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Der Israelit · 1929-04-24 · Heft 17 (24.4.1929) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 17 (24.4.1929)
Date
1929-04-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Zeile 6. Nr. 17 MitgtieVe-nr. Mcht anMchlösseu; sind ihm 72-hessische GemeindenmA ^S3SÜ<Seeken>. (Me meisten von- «ihnen find dem Bunde der, gesttzestveuen-GechechNn. ungefchloffen.) Das Budget wefft eine Ueberbel-lfitungigus, für das kommende Jahr bleibt «in Defizit von« 3000 Mk. Die Weitererhaktung des Landesverbandes ist unter diesen Umständen ernstlich gefährdet, nur bei Entrichtung des Pflichtbeitrages - durch alle angeschlossenen Gemeinden sei der Fortbestand möglich. Es werden verschiedene Sparmaßnahmen, wie Streichung des. Lektorates an der Universität Gießen, Reduktion der Pessach-Gratifikationen an die Lehrer, Ablehnung aller Zuschüsse für nichtheffische Institutionen ufiv. vorgeschtagen.. .Eine, -einmalige Auflage von Mk. 1.— pro Mitglied wird Vorbehalten. Der Voranschlag für 1929 wird bewilligt. Zum Vorsitzenden wurde Kommerzienrat Mayer-. Mainz, zum stellv. Vorsitzenden Kommerzienrat Krott e n b e rge r (Mainz) wiedergewäM. Rabbiner Dr. Men-emann referierte über „Aufbau und Gedankengang unserer täglichen Gebete". Delegiertentag. der deutschen Landesorganisation der Agudas Iisroel. Hamburg, 22. April. Die Tagesordnung für dendeutschen Delegiertentag, der am 19. und 20. Mai a. c. in Leipzig im Lokale der Höheren Israeli tischen« Schule,Gustav AdoUtraße stattfindet, lautet wie folgt: - Sonntag, 1.30 Uhr: Sitzung des Gesamtoorstan-des der . Landesorganisation,- 4 Uhr: Eröffnung des Deöegiertentages, Begrüßung durch den Vorsitzenden, Bericht des G. A., Bericht der Landesorganisation, Bericht der Jugendorganisation, Bericht der PaWstina-iZentrale, Bericht des. deutschen Keren Hawrah, Deicht, des Kriegswaisensonds, Wahl der verschiedenen KommMonen, Eröffnung der Generaldebatte. Montag, 9.30 Uhr: Referat: „Die zweite Kenessio Gedaulo". Referent: Dr. Lipmann Schlesinger, Hamburg. Diverse Korreferenten. Fortsetzung der Generaldebatte einschk. der Keneffio Gedaulo-Probleme. 1—3 Uhr: . Mittagspause; Anträge; Wahlen. 6 Uhr: Schluß des Dslegiertentcrges. 8 Uhr abends: Dovaussich-Mch Oeffentliche Kundgebung. -- Me Ortsgruppenwerden gebeten, die etwa noch rückständigen Mitgliedsbeiträge schleunigst, abzuführen und die Namen der gewählten Delegierten unverzüglich nach Hamburg mitzubeilen. Bereinioung traditionell gesetzestreuer Rabbiner Deutschlands. Berlin, 24. April. Don der Leb-msmiltelrommWon. der obigen Bereinigung wird uns geschrieben: „In Nr. 16 -des- „Israelit" wird in einem Artikel des Herrn Leopold Deutsch auf unsere „Pessachli-ste" hmgewiesen. Wir teilen mit, daß dieser Hinweis nicht in unserem Sinneist, -da die Liste nicht Entschsidungeni für Privatpersonenenthalt und lediglich als Material für Rabbiner und Aerzte bestimmt ist."; D,e r „ I. s. r a e tzi t_' Rabbi Jeschajo Rosenbaum erklärt. das.Z. Agudas Iisroel in. Polen in derPrM«, daß die.Wuda als solche, wie ihre einzelnen Mitglieder, mit -diesen,VorkommMsfen nicht das Geringste zu tun hätten. . Div Ursachen« der Störung sind durch die PEe genügendbekannt geworden. Das Z. K. der Agüdas. Jisrpef prw- Lestiiert bei der Gelegenheit, gegen die -esngeHürgerte Gepflogen-hÄt, Anklagen und AnMüldHyngen gegendie Äg-uda und ihre Mitglieder.'zu erheben-, die aus der Lust gegriffen sind und nur dazu dienen sollen-, Zwietracht zwischen Juden und Judenzu säen-. Proteste. W i«k na,, -17> April. ' Me Aufregung in allen orthodoxen Schichten^ über -die unerhörte Antwort! des Kehilarates. an natskollegium fit ungeheuer. Die Ratmänner und Mitglieder der Kehitaoerroattung, Israel Solowei-fichik, C«lijahu Weiz, Josef Schub, Movdechai Gorfinkel, Mordechar Swirski, Elijahu Grodzens«kii, Aron Stukator -und Abraham Wigdortschik veröffentlichen einen Aufruf an die Wilnaer Judenheit, in dem sie erklären-, daß die bekannte Antwort, die sie als „Schanddokument" bezeichnen, ohne ihr Wissen und ohne ihre Teilnahme an der Sitzung abgefaht und abgesandt wurde. Sie protestieren -gegen den Mißbrauch ihrer Namen für diese Antwort. Man hatte es bei Ginb-srufung der Sitzung ve-rfchrNegen, daß dieser Punkt auf die Tagesordn-ung gestellt wird. Die UnLerzeichneten hättensonst gewiß Mittel und Wege gefunden, -eine solche Antwort zuverhindern unddamit der Wilnaer Kehi-la di«ese Schande zu ersparen-. Msrachl hat mehr oder weniger bei der Zwangswahl des Oberrabbiners mit-gewirtt. Nun tritt der angesehene RabN-ner, Rabbi Hen-och Er-g-esch, der früher M den prominenten Führerndes Misrachi gehörte, mit-einem Protest gegen alle hervor» -die Ne Gewalttat verschuldet haben, in erster Reihe, auch gegen- Misrachi. Er erklär-t, daß er von nun ab alle Beziehungen mit. Misrachi lösen müsse, nachdem -ihr angeb«li«ches Programm- „Thora und Tradition" sojämmerlich bankrott erlitten« hatte. Oeffenttiche Erklärung des Lentralkomitees der Agudas Iisroel ln Polen, in Sachen des Wilnaer Rabbinates. Wilna, 17. Apri-l. Auf ber letzten- Sitzung befaßte sich das- Z. K. der Agudas Iisroel mit -der Stellung der Orthodoxie zu der Nomination des Se-nators Rubmstein a-ls Oberrabbiüer von Wilna. Nach eingehender Beratung wurde beschlossen, folgende Erklärungder Oeffentlichkeit zu übergeben: 1. Die Orthodoxie sieht die Frage des Wilnaer Rabbinates nicht nur als eine Wilnaer Ange«legen-Heiit an, sondern, mit Rücksicht auf Len historischen Charakter der Wilnaer Kehila und -in Würdigung der Tatsache, daß von jeher -die angesehensten Rabbinen und Thoraautoritätenin- Wilna lebten« und -lehrten, a-ls eine Sach«e, die samt-l-kche }ü-ddsche Geme-in-den in.Paken.an«- Oesterreich. Das Budget der Wiener Kultusgemeinde. Wien, 18. ApM Das . Budget der Wiener Kultusgem-smde für das Berwaltungsjahr 1929 balanviert mit Sch. 6 MM>on«en und schließt mit einem Defizit.mit annähernd 2 MMonen Schilling ab. Die haupfiächlichen Kosten werden vom Fürsorgewesen mit Schilling 2 MMonen gegen- 1 Mill. Einnahmen verursacht. Die Verwaltungsausgaben' machen nahezu 20 Proz. des AusgabemBudgets aus. Aus Kultussteuern fit eine Einnahme von 2 MMonen veranschlagt. Polen. Lin Fasttag in Warschau. Warschau, 18. April. In Anbetracht der wirfichaftlichen Krisis, auch infolge mancherlei politischer und kultureller Nöte, zugleich aber zum Zeichen.-Nn 3)rager. über .bedentMde- Winner, die vor kur^n, ,-Mh^henTod^. entrfisen. wurden-., hatte..das R-abbinab-für Mttwpch so'Z r*\ aw einen- T a a,n i q, angesetzt, von . dem sich -Amnken,uwd SchMchen ner ausschließen, durste. - Es toupden Slichaus gebetet -und Spenden.. gMhen. Im Zusammenhang mit Len Demonstrationengegen Farbstein auf dem Friedhofe der der Bestattung von geht. .; 2. Gestützt auf das alte Statut, wonach -kn Wil-näkein Rabbiner zu ernennen fei- und -di-e religiösen- Ang-eleg-en«- hetten von einem Rabbdnatskollegium erledigt werden müfien, erklärt das Z. K. der Agudas Iisroel, daß mit der Wahl des bisherigen Kronrabbmers Rubinstein zum Rabbiner der Gem-einde -die alte Wi-lnaer Traditiongebrochen wurde, und daß diese Wahl- -eine Herabwürdigung des Wi-lnaer Rabbinates, in demsich angesehene Ganonfin von Weltruf -befinden, bedeutet^ 3. Das Z. K. der Agudas« Iisroel stellt fest. Laß durchdie Ernennung Rubinsteins als Oberrabbi-ner der Wilnaer Kehila auch ein TraNtionsbruch bezüglich des Modus bei Rabbinerwahlen verüb-t worden ist. Die Wahl e«m«es Oberrab-biin-ers lsditz-lich auf Grundseiner politischen Tätigkeit, zumal in- -einer Stadt, in -der große Rabbinenwieken!, bedeutet -den Anbeginn einer gefährlichen Re- 'orm in denjüdischen- Gemeinden. 4. Das Z. K. der Agudas- Iisroel stellt fest, daß mit her- Bestätigung der Wahl von Senator Rubinstein als -Wvknaer Oberrabbiner gegen den ausdrücklichen Protest aller polnischen Rabbirver- und -angesehener. .veligi-öfer Autoritäten, — deren , Meinung in -einer solchen.Frage hätte eMcheidend fein rnüfsen — - geg«entzen Hinweis berfelben auf die fpEtzch'bräditionelle Bedeutung des Wilnaer Rabbinates, die Regierung ihre Hand dazu geboten hat, den traditio.nefke^n und reltgiöfen Charakter der Kehi laus zu zer- .__ .^24.Mpstl M29 stö ren Uw so mehr. als vonseitender orthodoxen Ke- -Wapeptreter-^^^-der^Mlnsch;-Heaußert! wurde, Las Mlbbrnatskolleg-lüm zu legalisleren-,' uD> zwar durch Einteilung der Stadt in Ra-biMtsheMke^chelcher Modus in vollem EiNk-lang mit dem Kehilagesetz gestan-den häthr .-und von -den.-weitesten -Krefien-als der -einzig gangbare-Weg zum Fri-ede-nanerkannt wurde. : - •S^ D-as Z.' K.- der Agudas Jisrln-l^stellt fest, dah - Ne Mehrhei-t des ' WUna-er KeMarateÄ, «Nesich. änmaßte, -Ne Förderung -che-s^Rabbinates auf ein'-Wn- Thora-:inschändlicher Weise. zu bea-ntchörten, ^Wse- Ford«eru-ng -als „frechs^ Zumutung" beDchne^ daß ^dk-sfe Mehrhei-t im Kehilaräte eine Gch«a-nd-ta-t begjßW'«ällvin- Wilnaep Rabbi-nen und Tho-ra-großen; -Nese.°Än«fwort involviert auch eine -Beleidigung der - Gefamthsiit -der Räbbrnen und Thoragelehrten-.in -der;.tz-lMTeN-/WeL - - . 6. Wir stellen fest, - daß die jüdische Gesch«ichte keinen ähnlichen Fall kennte in dem -eins jübi-fche KshM inso unerhörter Weise eine Forderung ^o-on-'Rabb-inen bean-tworte-te, in. welchem angesehene Weltv-utoriMen sich! befinden. In früheren Zei-tenhätte man, angesichts -solchungeheuerlicher Geschehnfise einen T a a -n i s angefetzt. Wir müssen alle religiösen Juden, über die Bedeutung der Wilnaer Vorkommnisse aufklären, eben-so über die brutale Verletzungder Ehre der Thora durch Ne Mehrheit im Kehilarate. Personalien. Dieburg, 18. April. Frau Henriette L ö b begeht am nv2 bv 'N'avihren 8 0. Geburtstag in sslten-er körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische. Eine Frau von großen. geistigen Interessen und w<chrem Herzensadetz ein Muster tiefer sch!lich-ter Frömmigkeit, war sie.die treue Lebens-beg-lLiterin «des un«ver-g«eß-lichen Kaufmann Löb Mit großer Verehrung sehen- Verwandte und Freunde, zu der Alders-j-ubAarin hirvauf und.wünschen -ihr einen weiteren frohen Lebensabend.- Wildungen, 5. AprA. Seinen 80. Geburtstag beging in körperlicher Rüstigkeit und gefitiger Frische Herr Isaak Ka tz I dahier. Spangenberg. 4. April. Vor . kurzem beging Frau Witwe Fanny G o ldschmid-t g«eb, Wolfs dahier in gefitiger und körperlicher Frische ihren- -80' «Geburtstage Die Jubilarin nimmt noch an' allen -Geschehnfisen., der Zeit -regen Anteil. Als frömme jüNsche Frau b-esücht sie noch regelmäßig den Godles-Nenst und verrichtet noch tägilich -ihr firua und -Gebet. Hanau, 15. Apri-l. Mit dem Tode-der- Frau-Sofie Hirsch oerkie-rt diese G«em«einde wieder.eine der wenigen Familien, Ne sich ntcht scheuten, durch ihr Leben Zeugnis ihres Judentums' abzulegen-. Der der Verstorbenen vor Jahren >im Tode v-orau-sgegangene Lebensgefährte -lebt -in der Erinnerungal-s einer derjenigen fort, die sah ihrer Aufgaben als- Jude mit der.grüßten Gewl-f-- senhaMgk-ett -entl-eNgen. Wer'den Schiabbos in dieser Fa-- milie erleben durfte, sah, daß hier Ne Tauroh heimisch war und das ganze Leben sich nur in diesen Grenzen abspiekbe. Ihre letzte Reife zu ihren Kindernn-ach. Koburg sollte -Ne -letzte sein, bevor sie den Wegantrat, Nr sie mit ihrem -in Liebe verbundenen Gatten wieder vereinigensollte. Vermischtes Wien, 18. April. Als Auftakt, zu Nr 10jährigen- Jubilaümsfeier unsrer Jugendgruppe fin-det ein B u n-de streffen der B.-Gruppen- Wiens, BaNns,. Wr. Neustadt und des BürgenlanNs -statt. Die Leitung, liegt-ch den. bewährten HänNn der .Herren Dickmann.-u-rü» Weiß. ’ Briefkasten. Vaöö. Aos. Wloch ZSarr. Betrag für Abonn. mtt Dank erbalten W W. j« St. Betrog für Abonn. einstegangen. H. in <£. Da Sie es wissen wollen, so sei Ihnen mitgetefit, daß es grundfalsch sei, die Olympiostsgerin HeleneM a y er als eine »junge deutsche Jüdin" zu bezeichnen. Ihre Mutter.ist Cbrist'n. Ahr Bater fit Aude und wie die C. W.-Aeiiung meldet. Mitglied des :<£. W. Was er sonst noch, außer der T. W^Zeitung. yom Judentum hält, können wir Ihnen nicht sagen. A. St. in K. Der „Witz" eignet sich für uns nicht. Besten Dank. A. A. r« K. Wir werden die Sache prüfen. Jedenfalls danken wir für die Orientierung. S. H. i« W. Wir nennen Ihnen die Penfion von Frau Anna Feuchtwangpr in Fürth. Es sind dort ständig MSdchen in Ptznston, die^gavA individuell und,, soweit uns bLkannt, immer mit bestem Erfolg erzogen werden. S. S. Der 2. September-1886 war am 2. Elul 6616. Am 19. 4. gingen bei uns für Sermon-Verlag Mk. 21.88 ohne Aygabe drs. Absenders Aus ,Bratislava ein. Wer'ist-der Absevher?

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