Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 70 (1929)
- Issue
- Heft 4 (24.1.1929)
- Date
- 1929-01-24
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 8. Nr. 4 Der Is ra e li t 24. Januar 1929 •fi - | Geld und 'ui’isD bekundet. Nachdem er in Bern seinen Doktor-Grad erworben, amtierte er in mehreren Gemeinden als geistlicher Beamte, zuletzt in Breslau und Altona, wo er einen namhaften Kreis von Schülern um sich scharte. Durch die Ungunst der Verhältnisse veranlaßt, ergriff er nach dem Kriege den Kaufmannsberuf. Auch als Kaufmann blieb er seinem Ideal treu und verbrachte jede freie Stunde lernend und lehrend. Wie ein Redner betonte, wirkte sich seine Tätigkeit in nansi — D’-n n-w aus. In ganz hervorragender Weise übte der von Güte überfließende 3’~on indem er sich der Fremden und der Armen liebevoll annahm und seine Aussprache bei den höchsten Behörden für sie erfolgreich einlegte. Er war auch Mitbegründer des Lernvereines Jessode Haihora und des Wohltätigkeits-Vereins Ahawas-CH-esed. Er erfüllte nv npix nun indem er viele Lehrhäuser mit n-rao versorgte und sich bemühte, Anderen Freude zu bereiten. Der allgemeinen Trauer um den so plötzlich Dahingeschiedenen oan gaben, da Herr Oberrabbiner Dr. I. Carlebach nach Kowno verreist war, Rabbiner Duckesz, Rabbiner Cohn ,Sanitätsrat Dr. Franck und Dr. I. Möller in beredten Worten Ausdruck. •trVpiT’i iv>x irrv dj? D-^nsn nrr anr a’nan Düsseldorf, 20. Jan. Herr Heinrich G e l b a r t und Frau Sara, geb. Mane, Scheurenstr. 46, begehen am 7. Februar ds. Js. das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar, ein in weiten Kreisen bekannter, streng religiöser und mit der heiligen Lehre außerordentlich vertrauter Mann, sieht seine ganze Lebensfreude darin, jede freie Stunde und Gelegenheit mit Thorastudien auszufüllen. Sogar während feines mehrmonatlichen Aufenthalts in den Städischen Krankenanstalten konnte er es aus Liebe zur Thora nicht unterlassen, trotz seiner Schmerzen seine Schüler im Krankenhause weiter zu unterrichten. Leider muß wegen Krankheit des Jubilars von einer öffentlichen Feier Abstand genommen werden und wird dieser Ehrentag im engsten Kreise der Familie begangen werden. Dieburg, 20. Jan. Am 2. Februar mrp na® begeht Herr Lehrer Kaufmann, hier, seinen 70. Geburtstag. Dem allbeliebten Manne wird es an Aufmerksamkeiten und Gratulationen gewiß nicht fehlen, die er während seiner 46jährigen Dienstzeit in reichem Maße verdient hat. Riga, 15. Jan. Unter den Männern, die.aus Anlaß des zehnjährigen Staatsjubiläums in Lettland den „Orden mit den drei Sternen" erhielten, befindet sich auch Herr S. K. B r a k m a n n. Herr Brakmann, ein erfolgreicher! Kaufmann, hat große Verdienste im sozialen und gesellischaftlichen Leben der Stadt und der jüdischen Bevölkerung. Seit 1916 ist er Direktor der größten Rigaer Tabakfabrik und nimmt seinen Ehrenplatz in vielen jüdischen Organisationen und Vereinen ein. Er ist auch im Vorstand der Chorschul und der Zdokokasse. Schönlanke. 6. Jan. Seinen 75. Geburtstag beging heute in seltener körperlicher und geistiger Frische Herr Mazzenfabrikant Julius F a ß. Mehr als 20 Jahre war ■er als Repräsentant und in der Baukommission der jü- ■dischen Gemeinde tätig. Nicht nur in unserer Gemeinde!ais ein treuer und guter Jehudi geachtet und geehrt, ge- «nießt er auch bei allen seinen Mitbürgern das größte ^Ansehen. Er war Mitbegründer der in ganz Deutschland ■und auch im Auslände bekannten Schönlanker Mazzesfabriken. Möge dem Jubilar, der heute noch eifrig in seinem Berufe tätig ist und noch täglich das Gotteshaus besucht, ein weiterer glücklicher und langer Lebensabend bejchiedcn fein. i Vegesack, 30. Dez. Unsere Gemeinde wurde von der Kunde des plötzlichen Ablebens der Frau Elise R o s ende r g , geb. Hahn, welche als ältestes Mitglied der Gemeinde am 6. Tewes im Alter von fast 79 Jahren in die Ewigkeit abberufen wurde, in tiefe Trauer versetzt. Einer frommen, angesehenen Familie entstammend, zeichnete sich die Dahingeschiedene durch tiefe,' wahre Religiösität und Tugend, BescheidenhÄ und Anspruchslosigkeit aus. Ihr gastfreies Haus stand jedem offen, für jeden hatte sie ein freundliches Wort. In ihrem felsenfesten Gottvertrauen ertrug sie alle Schicksalsschläge, so den herben Verlust ihres Gatten, einer verheirateten Tochter und eines Schwiegersohnes, in bewundernswürdiger Standhaftigkeit und stiller Ergebung ließ sie sich die Hoffnung und Zuversicht nicht rauben. Ihren Kindern war sie das Vorbild einer echten, jüdischen Mutter, ihr höchstes Glück bestand in dem Bewußtsein, Kinder zu besitzen, die, fromm und sittsam erzogen, in geschwisterlicher Liebe einander zugetan waren. Im Trauerhause schilderte Herr Lehrer und Prediger Heinemann in würdiger Weise den gottgefälligen, frommen Lebenswandel der Verstorbenen, einer wahren die mit der kostbarsten Krone, aw o® im der Krone des guten Namens, geschmückt war. Alsdann nahm im Namen der Kinder der jüngste Sohn, Herr Siegfried Rosenberg-Hamburg, in ergreifenden Worten, die kein Auge tränenleer ließen, Abschied von der geliebten Mutter, dankend für alles Schöne und Edle, das die Mutter ihnenstets zuteil werden ließ.! Möge n~3pn sich der schwergeprüften Kinder annehmen und ihnen Trost spenden. rrjjujv | Treysa, Bez. Kassel, 6. Jan. Hier wurde Frau Karoline Moses Ww. unter starker Beteiligung der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung zur letzten Ruhe ^gebettet. Die Verstorbene, die eine Mitbegründerin des Israelitischen Frauenvereins war, erfreute sich in allen Kreisen der Bürgerschaft allgemeiner Beliebtheit und Achtung. Auch in Darmstadt, wo sie die letzte Lebenszeit im Hause ihrer jüngsten Tochter verbrachte, hatte sie sich durch ihre geistige Regsamkeit, ihr unerschütterliches Eottvertrauen und ihr freundliches Wesen viele Sympathien erworben, was am deutlichsten durch die innige Teilnahme während ihrer schweren Krankheit und bei ihrem Heimgang ersichtlich wurde. Einem letztwilligen Wunsche entsprechend, war die Verstorbene in der Heimat beigesetzt worden. Am Grabe gab Herr Lehrer Plaut eine Würdigung ihres vornehmen Charakters; er kennzeichnet^ die bei Juden und Nichtjuden in gleicher Weise beliebte Greisin als eine „Esches chajil" deren Tugenden vorbildlich wirken mußten. Tiefen Eindruck machten die herzlichen Worte des Herrn Levi Katz, der das innige freundschaftliche Verhältnis zwischen der Verstorbenen und allen Ortseingesessenen rühmte, .rraxan Vermischtes. München, 17. Jan. Am vergangenen Freitag Abend ifand im Bethaus Linas Hazedek und Agudas Achim eine würdige Begrüßungsfeier für den neugewählten jDajan der Gemeinde, Herrn Rabb. Wiesner aus Breslau statt. In schlichter, eindrucksvoller Form schilderte er, auf welche Weise er die ihm übertragenen Aufgaben zu erfüllen gedenke und wie der Mittelpunkt seines ganzen Wirkens und Schaffens der Jugendunterricht an der Talmud-Thora-Schule und an der Schule Ohel Jakob stehen werde. Der orthodoxe Rabbiner der Gemeinde und der Vorsitzende ihres Vorstandes sprachen herzliche Worte der Begrüßung. Marburg, 20. Jan. Heute fand hier in Anwesenheit von Vertretern der staatlichen und städtischen' Behörden, der Landesverbände der Synagogengemeinden, des Israelitischen Vorsteheramts und der Synagogengemeinde Marburg, der Logen und Verwaltungen der Nachbargemeinden und zahlreicher Gäste von hier und auswärts die feierliche Einweihung des Israelitischen Heilerziehungsheims statt. Die Feier nahm einen sehr würdigen und allseits befriedigenden Verlauf. (Näherer Bericht folgt.) Oie glückliche Geburt einer Tochter zeigen hocherfreut an Nachman Schlesinger und Frau Käthe geb. Bauer Berlin NW- 87 Levetzowstr. 16 a Berlin NW 40 _ Alexanderufer 6 ,0* Schewat Die glückliche Geburt einer gesunden Tochter zeigen an Siegfried Wertheimer und Frau Ella geb. Eisenmann 21. Januar Nur fürWJederverkäufer und Hotels! Empfehle, meine stets frisch gebrannfcn OUALIT ÄTSK AFFEES auch! noa by i®a (unter Aussicht Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. Klein). Baruch Marx, Nürnberg Kaffee grotz rö fterei. Wunsch Grattsmuster bet Preisangabe. Auf PENSION HESS vorzüglicher Mittag- und Abendtisch Töngesgasse 49 l.f Römer 4870 2 Minuten von der Haupt wache Unter Auf dcht der Israel. 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