Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 70 (1929)
- Issue
- Heft 17 (24.4.1929)
- Date
- 1929-04-24
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Ck/i T\ noao ß Bl S.BBID Die Verwendbarkeit von Ehemikalien im Haushalt während der Peffachkage. '' Herr Rabbrryer Dr. Bumberger ihi Hamburg! schreibt uns: Zu dem Artikel des Herrn Leopold Deutsch m Nr. 16 ist?17:» I'vnb folgendes zu bemerken: Die P-ess-ach-Lifte des trudichionell-Aesetzestrenen.Rabbinerverbandes ist sticht für die Hand>-Ses Laiest besÄMmt,. sonidern für den Gebrauch durch Aerzde und Rabbiner. Dies ist msbe>fondere i deshalb von Wichtigkeit, weil auch der Arzt in der Verordnung der erlaubten Mittelk am NOO Zurückhaltung üben wird (siehe Allgemeine. Vorbemerkungen der Liste Ausgabe. 1927). Hierzu. kommt no ch der m dem Heft nicht berücksichtigte Umstand, daß beim Einkauf von erlaubtest Arzneen am noo selbst auf die Gefäße (Löffel usw.), die in der Apotheke vewendet werden, zu achten aftl Schließlich sich auch noch andere Möglichkekten zu beachten, deren Aufzählung hier zu. weit führen würde, so bah jedenfalls -eine Rücksprache mit dem Rabbiner notwenidig ist, falls der behandelnde Arzt nicht giefetzestreu ist. Keinesfalls gestattet die. Liste eine Entscheidung über den- Gebrauch im Haushalt. Es ist Noch darauf hinFuweisen, daß. flüssige Seifen, die nicht speziell für vvs hergestellt sind, - unter Berwem düng von Spiritus hevgefteM werden, . , . Bei den M sich erlaubten Cherstibalien wie Schiemmköetde., Hoda,.. .Sch^beD.istf.efbeWill-s auf die r-'v- 'streng zu. achten,, da diese' mögistlherweise unmittelbar vorher für f»n verwendet.würden. .. . Mzwaus-ErlSs für Palasüna. Der Vorstand der Synu-oggengemeinde „Israelitische Religionsgesellschast" hat auch in di^esem- Jahre beschlossen, den Erlös aus -dem Verkauf von Mizwoth and Thoraspenden am 7. Tag Pessach für das Schulmerk der Agudas Jisrosl in - Erez Msroel zu bestimmen.. - Interessenten, welche -sich an der Versteigerung der' Mizwoth. beteiligen wollen, aber persönlich daran oerhindert sind, haben Gelegenheit, sich der Vermittlung der. Palästina-Zentvake der' Agadas JtsroÄ, Schwanenstr."12 zu bedienen. . \ --; - ... Agudas Iisroel-Iugendgruppe. - Währeyd Der "'»iv-Zeit findet an-den. WerktDAen/äsif, abendlich: eine Viertelstunde vor Nacht' im ÄereistslöW Schwanesistraße 12 Lemen mit anschliehe.ndern Maarichf. g-ebet statt? :; ' '■ /?"• ' Am 12? Mai findÄ abestds 8.45 Uht nn VekeinÄokal^ Schwanenstrahe 12 -die ordentliche Mitgliederversammlung statt,' zu der -die Mig-Wderauch hiermil «istgeladen werden. - . Pessach im.Mekor Ehqjim. 1. Tag, abends'eine Stünde vor Nacht im Hörf-aal „Aus der.^stvs^Hagadah" Herr, .Dr. S. Ehrrnann. vin rav i»inn. morgens nach Schluß der. Synagoge «jm.. Höhfaal Herr Dr... E. Posen .40 Mmuten vyn. nmy..im Vereins-, lokal Langeftr. 18' nnvstn (im ArchMltz. hMyl'-?.'?.nap-Gshet.-) Herr Hst. W. . Hosmäy>n. -5*4 ,Uhr direkt nach im> Hofsäal "'iii 0.^2" Herr. Red./. 'Schachno.Mtz.oi« "n> M7N Wn (Sonntag)'Morgens nach Schluß best Synagoge im Hör--, schal -'O'vHerr Red. Schachnowitz. 7. -Ta g (MMwoch) «ine Stüstde vor Nacht "im Hörsaal Herr Dr: A. Merzbach,. L. T a g..(Donnerstag,) abends 1. Stunde vor Nacht im Hörsaal der Synagoge. Die^ 3- Phasen der; Geulah Herx Simon -Schwabnav abends 1 Stunde vor Nacht, im. Hörsaal.Herr StuWenrat Jos. .-Kalkst", mann., "'st . .... st' Aus dem „Mekstt.LSastm"<;(EiM, Rückschau,) -- Wenn - die/ Tischri-F^ste mit ihren''Klängtzn.vvrüber:' der ..Wlnter^oöx der. Tubersteh-t,; die M-Ütur ähren. Winter- ' schlaf beginnt, dann zieht in die Hallsn' jüÄfcher" 3$#a*; statten erst,rechtes einfig-es Leben iöim Als"-rvenn"uns damit gesagt werden sollte, .der Jude schläft nicht, die Wärme des -Thvrastudmcktz rWlt >uns-koach Ed frisch .und' der. °i?.n jv. welchem-irNsdre:; verglickM- -isß^eüiNUß so angetan fein, daß er-ckr-gtz-Ns schMbaren AbstßrVensder Natur, erst recht blüht ustd Früchte trägt. So öffnen, sich auch direkt am an no« von moo hie Hallendes „Wtetor Chafim-Bereius" .lllljährlich, damit der Segen, -den die Festesstimmung des ausstreut, -in den Herzen der Mitglieder dauernde Stätte findet. Nebenden ständigen o'-wet und .nnt>n ,*nm ,o-ni von kundiger Hand geleitet, sind es besonders die Sonntag Mittag-Vorträgest die. diesen Geist vermitteln und zu wahren Weihe- und Feierstunden allen Teilnehmern werden. Tieffter Dank gebührt all denen-, die sich in den Dienst der Sache bereitwilligst und opferfreudig stellen, unsere oevehrkichen Dozenten. —. Die Fülle all dessen, was. in diesem — b-Honders lanegn— Winter- Semester geboten wurde, soll hier nur in Kürze skk-zzie-rt werden, den regelmäßigen Teilnehmern zur angenehmen Erinnerung, den Fernstehendenzum Anreiz, in Zukunft mehr wie bisher, die-Darbietungendes Vereins zu besuchen. Herr S-cha-chnowttz zeigte uns in.gewohnter meisterhafter Form in einem Zyklus von 5 Vorträgen Bilder aus der jüdischi-spänffchen Periode. Welch hohe Stufe des Glückes machte nach- und nach ti-efftem Jammer Platz. Der Grund der Inquisition, die Leiden: der. Marannen auf ihrer Wanderschaft Durch Portugal und Italien, die Entstehung! der spaNisch-Eportugiesischen Gemeinde in: Amsterdam, Einzelbilder (Don JBzchok Abarbanek, Uriel Acosta und Spinoza) sahen-' wir an uns vorüberzi-ehen. Wir zitterten und hofften mit den Helden!. Herr Dr. Sal. Ehrmann lehrte uns einzelne Kapitel ays dem (bielenleider unbekannten) .isv „Tana de be Elijah".kennen, herrliche Erklärungen in Verbindung mit dem an'ihm gewöhnten humo-ristischen Emschlag -gebend. Seine beiden- «letzten Vorträge dieser Saison galten der Erklärung von Megi-llas Ester. Herr B. R a-chel so h-n setzte auch indiesem Winter seine v"ovi-Vorträge fort, die eine ständig wachsende Hörerschaft fanden. Leider hinderte Krankheit den v-er-- ehrten Redner am Schluß der Saison am Vortragen-. Von den Herren Soffer, Halpern und Herm. Safra wurden uns Midrafch-Vorträge in herrlicher Form geboten, aus denen wir vieles zum Verftöndnis der be- -tveffenden Wochenabschnitte hören konnten. Einen eigen-arlig-en G-ervuß bsre-itete uns Herr Dr. Merzbach mit einem Vvrtrage: „Ueber die Entstehung der Sprache und den Vau des Hebräischen". In fesselnder Weise zeigte -er uns ein selten betreteMS Gebiet der Wissenschaft an Hand der ersten Blätter der Bibel. Leider hatten wir in diesem- Winter nur einmal das Wergnügen, Herrn Eistil G o lds chm rdt lauschen zu könn-en. Bekannt ist seine klare Dortra-gsweise und sein phänomenales Gedächtnis, das wir auch diefesmal M ,,einM.- Vorträge über „Die Grundpfeiler der Erde" rvieder ^u..b-ewtzndern Gelegenheit hatten. . > '" Endlich ist es Frühling -geworden, hoffen wir, daß die Sorgen des Alltags, -die heute b-efonders schwer auf jedem Einzelnenlasten? recht bald schwinden, daß-es auch im uns warm wird und diese Wärme ausstrahlt in der Betätigung von nvmi rm'b- S—r. Angestellten-Bund „Agudas Jiseosl" Frankfurt a. M. Das vorbereitende Komitee der Ortsgruppe Köln des Angestellten-Bund „Agudas Jisroel", beruft auf den 12. Mai eine öffentliche Kundgebung unter der Devise:- „,Die Lüge der' sabbaihhaltenden Arbeitnehmerschaft". Der Angestellten-Bund schreibt uns: Unsere Abendkurse in Frankfurt a. M. beginnen Dienstag, den 7.. Mai 1929 itit: Französische Handelskorrespondenz, .Leiter Herr .Studicnrat I. Kaufmann, ebenso für Fortgeschrittene, Leiterin: Fräulein Bamberger. Englische 'Händelskorre>pondenz für Anfänger Teilet Fräulein - I. Labenskh: Für FortgesHrittene iit Leiter Vorbehalten. . Stenographie für: Anfänger lehrt Herr S. .Udler. Die. Teilnehmergebühr äst für Mitglieder mit 2 Mk. pro Monat.und Kurs, für -Mchtmittzlieder 4 Ulf: beNcessen. Anmeldunglen find erbeten .an/.Herrn Emanuel Wolfs im Hause Beer, Sondheimer' u.,..Co.>:- Bvckenheimer-Lvstr. 25.. , j-äNitliche ,Kursteilnehiner treffen sich am Dienstag, den 7.. Mai, abends. 8,30 Uhr fn der S.. R.. .Hirsch-Schule^, um in Gemeinschaft mit den 'Kursleitern die Zeiten der AbcudkUrsesestgulegen; ' ‘. -‘i . Mittwoch, den 15. ' Mai 1929, abends' 8,45 Uhr, veranstaltet im Kursaal Milani, .Friedberger Anlage, der Angestellten-Bund. .„Agudas Jisroel" einen Aussprache-: .abend mit der Tägesordnunq: „Waruni ein jüdischer Än- 'gestellten-Bund?" " ' V ' " Einführungsfeier in der Jefchiwoh. Die E i n f ü h r u n g s f e i e r findet Son-nt-ag, S. M-ai, n-rcht, wie mitg-eteiU, 6 Uhr, fon-dern schonum 5.30 Uhr -in der Aul« der Samson Raphael Hirsch-Schube statt. Sitzungen de? Gemeindevertretung der Israelitischen Gemeinde 'am 17. und i8. April. KrystaNisations- und Höhepunkt der diesmaligen neunstündigen E t a 1 s b e r ä t u n g war wiederum das vielumstrittene P h i l a n t r o p i n. Aber es war' ein wesentlich anderes Bild als im' Vorjahr. Prallten damals die religiös-weltanschaulichen, unüberbrückbaren Gegensätze von Konservativen und Liberalen hart und schroff äusein- . ander,- verlangte jede Auffassung und Handhabung des Judentums stark und gebieterisch ihr Recht, so waren diesmal Konferoairve und Volksparteiler mit dem ernsten und festen Willen gekommen, dem ungesungen und unerträglichen Zwitterzustande zwischen Philantropin und Gemeinde nunmehr ein Ende zu machen. In wie hohem Matze da-; notwendig war, bewies die Diskussion. Vorstand -nmd Schulrat, die sich gegenseitig ergänzende, einander befruchtende undstützend^ Grenien sein sollten, steheu sich hier nahezu feindlich gegenüber, „Mächte", die. Noten wechseln, wie ein Redner meinte. Ein unzweideutig klarer und gesicherter Zusammenhang von Philantropin und Gemeinde war bis jetzt nichtherauszuschälen. Auch das vor einem Jahre angekündigte Gutachten des hervorragenden Rechtslehrers scheint hicT keinen Wandel geschaffen zu haben, zum mindesten ist es einstweilen sang-» und ksanglos in der Versenkung verschwunden. Grundlage der Beziehung von- Gemeinde und Philantropin ist der Vertrag von. 1843, in dem allerdings von Unterhaltspflicht, aber keineswegs von einer, unbedingten Verpflichtung zur Deckung eines so autze'rordentlich großen, von Jahr zu Jahr bei sinkender Frequenz steigenden Fehlbedarss die Rede ist. Der Schulrat agiert getrennt vom Vorstand und. wenig bekümmert um dessen Wünsche. Briefliche Bitte um statistische Unterlagen für die Bemessung des in den Etat einzustellenden Zuschusses werden ad acta gelegt und sind nach 6 Wochen noch nicht beantwortet. Im Westen der Stadt, wird ohne Wissen und gegen den Willen des Vorstandes letzthin .eine Volksschulklasse eingerichtet, die, nebenbei bemerkt, von 30 Kindern besucht, wird. Der Vorstand wendet ..sich-an Staat und Kommune um Subvention der. höheren Schule und .erhält den-Bescheid, datz der Schulrat die Subvention seinerzeit abgelehnt habe. Was freilich der anwesende Vorsitzende des Schulrat damit zu rechffertigeN 'sucht, datz na chausdrücklichem Bescheid dse zuständigen Referenten diese „öffentlich-rechtliche Bindung' ja keine Bipdung für die Ewigkeit sei, und daß veränderte Verhältnisse trotzdem. späterhin eine Subvention ermöglichen könnten. Die Frequenz' der Schule ist nicht bedeutend, knapp 400 Kinder in der höheren Schule, 500 in der Volksschule, davon etwa 600 liberale, 300 konservative. Die Obersekunda der Ausbauschule würde nur von 19 Schülern -besucht. Der Vorstand hat infolgedessen beschlossen, die O b e r s e k u n d a am 1: A p r i l 1930 zu s ch l i e tz e n. Mag auch dieser Beschlutz einstweilen nicht ' auf allgemeine Gegenliebe bei der. Gemeindevertretung destohen sein, so besteht doch die Tatsache, datz eine erst vor. mehreren Jahren ins Leben gerufene Aufbauschule aus. der. wirtschaftlichen Not der Zeit heraus im Zusammenbruch begriffen s:.eint. Weite Schichten .konservativer Eltern wagen ihre Kinder deni. Philantropin nicht anzuvertrauen. .Der. hebräische Unterricht am Philantropin-ist fakultativ. sein Besuch ständig im Rückgang. Die Unhaltbarkeit dieser Zustände und das Bedürfnis, reinen Tsich - -zu - machen, veranlatzte die Dolkspaktei. 'zur'Ankündigung eines Antrags, den Vertrag. von 1843 zu kündigen. . Die konservative Fraktion ging beherzt einen