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Der Israelit · 1929-02-07 · Heft 6 (7.2.1929) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 6 (7.2.1929)
Date
1929-02-07
Page
– (sequence 15)
Language
German
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fievausgegeßen von dev fandesorgonifoHon der flgudas-Jisroel in ftetrtfeftfand. Jahrgang Hamburg, 7. Februar t929 / 27. Schebat 5689 Nummer 3 Schnftleitung: Wolf S AacoVson in Kamvurg. I Werbet Mitglieder für Agudas Jisroel! Gemäß Beschluß der zentralen agudistischen Behörden sollen die Adar- Monate zur Werbung von Mitgliedern für die Adas-Jisroel benutzt werden. Orts- und Bezirksgruppen! tragt allerorts diesem Wunsche Rechnung! Veranstaltet überall in den Monaten Adar grosse Werbeversammlungen! Trefft rechtzeitig die Vorbereitungen! Sichert Euch zugkräftige Redner, passende Lokalitäten und Lasst Einladungen zu diesen Versammlungen an alle Gesetzestreue Eures Kreises ergehen! Der Hamburger Vorort wird Euch gern Redner nachweisen, vorgedmckte Mitgliederlisten zur Verfügung stellen, allen Wünschen im Rahmen des Möglichen Rechnung tragen, und jede Anregung, die die Durchführung dieser Mitgliederwerbung fördern kann, dankbar entgegennehmen und weiterleiten. Jeder helfe in seinem Kreise nach Massgabe seines Könnens und Vermögens! Jeder höre den Ruf, trage ihn weiter und verstärke ihn. Werbet Mitglieder für Agudas Jisroel! Hamburg, Schewat 5689. Grindelhof 46 Lalldesorganisation der ,Agudas-Jisroel“ in Deutschland. Oberrabbiner Dr. Spitzer. kenesfio Gedaulo der Agudas Jisroel Weltorganisation. Um das Interesse für die zweite Kenessio Gedaulo (Weltkongreß der Orthodoxie) in der breitesten Oefsentlichkeit zu wecken, werden wir zunächst durch kurze Mitteilung über die Leistungen der Agudas Jisroel seit dem Jahre 1923 berichten. Wir beginnen heute mit dem Gebiet der Thorapflege (Keren Hathora): 1. Organisation der Sammlungen für die Thora-Institutionen der ganzen Welt. Bisheriges Ergebnis der Sammlungen circa 300 000 Dollar (inkl. Bajs Jakob). 2. Entschuldung der litauischen Jeschiwoth zur Sicherung ihres Weiterbestandes. 3. Errichtung einer Zentraljeschiwah in Lublin (investiert bis 1928 mehr als 50 000 Dollar). 4. Schaffung des Merkas Hachinuch zur Hebung und Fortentwicklung des orthodoxen Erziehungswesens in allen Ländern; Veranstaltung der Erziehungskonferenzen in Warschau 1924, Hamburg 1925, Kowno 1927, Riga 1927, Berlin 1928. 5. Gründung und Erhaltung der Methiwta (Hochschule) in Warschau und der Jestodahathora-Schuten in Lettland., 6. Ausbau und Fortentwicklung des Bajs Iakob-Mädchenschulwesens in Polen, das heute 142 Anstalten, 15 000 Schülerinnen und etwa 100 Lehrkräfte umfaßt. 7. Fortbildungskurse für Lehrerinnen der Bajs Jakob-Schulen, Errichtung eines Lehrerinnenseminars in Krakau, Bau eines Zentralinstitutes in Krakau. Vis Oktober 1928 wurden 25 000 Dollar investiert. 8. Gründung von Bajs Jakob-Schulen und Kursen in Erez Jisroel, Amerika, Oesterreich und Slowakei. 9. ' Gründung von neuen Talmud Thora-Schulen für die ostjüdische Bevölkerung Deutschlands. 10. Verhandlung mit dem Amerikanischen Joint zur Wahrung der Interessen der gesetzestreuen Lehranstalten des Ostens und Entsendung eines agudistischen Vertreters in die Kulturkommissionen des Joint. 11. Erhaltung von Bachurim aus den Westländern in litauischen, slowakischen und rumänischen Jeschiwoth. Weitere Berichte über die anderen Tätigkeitsgebiete folgen in den nächsten Nummern. Wer will nach Erez Jisroel? Wer wollte nicht einmal die.' heiligen Stätten seiner jüdischen Kindheitsträume, und den Boden der jüdischen Zukunft sehen?!. Mildem 15. Schewat ist der Frühling in Palästina, eingezogen, ein blauer Frühlingshimmel wölbt sich über die judäischen Berge, die sich mit erstem Grün bedecken. Der Jordanstrom rauscht ünd die Oliven und Zedern an seinen Usern, schlagen aus. Erez Jisroel hüllt sich in Festgewand, die Mutter schmückt sich, ihre Kinder, die aus weiter Ferne zu ihr eilen, an ihre Brust zu drücken. Wer wollte nicht dem Rufe folgen, wenn sich ihm so günstige Gelegenheit bietet? Die Palästinazentrale der Agudas Jisroel bietet diese Gelegenheit mit dem Arrangement einer Palästina-Gesellschaftsreise, die am 14. März 1929 (2. Adar 2),. abends 8 Uhr sich in Trieft einschifft und Mittwoch. 20. März, 7 Uhr morgens in Jaffa eintrifft. Jn> zwei Wochen hat man Gelegenheit, mit der Gesellschaft unter bester Führung Land und Leute kennen zu lernen und alle Städte, sowie alle jüdischen Kolonien in Judäa und Emek zu besuchen. Die Kosten lasten sich noch nicht so genau präzisieren, doch kann man für die ganze Reise nach Palästina und zurück mit Schiff 3. Klasse, einschließlich Verpflegung, Hotel und Nebenkosten insgesamt mit 700 M. rechnen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß recht viele Leute, deren Körper einer Erholung bedarf und deren Seele sich nach Mutter Zion sehnt, es so ein-richten, daß sie ihre Sommerferien jetzt schon nehmen und sich der Erez Jisroel-Reisegesellschaft anschließen. Denn es ist zurzeit herrlichster Vorsommer im heiligen Lande und das Ganze kommt kaum teurer, als ein vierwöchiger Sommeraufenthalt an der See oder in den Bergen. Anmeldungen sind erbeten an die Adresse der Palästinazentrale der Agudas Jisroel, Frankfurt a. M., Hanauer Landstraße 15, die dann den Teilnehmern alle Einzelheiten mitteillt. Bemerkt sei noch, daß jeder Reifende einen für das Ausland gültigen Reisepaß besitzen muß, für den noch das palästinensische Visum zu besorgen ist. Je nach Nationalität des Teilnehmers ist für die Durchfahrtsländer ein Durchgangsvisum nötig oder nicht, worüber man sich in. einem Reisebüro erkundigen kann. Weitere Jnformtaionen erteilt Herr Julius Schwabacher, Frankfurt a. M., Höllderlinstraße 5. Auf zur Erez Jisroel-Fahrt! Eine Gelegenheit, die so günstig nicht bald wiederkehrt, ist gegeben! Gre; Zisroel Gesellschaftsreise im März 1929. Adar n. 5689. 3m Anschluß an die Adar-Aktion veranstaltet die Palästina-Centrale der Agudas Jisroel eine Erez Jisroel-Gesellschaftsreise. Die Abreise erfolgt ab Triest am 14. März 1929 (2. Adar 2) abends 8 Uhr. Ankunft in Jaffa Mittwoch, den 20. März (8. Adar 2). Die Reisedauer ist für 4 Wochen berechnet, in welchen Gelegenheit gegeben ist die Städte Jerusalem, Tel-Awiw, Hebron, Tiberias, Jaffa, Haifa, Jericho sowie die hauptsächlichsten Kolonien in Judäa, Emek Jesreel und Galiläa zu besuchen. Für Teilnehmer, die auch Aegypten besichtigen wollen, ist die Möglichkeit hierzu gegeben. Die Reisekosten betragen bei III. Klasse Schiff etwa M. 700. t

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