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Der Israelit · 1929-01-31 · Heft 5 (31.1.1929) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 5 (31.1.1929)
Date
1929-01-31
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4. Nr. 5 D er Israelit 31. Januar 192S nehmen, chen V^A zlt 'diefer^MäMhLiEMstmet s y m p fo m ati f ä); für die^ungsinstW^LE zu haben. Das''p olmscheJuderrtum wird ihnen -et' "Konfervätwen - innerhülb- '#&?■■■' Vicht 'dankbar fernv ' ' Imeinden gelten darf. DiesMurde^ auch tn' Mei- Jn-'det' Fräktiönssitzung vorn) -23. JäNar neM Artikel zum' Ausdrwf gebrächt )und)H db kam dieÜNZüsri'edenheitzumexplosiv'en ÄM)-)UHMrksämGik> des Herrn M^L. nicht -' entg andrück? MEwünschte imJnteresse; Rn er Ktä- 'gen, wre feind ZMte bÄüe^sÄE^" '''' rung. und um die Möglichkeit einer 'VMen 'Ans Was nun das Protokoll .betrifft, so tkiH.'M bahn'ung von Verhandlungen mit derRegierungselbstverständlichangesehen werden, dass die/ iM zu schaffen') ein -P r ä s i d i u m anstelle des amtlichen ' Gemeindeblatt , veröffentlichtem .aMtdlktarorischen Präsidenten zu setzen, und zwar pichen Berichte über die Rep'räfentäntenversaMNians drei gleichberechtigten, di'e verschiedenen Rich-! lung Zwar gekürzte, abe'r nicht unrichtige Antun'gen vertretenden Männetn, bestehend. Der >gMn über die Reden enthaltest, 'vielmehr'sinst- Klubmehrheit unter Grünbaums Szepter wollgemäß die Diskussion wiedergeben. - Herr M. Li Len sich die Besonnenen in -Ostgalizien keinesfalls weist auch nicht e t n e n Fehler im Bericht über mehr fügen. Dieser Antrag würde abgetehNt und seine Rede nach,' sondern bemüht sich nur)- die Grün bäum in seinem Amte; wieder bestätigt, worauf Dr. R e ich und seine Gruppe die Sitzung verließen. Ob die Kompromißvörschläge F a r bsteins imstande fein werden, den Riß für einige Zeit zu. verkleistern) ist sehr fraglich. Hier rächt sich bitter ein) System, das die Partei über die Sache stellt, den nationalen Stolz über das wahre Interesse der jüdischen Gemeinschaft. Es ist dies eine Politik, die auf keinen Fall auf jüdischem Boden gewachsen ift: Vorgeschichte des Antrages Und die Motive feiner Stellungnahme ins rechte. Licht zu rücken. Es kann sich also nur darum handeln, daß ich aus'den im Bericht zu knapp skizzierten Worten des Herrn M. L. irrige Folgerungen gezogen haben soll. ' ’. Der wahre Sachverhalt sei nämlich folgender: Die Berliner Reformgemeinde /sei seit ihrer Gründung bis heute eine r e in pr ivate V ereinigung (im Original gesperrt). Sie erhalte von der großen Gemeinde eine Subvention, die Nur einen Teil der von ihren Mitgliedern an jene gezahlten Steuerbeträge darstellt und übernehme dagegen die Verpflichtung, nur Mitglieder der großen Gemeinde in ihre Reihen aufzunehmen. Diese, lose Verbindung sollte nun durch ein Aufgehen der Reformgemeinde in die große Gemeinde ersetzt werden. Der Plan scheiterte jedoch am Widerstand der Konservativen und der Volkspartei, die für den Fall der Uebernahme des Sonntagsgottesdienstes auf die große Gemeinde mit ihrem Austritt drohten. Daher beschränkte man sich auf ein Abkommen (1925), das-die Art der Subvention neu regelte und Zur Stellung der Konservativen in der Einheiksgemeiade.; Von Wen Aron. In einem M. L. gezeichneten Artikel mit dem Titel „Konservative, Einheitsgemeinde und Israelit" beschäftigt sich' das „Jüdische Wochenblatt" mit meinen Ausführungen über die Stellung der Konservativen in der Einheitsgemeinde. Herr M. L., dessen in der Repräsentantenversammlung gehaltene Rede kritisch besprochen wurde, äußert die Absicht, auf meine sachlichen _ Vorhaltungen sachlich ZU erwidern, 2)ie Vertzw Zusage enthielt, beim Bau einer neuen Rewrrkltchung dieses guten Vorsatzes ist chm zwar rormsynagoge der Reformgemeinde „behilflich" sttcht ganz gelungen, trotzdem wollen wir unsygin> soweit diese S)iife für die große Gemeinde im folgenden auf eine rein sachliche Entgegnung jfgi.„g finanzielle Last bedeute. Auf Grund jenes beschränken.. .! Vertrages habe nunmehr der Gemeindsvorstand . Gegen meine Met h o d e wird zweierlei Ende'1928 eine Vorlage eingebracht, nach weleingewändt: Die Ueberfchrlst meines Artikels Gemeinde das Grundstück Johannisstr. lasse auf eine beabsichtigte allgemeine Kritik des übernehme und dafür der Reformgemeinde eine konservativen Status in allen Einheitsgemein-^ Synagoge im Westen erbaue. Dieser Antrag habe den schließeü, während in Wahrheit nur e.in im 3lbkommen 1925 übernommenen Ver- Verhandlungspunkt aus einer Gemeinde Gepst-chLungen erheblich überschritten. Trotzdem genstand der Besprechung sei. Zudem hätte ich wollten nicht nur die Liberalen, sondern auch ein als Unterlage meiner Darlegungen nur einen Teil der Volkspartei dafür stimmen.' Es hätte aphor st.fchen Bericht aus dem Gemeindeblatt ww ohnb weiteres, eine Majorität für diesen Anbenutzt, diesen Auszug zum Range eines „Pr o-^j-rag sich ergeben können. Um dies zu verhindern, oists erhoben und „dann läßt sich bei chabe der konservative Vertreter den Zusatzantrag gutem Willen schon manches damit anfangen. gefüllt, daß der Ankauf eines Bauplatzes und , Hierauf fei erwidert: In der Überschrift wird 'die Kosten des Neubaues der Prüfung durch die angedeutet, daß der zu behandelnde Fall nach i Gemeindebehörden bedürfen. Dadurch fei die Meinung des Schreibers nicht als einzelnes Vorz finanzielle Frage zur Diskussion gestellt, eine kommnls zu werten ist, sondern grundsätzlich als'gg^ erhebliche Differenz zwischen Leistung und ticr »nd drin-ns ist -- ihm um- G°!d zu tun. D-gEstuna bemerkt und daher die Vorlage an - o Vorstand zuruckoerwiesen worden (nicht, wie im amtlichen Bericht stand, Vertagung beschlossen). Dies ist nach der Darstellung des Herrn M. L. im „Jüdischen Wochenblatt" der Sachverhalt. Hiermit glaubt Herr M. L. nachgewiesen zu ha- /■« tP t . den, daß der Ausgangspunkt meines ersten Ar- ... (^orj>chk beini <8snuß von Sahne.) In der „Leitung tikels die ^uktimmuna?unt Bau eiupr Svnaür Butter und Fettwarenverkchr" lesen wir einen Aus-! "II V«Ä 1 “ 311m xau emer ötjrta- . - - ■ - - ■ L goge der Reformgemeinde seitens der Konservativen, frei erfunden ist. Es tut mir außerordentals Menschen und.Juden zu retten Man sah ihm auch anfänglich mit einigem Mißtrauen entgegen. „Kann denn ein jüdischer Arzt, der sich seines Judentums nicht schämt, auch wirklich ein richtiger guter Arzt sein? ..." Er ist es aber, und Warensch läßt sich beglückwünschen. saß über eine neue Kunst sahn ein du st rie, danach ein großer Prozentsatz von animalischem Fette bei der Fabrikation zu verwenden ist. Ein neuer Grund, größte Vorsicht beim Genüsse von Schlagsahne in nicht unter Aufsicht stehenden Cafees zu beobachten. (Ende der Legende von der Lieblingsfrau Salomos.) Londoner Zeitungen meldeten aus Kairo, daß auf dem Oelberg zu Jerusalem das Grab der Lieblingsfrau des Königs Salomo aufgefunden fei. Wir haben der Nachricht von vornherein wenig Glauben beigemessen. Wie heute aus Jerusalem gemeldet wird, handelte es sich um einen Feuilletonscherz eines arabischen Wochenblattes, der von arabischen Journalisten ernst genommen und weiter verbreitet wurde. lich leid, feststellen zu müssen, daß im Gegenteil die neuerlichen Darlegungendes Herrn M. L. unsere These von der religionsgesetzlich unzulässigen Haltung der Berliner Konservativen als richtig erweisen. Ob man eine Reformsynagoge als Institution der eigenen Gemeinde oder als Privatinstitution baut, ist doch halachisch gleichgültig. Abgesehen davon, sind ja Nutznießer eines solchen Baues in diesem Fall gemäß obigem Zitat auch Mitglieder der eigenen Gemeinde. Die konservative Fraktion wird also zugeben, daß der Bau einer Reformsynagoge im Berliner Westen eine religionsgesetzlich unzulässige Handlung ist. Nun hat aber die Berliner Gemeinde im Jahre 1925 ein Abkommen geschlossen, nach welchem sie' der Reform beint Neübäln Ihrer Synagoge ^behilfliche'sein will" Das bDeutet-also, dnß)M bei eineroeligichstzesetzlich/unzulässtgen Handlung, behilflich 'fern Achill: BMeichtbedeutet Nese„Be^ hi!fl-ick)keit" nicht 'eine finanzielle,- sondern-anders weitigs Unterstützung. Aber auch 'dieK chäre/M- > religionsgesetzlich verboten. Außerdem^ geht -weder? aus den? Reden in dex Repräsentanz noch "au^ dem Avtikel des Herrn MZL)-.-diese''MitiM^taLW-) hervor: Der Vertreter -des Gemeindeoorstgnd'eK hat sogar staut-amtlichem Bericht) ü.)dL'-gefagtf „Von, einer glOichwertigen Gegenleistung abet - kann gar keine. Rede sein". Und wir habew -jä bereitsim vorigen Artikelausgeführt, daß/selbst-, in dem Fall, wo man keinen Pfennig-M e h r dem verbotenen Zweck zuführt als man für diesen Zweck erhalten hat, nach Meinung'von Rabbis . ner Bamberg er b"Ls und von Rab^ biner Dr. Unna es religionsgesetzlich ver-. boten istz einem Gremium anzugehören, das eine Verwendung von Geldern für -religionsgesetzlich unerlaubte Zwecke zu beschließen hat. Hier ist. der springende Punkt! .Es ist' nach Meinung obiger Rabbiner verboten, eine derartige Ausggbe zu genehmigen. Es ist sogar verboten, sich der Stimme zu enthalten. Denn entweder will man durch die Stimmenthaltung bewirken, daß der Antrag eine Majorität findet. Dann ist der Effekt eine Genehmigung. Oder man will durch einen Akt der Freundlichkeit erwirken, daß auch konservative Bedürfnisse berücksichtigt > werden, dann ist dies ebenfalls verboten, wie früher bereits dargelegt'wurde. Herr M. L. s e.l b st s ch r e i b t, e s e r s ch e i n e i h m u n d s e in e n i n de r V er» a I tu n g tätig e n -k 0 n s e r v a ti - v e n Freunden a u s r e l i g i 0 n s gef e tz - lich.en Gründen unmöglich, mit an Entscheidungen t e i l z u n e h m e n -, d i e Gege n st ä n d e d-e s liberalen Kultus betreffen. - ' : Ist nun etwa der Bau einer Reformsyna-' goge nicht „Gegenstand des liberalen Kultus"? Und haben die Konservativen bei dieser Vorlage des Vorstandes, die das von ihnen-bisher vielleicht als einwandfrei empfundene, faktisch aber k-as Religronsgefetz verletzende Abkommen von 1925 weit übertraf (aus welchen Gründen eigentlich?), haben sie sich nicht gezwungen gesehen, in hervorragender Weise durch den Zu-' satzantrag m i t a n d e r E n t s ch e i d u n g t e i'lzunehmen? Welche relrgionsgesetzlichen Folgen wären enistanden, wenn nicht durch Einbrint gung eines positiven Zusatzantrages-zu. der halochisch unzulässigen Vorlage ein negatives Ziel erreicht worden wäre? Was würde man tun, wenn der nächste- Vorschlag des Vorstandes sich finanziell in erträglichen Bahnen bewegt? So sehr wir schon früher die Bestrebungen der Konservativen zur Eindämmung des Liberalismus anerkannt haben, müssen wir auf die natürlichen Grenzen Hinweisen, die solcher Form der Betätigung selbst nach Ansicht von Rabbinern, die auf dem Boden der Einheitsgemeinde stehen, durch das Religionsgesetz gezogen sind und deren Ueberschreitung bei der gegenwärtigen Ordnung der Dinge leider unausbleiblich ist. (Die inzwischen in der Berliner Repräsentanz ausgebrochene Krisis, die zum Teil auch an den Bau der Sonntags-Synagoge anknüpft — stehe Wocherrundschau und Korrespondenzen — verleiht den schon vorher niedergefchriebenen Ausführungen des Verfassers besondere Aktualität. Red.) Wochenkalender. v. 2. bis 9. s?ebr. 1929 22. - 29. Schebat Ski->9. Samstag 2 22 VW Sonntag 3 23 Montag 4 24 , Dienstag Febr 5 V3D 25 Mittwoch 6 26 Donnerstag 7 27 jvp tiss ar> Freitag 8 28 cnnn pin» - a'vss» Samstag 9 / M Mauled Samstag vorm. 19 Uhr 44 M. . - , , , -

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