Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 70 (1929)
- Issue
- Heft 1 (3.1.1929)
- Date
- 1929-01-03
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 2. Nr. 1. D e r I s r a e 1 i t 3. JMuar 1929., Wahrheit ein hehres Denkmal jüdischer Geistes-- und Forschun>gstiefe darstellen. Interessenten werdm redeten, schon.jetzt ihre Namen - der Redaktion des „Israelit" mitzuteilen. Agudas Jisroel-Jugend- und Mädchengruppe C. V. Die Agudas Jisroel-Jugend- und Mädchengruppe E. V., Frankfurt a. M., lädt hierdurch ihre Mitglieder zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung aus Sonntag, den 13. Januar, abends 8.30 Uhr in ihr Lokal Schrvanenstraße 12 ein, Tagesordnung: 1. Tätigkeits- und Kassenbericht des Vorstandes. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Aenderung des 8 5 der' Statuten. 4. Anträge. 5. Verschiedenes. Man bittet im Interesse . der Gruppe um zahlreiches Erscheinen. Dom Liwjalh Chen. Der S a b ba tv or t rag wird nach kurzer Unterbrechung wieder ausgenommen. Er findet diesen Sabbat wie üblich im Anschluß an Mincho im Hörsaale Friedbergeranlage statt. Der Iahressijum des Schaas-Vereins. Der große Sijum des Schaas-Beroins sollte dieses Jahr in kleinerem Rahmen gehalten werden, er wurde in der Liederhalle, Langestrahe am letzten Dienstag gefeiert. An Thoraglanz, Stimmung und Frohsinn blieb dieses Fest hinter seinen Vorgängern in keiner Weise zurück. Mit dem Maariwgebete wurde bei Nachtbeginn das Fest eingeleitet. Ein Jünger aus der Schneiderschen Jeschiwa lernte Schaas aus, worauf der diesmal ganz besonders tiefgründige Hadran von Rabbi Mosche Kar- . p e l folgte. Herr Josef Sänger begrüßte die Versammlung im Namen des Vorstandes. Weitere Begrüßungen schlossen sich an. Für die Synagogengemeinde Israelitische Religionsgesellschaft richtete Herr Jacob Rosenheim herzliche Worte an den Schaasverein. Es sprachen dann die Herren Rabb. Dr. Ansbacher, Wiesbaden, Jeschiwadozent Judelewitz, Redakteur Schachnowitz, (der ü. a. über seine Eindrücke in der Jeschiwa Montreux (Schweiz) berichtete). Der S o k o - lower Raw spendete Thoraworte und in vorgerückter Stunde gab noch Herr H. Holpern aus der reichen. Fülle seines Thorawissens. Zwischendurch nahm bei gutem Menu der gesellige Teil bestgelungenen Verlauf. Ein ganz prächtiges Sängerquartett unter Leitung des Herrn G l u h m a n n sang wiederholt kunstgerecht und zu Herzen gehend Psalmen und Gebete. Herr Salomon S a f f r a aus Darmstadt gab gutes „Chasonus" zum Besten. Ausgezeichnete Sologesänge brachte Herr Herzog zum Vortrag. Herr Eis«mann erfreute die Versammlung mit einer geistvoll anzüglichen „Selicho", verfaßt von Herrn L-eo Schnerb und Herr K u s n i tz k y wußte in Reimen die Prominenten oom Vorstandstisch recht amüsant zu apostrophieren. Herr R a ch e l f o h n konnte mitteilen, daß die v"rn npibn wiederum starke Ueberzeichnung brachte. Daß nach den Benschen sich auch ein fröhlicher Mizwotanz entwickelte, muß gar nicht erst berichtet werden. Es war alles im allem wieder einmal ein schönes Thoraerntefest. Dank gebührt dem Vorstände für seine Mühe und Arbeit, und nicht zuletzt den Damen des Vorstandes, die wiederum ihre Ehre dareinsetztM, crnan 'nwo mit liebender Hand ein Fest zu bereiten. Wieder ein Das Iaumi-Sijum. Daß die S'ijumfehern.im „Das Jaumi" etwas rasch aufeinanderfolgen, liegt in der Natur der Sache. Da aus Sanhedrin Mäkoth folgt, so mußte man nach der letzten Feier auf den nächsten Sijum nicht länge warten. Er fand am Freitagabend statt und nahm mit würzigen n-i’n des Dozenten, Herrn Holpern, und vieler Teilnehmer einen üblich , schönen Verlauf. Ausgangspunkt der Wanderung. Eine wundedschöne! Winterlandschast tat sich vor unseren Augen auf. Es war eine herrliche Wanderung, die durch Äe schwer mit Schnee bedeckten Tonen- und Laubwälder zum Hoherodskopf führte. Nach einigen Stunden der Ruhe wurde der Rückmarsch angetreten. Durch den dicken Nebel, der inzwischen die weiße Erde bedeckte, war es nicht immer t-eicyt, den richtigen Weg einzuhalten, zumal die Dunkelheit allmählich hereinbrach, und man zur Orientierung nur auf Schneeschuhspuren angewiesen war. Doch wohlbehalten und frohen Mutes trafen^ wir alle in unseren Nachtquartieren in Gedern und Oberseemen ein. Zwei Turnbrüder hatten in ihrer Heimat hierfür bestens gesorgt. Herzlich war der Empfang und die Bewirtung. Einige fröhliche Stunden vreweilden wir in gemütlichem Kreise mit dortigen freunden, bis -der Schlaf fein Recht forderte. Der zweite Tag brachte Tauwetter. Vielleicht war dies gut so, denn manch einer war das Laufen in hohem Schnee nicht gewohnt. Es wurde geplaudert, gescherzt, gespielt und photographiert. Jeder konnte seinen Passionen nachgehen, bis gemeinsam die Rückfahrt angetreten wurde, die die beiden Gruppen Oberseemen und Gedern wieder vereinigte. Fröhliche Weifen erklangen im Zuge und als man sich in Frankfurt trennte, hatte ein jeder das Gefühl, daß derartige Wanderungen nicht nur der Bewunderung der Natur, der Gesundheit und dem Vergnügen, sondern vor allem der Nächstenliebe und Kameradschaft dienen'. Lhanukkah-Feier lm Hort für jüdische Mädchen. , Jedem wahren Kmderfreunde mutzte das Herz äufgehen, wenn es ihm vergönnt war, der Feier im Mädchenhort am 5. Chanukkahtage anzuwohnen. Schon aus früheren Jahren ist «s bekannt, mit welch eifriger Hingabe di« Leiterinnen stets di« Hortseste an-' ordnen. Auch in diesem Jahre Üblerboten sich die Kinder in Darbietungen mancher Art, die alle wohl eingeübt waren und tadellos ausgeführt wurden. Mit Sicherheit und Gewandheit hielt zu Beginn sine Schülerin die Begrüßungsansprache. die in warmen Dankesworten für die verdienstvolle Vorsitzende, Frau H. Vesthoff, gipfelte. Daran schloß sich lückenlos ein gut erdachtes Festspiel, in dem alle jüdischen Fest- und Gedenktage austraten, durch Kinder mit passenden Emblemen verkörpert. Lustige Bauerntänze, frohe Chorlieder, reizende Märchenspiele, turnerische Uebungen und sonst noch mancherlei ließen die Zeit im Fluge vergehen. Alle die zahlreichen großen und kleinen Zuschauer folgten interessiert, erfreut, begeistert dem abwechslungsreichen Programm. Das Anzünden der Channukohlichter, die reiche Beschenkung mit nützlichen und erfreulichen Ding»2n für jedes der etwa hundert Kinder, sowie die obligate Bewirtung mit Schokolade und Kuchen schlossen sich an. Einen Glanzpunkt der Feier bildete die Ausstellung der Handfertigkeitsarbeiten der Hortkinder, die mit gutem Grunde die Bewunderung der Anwesenden erregten und einen weiteren Zweig der Horttätigkeit zeigten-. Um nun allen Freunden und Gönnern des Horts diese schöne Ausstellung zugänglich zu machen, wird sie von Montag, 7. bis Donnerstag 10. Januar 1929. nachm. 3—6 Uhr in der Turnhalle der Jsra-elitlschen Volksschule, Röderbergweg, zu besichtigen sein .Der Vorstand des Hortes für jüdische Mädchen glaubt die beste Propaganda für diesen Zweig sozialer Fürsorge darin zu erblicken, wenn er alle Menschenfreunde bittet, sich die erwähnte Ausstellung, sowie das muntere Treiben, im Hort selbst anzusehen, der den vielen ihm anvertrauten Kindern in den Nachmittvgs- > stunden gesunden, sorglosen Aufenthalt nebst Bewirtung bietet. Ohne Zweifel wird dann jeder, der es noch nicht ist, Mitglied' des „Horts für jüdische Mädchen" werden. Talmud-Thora-Verein. Jüdischer Turnerbund E. V. Unsere Kurse beginnen wieder am 8. Januar. Im Programm treten folgende Aenderungen «in: das Knabenturnen findet Dienstag 6 bis 7,30 Uhr wieder in der Annafchule, Rechneigrabenstraße, statt. Das Turnen der .„Alten Herren-Abteilung wird von Montag auf Mittwoch abend verlegt. Zeit und Ort wie seither. Die Damenabteilung turnt jetzt wieder in der neu hergerichteten Liebfrauenschule, Schäfergasse, Donnerstag abends von 8,30 bis 10 Uhr. Wir verweisen auf das unter Rubrik! Vereinskalendsr aboedruckte Vereins-Programm. Wir beabsichtigen, unter Leitung unseres Herrn Ferd. Fleck ein Gymnastik- und Turnkurs für Kinder in noch nicht schulpflichtigem Alter, sowohl für Knaben als auch für Mädchen einzurichten. Der Kurs soll Dienstag und Donnerstag vormittags in der Turnhalle W-rberstpaße 38 stattfinden. Anfragen und Anmeldungen bei Herrn Ferd.. Fleck, Kreuzerstrahe 22 (Tel. Zeppelin 55280) oder schriftlich an die Bereinsleitung, Langestratze -3. Auf Wunsch vieler Eltern richten wir diesen Kurs ein und es erübrigt, sich wohl, auf die Bedeutung und Wichtigkeit eines solchen Kurses hinzurveisen. Mit dem I. T. V. im Vogelsberg. Der „Jüdische Turnerbund" benutzt jede Gelegenheit, seinen Mitgliedern gemeinsames Erleben zu bieten. So fand an den beiden Weihnachtstagen eine Wanderung in den Vogelsberg statt. Die hieran teilnehmenden Damen und Herrn trafen sich am ersten Weihnachtstag im Hauptbahnhof. Ein. Wmtersportzug führte die I. T. B.er nach Hartmannshain in den Vogelsberg, dem Im Talmud-Thora-Verein spricht am Freitag, den 4. Januar, nach dem Abendg-ottesdienst im Hörsaal der .Synagoge am Vörneplatz Herr Dr. Köhler, nach fern . Abendgottesdienst in der Synagoge Hermesweg: Vorj trag Herr Emil Gottlieb. Samstag den 5. Januar nach Mincho spricht für junge Leute im Hörsavl der Synagoge am Börneplatz über „Die Grundlehven des Judentums im Anschluß an Maimonides" Herr Rabbiner Dr. H o f f m a n n. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul, im Hörsaale Friedberger Anlage, Herr Lehrer Goltschmidt. Samstag morgen, nach Schul, im Hörsaale Fried berget Anlage, Dinim, Herr Dr. E. Posen. — Nachmittag af4 Stunden vor Mincho im Vereinslokale, Newiim, Herr Dr. W. Hofmann. Sonntag morgens nach Schul, im Hörsaale Friedberg. Anlage ( benio Miitmoch), dtk «n Herr Redakt. S. Schochnowitz. — Vormittag 8 Uhr. Dereins-i lokal (ebenso 1 '2 Stunde nach Sabbatausgang), Gemoro. Herr Joachim Soffer. — 9'/« Uhr Vormitt< g (ebenso Diens'ag nachmittag 6 /» Uhr), Gemmo. Herr R.-A. G. Posen. — Abends 6 Uhr im Vereinslobole L mgestroße 18. Vortrog Herr des Herrn Dr, S. Ghrminn aus 'hiVh ’2l Hin Montag nach Schul, Im Hörsaale Friedberger Anlage (ebenso Donnerstag), Mifchna, Mitgliederlernen. — Abends 7 Uhr (ebenso Miitwoch) im Deceinslokale, Gemoro, Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. — 8l/» Uhr abends (ebenso Donnerstag), Gemoro, Herr Dr. E. Posen. Dienstag morgen nach Schul, im Hörsaale Friedberger Anlage (ebenso Freitag), Mischna, Herr Dr. E. Posen. Don Sonntag bis einschließlich Donnerstag abends 8b/«-Uhr im Deceinslokale, Schaslernen des Herrn Herz Halpern. Jahrzeitsstiftungen. Sonntag! 6. Januar. Hermann Lehmann und Jacob Seelta-Stiftung. Mittwoch. 9. Januar. Rabbiner Samson Raphael Hirsch Seelig Goldschmidt und Jsaae Eschwege-Stistung. Azuda, Ilsroel-Zv-endsruppe. Sonntag, 8 Uhr vormittag (ebenso Msttwoch 9 Uhr abend) Chumtsch. Herr Leopold Oppenheimer. Montag. 9 Uhr abends (ebenso Mi.twoch) Mischna. Herr Rechtsanwalt M. Katz. — 9 Uhr abends, (ebenso 7,3# nachmittag 3 Uhr) Gemoro. Herr Emanuel Wolf — 9 Uhr abends (ebenso Donnerstag) Gemoro. Herr Gerson Schnerb. Dienstag. 3/«9 Uhr abends (ebenso natf 3U5 Ub Gemoro. Herr Leo Schnerb. — 2/,9 Uhr (ebenso 7,2V 3 Uhr nachmittag) G»moro. Herr Dr. W- Hofmann. — -3/49 Uhr abends (ebenso 712V 3/- 10 Uhr vormittags) Gemoro. Herr Dr. Jf. Posen. Mittwoch. M Uhr abends, Kizzur. Herr Theodor Spiegel. Donnerstag. 9 Uhr abends, Chümisch. Herr R.-A. Js. Rosenheim. Freitag, abends nach Schul. Muffar. Herr B. Rachölsohn. — 8 Uhr Gesellige Zusammenkunft. 712V. Uhr vormittags, Gemoro. HerrL'ppmann Kurzweil. — 3/4il Uhr vormittags, Kizzur. Herr. Louis Kahn. — 8/4i2 Uhr mrmittcgs, Kizzur. Herr Gerson Schnerb. — 3 Uhr nachm., Gemoro. Herr Tarsts. — 4 Uhr nachmittag, Sidro. Herr R. A. M. Katz. Jeden Tag von 9-11 Uhr Gelegenheit zum Lernen jeglicher Art. Don 12—1 Uhr, Das Jaumi. Herr Herz Halpern. Aguda» Jisroel-Madchengruppe. Montag, Vö9 Uhr abends, Mifchle. Herr Lehrer S. Unna. Dienstag. 9 Uhr abknds. Tenach. Herr Dr. Weger. Mittwoch, V*9 Uhr abends, Dinim. Herr Lehrer Hi.fchberg. 713V nach Schul, Schmuel. Herr Julius Lewin. — 4 Uhr nachmittags, Chummisch und Raschi. Herr Lehrer Hirschberg. Freitag, 8'/s Uhr abends, Gesellige Zusammenkunft. Liwjalh Chen-Verein. Samstag narbm. 4TAt Uhr im Hörsaale F'itdbsrgeranioge, Dortrag des Herrn Red. S. Schachnowitz (Namen und Haus). Gäste willkommen. Veshamldrasch, Oflendstraße IS. Rabbiner M. Karpel: Sonntag von- 7—8 Hhr abends niv'V n2V 'lax Montag. Dienstag; ^nd Donnerstag von A/29—V210 Uhr iiv''V^n2V.Mlü?^nn n-)2N. SchwanenstraßE;; . Schachris täglich 7.10 Vormittags li»t2 2'1N» täglich 7.30 Abends' Lernverein Anlerlindau (üVi '217). Vereinsräume: Unterlindau 231:'' Freitag Abend nach'dem Gottesdienst, Vortrag des Herrn Konrektor Speier, XSebelzeiten. nivV n2V Freitag abend 4.15 Samstag N82VN 7.0ö Samstagsmorgen 8.00 Sgmstagnachrnittgg 1.00 .und 4.00 . Samstagabend 5.30 : lvochengottesdienst.: 1 Morgens 7.05 Nachmittags 4.15 Tefillin-Legen am- Morgen 7.05 - Briefkasten. ZSesteller ZSürzöurq. Sie bestellen auf einer unsereroorgedruckten Karten. Schachnowitz Feuerzeichen", haben jedoch vergessen, Ihren Namen anzngeb?n. . Der Golem, der bekan-nte Großfilm aus dem Prager Ghetto; wird m^it Paul Weg e n e r ab Donuerstag den 3. Januar im Eden-Lichtspieltheater gegeben.