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Der Israelit · 1929-02-07 · Heft 6 (7.2.1929) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 6 (7.2.1929)
Date
1929-02-07
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 2. Nr. 3 Der Israelit Blätter 7. Februar 1929 % Die Weltorganisation Agudas Jisroel trifft die Vorbereitungen für die Kenessio Gedaulo. Einen der wichtigsten Verhandlungsgegenstände der Kenessio Gedaulo Äd die Erez jisroel-Frage darstellen. Von ganz besonderer Bedeutung ist daher die * AD AR-AKTION des Jahres 5689 welche von der Leitung der Agudas Jisroel dafür bestimmt wurde, das * SCHULWERK IN EREZ JISROEL zufördern,-Angesichts der Tatsache, daß über 500 jüdische Kinder in Erez Jisroel Missionsschulen besuchen, daß Tausende von Kindern aus Mangel an Mitteln nicht in das agudistische; Schulwerk aufgenommen werden können, daß seit Januar 1929 die bisherigen Unterstützungen des amerikanischen Central Relief wegfallen, daß Agudas Jisroel es als eine unabweisbare Pflicht betrachtete, im abgelaufenen jähre durch Entsendung einer pädagogisch geschulten europäischen Kraft ihr Mädchenschulwerk in Erez Jisroel auszubauen, daß die Einschränkung oder Gott behüte der Untergang des Schulwerkes mit seinen 11 Schulen und etwa 1500 Kindern eine verhängnisvolle Lücke im religiösen Erziehungswerk des heiligen Landes bedeuten würde, FORDERN wir jeden Agudisten auf, im AD AR - dem traditionellen Werbemonat zur Heiligung des jüdischen Gesetzes - mit dem vollen Ausmaß seiner Kräfte das Schulwerk in Erez jisroel zu fördern. Wie einst im Adar aus den Haiben-Schekel-Spenden der Reichen und Armen der Opferdienst im Heiligtum erstand, so lasse auch kein bewußter Jude den Adar vorübergehen, ohne der Spendenpflicht des Halben-Schekel für das heilige Land zu genügen, PALÄSTINA-CENTRALE DER AGUDAS JISROEL Dr. Salomon Ehrmann, Frankfurt a. M. Dozent Rabb. Dr. Moses Auerbach, Berlin Menko Max Hirsch, Halberstadt Julius Hebander, Frankfurt a. M. Rabbiner Jonathan Horovicz, Jerusalem Herbert Kruskal, Frankfurt a. M. Isaac Nussbaum, Halbersiaclt Berthold Strauss, Frankfurt a. M. Dr. 8. Oppenheimer, Frankfurt a. M. Julius Blumenthal, Frankfurt a. M. Dr. Emil Hirsch, Berlin Dr. Willi Hofmann, Frankfurt a. M. Dr. Paul Kulp, Frankfurt a. M. Simon Mugdan, Frankfurt a. M. R.-A. Dr. Max Oppenheimer, Frankfurt a. M. Samuel Wertheimer, Frankfurt a. M. Leo Wreschner, Frankfurt a. M. GESCHÄFTSFÜHRENDER AUSSCHUSS DER AGUDAS JISROEL i. A-: . Rabbiner Dr. Pincbas Rohn, Wien Jacob Rosenheim, Frankfurt a. M. J. M. Lewin, Warschau Spenden erbeten auf das Postscheck - Konto der Palästina Centrale der Agudas Jisroel Frankfurt a. M. Nr. 53900. y Sk erhöhen sich , bei II. Klasse Schiss um ca. M. 200, bei I. Klasse Schiff um ca. M. 350. Bei einer Teilnehmerzahl von mindestens 10 Teilnehmern ermäßigen sich die Preise für I. und II. Klasse um 10 Prozent; bei einer Teilnehmerzahl von mindestens 20 Teilnehmern um 15 Prozent. Die Preise verstehen sich alle inklusive Bett und-Verpflegung (auch aufdem Schisse ist für alle Klassen für streng rituelle Verpflegung gesorgt. Mit Rücksicht auf das Belegen der Kabinen werden Reflektanten ersucht, sich unverzüglich, spätestens aber bis zum 15. Februar (5. Adar 2) an den Leiter, Herr Julius Schwabacher, Frankfurt a. M., Hölderlinstraße 5 zu wenden. 1 , Pa l ä st i n a - C e n t ra le de r Agudas r ' Jisroel. Geld regiert die Stundet I Ein Aufruf löst den andern ab, eine Aktion die andere: der einen Bitte folgt die zweite und die dritte. „Gebt für das P a l ä st i n a - S ch u l w e r k der Agudas Jisroel!" ruft die Palästina-Zentrale, und sie ruft es in diesen Adarmonaten mit besonderem Nachdruck, und im Hinblick auf die Bedeutung des Werkes und die Gefahr, die ihm droht, mit vollstem Rechte, mit dem Anspruch, von jedem Verantwortungsbewußten gehört zu werden. „Gebt Eure 10 Pfg. Tagesspende für den Keren Hatorah!" fordert der Keren Hatorah, und er darf im Hinblick auf das von ihm bisher Geleistete fo rufen und hoffen, geöffnete Ohren und geöffnete Börsen zu finden. „Denkt an den, Kenessio Gedaulo- Fonüs! Denkt über fem-e Bedeutung nach, dann werdet Ihr ihn bedenken". So ist der dritte Ruf. Und aus der Vielheit der Rufe hört der Angesprochene nur die Forderung: Geld, Geld und nochmals Geld. Würde.er feiner hinhorchen, er würde merken, daß hinter dem Rufe Leistung steht, bereits erwirkte und geplante, und er würde die Pflicht des fun des unausges etzten Gebens nicht nur pflichtgemäß, widerwillig, sondern freudiger und hingebungsvoller erfüllen. Ja, Geld regiert die Stunde! Was ist Geld? II. ^2,1 dk NID' fjoDhi Rasch! sagt es uns mit lapidaren Worten: „Wenn kein Geld, dann au<Hkeine. Mahlzeit, deshalb entziehe sich der Mensch der Arbeit nicht, damit er hat, um auszugeben." Ja, ohne Geld keine Mahlzeit, ohne Geld keine Leistung. Darum dürfen die sogen. „Klalltuer" nicht müde werden, auch auf die Aefahr hin, unbeliebt zu werden und lästig zu fallen, immer wieder zu fordern. Ohne Geld keine Mahlzeit. Mehrere Mahlzeiten genießen wir am Tage, für jede Mahlzeit brauchen wir neues Geld, und so wie wir nicht müde werden zu essen, so wie wir nicht müde werden, für unsere Speisen da sGeldaufzubringenund bereitzustellen, so sollten wir auch nicht müde werden, wenn"es gilt, den Körper unseres Volkes zu versorgen: die entsprechenden Beträge bereitzustellen,. bon dk nur» «pom erklärt Rabbi Lewi im Midrasch so: Manchmal wird das Geld zum Zeugen unserer Bewährtheit, manchmal zum Ankläger. Bei falscher Verwendung oder wenn wir es zurückhalten, klagt es uns. an in unserer sträflichen Gleichgültigkeit. Es zeugt für uns, wenn wir es für gute Zwecke verwenden, gegen uns, wenn wir es nicht dafür verwenden. Ob es füv uns zeugt oder gegen uns, in unsere Hand ist es gegeben, wörtlich in unsere Hand. „Oesfne deine Hand und befriedige" — göttlichem Vorbild nachstrebend — „mit Lust all die Bedürfnisse, die aus dem wahren Leben des Klall Jisroel strömen, fein wahres Leben anzeigen." III. Wir lasen in den letzten Wochen viel von dem Stab in der Hand unseres großen Lehrers Moses. Das mar ein wunderbarer Stab, ein wundertätiger Stab. Wie wird dieser Stab eingesührt? Und Gott sprach zu ihm: „Was ist dies in deiner Hand?" und er sprach: „Ein Stab". Und Er sprach: „Wirf ihnzur Erde", und er warf ihn zur Erde, und er ward zur Schlange, und Moses floh davor. Und der Ewige sprach zu Moses: „Strecke deine Hand und faß an ihren Schwanz!", und er streckte seine Hand und ergriff sie und da ward sie zu einem Stab in seiner Hand. » „D a m i t s i e g l a u b e n, daß dir Gott, der Gott ihrer Väter, sichtbar geworden, der Gott Abrahams, der Gott Jsaks,undder Gott Jakobs." Was verleiht heute dem Menschen, Stab und Stütze, Geltung und Sicherheit im Leben? Sein Geld und nur sein Geld. Dürften wir nicht vielleicht auch so diese Erscheinung verstehen, als Lehre für alle Zeiten? Entgleitet der Stab unserer Hand, sind wir nicht Herr mehr über ihn, dann wird der Stab zur Schlange, Segen und Glück zu Fluch und Unglück. Verstehen wir wieder, ihn zu ergreifen, wird er wieder zum Stab. Sind wir Herr über unser Geld, wissen wir darüber zu verfügen, dann ist es unser Segen, zeugt es für uns. Entgleitet das Geld, diese wundertätige Macht, unserer Hand, dann wird es uns zum Fluch, Symbol der Falschheit, und unsere ganze Ausgabe ist, das Geld wieder in unsere Gewalt zu bekommen, es zu beherrschen, nicht von ihm beherrscht zu werden. Md wenn wir es beherrschen, und dies zeigen und bewähren durch sinnvolle Verwendung, freudige Leistung und immer wiederkehrende Opferbereitschaft, immerwährende Opferbereitschaft, damst dann zeugt un-- ser Geld für uns, dann erkennt man in uns die Kinder unserer Ahnen/ dann weiß man, wer wir sind, und was wir sind: Jüdische Kinder, in denen und durch die der Gott der großen Väter sichtbar wird. v Deßecioeife Deine Haufefi ßfiaudefcfi'Spende auf das £ofifcßec(tfionfo der Talüftina-Ienlrafe der ftgudGs-disroßf Hr. 53900 Frankfurt o- Hl.

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