Lodz testiert ihm: n'bpanuinaavVnanbvnb-na: Groß war seine Arbeit, sie ehrt den Mann, der sie geleistet. . Datz sich in Lodz, im Lokal der A. I. mit Moritz A. Loeb, der wegen der Realisierung des großen Planes der Versicherung gegen Arbeitslosigkeit in Polen weilte, zusammentras — aber nicht zusammen stieß — ist hoffentlich auch ein a,v fv'v für die Zukunft. Angesichts der uns von allen Seiten umbrandenden Gefahr ist die Einigung uirß Einigkeit der sich zum Ideal der NTr« bekennenden „die Forderung des Tages", wie der Basler Raw einst schrieb, die Erwartung, die polnische D'brn, wie der Bendiner Raw «"v'bv'dieses „Genie des Gemütes", wie R. Tauwje Horwitz ihn treffend bezeichnet, an die 2. K. G. knüpfen. > Daß drei Wochen polnische Reise, drei Wochen innigster Gemeinschaft mit Tauwje Horwitz, einem unserer adligstan Menschen, mir auch persönlich wiederum viel gegeben haben, ist selbstverständlich. Ich will Einzelheiten nicht hringen, — nur das Eine: Ich durfte diese Reise ^wiederum mit einem nsv in dem geliebten Krakau beschließen, durfte in Rmo's Schul dawnen, an Rmo's *iap -beten, und betete, datz das jvot des heiligen Mannes uns beistehe in dem Streben rw-^> rinvvn innnb! W. S. I. Vekrachkungen zum Delegiertenkag der deutschen L. O. der A. 3. Von D. Ullmann in Cassel. Die genaue Durchsicht des Berichtes über den jüngst stattgefundenen Delegiertentag der A. I. läßt unwillkürlich den Eindruck entstehen, als sei nun tatsächlich alles /geklärt. Allerdings die Ausführungen des Herrn Dr. Ehrmann in den letzten „Blättern" zeigen schon ganz deutlich, datz die in Leipzig gefaßten Beschlüsse nicht --unbedingt der Mehrheit der deutschen Agudisten entsprechen muß, zumindest aber, datz der D. T. von einer so weittragenden Beschlußfassung hätte absehen müssen. Daß Dr. Ehrmann in seiner Afsfassung vielleicht mehr Recht hat als er selber weiß, beweist eine Aussprache in der Kasseler Ortsgruppe der A. I. die in einer Besprechung /über den D. D. Zunächst in Bezug aus den § 4 zu ungefähr folgendem Ergebnis kam. Wenn der Delegiertentag einen Entschluß gefaßt hat, der nicht nur etwa die Anwendung des Paragraphen auf Deutschland abgeändert Zu sehen wünscht, sondern überhaupt für die Weltorganisation, so scheint uns das zunächst stimmungsgemäß ,-ein gefahrvoller Schritt. Der heutige Entwurf, sobald fer vom Rabb. Rat interpretiert sein wird, stellt ja eine klare Lösung dar, wer in die Zentralinstanzen der A. I. wählbar ist und wer nicht. Sollte die K. <5. den Vorschlag des deutschen Delegiertentages in seiner jetzigen Fassung annehmen, so dürften die Schwierigkeiten m erhöhtem Matze von Neuem auftreten, denn „die gewissenhafte Wahrung der Selbständigkeit der Agudas-Jisroel" wurde «ja niemals bezweifelt, es handelt sich ja im entscheidenden Punkte um die Frage der Anerkenntnis der Unabhängigkeit der gefstzsstrsuen Judenheit, die in der A. I. als „der Golasorganisation des jüdischen Volkes" organisiert ist. Ueber diesen Punkt aber besagt die neu gefaßte.Resolution garnichts. Es müßte in dem Paragraphen, wenn man ihn schon ändert, ,nichk mehr bloß von Organisationen dir Rede sein, sondern von Körperschaften, denn eine solche bilden ja auch die Grotzgememden. Der Vorschlag des Herrn Rabb. .Dr. Breslauer, datz der rabb. Rat von Fall zu Fall ein Bekenntnis verlangen soll, bedeutet ja immerhin eine Gewähr dafür, daß gewisse Voraussetzungen erfüllt fein müssen, aber die Bedenlen des Herrn Dr. Schlesinger scheinen auch uns zu Recht zu bestehen. Wir tzelanglen also auf Grund dieser Betrachtungen dazu, -durch die dafür zuständigen Instanzen dem G. A. folgende Resolution zustellen zu lassen: Die K. E. wolle beschließen, § 4 der Satzungen wre folgt abzuändern: Mitglieder solcher Körperschaften, deren oberster Grundsatz nicht die'Wahrung der Selbständigkeit der Orthodrke ist, und die in der Behandlungen ihrer Ausgaben diesen Grundsatz der -Anabhängrgkeit der Orthodoxie ausgeben, können nicht;in die obersten Instanzen de: A. I. (G. K. Erecutivkömmitee und Zentralrat) gewählt werden. Gleichzeitig haben wir noch folgende Resolution gefaßt, die wir darum nachstehend der Oessentlichkeit unterbreiten, um zustimmende oder ablehnende Meinungsäußerungen zu erhallen, denn möglicherweise kann sich daraus eine Art Fraktionsbildung für die K. G. ergeben, die der Sache, so oder so, nur dienlich wäre: Die >K. G. wolle znr Frage der Jewish Agency folgendes beschliehen: Die Weltorganisation der A. I. mutz eine Beteiligung an der Jewish Agency solange ablehnen, bis nicht das Gemeindestatut für Erez- Jisroel unverbrüchlich festsetzt, datz alle Geschehnisse im heiligen Lande, sowohl die Llrbeileii kultureller, als Mch diejenigen wirtschaftlicher und sozialer Art, dem Thoragesetz unterstellt sind. Agudas-Jisroel vermag >nkcht rem Wirtschaftliches vom Kulturellen zu trennen. Zwecks -Förderung des Gemeinschaftsempfindens zwischen Ost und West schlagen wir vor, von Zeit zu Zeit einen Austausch von östlichen und westlichen Lehrkräften für eine bestimmte Zeit vorzunehmen, wodurch auch die Lehrsysteme und Methodiken des Ostens und Westens einander näher gebracht werden. Die K. E. wolle beschließen, datz die A. I. mehr als bisher das mindestens einjährige Jeschiwastudium propagiert. Wir hofften und wünschen, dach der Vorschlag jves Herrn Rosenheim, zur Lösung der finanziellen Frage einen Empsehlungsvertrag mit einer Versicherung abzuschließen, inzwischen einer genauerr Prüfung unterzogen worden ist und in die Wirklichkeit umgeseht wird. Die K. G. wolle beschließen: Die einzelnen Landesorganisalionen sind verpf.'kch.'et, umgehend die. Gründung einer Angeftelltenorganifation in ihrem Land vorzunehmen, dte eine Berufsberatungsstelle uni> Rechtsberatung -sowie Stellenvermittlung bilvet. Die 'Gründung-dieser Angestelltenorganisation soll tunlichst nach dem Vorbild des deutschen Angestelltenbundes „Agudas-Jisroel" erfolgen. Noch einige weitere Resolutionen für die organisatorsche Ausgestaltung der Agudas-Jisroel, so insbesondere die Schaffung eines Zentralorganes für sämtliche Länder sind nicht von so wesentlicher Bedeutung, als datz wir sie bereits vorher der Oefftentlichkeit vorzulegen brauchen. . Wir würden es nur begrüßen, wenn eine recht intensive Behandlung der dargelegten Dinge einsetzen würde, sei es in den „Blättern" oder anderen agudistischen Organen, sei es durch eine Fühlungnahme mit unserem Sekretariat sKassel, Hotel Emanuel, Bahnhofstratze 11). Das Fazit der Leipziger Tagung. Roch haben die Beschlüsse des Leipziger Delegiertentages ihre Bestätigung durch die zweite Kenessio nicht gesunden. Trotzdem wird man sich schon heute darüber Rechenschaft zu geben "haben, inwieweit diese Beschlüsse geeignet-fsind, das Gesicht der deutschen Agudo zu ändern. Unter Führung von Herrn Rösenheim wird sich der linke Flügel der Austrittsorthodorie, der seine bisherigen Erfolge auch für oie deutsche Landespolitik der Aguda ausmünzen will, mit dem nichtzionisttschen Teil der Gemeindeorthodorie zusammenschlietzen. Dieser Zusammenschluß wird unter Ausschluß der Misrachi und unter Zurückdrängung der radikalen Breuer'schen Gruppe erfolgen. Die von Herrn Rosenheim eingebrachte Resolution, die die Wählbarkeit solcher Agudisten sichert, von denen die gewissenhafte Wahrung der Selbständigkeit der Agudas Jisroel zu erwarten ist, richtet sich ziemlich unverkennbar gegen den Misrachi. Ueberdies dürfte nach dem Verlaus der Debatte auf dem Delegkertentage kaum noch ein Zweifel darüber bestehen, daß die antimisrachistische Interprätation der Rosenheim'schen Resolution als authentisch zu gelten hat. Der radikale Flügel der Austrittsorthodorie wiederum wird von sich aus wenig Neigung zeigen, .um unfruchtbarer politischer Experimente willen den Austrittsgedanken in Deutschland zu gefährden, und sich deshalb zumindest von der Führung der Agudo zurückhallen. ,Dle heihersehnte politische Einigung der Gesehestreuen wird mithin so äussehen, daß die deutsche Agudo i, ■t-. i

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