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Der Israelit · 1929-04-24 · Heft 17 (24.4.1929) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 17 (24.4.1929)
Date
1929-04-24
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite S. Nr. 17 L er I 9 ]t a e 11 i Schritt weiter. Als der Vorsitzende des - Schulrates erklärte,' daß ein von diesem vor - einiger Zeit Ln den Vorstand gerichtetes Angebot, die Schule für die Gemeinde zu übernehmen, noch, in Kraft sei; formulierte die konservative Partei mit, Zustimmung der Volkspartei, deren enger gefaßter Antrag damit seine Erledigung fand,-, folgenden Antrag: - '!;!•_ „Der Vorstand wird ersucht, das Angebot des Schulrats anzunehmen, das Schulwerk des- Philantropins in ein Schulwerk der Gemeinde überzuführen." Der Antrag wird mit den 17 Stimmen der Konservativen, Volkspürteiler und weniger Liberalen gegen eine Stimmenthaltung und die 15 Stimmen der Liberalen, die den Schwebezustand nicht ungern weiter geduldet hätten, angenommen. Hieraus wird ein Gesamtzuschuß von Rm. 355 000 en bloc ohne die vom Vorstand gewünschte Trennung von höherer Schule und Volksschule bewilligt. An Hand der vom Generalreferenten der Finanzkommission verfaßten 113seitigen Darstellung des Haus-' haltsplanes, die die Vorschläge von Vorstand und Finanzkommission nebeneinanderstellt und zugleich Uebersichten der einzelnen Etatposten der letzten Jahre gibt, wird dann der Etat genehmigt, bald mit kleinen Streichungen, bals mit mehr oder minder gelinden Erhöhungen, die zusammen etwa 13 000 Ml., betragen. Bei der Festsetzung der Kultussteuer auf 11 Prozent der Reichsein-- kommensteuer bleibt es.. Eine längere Auseinandersetzung entfpinnt sich bei der Position „K r a n k e n h a u s", bei dem ein ärztlicher Gemeindeoertreter u. a. bemängelt, da ßnicht, früherem Beschlüsse gemäß, zunächst die Infektionsabteilung statt der gegenwärtig im Ausbau befindlichen urologischen Abteilung ihren dringend notwendigen Ausbau erfahren habe, und. daß das , Krankenhaus zu stark, zuweilen zur Hälfte, mit nichtjüdischen Patienten belegt werde. Kapitel „Friedhof" gibt zu der bejahend beantworteten Frage Veranlassung, ob tatsächlich im Bedarfsfall noch vor der für Mitte Juni zu erwartenden Fertigstellung des neuen Friedhofl bereits am 21. April der neue Friedhof in Benutzung kommen solle. Von sonstigen Wimschen sei der eines „Kulturd ez>er n a 1 e s", allenfalls auch eines „Ju g end d ez ernstes" erwähüt, ferner die Hoffnung, da ßbals für die geplante konservative Synagoge, hinsichtlich deren man von der Gervinusstraße ja Abstand genommen hatte, ein geeigneter Platz gefunden werde. Ostjüdischer Jugendbund Frankfurt a. M., Langestr. 33. Am Samstag riss ivion ‘nn, den 27. April 1929 findet ein Vortrag über: „Immanuel aus Rom, genannt der Heine des Mittelalters", statt. Referent: Herr Drr S. B. Efchwege. Gäste, Damen und Herren, herzlich willkommen. Kunstausstellung. Das Komitee ung>arischer Künstler veranstalt-et hier eine G e mal d e - A u s ft e l l u n g in einem eigens dafür eingerichteten! Raume Goethestraße 20. Die Ausstellung-ist geöffnet vom 15. April bis in kl. 5. Mai 1929, von 10 «bis 19 Uhr. Es empfiehlt sich für jeden, die Ausstellung, auf der hservorragende Kunstwerke zu sehen sind, zu besuchen. Einhritt frei! * ' Weibliche Fürsorge.' Die Weibliche Fürsorge teilt uns mit, daß ihre Mitarbeiterinnen sich der Winden in fürforgerischer Wese annehmen, fei es, um ihnen vorzulesen oder um ihnen sonst bei Erledigung ihrer Angelegenheiten zur Sette zu stehen. Blinde oder deren Angehörige, denen eine derartige Hilfe erwünscht ist, werdenhöfl. gebeten, sich an die Geschäftsstelle der Weiblichen Fürsorge Langestr. 30 zu wenden. Ein Hundertjähriger gestorben. In Bad Homburg verstarb im Alter von 101% Jahren plötzlich unser Markus Löw-enberg. Körperlich und geistig frisch, hat er noch am Vorabend seines Todestages das Maarirvgebet verrichtet, an seinem letzten Jahrzeitstage bei einem Privatminjan vorgebetet und soweit es sein Alter zukieß, die m rnxn gewissenhaft erfüllt. Mit Recht konnte Herr Rabbiner Dr. W re sch ne r in seinem iso.i insbesondere darauf Hinweisen,' daß das Leben und Wirken dieses zpr den Beweis erbrachte vna me», «san npm und unerschütterliches Festhalten an der Thora a'v' 11m gewährt. r.-aswi- Kuranstalt Bad Soden. Unter Hinweis auf die. Annonce der Kuranstalt für Israeliten in Bad Soden i. T. fei bemerkt, daß Anfragen an M. Tannenbaum in Frankfurt a. M., Oberlindau 56 oder direkt an die Anstalt nach Soden i. T. zu richten ß«d. t '---. V; , iv Frankfurter Bcrcmsfatcnbcr. Verel» Met« Ltzaji«. Festkalender siehe lokalen Teil. '7 '' v? ' ' Jahrzettsstiftung. - . / Vc Donnerstag, nds Äanna Moos*-Stiftung. > . Montag, 29. April.' Auguste Bier gev. Heß-Sttftg. Dienstag, d0. April. Jda TÜeil-Stiflung. Freitag An ilvrr- Frau G reichen Wallerstein- und Rabbiner Dr. Julius Lorsch-Stiftung. Aguda» 2i»roel-Ju>end^uppe. Am zrmnnntt und am hos 'i 4 Uhr nachm. Droscho bezw. Haoran des Herrn H. Halpern. Gebetzeiten. ' peffach 1. und 2: Tag Thomez-Verbot 8.45 Peffach Anfang 7.15 Ocffach NQ2VN 6.45 , p.ejfadji Morgens 8.— peffach Nachmittags 1.— und 5.— Peffach Abends 1. Tag 8.25 Freitag abend ,7.10 ' Samstag nvdvn 6.45 . . Sam tag Nlorgens 8 — Sams'ag Nachnnttag 1.— und 5 — Samstag Abend 8.30 HWI lvochengottesdienst Morgens 6.30 >3, W Nachmittag 7.— T “tEcfHItiTLegen 3.50'Jj iZ :f 7^; fpeffach 7. und 8. Tag Dienstagabend 7 30 peffach 7. Tag n»2LkN 6.45 ' peffach Morgens 8.— - peffach Nachmittag 1— und 5.— Peffach Abends 7. Tag 8.35 Festesausgang 8 45 Jamiliennachnchten. Ba.rmizwo: Herbert, Sohn des Herrn Saly Fürth, Frankfurt a. M., Bleichstr. 48. 27. April. Synagoge Friedberger Anlage. , . - ' Die bekannte Pension Wolfs in Partenkirchen ist durch einen größeren Umbau nunmehr in der Lage, etwa 40 Gäste im Hause beherbergen zu können. Dadurch sind die Gäste der unangenehmen Ausquartierung in die benachbarten Villen enthoben. Das Haus ist mit allem Komfort wie suchendem warmen und kalten Wasser, Zentralheizung, Balkons, Grfrl.schaftsräumen versehen. Herr Wolfs wird bestrebt sein, durch gute Küche und aufmerksamste Bedienung den Gästen den Aufenthalt in dem landschaftlich so herrlich gelegenen Garmisch-Partenkirchen so angenehm wie möglich zu machen. Im Anzeigenteil finden Sie die W'.edererössyiistps-: anzeige der Firma „Zentrale für rituelle!'Leb ensNtittM,! Inhaber s. Stein, Frankfurt a. Börnestr. 27^!® er*! Stein wöst bis zum 1. Januar dieses Jahres Jnhabefi-dör Firma A. Metzger. Durch erstklassige Bedienung, >! sowie Treue zu seinem' Grundsatz „Kascherwaren" nicht teürer zu verkaufen als gewöhnliche Ware chat sich Herr Stien einen guten Namen bei der Privat- sowie Wiederverkaufskundschaft erworben. Das - Damenkonfektionshaus Wagener u> Schlötel, Frankfurt' a. M., Goethestr. 9/11, eine der!' bekanntesten und! angesehensten Firmen der Spezialbrrnche, konnte' am 1. März auf sein 50 jähriges Bestehen -jurückblicken. Die Gründer des Hauses, Herr Alerander Wagener und Herr Ernst Schlötel, legten die ersten Anfänge zu dem heutigen Unternehmen in kleinsten Anfängen in der Bleidenstraße, Stets getreu dem Prinzip unerschütterlicher Reelität undsolider, guter Ware, ließen schon die ersten fünf Jahre das junge Unternehmen über seine ursprünglichen Grenzen hinauswachsen und die Verlegung nach größeren' Lökalitäten' in der, Biebergasse erforderlich erscheinen», Näch^ 12 'Jahren fand'der Umzüge hach dem eigenen' GeschäD-i haus in der Goethestraße statt, dessen umfangreiche, ip. vier Stockwerken untergebrachten Abteilungen. so gut: arbeiteten, daß zum 25 jährigen Jubiwläum Noch das "Nachbarhaus, Goethesträße 11, embezogen werden' müßte. Nach dem Tode der beiden- Gründer - während des Krieges, die sich in der Frankfurter Geschäftswelt des größten Ansehens erfreuten, übernahm Frau Schlötel und. deren Schwiegersohn, Herr Kärl Stier, die Leitung des ausgedehnten Unternehmens, in deren .alleinigen Besitz, die Firma auch heute noch ist. An dem Jubiläum der Firma nimmt nicht nur-.der große Kundenkreis des Frankfurter ir-; •' c: ■’ 3?5- >>r>Ui 1; .n .. . , - 24. April 1929 — guten v Publkblms^ sondern auch der weiterem^ Umlebung' heWchen . Anteil. \ Unsere geehrten Leserinnen machen wir für die. Früh- ' sahr's- und Reisesaison aus das Korsetthaus.Gazelle hier, Zeit 125^ und - Rotzmarkt 17, aufmerksam/ welches Dts das Neueste führeiid» lausend m Midder' mv-Wäschen das Modernste nnd.^ auslLndisHen, Industrie 'chringt./ 'Durch seinen Zentraleinkauf in enormem Umfang ist dar/ Korsetthaus., Gazelle das größte Spezialhaus Norddeutsch-/ lands, stets" in der Lage,- seinen verehrten Kundinnen -alle/- Artikel in größter/ Auswahl stets .preiswert' zu bitten.! Der . aufmerksamsten' Bedienung sind Sie stets gewiß (Siehe Inserat!) ' .Brücken au war von sicher'der ideale. Aufenthalt für eine Gesellschaft, welche, die ländliche Ungezwungen-- heit al^ Gegengewicht-zu sischbeingepanzerter Torsage und -geistreicher CUnterhaltung anstrebte. Man ' kann> wenü man in diese landschaftlichen. Idylle hineinträumt, sich / gut vorstellen daß unter den Rotbuchen, über die Blumenterrassen beim Schloß Schäfer und ' Schäserinn' ihr galantes Spiel trieben, - wozu „die Bande aus Böhmen"- aufspkelte. Gerade das Schloß heute! Schlößhötel — ist ein -Bau voll architektonischer Heiterkeit,, ich möchte fast sagen, Selbstzusrieoenheit. Vor ein paar Jahren'hatte ich einmal Gelegenheit, es von oben bis unten, zu durchstöbern und bei jedem Zimmer tät sich eine neue Biedermeierherrlichkeit vor den entzückten Blicken auf. Ruhevolles Behagen, das von diesen holzwarmen, gemütvollen alten Möbeln auszugehen schien, durchströmte das ganze Haus. Jnr übrigen verbindet sich altes und: neues recht harmonisch in Bad Brückenau. Wenn man dazu die ausgezeichneten Heilwirkungen seiner Quellen mit' einbezieht: „Wernarzer Heilquelle" für Nierenleiden, „Stahlquelle" für Blutarmut und Frauenleiden und „Sinnberger Quelle" für Kehlkopf- und Halsleiden, so ist es nicht verwunderlich, daß Brückenau eine vorzügliche Frequenz aufzuweisen hat. Täüsende sind es, die jährlich da Heilung suchen und finden, denen in der köstlichen Walslust und dem tiefen -Frieden dieses kleinen Eden Kraft der Nerven und dis 'Harmonis der im Daseinskampf hundertfältig gespaltenen Seele wiedergeschenkt wird. Die Zauberkräfte, we/che eine reine unberührte Natur entfaltet, sind neben den be- 1 rühmten Heilerfolgen seiner Quellen wohl das stärkste an Brückenau und fein Eigenstes. Daß alle ' vene, die Vergnügen und Unterhaltung suchen, auf ihre! Rechnung kommen, ist selbstverständlich. Im kleinen Rahmen wird hier jede Abwechselung geboten, die inan in einem modernen Bad sucht und fordert.' Wer aber, ein Auto hat —1 und das find heute 33 Prozent der Menschheit — dem steht die ganze Rhön offtn ^bis nach Fulda und dem glanzvollen Weltbad Kifsingen-unddarüber hinaus das liebliche, gesegnete fränkische Land, von dessen Kostbar-- keiten eine das reizende Bad Brückenau ist. JULIUS SCHMIDT ANNONCEN-BÜRO FRANKFURT-MAIN A N N C E ü R Q!♦ LANGESTRASSE7 TEL. HANSA 4641 POSTSCH.-KOISTTO FRANKFURTMAIN 142 35$ M'Mtl EINZIGE INSERAfN- FUR FRANKFURTER GESCHÄFTS INSERATE DES »ISRAELIT« AUSSERDEM ANNAHME VON INSERATEN FÜR SÄMTLICHE HIESIGE UND AUSWÄRTIGE TAGESZEITUNGEN.WÖCHEN- UND FACHBLÄTTER ZU ORIGINAL-PREISEN -ANNAHME VON DRUCKSACHEN HANDEL'GESCHAFTE'PRIVÄTE FÜR DIE HERMON-DRUCKEREI BEI BILLIGSTER BERECHNUNG UND KÜNSTLERISCHER AUSFÜHRUNG IN SCHWARZ UND BUNT-DRUCK 0991

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