Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 69 (1928)
- Issue
- Heft 48 (29.11.1928)
- Date
- 1928-11-29
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
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W" -! wlj- 3fV>w>'~5y -J- -'s S '• •> Jgjrwg-'v y- - : ■ ■' .'.■■■ I .-...- ■•'-.■■ kennnsgegeben von der fotdesoiganifation dev Agudar-Iiseoel in Vevtfekland. H* Jahrgang Hamburg, 29. November ^928 / s6. Rislew 5689 Nummer 24 Schriftleitung: Wolf S. Iacobforr in KamVurg. Aufruf! Wie alljährlich wendet sich der deutsche 11111 pj? auch dieses Mal an seine Freunde und bittet sie, sich an seiner N212N-AMon freudig und tatkräftig zu beteiligen. Wer 12121 innerlich erleben, sich und seinem Haus wahrhaft zur Weihe und zur Segnung werden lassen will, zum mm 12121 mw mara^ der denke daran, daß die rnifi in Gesshr war, als die Hasmonäer in den Kampf zogen. Mr die mm kämpften sie, dies hohe Ziel gab ihnen übermenschliche Kraft und Heldenmut. Für die.1111: Dieses Losungswort des 12121 begeistere auch dieses Iahr jeden Einzelnen pon uns zu hoher Opferwilligkeit; durch den 11111 pp: Dieser hak in einem halben Jahrzehnt erwiesen, daß er kein anderes Streben hat als nur die 1111! Als rechte Erben de r V ergangen heit perstehen rpir den Rufd er Gegenwart unh bauen für die Zukunft durch Mitarbeit an der N212N-Akkion des rninn pj? Hamburg, Kislew 5689. Landesdirektorium des „Keren Hatorah" in Deutschland. Oberrabbiner Dr. S. Spitzer, Vorsitzender. Zahlungen für hie 12121-Aktiyn des mm pp an die zuständigen Keren Hatorah - Kommissariate oder ~~ per Bank: an Dresdner Bank in Hamburg für Oberrabbiner Dr. S. Spitzer; per Vostscheck: an Postscheckkonto Hamburg 24755 für Landesdirektorium des «Keren Hatorah" in Deutschland. SabbaMcht — Lhanukahlichl! Zur 12121-Aktion des deutschen nmippi. Wieder ist Chanuka, das Fest der Lichter, gekommen, wieder ist „Licht allen Söhnen Israels in ihren Wohnstätten". Chanuka hat uns viel, sehr viel zu sagen. Geschichte weckt das Fest, zeigt, wo die Wurzel unseres Seins ist, was sie gefährdet, zeigt, wofür gekämpft wurde, und wer die wahren Erben der Makkabäer sind. Chanukas Symbol ist das Licht — im Schein des Lichtes feiern und begreifen wir das Fest, durchs Licht kommen wir zu seinem Sinn und zum Sinn allen jüdischen Strebens: 1212111W7 msa 12 pp. by - ms mim rosa 12 '2 •nmnn ms sn Durch das Licht des Sabbat und des ChanukakommtdasLichtderThor a. (Rafchi zu Sabbat 23 b.) Und in diesem Jahre, wo wir mit dem Sabbatlicht zugleich das Chanukalicht entzünden, mit dem Sabbat das Fest beginnen, da sollten wir in besonderer Weise bemüht sein, durch das Vw 12 ,1122 zum min bv ms zu gelangen. 11. Sabbatlicht und Chanukalicht! S a b b a t- - licht dient demi' 2 21 b w, der Harmonie, der Vollendung des Hauses, Chanukalicht bezweckt so’3 ’aioiS' die Hinausstrahlung der durch das Licht geweckten Gedanken in die Ferne! Rowo sagt: Dies ist mir klar, das Licht des Hauses (das ist das Sabbatlicht) und das Licht des Chanuka — das Licht des Hauses hat den Vorzug! Durch das häusliche Licht, das Sabbatlicht, kommt das Licht der nun ins Haus, und im eigenen Haus für geistige Helligkeit z u f o r g e n , das ist die erste Pflicht! Sorgen wir mit aller Anstrengung und allen Mitteln dafür, daß dieses fabbatliche Licht immer in unseren Häusern brenne, weihen wir Kraft und Zeit und Geld unserer eigenen geistigen Ausbildung und der Ausbildung unserer Kinder. Seien wir, wenn es sich um die Zukunft unserer Kinder handelt, weise Menschen. Und weise ist, nach dem Wort der Gemoro, 1^121 ns isiii' wer es bersteht, die Zukunft nach den Erfahrungen der Vergangenheit zu beurteilen und zu gestalten. So übersetzt iviv du das schwierige Wort 1^12 r Wir wollen und müssen aus den Erfahrungen der Vergangenheit lernen, müssen wissen, daß alles, was äußeres Glück und Behagen sichern kann, an einem Tag wie Glas zerbrechen kann. Müssen wissen, daß es nur einen Reichtum, ein Glück gibt: Reichtum des Geistes und der Seele, inneres Glück, müssen wissen, daß es nur eine Armut gibt: Wissensmangel ipia sbs *23? pK! Entzünden wir zunächst das Sabbatlicht, das Licht im Haus, lassen es bringen den mambff, die Harmonie des Hauses, die am festesten verankert ist im frommen Tun« aller seiner Glieder, in ihrem einträchtigen Streben nach Kenntnis und Erkenntnis: iivi ,12 m2p isn* in. Brennt das Sabbatlicht, dann entzünden wir das 12121 12' daß seine Helligkeit das Wunder unseres Seins hinausstrahle in alle Welt, das Wunder unseres Seins und unserer Erhaltung: 712122 wr 'VN2 nnsi mpn „Ich bin den Vielen ein Wunder, doch Du bist ja mein Schutz, meine Kraft." Eine Verhöhnung Dessen, Den wir preisen wollen, ist ein Chanukalicht, das Feiern bestrahlt, bei denen der Sport, der Körper triumphiert!' Jahr für Jahr müssen wir es aussprechen: ^>sr nun ms sa 1212m nisa 12’T» Nur dies ist das .1122 Licht des ,12121' nur über ein solches Licht können wir sprechen p'bi.ib ..»12V1P INS' das uns bringt, nahebringt das Licht der Thora. Dies ist das Licht Gottes, zu Seiner Ehre entzündet, das Symbol«ist für das Seelische im Menschen, durch das Seelenkräfte gefördert und geweckt werden: ois i'aizu — m 12- Zum riaw 12 geselle sich dcks .12121 12> künde in leuchtender, eindringlichster Sprache aller Welt: Viip-1^1 11121 D a s H e i l i g e ist es, von dem diese Lichter erzählen. Das Heiligste: von der irni', von dem Kampf für sie, gegen innere und äußere Feinde, von der Sehnsucht aller großen jüdischen Seelen nach ihr in Not und Bedrängnis, im Dunkel der Zeiten und Menschen. „Wäre Deine Thora nicht mein Labsal, dann wäre ich schon längst zugrunde gegangen in meiner Qual!" Zeuge sei das 12121 Licht vor aller Welt, daß wir uns unserer Pflicht bewußt sind, nichtnurim e i g e n e n Haus für das Aufstrahlen des Thoralichtes sorgen zu müssen, sondern auch draußen inder groß e n, w e i t e n W e l t, wo immer nur die Möglichkeit besteht *?'121^> ipniiVi imi! IV. Das Sabbatlicht, das Chanukalicht! Beide entzünden wir, für beider Leuchten tragen wir Sorge. I m H a ü s e,111 w d r a u ß ein.1111: Dies ist die große, schöne Lehre des 1212112V'der unser diesjähriges Fest einleitet. Im Hause und draußen: zwei verschiedene Lichter, zwei verschiedene Pflichten, beide aber weisen zu einem Ziele hin: 1111: . Juden gibt es, die für den engen Kreis gern opfern, für die eigene Ausbildung, für die Familie, für die Gemeinde, etwa noch fürs Land, darin sie leben. Die große Welt draußen«, daß dort auch noch Menschen leben, denen die Sorge und die Liebe ihres Herzens gelten müßte, das vergessen sie gar leicht. Ihnen leuchte,12121 12 mit seinem nach außen gerichteten SV'2 ' 2 1 V 1 p - Juden gibt es, die bereit sind, für Andere zu leisten, zu geben, die aber nicht die Kraft aufbringen, sich selbst zu erziehen, sich selbst bereit zu stellen für die große Bestimmung des jüdischen Volkes. Die der Welt dienen, aber ihr eigenes Ich, ihr eigenes Heim religiös, geistig verwahrlosen lassen. Ihnen leuchte inw 12 mit seinem nach innen weisenden 1'2 v 1 V! , v. 2'221 '1'2^1 v'22 n^b pm 122 ^"2ll „Wer das Licht pflegt, dessen Lohn sind thoragelehrte Söhne". (Sabbat 23b). Es handelt sich, nach Raschis oben zitierter Deutung, um das Sabbat- und um das Chanukalicht. Wer dafür sorgt, daß in seinem Haus das Licht brennt, daß Thorageist und Thorawissen darin lebendig sind, wer durch Beispiel und Aneiferung auf die Seinen wirkt, wer „lernt" und „lehrt", unermüdlich sich und seine Hausgenossen zu 11111112^ anspornt, wer so ma im höchsten Sinne anstrebt, und wer über der Arbeit an sich und den Seinen die Sorge für die Welt draußen mit ihren Nöten und Notwendigkeiten nicht vergißt, das 12121 Licht entzündet, von dem Helligkeit und Strahlenfülle auch für den *?siw Wa ausgeht, dem wird der beste Lohn, der einem Manne werden« kann: feine Kinder werden groß in der Thora!