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Der Israelit · 1929-06-27 · Heft 26 (27.6.1929) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 26 (27.6.1929)
Date
1929-06-27
Page
– (sequence 7)
Language
German
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27. JUM-lSAtz _ . ■ ■ „; jMchen JrWustoven zugefüN-en Schaden wiede-rgiutzü- - m achten- Die Wilnaer Rabbingtsaffäre. . .. .. Wi-lna, 24. Äu-rri. Me von Herrn. Ratzbi-ner RutziinsbÄin und der Ma- {otfiiät -der GemeindeverwGwiNU -emUebvcvchibe Kka-Ae ge- .gen den Red«rktvur des orthodoxen Wochenblattes, Herrn Joftf Schub.,. enÄÄe Mit,skvsm.ooklen Fvekspruch des Angel lagt Ln. Der Prozeß .gewährte einen Blick hinter die Kuüssen. der Rabbinerrvahlkomödie. Die. Witnae« Aguda klagt gegen den Bildüngsminister. Wilna, 26. JüM Die WrlEr Ä^EFwWonkhwt beimLiboMeüG^^ richtsyof gegett den EWmlMMsH: 'Ä^est^Hr Metzwidrigen Nominierung, M' Testators RÄÄfftein Mst Wilnaer Obervabtzrner Dlic^e e^lwtzen, Man stehb der Gettchtsentfcherdung Et SpanmMF ÄiitgeS^- (AJPB.) Atä^tratröa^ in ÄWist. . . . ... Lu bltn,.26. Arsti> Stet „teil.WMk^u^^.«nrd«n gerv»W: .4 Agndisten,Z^AjAksttzy und. Miisvachist-n, sin Po»Äe Zion und ein Volkdst. (AJPB.). Tschechoslowakei. Um die Äschenuryen. , . Prag, 17. Juni. Die./letzt«. Kenettüverfammlun-g der Wen Pmger C h e wr,«,K a. d i scha.nahm einen sehr stürmischen Ber* lauf.. Der bisherige Präsident der Chewra Kadrscha, Herr Laoid L -i eben, hat schyn vor längerer Zeit demissiomeri. . An dWe Demission schlossen sich - weitere Bopstandskrisen, die noch immer nicht beendet , sind. Gegenstand, der Kampfe Leidet einmal ein KonsLikt «Ä dxm Obevrabtziner wegen des Neutzaus Es ÄMm Derrain', das sich bei Legung des Fundaments als eine We BegDbMstätte. ermtes, so daß der Oberrabbiner den Weiterbau untersagte. Der zweite Konflikt-Gegenstand ist die Frage der B e i f etzu n g v o n As ch e n u r ne w. Ein Gesetz vom Jahre 1921 besagt', daß die Bestattung von Urnen in FamMenb egräbmfsen nicht verweigert werden darf. Jnfolg^essen muhte 'die Chewra, nachdem.sie auf dem Prozeßwege dazu verurteilt ward, .in sechs Fällen Urnen, bestatten. Der neugewählte Ausschuß. will auch fernerhin die Beisetzung der Urnen entschieden adlehnen und sich in jedem einzelnen Falle evenkl. durch Klage zur Aufnahme der Urnen zwingen 'lassen. Die Chewra ist aber bereit, von dem ihr gehörigen Begiräbnisplatz eventl. einen DM der Huliusgemeinde ahzutveten, Ne dann dort, wenn sie will, die Urnen beisetzen kann. Der Israelit Rumänien. Ein Erfolg der Orthodoxie in Rumänien. Bukarest, 24 .Juni'. Dem Direktor der ITA., Herrn Landau, erklärt« -der Minister für Kultus und Unterricht in einer Aussprache über jüdische Angolegercheiiten u. „Ich brauche wohl kaum zu betonen, daß die jüdische NeWon in Rumänien offiziell anerkannt und den anderen Religionen glsichgestellt ist. Religions- und Gewissensfreiheit sind jedem Einwohner verbürgt. Pas Gesetz, das die Organtsherung von Gemeinden regelt, wird modtsizi-ert werden« um den orthodoxen Juden, die Möglichkeit zu geben, separierte Gemeinden zü bilden. Es ist richtig, daß nur die jüdische Gemeinschaft -in Trart-ssylvänien sich in zwei ges-on'derte Gruppen teilt. Die yrthodoxen Juden in Transsylvanien (vollen unter keinen Umständen Mt den Neologen in ÄN-er HmeiM MdMMen My. Es würde. gegendäs Gesetz der hMchE'- VSimn wir sie zwingen, Mrden,, M iMD «ckn» zGreten. Auch können wir das Gesetz nicht als -nur für Transsylvanien geltend -erklärÄr^ Nach unserer Konstt.sutiHst ist st ß jedes Gesetz tM ganzen Reiche Ge ltung Hatzen." Äerrabbiner Senator ZirelWn ünv die Zewifh AMäch. . Chisfnau, 18. ^!Ni- Oberrabbiner Zkr.elsohn erhielt kürSich vom Mrektorium -des K-eren Hastfod in Jerusalem eine Zuschrift mit dev Bittzr, Änen .Aufruf des Keren Hajefod mit zu unterschrerhen. Das Direktorium des Keren Hajesöd begründete dies damit, daß es -erklüPte, der Keren Hajesod fei der wichtigste Bestandteil der Jewilsh Agency und da diese unparteiisch geworden ist, sei es notwenW, daß alle großen Persönlichkerien des Judentums, gleichgüMg, welcher Partsirichtung sie angehöpen, den Aufruf unterfertigen. Besonderes Gewicht wind auf die Unterschrift des sferm Oherrabbiner Zireilfohn gesetzt, -da dHer eine befo,nders. eistflußpeiche Stellung iM Judmtum einniMMt. Otzerrabb-iner Senator Zrnelsohnlehnte dieses Arrsinnen mit "der Begründungab-, daß die Frage der Jewifh Agency erst auf der zweiten Keneffto Gedaulo geklärt wird .Ms dahin müsse er sich, weigern, JnstituÄonen der Jewifh Agency zu unterstützen. (A. I. P. B.) Likauen. Die Lage in Likauen. Kowno, 19. Juni. Die Kownoer Polizeiverwaltung ordnete die Entfernung aller Schilder mit jüütschen Aufschriften an. Die jüdische Bevölkerung' ist über diese der jüdischen Glerchbevechtigüng Hohn sprechende Beiordnung empö-rt. , _Nr. 26. Sette 7 Wenig Ber-laß ist leider hltzr «ms die Polizei-. In der Synagoge zu Kroszsch, einem Städtchen tn der Nähe von Schauten, -erschien bile Ortspolizet, um nach einem verschwundenen christlichen Ktnde zu suchen. Die Thora-Lade und alle Schränke wurden geöffnet und durchsucht. Hand in Hand damit ging eine Pogrom- Propaganda gegen die jüdische Bevölkerung, die des RitualMovds bezichtigt wurd.e Schließlich wurde das verschwundene Kind im Hause emes Christen lvohlbehalten aufgefunden. Daß es nicht zu Bliutvergteßen kam — ist nicht Schuld der Polizei. Miniistevpräsident Woldemaras nimmt loyale Stellung zu Juden ein. Sä legte er den Grundstein' zu einem neuen jüdischen Krankenhaus kn, Kowno. Er hielt dabei, eine hetz rätsche Ansprache und schloß mit den Worten: „Beschaah muzlachath" („zu glücklicher Stunde"). Ruhlanä. Juden, in höheren öowjek-Jnstitutionen. Moskau, 17. Jym. Im HinbW. auf das von ÄM .rtzWchen AnKfenüten verhxeitete SchlMwort, dH Juden Ne ganze Macht in Rytzlan-d okkupiert, hcrhen, hat tzex PerÜMr der Jüdt° schey ^e^Mhew-AMtux aus GrMd «eWr eSngeheHen Untersuchung festzgestellt, haß uMr den 417 hohen BeämM HstMytzs -im ganM 27 Juden,, tz. st k Prpz., ytzrhMden sind, Der ^^-.PertvAer hat ferner festgestelltz bah die Studonchenschast der DHlBWn. Htzchschuven zu kaum 18 Prpz., Ne der medizinischen Fakultäten zu 15 Proz., die.der Kunstfäkultäten zu 21 Proz., die der ökyWMlschen. FgkuMten. W 18 Proz. und die j)sir pädagogischen FäbuWten zu 11 Proz, aus Juden tzeshehm. Im Durch^chnrtt^ zählt, tipi 13 Proz. Juden an den Universitäten und Hochschulen. Akheistenkongretz und antireligiöse Arbeit. Moskau, 17. Jum. Auf dem Kongreß der Atheisten RuWyds berichtete S. Diamantsteibn, Mitglied des Rates der nationalen Minderheiten beim ZentralexekMvkomitee der Sowjetunion, über hie anti-veligiöse Arbeit unter den Juden, die, wie -er sagte, nicht auf der Höhe steht, weildie jüdische Bourgeoisie dos Auslandes, indem sie die jüdischen, Gemeinden in der Sowjetunion unterstützt, der anbi-reD giösen Propaganda entgegenwiirM. Trotzdem werden immer wieder Synagogen in Klutzs umgewandelt und in immer NMhr Werkstätten jüdischer Arbeiter wird an Sabtzattagen gearbeitet. In der gleichen Sitzung ergriff.auch der Präsident der Sowjetunion, Kaki-mn, das Wort und sagte: „Wkr Müssenmehr elastisch im antkreltghösen ÄEpfe sein. Es ist leicht, religiöse Anstalten zu bekämpfen, aber es ist nicht leicht, die Religion aus -den Hirnen giu entwurzeln." Das Zent-ralexekutwkomitse der ukrainischen Regierung .teilt offiziell Mit, daß, dem Verlangen vieler Tausender Arbeiter entsprechend, zehn jüdische Synagogen in Tscher» Suche für mein Manufaktur- und Konfektionsgeschäft eine» Kost und Logis im Haufe, gegen., kleine Bergütung. Siegfried Rofenfelb Schopfloch (Bayern) Mki. 100 Belohnung erhält derjenige, , welcher 22jähr. jungen Mann eine gute. Stellung jnit Schabb. und jüd. Feiertagfrei, verichafft. Gute Kenntnisse ln e^gl, fran*., span Sprach., Stenogr.. Maschinenschretb. ».allgem^Korresp. Ang. u. E. 1S3S an Heinr. Eisler, Hamburgs. Streng relig., nicht zu jung. Fräulein in größeren Haushalt als wirtschaftl. Hilfe bet Fam.- Anschi., per 1. September gesucht. Angeb. mit Geh - Anspr. unt. Nr.L519 an die Z"noric?Erp. Moritz Fay Nachf., Nürubera. e p r ü f t e mit bestem Referenzen von Mitte Juli an frei. Offert, unter 12145c an die Erp. Streng religiöse Dame für Jahresbetrieb für den ft. «.«-Hst g e 1« ch t. 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