Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 70 (1929)
- Issue
- Heft 23 (6.6.1929)
- Date
- 1929-06-06
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2446951-2450547-2450570--76035-2533589- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
6. Juni 1929 Der Israelit Nr. 23 Seite 5 W -b»sr-uf-en. Msd-ah-Hn> -soll Äsr EnchmuaH elLnisr ScchiMg der WweLm-glUNtg' «lUGMMrüieÄelb Msridien. Aind-iie TaiFUMg schloß sich >Me Festveirsiammku.^ <m>, tön» der Obervabb. iS v f ch L -e r us Modernin. ÄcWWernidier Rede das 10 MvWe Bestiehender Wiener JuigtendGruppe selerte. Dü Woche. Berlin. Ginlbrecher drnnigeni liini der Ralchb in- Das Geibaude Der B e-r 1 >vner Jüdischen Gemeinde in der Oranienbungerstr. 28 ein und tnäbdertiein zwsv Geidschränke «miß fanden aber -ksm Geld darliN. Die für die GehüÄer aufbewahnteni Gelder rv-aivern cmi anderer Stelle vermährt mo-rdsn. — Der MaMtrat Berlin hat in seiner g,estri!gen> SihuniF 'beschlossen, We Bobliage über die EmsteiMSchenikungl Än CiN'- verständnis ml'iib der Familie EÄnstein zurückzuzöehen. Die deaibsichitiWtie Ehrun-g ist damit endgüWg -erlsdW. Kopenhagen. Herr Georg Cohn, Bürochsf bmm. A-ußenmiNisteiriNm, wurde zum dänischen- Mi? t® 1 ®«b. de s Ständi-gen Jnterni-ationaLen Gert ch t s h o s e s inr Haags -ernannt. Georg Cohn war 1919 Mi>ttzMd des Komitees' für den Friedenisvertvag! und 1920—1925 däni>- scher Deloglertier beim Völkerbund iin Gens. Er ist Autor vieler angiesehener Schriften über internationales Recht und über PHMosophiie. London. Herr I. S. So La man, Inhaber der nsum Inle'rnMonalen- KunftgiaLerte in London, erklärte foßmi JTA-Vevtreitsr, er Deabsichtiige., ebne Kunsts>alnmlun>g! nach- Palästina zu senden, -die einien' Werl von 600.000 Pfund haben -wird. Krakau. Der jüdische Gelehrte, Professor TaubenschLag., wurde zum Dekan lder j-uri-deschen Fakultät der Krakauer Uinävle-rsrtöib gewäW. Warschau. Das meist von Juden ßswohyitie SDdtchjsn Kolk'i, Kreis Luzk,, ist zum .größten Teil abgebrannt. 117 Wohnhäuser sielen den Flammen zum Opfer. Das Elend ist oroß. — In Ostgalizien brannte das Städtchen R ii zniow fast vollständig nieder. Etwa 200 Gebäude, darunter 70 Wohnhächer, wurden durch das Feuer zerstört. Der Brand soll insoivge der Explosion -einer Handlgiranate . wusgiebrochen fein. Rewyork. Der Vorsitzende des Ameri-kanischen Pro-Falascha-Komiitees, Prof. FeWowitsch, .teilt mit, daß der Körnitz von Ablessynien 2500 Dollar für den Neubau der Schule für die Falascha-Ksnder in AbiessyNiens Hauptstadt, Addisl-Abeba, gespendet hat. — Der berühmte Phükantrop -und Kupfermagnat Adolph Lewrsohn vollendete am 27. Mai Mn 8 0. L e b -e u s j a> h r. Er wurde in Hamburg, geboren, kam mit 18 Jahren nach Ams-rika, wo er später nM seinem verstorbenen Bvuüler Leonard Lewisohn die Fi'vma Lewisohn Brothers, jetzt Adokph Lewlifohn and Sons, begründete. Cr bestätigte sich viel ilm jüdischen Leb-m. Er -war auch, einer der Vorsitzenden des Jeschiwah-Baufonds. Paris. Oberst Alfred D -r e y f u s, der Held der berühmten Dreyfus-Affäre, wohnte am 26. Mai der Enthüllung einer Gedenktafel für den großen französischen Romancier Emil Z o l a am Sterbehause Emil Zolas bei. polen. Die Krakauer Gemeindewahlen. Krakau, 31. Mai. Die GemeiNdewahlenfanden nach« wochenlangen starken Vorbeveitunigen am 26. ds. statt -und haben dem Block der Agudisten, Chasstdiin -und AnWonisten 15 Mandate, den Zionisten und ihren Untenorganisationm 10 Mandate gebracht. Eine reLWöfe Mehrh-eiit -irn Gem-oindev orstand -ist daher gesichert-. Der Wa-HWa-mpf wurde mit allen modernen Mssmidtsln geführt. So ließ die Aguda während des Wahltages' -einilgemale ein FlvWeug übev der- Stadt kreisen, das Flugblätter abwarf. Die Landeskonferenz der Vnokh Agudas Iisroel. Lodz, 29. Mäi>. Zu der Lan-deskonfevenz der „Vn-oth A-gudaith JisroÄ", die am' letzten Sonntag -tagte, waren 180 Dei-e'- gitzrte aus 100 Städten.gekommen-. Deutschland war vertreten durch Frau Landsberg aus Breslau-. Auf dem Podi-um sah man -auch die hochverdiente Schöpferin Der orthodoxen Frauen- und Mädchenbewegung in Polen, Fmu Sam- Scheu,I-erer.aus Krakau-. Telegraphische Begrüßungen, -langten -ein, u. a. vom Zenrrälmt der Agudas Jis-rEl, von -den Herren 2r. Rathvn Birnbaum -und Jacob Rosenheim-. Rach der Eröffnung der Konferenz durch Frau Vogel, Lodz, hält Frau Sche- G _ WautpfPegemittel gibi eA gar viele - ICjüar wenige nur fuhren xum ^cele-, cßach^jiJerSficrax extranariumiert eineA der beAten.dciA existiert. nierer eine warme Begrüßung im Namen der Bajs Jacob-Zentrale in Krakau .Es foilgen Begrüßungen des Vorsitzenden der Lodzer KePlavierwaltlungi, Herrn Mü-nzb>erg, des Hsr-rm- Asche-r Mend-eLso-hn für dis Lodzer Aguda-, des Ra-Mann A. D. Eckerman-n im Namen des E. K. der p0ln>ifch>en Aguda. B-iele ändlere Ag-udainftanzen schickten -ihre Redner oder Rednerinnen, um -ihre Solidarität mit der Konferenz in schönen und kräftigen Wortenzum Ausdrucks zu bringen. Der erste Tag -brachte zwei Referaie, und zwar über „Die Ideologie der Bnoth Agu'dach Israel" (Fril. Rofen-bkum) und „Aguda-th Isroel als Welktanscha-uung" (Ra-tmann Ecke-rmann.) England. Juden im Tkeuen britischen Parlament. London, 2. Juni. Im neu-gewählten englischen Parlament werÄM- 14 Juden sitzen: Bon -der Liberalen Partei Sir Herb^ert Samuel, James de Rothschild und Major H. L. Nathan, die nieugewählt wurd-en, sowiedie früheren liberalen UnterhausmitgMder Major HorEelifha und Percy H. Harris. Der frühere -libsräle jüdische Abgeordnete E. A. Strauß ist -in der Mtn-dorhisit .gebl-iieben. Ferner alle -b-isherigen jüdischen- Konservativen, -und zwar Silr Philip Sassoon, M. A. Samuel, Major Isidore Sakmon, Major I. Brunel-Eohen,, &v Walter de Fvecemb Swmuleiß Samuel, mit Ausnahme von Samuel Finbiurgh, der nicht wieder kandidbebt hat. Zu den beiiden, bisherigenjüdischen Mitgliedern -der Fraktion der Arb-eVerPar-teü, Emanuel Sh-inwell. und Colonel Harry Da-y, kam jetzt MN dMtes jüdisches MiGköe>d hinzu: Dr. G. E. Sper. Personalien. Fürth i. B.» 23. Mai. Der Klausrabbiner, Herr Markus Faust, der, wie wir bereits berichteten, vor kurzem seinen 95. Geburtstag feierte, hat in seiner bekannten Zurückgezogenheit nicht erwartet, daß man ihm so große Ehrungen zuteil werden läßt.— Oberbürgermeister Dr. Wild beglückwünschte Herrn Rabbiner Faust persönlich im Namen des Stadtrats unter Ueberreichung eines Blumenarrangements. Der Reichskanzler Hermann Müller entbot telegraphisch seine in herzlicher Weise gehaltenen Wünsche. Die Geistlichkeit aller Konfessionen ehrte den Jubilar in besonderer Weise, teils persönlich, teils schriftlich. Der Präsident der Kreisregierung Mittelfranken übermittelte schriftlich im Namen Klausrabbiner M. Faust in Fürth. derselben seine Glückwünsche, ferner der Eesetzestreue R ab bin er verband Deutschlands, der Allgemeine Rabbinerverbanv Deutschlands, der Oberlandesgerichtsrat Dr. Alfred Neumeyer; der Ratspräsident des Verbandes der Bayerischen Israelitischen Gemeinden überreichte ein Geschenk, ebenso die Vorstandschaft der Klaussynagoge. Die Landtagsabgeordneien H. H. Eberhard und -Cr,enbers ehrten den Jubilar persönlich. Unzählige weitere Glückwünsche aus Nah und Fern trafen ein. Möge der Jubilar seinen Angehörigen und seiner Gemeinde noch recht viele Jahre in bisheriger Geistes- und Körperfrische erhalten bleiben. Icrny- Samuel Birnbaum W* .. Amsterdam, 23. Mai. Aus Frankfurt kommt die Trauerkunde, daß ganz plötzlich und unerwartet eine der angesehensten Persönlichkeiten des holländischen Judentums, Samuel Birnbaum, in Bad Nauheim, wo er sich zur Erholung aufhielt, dahengeschieden ist. Aus der Schule Rabbiner Hirschs hervorgegangen, war Samuel Birnbaum eine vorbildliche jüdische Persönlichkeit, die ihr ganzes Leben den 3 Grundprinzipien des Judentums, der Thora, Aboda und dem Gemilus Chasodim weihte. Seine Tatkraft und seine jüdische und allgemeine Bildung stellte er in den Dienst aller Wohltätigleitsbestrebungsn der Amsterdamer Gemeinde und darüber hinaus des gesamten Judentums. Jahrzehntelang gehörte der Verstorbene dem Kollegium der Pelidim und Amarkalim des heilige Landes an und er hat in dieser Wirksamkeit nicht nur keine Sitzung Samuel Birnbaum Vst. versäumt, sondern auch viele Stunden seiner Tagesarbeit den finanziellen und organisatorischen Interessen dieser ehrwürdigen Institution gewidmet.^ Er 'war Mitglied der Kommission, die den Neuback^ des hiesigen Bes Hamidrasch ins Auge gefaßt hat. gehörte zu den hauptsächlichen Initiatoren der neuen Synagoge in Amsterdam- Süd und übte im Stillen eine reiche vielseitige Wohltätigkeit . Von tiefster Gottesfurcht beseelt, war er für die ganze Gemeinde eine imposante Persönlichkeit, die sich allgemeiner Beliebtheit und Hochachtung erfreute und dessen allzufrüher Heimgang von weitesten Kreisen beklagt wird. Die Bestattung fand heute um 3 Uhr aus dem Begräbnisplatz Miederberg statt. In vielen ergreifenden Reden wurden Persönlichkeit und Wirksamkeit Samuel Birnbaums gefeiert. Aürich, 29 Mai. Vor einigen Tagen wurden die sterblichen Ueberreste unseres allverehrten Gemeindeältesten Herrn Simon Hossmann dem Schoße der Erde unter großer allgemeiner Teilnahme aus allen Kreisen und 'Schichten der Bevölkerung ubergeben. Der Verstorbene hat das hohe Alter von 90 Jahren erreicht und mit Recht können wir gerade in diesem Falle das Prophetenwort anwenden von der Kostbarkeit eines Menlebens, wenn es in Mühe und Arbeit bestand. Schon in jungen Jahren gründete er ein Haus, aufgebaut auf echter, wahrer Gottesfurcht, mit seiner gleichgesinnten edlen Gattin. Ein Kreis prächtiger wohlerzogener Kinder entstammt dieser ebenso glücklichen wie mustergültigen Ehe. Seine Tätigkeit, sein Wirten und Streben galt vor allem dem Wohl seiner Familie, der Erziehung und Ausbildung seiner Kinder, in deren Seele er den Sinn für alles Gute und Edle pflanzte. Aber auch für die Allgemeinheit hatte er ein lebhaftes Jnerefse und stellte gern seine Person in den öffentlichen Dienst, darum genoß er auch die Achtung und Wertschätzung seiner Mitbürger. Man legte Wert auf seinen Rat und wenn der Neubau unseres Schulgebäudes so zweckentsprechend erfolgte, so ist es nicht zum Mindesten dem Verstorbenen zu verdanken. Ein Hauptverdienst erwarb er sich durch seine Tätigkeit als Mohsl. Nicht scheute er Wind und Wetter, kein Weg, keine Reise war ihm zu viel, wenn es galt, die Miloh zu vollziehen, er tat dies unentgeltlich, nur allein leschem Mizwoh. Die Heilighaltung des Sabbat war ihm oberstes Gebot, die er auch seinen Kindern zur Pflicht machte. Darum hat man dem Ver- Wochenkalender. v. 8. - 18. Juni 1989 I o. 29. Ijar bis 7 Simon 5689 Samstag 8 29 VINN vo*nn lanna Mauled Freitag nachm. 1 Sonntag 9 1 Uhr 40-/:, ÜJl. jna vin Win Montag 10 2 Dienstag Jun 11 3 1 Mittwoch 12 “1”X 4 (jv TZ ||n ' iz y myaw my vormerstag 13 5 Freitag 14 7 'K ar myuw Samstag 15 8 y " " nn