Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 70 (1929)
- Issue
- Heft 16 (18.4.1929)
- Date
- 1929-04-18
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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vS>vU6 ö. JLO Der Israelit 18. April 1929 die das Glück haben-, sich seine Schüler zu nennen, werden ihm für seine segensreiche Tätigkeit innigsten Dank wissen, nicht zuletzt auch Las gesamte Lehrerkollegium -der Schule, das ihn als treuen Freund und Berater hoch schätzt und ihn nur ungern aus seiner Mitte scheiden sieht. Bei der am 20. März in den Räumen der Talmud- Thora-Bürger- und Präparandenschule stattgefundenen Schlußfeier gedachte der Direktor der Schule in ehren-- den Worten seiner zahlreichen Verdienste um Schuld und Vermischtes. Chemnitz, 10. April. Am 2. April fand im Kaufmännischen Vereinshaus eine Versammlung der Darlehe n s k as s.e zwecks.Berichterstattung über die bisherige Tätigkeit statt. Der Vorsitzende, Herr S. Unger, eröffnet« di-e Versammlung und begrüßte die Anwesenden. Die Beträge wurden in Höh-e von 300—500 Mk. Scküler und aab feiner Freude darüber Ausdruck hast 1 Zinslos für die Dauer von 6, 9 und 12 Monaten gegen Vä?iS?bIZ Ä JT«uS SE: Ja -»..«mi«.au>rii i« Herr Eldod sich bereit erklärt hat, auch weiterhin noch einige Stunden an der Anastlt zu erteilen. Möge Herr Eldod sich recht lange seiner wohlverdienten Ruhe erfreuen. Emden, 12. April. Anläßlich des 25jähr. Vorstandsjubiläums von Frau Selig veranstaltete der Frauenverein am 28. März im oberen Saale der „Delfthalle" einen Unterhaltungsabend, der von ca. 130 Personen besucht war. Frau de Leeuw, als stellvertretende Vorsitzende, begrüßte die Erschienenen, gab einenueberblick über Frau Seligs Wirken im Rahmen des De rein s für die insgesamt 15.428,15 Mk. als Darlehen verausgabt. Die Rückstände betragen 4986,20 Mk. Herr Unger dankte ganz besonders den Herren Dreßler und Fleischmann, welche durch die Bereitstellung von 4000 Mk. in bar das Fundament für die Kaffe gelegt haben. Nachdem noch Herr Mecklenburg das Wort ergriffen und dem Vorstand für seine Tätigkeitim Namen der Anwesenden gedankt hatte, schloß: der Vorsitzende die würdig verlaufene Versammlung. - Gudensberg, 1. April. Der hiesige Frauenoere i n beging die Feier seines 90jährigen Bestehens. Der offizielle Teil der Feier wurde eingeleitet durch einen Gemeinde und überreichte der Jubilarin außer einem _ r . - Zeppid) eine aus einer Gemeindesammlung errichtete Prolog. In seiner Festrede ging Herr Lehrer Stern aus „Bertha Selig-Stiftung" für den Baufond unseres hiesidie Entwicklungsgeschichte des Vereins ein Cr gedachte gen Altersheims. Die Festrede hielt unser Ehrenvorsitz-ender, Herr Landrabbiner 2r. Blum. An Hand eines Vergleichs von Tuvgenjeff über Wohltätigkeit und Dankbarkeit schilderte auch er Frau Seligs Verdienste um die Gemeinde und überbrachte die herzlichsten Wünsche des Vereins. Frau Auguste. Gossels übergab Frau Selig in sinnreichen, sich an das Purimfest anlehnenden Versen die Brocho des jüdischen Frauenbundes. Namens des Frauenvereins sprach alsdann Frau Gelll Weinberg und überveichte, als Zeichen der Anerkennung, der Jubilarin einen von den Vorständen des Frauen- und des Männervereins gespendeten Delikateßkorb. Nun begann das Abendbrot, verschönt durch ein von Frau Becky Fromm verfaßtes Tischlied und durch Reden der Herren: Max v. d. Walde für' die Gemeinde, Hermann Hartogsohn für das Repräsentantenkollegium, Moritz v. d. Berg für den Männeroerein und die Arbeitsgemeinschaft und Simon de Beer für das Altersheim. Allen Rednerinnen und Redner, dem ganzen Verein, zunächst des verstorbenen Kreisrabbiners Wetzlar, dann der Verdienste der Lehrer Bloch und Perlftein, wie auch aller Damen, die die Geschicke des Vereins geleitet haben. Gleichzeitig wurde eine Jubiläumsspende gegründet, die Armen- und Bedrängten zutommen soll. Berlin. 15. März. Der Verein zur Förderung der Interessen der Adaß Jisroel, Berlin, hat in einer vor kurzem veranstalteten Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand, aus folgenden- Herren bestehend, gewählt: Jacob Leoy und Moritz Lehmann. Vorsitzende, ferner I. K-empe, Dr. Jacob Levy, W. Leisten, K. Neuberger, A. WeichseWaum. Das Ziel dieses Vereins ist, den Gemeindegedanken zu vertiefen- und das Gem-eindeleben stärker zum Ausdruck zu bringen, ein Bestreben, welches in Anbetracht der nivellierenden Tendenzen des Großstadt-lebens aufs wärmste begrüßt werden darf. Zu diesem Zwecke kündigt der Verein seinen Mitgliedern eine Reihe von Maßnahmen an, die geeignet erscheinen, dem Gemeindeleben eine Reihe neuer, kräftiger Impulse zu verleihen. Besonders erwähnenswert sind die mit dankte Herr Selig namens seiner Frau, die vor Rührung starkem Interesse der geistig interessierten Kreise ausge- und Freude ob all dieser Ehrungenkeine Worte finden nommenen Diskussionsabende dieses Winters. In erster konnte. Auch Frau Berg dankte im Namen der Kinder - - - - — für die ihrer Mutter erwiesenen Ehrungen. — Eingeleitet und unterbrochen wurden die Reden durch musikalische Darbietungen der Damen: Frau Fanny Wolfs und Frau Cilly Gans. Es folgte jetzt ein,.von Frau Fanny v. d. Walde verfaßter „Kaffeeklatsch"', der glänzend gespielt wurde und die ' Festesfreude erhöhte. — Für alle Darbietungen dankte zum Schluß Frau Grete v. d. Walde namens des Vorstandes, hinweisend auf die Aufgaben, die -der Verein innerhalb der Gemeinde zuerfüllen hat. Reihe ein Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Eli Munk über das Thema „Ueb-erlieferung und Fortschritt in der Gemeinde", ferner der Vortragszyklus über „Jüdische Erziehung". Innerhalb, -des letzteren behandelten bisher Herr Rektor Sinasohn ein Thema über die jüdische Grund- und Volksschule und die Herren Dr. D. Ochs und Dr. H. Abt die höhere jüdische Schule in ihrem Verhältnis zu den neuen Reformen auf dem Gebiete des Schulwesens. Weitere Vorträge, sowie auch Ausspracheabende intimeren Charakters sollen folgen. Wir wünschen dem Vereine als einem Wegbereiter seiner Gemeinde eine recht erfolgreiche Entwicklung. Hamburg, 1. April. Nach wochenlangen Vorbereitungen, denen sich die Mitglieder der Mädchen- und der Jugendgruppe mit Feuereifer widmeten, fand am Schuschan Purim das große Purimfest der Agudas Jisroel im Curiohause statt und der glänzende Verlauf rechtfertigte die viele Mühe und Sorgfalt, die darauf verwandt war. Der Saal war künstlerisch mit farbenprächtigen Malereien ausstaffiert, die unter Leitung von Herrn K. Rothschild jr. alle von kunstheflisfenen Mitgliedern ausgeführt waren. . Den Auftakt bildete ein humoristischer Prolog unter gütiger Mitwirkung der 10 Söhne Ha-' mans, die sich für diesen Abend freundlicher Weise bereit erklärt hatten, nochmals gehenkt zu werden. Diese Prozedur scheint aber dieses Mal weniger schmerzhast gewesen zu sein, als damals in Schufchan, denn man sah die Delinquenten später noch sehr vergnügt im Saale herum lausen. Ein ernstes, gedankenvolles Purimspiel, verfaßt von Wolf S. I a c o b s o n , veranschaulichte klar und treffend die Idee der Agudas Jisroel. Dann folgte ein entzückender Tanz, von zwei kleinen Mädchen ausgeführt. In der Pause herrschte reges Leben, vor den Verkaufsbuden und Scherzbuden, und besonders groß war der Andrang zur Tombola, wo man für wenige Pfennige ganz hervorragende - Gewinne heimtragen, konnte. In überaus reichem Masse haben -die Hamburger füe diesen Zweck wertvolle Gegenstände gestiftet. Viele der Mtiglieder h-ab-en kunstvolle Handarbeiten geliefert, so daß der Gabentisch von seltener Vielseitigkeit war. Kein Wunder, daß die Tombo3a in wenigen Minuten restlos ausoerkauft war. Im zweiten Teile stellten sich -aus der Leinwand unsere Prominenten in teilweise recht eigenartigen Situationen vor. Den- Höhepunkt bildete dann eine „hysterische Revue", in dem sich neben anderen guten Darbietungen Herr Michel Hildesheim in bekannter Weise als ausgezeichneter Charakterkomiker produzierte und wahre Lachstürme zu entfesseln wußte. Di-e Conference des Abends lag inden Händen des Herrn Ernst Bra-ger, der sich dieser Aufgabe in geschickter und humorvoller Weise -entledigte'. Das Publikum, das zahlreich erschienen war, amüsierte sich köstlich und das Fest -lieferte'den besten Beweis, daß ohne die übliche MjlMsche Gestaltung durch Tanz usw. und ohne große Nepperei, ein jüdisches Fest auch amüsant und fröhlich verlaufen kann. Der U-eberschuß des Festes wird der sozialen Kommission der Ä. I. I. G., dem Keren Hatorah und der Jugendgruppe zugute kommen. Briefkasten. S. Zk. K. Sie fragen: Wo finden wir eine Andeutung. daß man verpflicht ist, am Sederabend ein Kilo Dlazzos und ein Kilo Kren zu verschlucken? Und antworten.- In der Hagada steht: nna Kilo nrn nV’Vn jnxo Kilo nrn nttn Das kommt zu spät für Purim. Kontor 3*. in Z3. Abonnement bis 30. Juni 29. bezablt. Qualitäts- Zigarren Moritz Wolf Zeit 49 Telefon Römer 90. Zn Bad Nauheim ist das Adler's Kurhotel „Bellevue" (Tel. 2393/97, ' Besitzer Emil Adler) bereits eröffnet. Es ist das einzige erstklassigst geführte Hotel 1. Ranges mit allem Komfort. Für Pesiach bietet das Hotel einen besonders angenehmen Aufenthalt und vortreffliche Verpflegung. © Odbratioiispescliirr© »i» Porzellan - Steingut- Emaille -m kaufen Sie für die Fejertage preiswert und gut BHHBBBiBBHl in grosser Auswahl sät im Special-Geschäft Inhaber: Paul Nieveile «WWW» W- Uli OUtZ Krug & Co Grolle Friedbergerstraße 44/46 neben EngelJApotheke Tel. Hansa 9693 Ein aller Herr (i. Holland) f cht eine gebildete . Dome cm~' ortb. Farn, zur Führung sein. Haushaltung. Off. m. Angabe v. Aller u. gegenw. Wirkungskreis unser P. an H. de Vroede B"chhandlg. Utrecht (H) 23jähr. 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Damit ist auch meine Garderobe wieder tadellos imstand- DifcFirmä Br!aubach& Fischer führt diese Arbeiten‘in höchster Vollendung aus. Die Kosten werden ca; 40;+-45 M.> ^betragen. Die Schneiderin bekommt 25 M., bleiben also mindestens 530 M. Iür die Sommerreise übrig. Färberei Braubach & Fischer ‘Chemische Reinigung, Lederfärberei, Plissieranstalt Operhplätz 4 Fahrgasse 43 Annahmestellen in allen Stadtteiles. 32^322 20 A-:::^^