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Der Israelit · 1928-11-15 · Heft 46 (15.11.1928) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
69 (1928)
Issue
Heft 46 (15.11.1928)
Date
1928-11-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Sette 8 Nr. 46 Ax c\- 'l'L Der Israelit 15. November-1928 vorher um feine Meinung gefragt worden? Nein, lieber Herr „21.", so wie Sie es sich vorstellen, war und ist es nicht! Doch Sie haben eine erstaunliche Entdeckung gemacht, sie dürfen für sich in Anspruch nehmen, der Erfinder der hessischen jüdischen Dolchstoßlegende zu sein, die aber genau so wahr und richtig ist, wi eihr berühmtes Vorbild. Wir könnten Ihnen noch viel erwidern, doch es hat ja keinen Zweck, sich mit Ihnen herum zu streiten. Sie können die Lehrer nicht von der Richtigkeit Ihrer Meinung überzeugen und wir können Sie leider auch nicht zu unserer Ansicht bekehren. Doch können wir Ihnen die Versicherung geben, daß es Ihnen nicht gelingen wird, einen Keil in die festgefügte Front der Lehrer, die im Landeslehreroerein organisiert sind, zu treiben. Wir Lehrer haben das Bewußtsein ,daß wir mündig sind, daß wir selbst erkennen, was wir zu tun und zu lassen haben, was uns Nutzen und Schaden bringt; wir sind auch imstande, unsere Angelegenheiten selbst zu regeln und zu vertreten und deshalb bedürfen wir nicht der Ratschläge unerbetener Ratgeber. Lehrer Kahn, Alsfeld. Vorstand des israelitischen Landeslehrervereins im Dokksstaate Hessen. Nachbemerkung der Reduktion. Wir bringen diese Zuschrift — durch die sich noch eine andere Erklärung, unterzeichnet von acht Herren aus der oberhesstschen Lehrerschaft, erledigt — im Wortlaute; in Anerkennung der Tatsache, daß die jüdischen Lehrer Hessens im schweren Ringen um ihre berechtigten materiellen Interessen das volle Anrecht auf Verständnis für ihren Standpunkt haben. Daß damit unsere Stellung zur Mainzer Verbandspolitik nicht im mindesten erschüttert werden kann, ist selbstverständlich. Daß der Verfasser des Mainzer „Eingesandt" mit seiner Aeuherung über das Verhältnis der orthodoxen Lehrer Oberhessens zu ihrem Rabbiner eine Gefolgschaft in rein politischen Fragen im Auge hatte, ergibt sich aus dem ganzen Zusammenhänge. Wir sind aber der Meinung, daß diese angeblich „politischen" Fragen im tiefsten Grunde religiöse sind und der Kompetenz der rabbinischen Führer unterliegen. Niemand hat je daran gezweifelt, daß die orthodoxen Lehrer Oberhessens genau so wie ihre Kollegen und Gesinnungsgenossen überall in Deutschland mit ganzem Herzen und ganzer Seele zu uns gehören. Daß ein Teil — und gewiß nicht der schlechteste —, der orthodoxen Lehrerschaft in- Hessen in seinem Verhakten zum Mainzer Verbände, der gerade in letzterer Zeit häufig genug seinen liberalen Charakter dokumentiert hat, nicht zu uns steht, ergibt sich, wie schon gesagt, aus wirtschaftlichen Gründen-, die man begreifen, aber unter höheren Gesichtspunkten nicht rechtfertigen kann. Es ist ein verhängnisvoller Irrtum, in Organisationen von der geistigen Struktur des Hessischen Verbandes (siehe sein Preßorgan), ein rein sozialpolitisches Gebilde zu sehen, dem man ohne Gefahr für die religiöse Einstellung der Gemeinden und die religiöse Erziehung der Jugend, ja, für das eigene religiöse Ich die Hand bieten könne. Die Tatsache, daß ein an sich religiöser Lehrer sich von der Weihe der Orgelklänge begeistert fühlt (wenn wir auch gern zur Kenntnis nehmen, daß es nicht im öffentlichen Gottesdienste geschah und daß der Herr sich lediglich fürfcinc eigene Person begeisterte), spricht Bände für die Verwirrung, die eine Grenzverrückung in religiösen Dingen auch in reiferen Köpfen anzurichten vermag. Wochenkaleuder. v. 17. - 24. Nov. 1988. v. 4. - 11. Kislerv 5689. Samstag Nov 17 iVos 4 n-nVin Sonntag 18 5 Montag 19 6 Dienstag 20 7 Mittwoch 21 8 Donnerstag 22 ,9 Freitag 23 10 Samstag 24 11 KX’l Familiennachrichten. Geburten: Eine Tochter bei Moritz Nau II. und Ehefrau Paula geb. Freudenberger in Ntederohmen bei Gießen. — Einen Sohn; Leo geb. am 7. November. Ferdinand Michel, Rotteckstraße 9. — Fritz und Ernst, Söhne des Herrn Moritz Einstein and Frau Hilda geb. Würzburger, Mannheim. Barmizwo: Jakob, Sohn^des Herrn Aron Serlinger^ Berlichinqen (Württ.) nnVin nttnsr— Rathan, -vohn des Herrn L. Rakow (Rabbinowltz). Frankfurt a. M., Am Ameisenberg 19 nsns nntf K2PV Synagoge Börneplatz. — Arnold Katz, Zögling der tsr. Waisenanstalt, Waisenhaus-Synagoge, schabbos Tauldaus, 7 Uhr. Droscho nachm. 4 Uhr. -Erich, Sohn des Herrn Rath. Sondheimer. mVin 'd- 4 Krslew. Synagoge Friedberg. Anlage. — Arnold. Sohn des Herrn David Birnbaum. Breslau, Sklower-Schul, Goldene Radegasse 2. 's j’Vin Din rr?w 8'aiv2 : nVin »rrtwn y'X- Vermählte: Martha Hamburger, Alzenau mit Herrn Willy Katz, Reutershausen, Bez. Kassel, nn. Briefkasten. Kme Mutter für viele. Vielleicht äußern Sie sich etwas eingehender, wie Sie Ihren Vorschlag meinen. An Vereinen ist kein Mangel, auch an solchen, die durchaus bemüht sind, keine sozialen und Standesunterschiede auskommen zu lassen. Vielfachen Elternwünschen folgend, habe ich in Caux, oberhalb Montreux, 1050 Meter hoch, die Villa les Sorbiers gemietet und werde diese von Mitte Dezember bis Mitte Februar mit den jungen Mädchen bewohnen. Das Haus ist in sonniger Lage, hat Zentralheizung und Bad. Cs bietet sich reichlich Gelegenheit zum Wintersport, wir führen dort Wirtschaft, der Unterricht und die Ausbildung erleidet keine Unterbrechung ,dovt werden auch einige junge Mädchen als Feriengäste ausgenommen. Der amtliche T a s ch e n f a h r p l'a n (bis einschließ-' lich 14. Mai 1929) ist bei der Ausgabestelle Earl Ritter G. m. b. H., Frankfurt-Süd für Wiederverkäufer zu beziehen. Einzelverkauf in allen Zeitungskiosken. Anläßlich Chanukkah f. Hermann Seckbach %• * M.l.~ * Verlag: Simger&Friedberg, Frankfm. Israelitisch. Kultusgemeinde Memmingen (Bayern) Infolge Pensionierung unseres, verdienten, seit mehr als 32 Jahre dahier befindlichen Kultusbeamten sehen wir uns genötigt, die Stelle des Religionslehrers, Kantors und Schoclets alsbald neu zu besetzen. — Reichsdeutsche Herren mit seminaristischer Bildung und entsprechender Praxis wollen ihre Bewerbung mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften bis längstens 30. November an den Unterzeichneten Gemeindevorstand richten. — Die Anstellung erfolgt nach dem Beamtenrecht des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden Wegen Berufung unseres seitherigen Beamten nach- Münd,en Wird zum 1. April 1939 die Stelle des AeKgionsteKvees. Ilorbeters (Talkore) und Klfssekoekek in unserer Gemeinde frei. Die Besoldung richtet sich nach Gruppe 4b der staatl. vreuß. Bes -Ordn. Die Gemeinde ist Mitglied der Ruhegehalts-, Witwen- und Waisenkasse für Kommunalbeamte des Reg.-Bez. Kassel. Seminaristisch vorgebilvete Herren, die das zweite Gramen zurückgelegt haben, auf streng' orthodoxem Standpunkt stehen und die Kabolo von streng orthod. Rabbinen besitzen, belieben ihr Angebot bis zum 6. Dezember ds. Äs. an den . Unterzeichnetem Vorstand einzureichen. Eine 7 Zimmerwohnung ist vorhanden. Frankfurt a. M. ( Trauung und Empfang-: am 21. Nov. 28/t}"ö*Ui lf>ö5 -'fl l*/2 Uhr, Liederhalle, Langestrafie ALEX PITTERMANN BETTY PITTERMANN geb. Strauß Die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen hocherfreut an SIEGER. FULDA und FRAU Gertrud geb. Pfeiffer _ , . 14. November 1928 Fulda Die Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen in dankbarer Freude an Ministerialrat Hans Goslar und Frau Ruth Judith geb. Klee? eJ F-«. 29. Marcheschwan 5689 In den Zelten 21a r in moderner geschmackvoller Ausführung ist das geeignetste Geschenk f.d. Chanukkatisch 12 Postkarten von M. 4.50 an Photographie Samson & Co Zell 102, neb. M. Schneider Kaiserslr.19, i.Indanthrh. Sr Rheinische Gelreldehandlung (Samstag geschlofs.) sucht zum baldigen Eintritt, spätestens 1. Januar 1929 vorzugsweise Lrgnchekündig^n Herrn. Angebote mit Angabe bisherigst Tätigkeit, Gehaltsansprüchen und; Zeugnisabschriften erbeten unter 809<- an die Expedit. Die Gemeinde-Verwaltung: K. Gerstle, Vorstand. Am Freitag, den 23. Cheschwan starb in Meran unser teurer Vater, Schwieger- und Großvater fiert» ]|aae Dlalina infolge eines Schlaganfalles. Die Beerdigung hat dortselbst stattgefunden; am Sonntag, den 18.'Nooember findet in der Synagoge Berlin, Linienstr. 19, der Hesped statt. Berlin, Elberfelderftr. 15 In tiefer Trauer- Familien Malina, Dzialdow, Cohen. Nach kurzer Krankheit verschied plötzlich heute früh unsere liebe Mutter, Großmutter und Schwester Frau Rabbiner Dr. H. Kottek geb. Rosa Sender im Alter von 69 Jahren. Bad Homburg, Berlin, Straßburg, Amsterdam, Biebrich, Paris, Köln, den 11, November 1928 Die trauernden Hinterbliebenen. JEÄN KILP NACHF. B. HIMMLER AM ESCHENHEIMER TOR. HANSA 5736 BELEUCHTUNGSKÖRPER Wegen Umbau teilweise Räumung des Lagers zu bedeut^ herabgesetzten Pr eisen Die Gemeiimiifjlge jüdische Eheanbahnungsslelle sucht zur Leitung ihrer Geschäftsstelle geeignete Dame die auch in Stenographie und Maschinenschreiben be wandeÄ ist. -AM whtiftlich'e AitetLitten^find zu richten an bte' „E- ^ll-UFrankfürtm., - Gsch'ersh'eimerldstrl 89; 1. Jhr Glück durch vornehme diskrete EHEANBAHNUNG Marie Grause. Hannover Markrstraße 88.2. Jmgkhvev Mitte 20, elternlos, in klein. Stadt fest angestellt, sucht thoratreues, hübsch., iniell. Mädch. kennen zu lernen, das sichere Grundlage zur Errichtung einer Häuslich!, bietet. Eingehende Antw. mit Bild (bestimmt zurück) unter 801c an. die Erped Scfiodcfien in allen Kreisen (auch in Ostsüdischen) bestens eingeführt. empfiehlt fich Salomon Koppel, Ludwigs haken/R.. 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