Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 70 (1929)
- Issue
- Heft 23 (6.6.1929)
- Date
- 1929-06-06
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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storbenen das Ehrenamt eines Vorbeters an den Iomim Noroim übertragen; er wußte die Gemeinde dank seiner melodischen und sympatischen Stimme und seines verständnisvollen Vortrags zu tiefer Andacht zu bewegen. In rührender, zu Herzen gehender Weife entwarf Herr Lehrer Moses in beredten Worten ein Lebensbild des Verstorbenen. rrnsan Vermischtes. Köln, 4. Juni. Die Kölner Ortsgruppe 'des Angestelltenbundes „Agudas Iisroel" veranstaltet am Sonntag, den 9. Juni, abends XU vor 9 Uhr, im kleinen Saale des Colonia-Haufes, Aachenerstcaße eine große Kundgebung, in der Herr Joel Sänger über die Lage der sabbathaltenden Arbeitnehmerschaft sprechen wird. Köln a. Rh., 2. Juni. Am Dienstag den 28. Mai versammelten sich im großen Saale der Rheinlandloge die Schüler und Schülerinnen im Verein mit zahlreichen Vertretern jüdischer Körperschaften und Institutionen, um die Einführung^ des neuen Iawne-Direltors Dr. Klibansky, in festlicher (stunde zu feiern. Eemeinderabbiner Dr. R o s e n t h a l begrüßte namens des Kuratoriums der Iawne die Ehrengäste und Vertreter der verschiedenen Korporationen. Direktor Dr. Klibansky begrüßte er mit herzlichen Worten und gab der Hoffnung Ausdruck, daß mit seiner Wahl der rechte Mann an den rechten Platz gestellt sei, trotz der Schwierigkeiten der Gegenwart und Zukunft. Gerade der Lag-beomer, an dem diese Feier veranstaltet wurde, sei Symbol für das stete Fortlsben der jüdischen Lehre. Diese jüdische Lehre zu verwirklichen, die Jugend mit ihr und mit Kulturwissen zu erfüllen, dazu sei der neue Direktor berufen. Für den Schulverein begrüßte Van Cleef den neuen Direktor und gedachte in einem Rückblick der Männer, die dieses Werk geschaffen haben. Er dankte auch dem bis jetzt stellvertretenden Direktor Studienrat Dr. Samuel. Namens des Landesverbandes Preußisch:: Syr.agogengemei.'.de i sprach Dr. E l r e l Worte der Begrüßung und drückte die Hofssnung aus, daß der neue Direktor der Iawne im Einvernehmen mit dem Landesverbände zum Segen der großen jüdischen Sach? wirken möge. Für die S y n a g o g e n g e m e i nde überbrachte der erste Vorsitzende, Konsul Blanc e n a u, die herzlichsten Glückwünsche dem neuen Direktor. Er drückte die Hoffnung aus, daß mit der Wahl seiner Persönlichkeit auch der Geist der Liebe, des Vertrauens und der gegenseitigen Achtung zum Prinzip erhoben werde. Für die S y n a g o g e n g em ein de Ad aß Ieschurun beglückwünschte Jonas Wolfs Dr. Klibansky und gab der Erwartung Ausdruck, daß die Lehre, die Verwirklichung der jüdischen Religion in Fortsetzung der bereits bestehenden Tradition gepflegt werde. Es sprachen außerdem noch für die Elternschaft und für den Elternbeirat Rabbiner Dr. D ü n u e r, für das Kuratorium und die Lehrerschaft des Seminars Studkenrat Gut für die Lehrerschaft der Iawne Dr. S. Stein, für die Rheinlandloge Zahnarzt Dr. Schwarzschild. Zum Schluß dankte Direktor Dr. Klibansky tief gerührt für die herzliche Begrüßung und versprach, seine ganze Kraft für das ideelle und materielle Gedeihen der Anstalt einzusetzen. Er gedachte auch der Gründer der Anstalt und versprach, in ihrem Angedenken die Iawne fortzuführen. In einem längeren Referate sprach er dann über den Sinn und die Ausgabe der jüdischen höheren Schule und zeigte, wie in historischer Entwicklung das Bedürfnis für eine jüdische höhere Schule gewachsen und heute in Anbetracht der neuen Schulbestimmungen zu einer Notwendigkeit des jüdischen Lebens geworden sei. Gesangvorträge und Violinsoli, die auf bemerkenswerter Stufe standen und von Schülern und Schülerinnen der Anstalt dargeboten wurden, umrahmten die eindrucksvolle Feier. Familiennachrichten. Barmizwo: Arthur. Sohn des Herrn Sally Simons. Frankfurt a. M., Ostendstraße 60 part. Synagoge Friedberger Anlage. 's. — Samuel. Sohn des Herrn Prof. Dr. S. H. Lieben. Prag, Koziul 5. irw mao nr -pjsra :n#rr wia# na# 7NLVN- — Leo, Sohn von Herrn Naphri Erlanger- Wotff, Luzern, Bruchstr. 3. Die Woche. Lag B'aumsr-Feioc in der Agudas Iisroel Iugendgruppe. Die vor gut zwei Wochen in if)r filmt eingesetzte Gruppenleitung erachtete es als ihre Pflicht, die sich mit dem Lag B'aumer bietende Feiergelegenheit auszmrerten. Und sie entschloß sich, trotz sommerlicher Hitze, trotz Nichtbeteiligung weiter Kreise der Freunde und Anhänger unserer Bewegung an den verschiedenen Veranstaltungen — gemütlicher und geistig-unterhaltender Natur — das Wagnis zu unternehmen, zu einer Feier einzuladen. Und es zeigte sich am Montag Abend wieder, einmal, allem Pessimismus entgegen, daß jede Gelegenheit, unsrer Bewegung die jugendlichen Kräfte enger zu verbinden, ergriffen werden muß — und daß es keinesfalls zu spät ist, zur Sammlung zu rufen. — Schon vor Maariwbeginn waren die festlich erhell'en Räume unsres Agudoheims bis in die letzten Winkel gefüllt von Menschen, Venen es Bedürfnis war,, mal einige Stunden in schlichter, jüdischer Freude zu verbringen.— Nach einem einleitenden Gesang ergriff der erste Vorsitzende, Herr H a r t o g - s o h n, zu einer größeren Rede das Wort, un gerade gelegentlich der ersten Zusammenkunft nach der Neuwahl übey wesentliche Momente der in Aussicht, genommenen Sommerarbeit in' unserer Gruppe Grundsätzliches zu äußern. Nun sorgten fleißige weibliche Vorstandsmitglieder und sich freundlicherweise aus den Mitgliederkreisen zur Verfügung gestellte Kräfte für die leibliche Kräftigung. Eis, Kuchen und Getränke erfrischten die festlich gestimmte Masse. Gesangliche Darbietungen, Blitzdichtungen und ähnliches der Herren Herzog, Kantor Franlfurt, Deutsch und Leopold usw., die ohne Ausnahme von großem Können und Interesse an der harmonischen Ausgestaltung des Abends zeugten, entführten die paar Stunden allzu schnell. Gegen 24 Ühr fand die so allgemein gelungene schlichte, aber vielleicht gerade darum so wirkungsvolle Feier ihr Ende.— Daß unsre vom neugewählten Vorstand veranstaltete Feier einen solch über die kühnsten Erwartungen hinausgehenden Besuch auf weisen durfte, darf uns vielleicht zu größern Hoffnungen für das, was die kommenden Wochen und Monate bringen sollen und müssen, berechtigen. Aus der Agudas Iisroel-Iugendgruppe. Sonntag den 9. Juni findet nachmittags ein Ausflug' nach dem Lohrberg—Bergen Mit. Treffpunkt 2 Uhr am Oftbahnhof. Im JlnfchkuH daranfindet im Freien eine Raufch -Ch-a-udefch -Fei-er statt. — Am Schowuaus- Abend wird in unserem Aeremslokalie Schwa-nenstr. ,12 ein Lernen veranstaltet, Ve-girn-n 11 Uhr. Ms Beitrag für die Unkosten wird ein Betrag von Mk. 2.— erhoben. Umgehende Anmeldungen anden Vorstand sind erwünscht. Wir b-ea-bsich,tiMNj, bei genügendW BeteMgu-ng-, am Sonntag, dm 30. Juni einen Ausflug nach der Edertalfperre zu unternehmen. Der Preis b-eträ-gj' für Mitglieder unter 20 Jahren 5—6 Mk., für Mi-tMeder über 20 Jahre 10—12 Mk. Anmeldungen wolle man gefl. bis zum 15. Juni im den Vorstand der Agudas Jiisroell Schwa nenstraß-e 12, richten. Schwuauslernen im Alekor Chajim. Wit alljährlich, findet auch m diesem Jahre in der -ersten Schwuausnacht das übliche Lernen statt. Beginn 11.15 Uhr präzis. Voranmeldungen an Herrn Fritz Stern-, Langestr. 18, erbeten: Preis für MAWeder Mk. 1.50, für Nichtmitgiieder Mk. 2.—. Rabbiner Dr. Benjamin May Tiefe Trauer und besonders lebhaftes Mitgefühl hat in den Kreisen der hiesigen jüdischen Gemeinschaft der allz-ufrühe Heimgang der im besten Mannesalter stehenden markigen Persönlichkeit des Rabbiners und Religionslehrers Dr. Benjamin- May hervorgerufen. Aus Westhofen im Elsaß stammend-, hatte der HiNgefchiedene am Berliner Rabbinerseminar feine Studien, ubfdlviert und war hier seit zwei Jahrzehnten als Religion slehr er an den höheren Schulen in hervorragender Stellung tätig» Was ihn vor vielen Berufsgenossen auszeichnete, war nicht nur fein in rastloser, Studienarbeit immer mehr vervollkommneckes reiches Wissen, sondern vor allem die 'temperamentvolle Energie, mit der er seines Amtes waltete. Was für Me oft aus halb oder ganz entfremdeten Kreisen stammenden Schüler und Schülerinnen der höheren Schulen das gefährlichste Gift in der RM-gion-sstundle ist, die Langeweile, war in den Lehrstunden Benjamin Mays eine unbekannte Erscheinung — er war durchgilüht von inn-er-er Wärme, die alle Herzenentflammte. Er hat zweifellos Hunderte von ju-ngsn Seelen für die tiefen Wahrheiten der Ueberkieferung und für die gewaltige Größe des Gotteswortes und des Prophetenwortes erwärmt und zahlreiche Saatkörner ausgeftreut, die feg-ensreich aufblühen werden-. Bei der Bestattung, di!e am letzten Freitag ftattfand, kam die Liebe und Verehrung, deren sich der HeiNigegangene erfreute, zu er-- jchütterndem Ausdruck. ru"s:m Rosa Rathansen ,y"^. Am 30. Mai d. I. verstarb im Alter von 75 Jahren Frau Rosa Nathanfen geb. Meyer, die langjährige frühere Verwalterin des Georgine Sara v. Rothschildschien Hospitals. Sie stammte -aus Hamburg und warim Jahre 1902 hierher gekommen, wo ste bis 1921 in Treue das ihr anvertraute Amt versah. Ausgezeichne-t durch hohe Intelligenz und tiefe, in ihrem innersten Wesen wurzelnde, altüberkommme Frömmigkeit verband sie mit diesen Eigenschaften -eine gewinnende FreunNichkeit für jedermann. Es war ihr daher ein leichtes, an 'leitender Stelle bei -einer Gemilus Chesed-Jnstitutlo-n zu wirken, die ein besonderes Verständnis für die jüdische Seele in Stundender Not und des Schmerzes erforderte. Ihren Lebensabend verbrachte sie an der Stätte ihrer einstigen Tätigkeit und noch- bis kurz vorihrem Heimgang war sie bei den Besuchern des Hofpitales eine wohlbekannte und gern gesehene Erscheinung. An ihrer Bahre sprach im Namen der Verw-altungskommission der Hospitalstiftung Herr Dr. med. Willy Hostnann Worte des Dankes .und des Abschiedes sowie der -ehrenden Anerkennung-ihrer Tätigkeit. ' ■' rraxan' Tages-ausflug nach Worms. Am 16. Juni findet auf Veranlassung der Gesellschaft für jüdische Volksbildung Besichtigung der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten, insbesondere der jüdischen Altertümer unter sachkundiger Führung statt. Abfahrt: 7 Uhr Hauptbahnhof. Rückkehr gegen Abend. Treffpunkt: an der Sperre 10, Minuten vor Abgang des Zuges. Sonntagskarte und Eilzugszuschlagskarte ' nach Worms mitbringen. Frankfurter Vereinskalender. Verein Meter Lhajl«. Samstag eine Stunde vor Nacht, Midraschvortrag des Herrn H. Halpern. Sonntag morgens nach Schul (ebenso Mittwoch), im Hörsaale Friedberg. Anlage tns «n* Herr Red. S. Schachnowitz. — Vormittag 8ll2 Uhr. (auch Samstag) eine Stunde vor Nacht, Gemoro, Herr Joachim Soffer. — 9y4 Uhr Vormittag (ebenso Dienstag 1 Stunde vor Mincho), Gemoro, Herr R. -A. G. Posen. (Alle Schiurim wie üblich.) Agudas 2i»roel-Iugendgr«ppe. Sonntag, 8 Uhr vormittag (ebenso Mittwoch 9 Uhr abend) Chmnisch. Herr Leopold Oppenheimer. Montag. 9 Uhr abends (ebenso Mittwoch) Mischna. Herr Rechtsanwalt M. Katz. — 9 Uhr abends, (ebenso na# nachmittag 3 Uhr) Gemoro. Herr Emanuel Wolf. — 9 Uhr abends (ebenso Donnerstag) Gemoro. Herr Gerson Scknerb. (Alle Schiurim wie üblich.) Ortsgruppe der Agudas Iisroel. Dienstag abend 8V2 Uhr in der Liederhalle,« Langestratze 26. Erster Werbeabend für die Kenessiv Gedaulo und Berichterstattung über die Leipziger Delegiertenverfammlung. Referenten: Dr. Robert Weiß, Berlin, Dr. Joseph Klibansky und Joel Sänger. Llwjath Lhen-Vereln. Samstag mittag nach Mincho (5lU Uhr) im Hörsale Friedbergeranlage, Vortrag des Herrn Red. S. Schachnowitz über „Dem Sinai entgegen". Gebetzeiten, laiaa na# Freitag abend 7.45 Samstag n»5#n 6.30 Samstagsmorgen 7.45 Samstagnachmittag 1.— und 5.— Samstagabend 9.35 Wochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 7.15 Tefillin-Legen am Morgen 2.30 Badeapparate besonders gut und preiswert! Zahlungs - Erleichterung! E. HAGE & Co. Eschenheimer Tor 3 Die beliebteste ToileUeseife L Macht jung und schön! In Qualität unerreicht! 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