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Der Israelit · 1929-02-21 · Heft 8 (21.2.1929) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 8 (21.2.1929)
Date
1929-02-21
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10. Nr. 8 Der Israeli t 21. Febrü«rr IM hrrrg-eschr-ed-enen hervor und rvie der Verstorbene alle Zett ein warmes mitfühlendes Herz für jedermann hatte. Nachdem .Herr Professor Fvlkenheim als Vorsitzender der Synagogengemeinde mit beredten Worten die vornehme Persönlichkeit des Dahingeschiedenen gewürdigt hatte, trug Herr Kantor Wollheim das bu* i'Lno vor. Nach dem c>'vn-> 's des Herrn Kantor Weinstein setzte sich der Zug nach der polnischen Synagoge in Bewegung, wo d-er Verewigte täglich vorgelernt hat. Hier sprach noch tief bewegte Abschiedsworte Rabbiner Nischkowski. Der Redner knüpfte an die Worte der letzts-atätlichen Haftoroh an, die der Entschlafene in demselben Go tt-es Hause noch mit der Gemeinde gelesen hat. -pwTO ipb’ '2 nripsav Nachdem Herr Dr. Weinberg nochmals die Bescheidenheit des Verblichenen, die sich mit feiner Größe paarte, schilderte, geleitete man den Toten zu seiner letzten Ruhestätte^ die er an der Seite seiner geliebten Gattin fand. Möge er für seine Kinder und für Kol Jisrcel eini^'fHo sein. rrnxjn Karlsruhe, 15. Februar. Der hier früher als Religionslehrer, dann als Rabbinatsassessor tätige Rabbiner E. Meyer, der aus Litauen stammt und sein reiches jüdisches Wissen jahrzehntelang^ in den Dienst der Jugenderziehung gestellt hat, beging am 5. Adar seinen 70. Geburtstag. Zahlreiche Generationen vereinigen sich in dem Wunsche, daß dem verdienten Lehrer ein gesunder und froher Lebensabend befchieden fein möge. •r»-; Hamburg, 15. Februar. Der Oberkantor des Synagagenverbandes, Herr I. D r e i b la t t, der feit 45 Jahren hier im Amte ist, feierte diese Woche seinen 70. Geburtstag. Dem Jubilar, der sich großer Beliebtheit in allen Kreisen der Gemeinde erfreut, wurden zahlreiche Ehrungen zuteil. — Am gleichen Tage fand im Daniel Wormserhaus eine Gedenkfeier für den im vorigen Jahre durch einen tragischen- Unfall aus dem Leben geschiedenen unvergeßlichen Herrn Leo Mendels fohn statt, den Schöpfer der weltberühmten Hamburger! Fürsorge für die überseeischen Auswanderer. Die Herren ' Jakob H e ck s ch e r und Hermann G u m p e r tz feierten! in herzlichen Worten das Andenken des verdienten! Mannes, dessen Werke und Persönlichkeit unvergänglich j bleiben. Namens der Familie dankte Dr. I. Bär. > Heilbrönn a. Neckar, 16. Febr. Am 26. wurde unter großer Beteiligung Frnu Amanda Schloß geb. Frank im Alter von erst 44 Jahren zur letzten Ruhe ge-! trägem -Mit ihr ist eine w« aus dieser Wett ge--, schieden, die in sich Tugend, Besche-idenheft und Anspruchslosigkeit in seltenem Maße vereinigte. Einer frommön, angesehenen Lehrerfamilie entstammend, zeichnete sich die Dahingeschiedene durch tiefe und wahre Religiosität aus. Durch ihr freundliches Wesen und-ihre Klugheit hat sie sich in jüdischen und-nichtjüdischen Kreisen große Gunst erworben. Trotz ihres schweren Leidens hatte sie jedem mit Rat und Tat beigestanden. Ihr unerschütterliches Gottvertrauen stärkte sie in ihrer langen Krankheit. Den Armen war die Verstorbene mit besonderer Liebe zu ge-' tan. Ihren Kindern war sie das-Vorbild einer echtjüdischenMutter. Der gottgefällige fromme Lebenswandel der Verblichenen, die mit der köstlichsten Krone aio ow mp der Krone des guten Namens geschmückt mar, hinterläßt in der hiesigen Gemeinde ein unauslöschbares Andenken: Duisburg, 15. Febr. Am 14. Februar (4. Adar), beging Herr Julius.Kasper in Duisburg, Heerstraße 10, jeinen 60. Geburtstag. Herrn Kasper, der sich hier allgemeiner Wertschätzung erfreut, wurden an diesem seltenen Tage viele Ehrungen zuteil. Er ist seit 27 Jahren Mitglied der Chewra in Duisburg und hat in dieser als Borstand der Veerdigungskommission segensreich gewirkt. I zu. folgen,fonst Hätte erste nicht so gründllchmtßvtzr- ' stehen können.; % . .. - - .; .: Dr. Chacham, ein. langjähriger Lehrer, ist ü Ke r ze u g t orthodox und durste der Ag-udas Jisroel sehr nahe stehen. Es ist ohne Zweifel so gewesen, daß er bas F e h l e r h a f t e der bibelkritischen Hypothesen seinem Zuhörern zeigen wollte. Es ist ausgeschlossen, daß er ein« bibelkritische Hypothese, die im Widerspruch zur Einheitlichkeit der Bbel steht, gestützt hätte. '• S a ly Geis. Briefkasten. WA. Das Märchen wird erscheinen. Besten Dank. Sprechsaal. Misrachi und Bibelkritik. Tel-Awiw, 10. Febr. Der „Israelit" berichtet -in Nr. 5 aus Wien über ein Referat des Rabbiners Baum garten, das auf unrichtigen Informationen beruhte. Das Misrachl-Lehrersemmar hatte mit der zur Kritik des Rabbiners Bäumgarten veranlassenden Veranstaltung, die übrigens bereits ein Jahr zurückliegt, nichts zu t u n. Es handelte sich um ein Seminar, d. h. um eine Uebungsschule für mis rachist is che Arbeiter. Wie sich jetzt herausstellt, hatte einer der Teilnehmer Auszüge aus . den Vorträgen des Dr. Chacham verfaßt und zur Versendung gebrächt. Der junge Mann war aber sicherlich nicht befähigt, den Ausführungen Dr. Chachams Familiennachrichken. Geburten: Eine Dochter, Leo Lehmann und Frau Anna geb. Frank, Fulda. Barmizwo: Max Grinberg, Knabeninstttut Klibanskl, Trutz 47. Synagoge Unterlindau, -s msrv — S e .fr ed. Sohn des Herrn Hermann Jmmerglsick, Frankfurt a. M., ^»anauerlandstr. 17. Synagoge Fliedbergeranlage, niLN rupis Derlo bte: Fanny Ki sing er, Frankenwinhelm mit Norbert Gugaenhnm. Gainrgen. Gestorben: Friesen leim (Baden), 11 Febr. 29. Ilaak Greilshetmer, Borsteher der jsr Gemeinde, 76 Jahre. 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Erholungsheim n Das ganze für israelitiscno Kinder Hi Jahr geöffn, Baldigste Anmeldung erwünscht,1 namentlich für die Ostarferien und die Pessachtage.__ Es ist ausfchNetzsich Sache der Leser, die im 3nseratenleil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angahen religionfigesehstchen Charakters auf ihre Züoerlässigkeitzu ^fea. nvo Vs? “ltt?D Post-Cichorie nc?3 ist das rühmlich.*f bekannte Fabrikat von JUL. COHN G. M. B. H., FÜRTH i. Bayern Engros-Vertrieb: A. Metzg er, Frankfurt am Majii Tel.Hansa 1293, Börnestraße 39 Unter Aufsicht der Rhualkommission der Israelit. 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