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Der Israelit · 1928-09-06 · Heft 36 (6.9.1928) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
69 (1928)
Issue
Heft 36 (6.9.1928)
Date
1928-09-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Nr. 36 Der Israelit 6 September 1928 Briefpapier Füllfederhalter mit 14 Karat Goldfeder ab Rmk. 3.75 800 Halter zur Auswahl Juwel, Osmia, Parker Waterman, Wahl und andere Marken CARL KLIPPEL Kaiserstrasse 75 Völkerbundes fer und auf dieses Land d-er Artikel 18 des Mandats nicht Anwendung findet. Bei der Behandlung der Frage „Ein- und Auswanderung" verlangte der Vorsitzende der Mandatskommission eine klare Antwort auf die Frage, ob die Krisis in Palästina ihre Ursache darin habe, daß man zu viele Juden ms Land hat kommen lassen. Colonel Symes erwiderte, es könnte sich höchstens um ein Zuviel von 8000 Menschen handeln; überhaupt sei es schwer, diesbezügliche, in Genf erteilte Ratschläge in Jerusalem zu verwirklichen. Er glaube aber, daß zu Pessimismus keinerlei Anlaß vorhanden sei und daß sich in den nächsten Jahren die Lage entschieden bessern werde. Wären bei Ausbruch der Krise die notwendigen Kapitalien in das Land gebracht worden, es wäre eine Krise überhaupt nicht in Erscheinung getreten. Auf eine Bemerkung von Marquis Teodoli, wie lange die jüdische Bevölkerung Palästinas auf ausländische Stütze angewiesen sein wird, erwiderte Symes, die Zionistische Organisation habe das Bestreben, den Jischuw sobald als möglich zu einer wirtschaftlichen Selbständigkeit zu bringen. Will man aber eine größere Zahl Juden auf einmal in das Land kommen lassen, so sind Geldmittel aus dem Ausland nicht zu entbehren. In der Aussprache wurde dann die Frage der Anlegung eines Boden-Katasters berührt. Einige Mitglieder der Mandatskommission wiesen auf die Notwendigkeir hin, die Bodenvermessung und die Kataster-Anlage so schnell als nur möglich zu Ende zu führen. Grimfhaw fragte, ob es wahr fei, daß Beifan-Boden von Arabern an Aegypter und Syrier verkauft wird und warum die Regierung es den Juden nicht leichter macht, den zum Verkauf ste h ende n Boden von den Eigentümern zu erwerben. Colonel Symes erwiderte, daß die Zionisten in diesem Belang Privilegien verlangen, die in Widerspruch zu dem Ziel des mit den Arabern getroffenen Beifan-Abkommens stehen. Es wurde eine Reihe anderer Fragen behandelt, die u. a. die Selbstverwaltungsorgane, die Beziehungen zwischen Juden und Arabern, die Reorganisierung der Je wish Agency, die Staatsangehörigkeit, den Bau des Haifaer Hafens, die öffentlichen Finanzen betreffen. Bei der Behandlung der Tote Meer-Konzession erklärte Colonel Symes, daß gemäß dem Beschlüsse, die Unterhandlungen mit Major Tulloch und Ing. Novomeyski zu führen; Vorschläge von anderer Seite nicht mehr entgegengenommen würden. Es wurden dann Ausführlich die Probleme des Arbeiterschutzes in Palästina diskutiert, wobei der Vertreter des Internationalen Arbeitsamtes, Grimfhaw, der kurz zuvor in Palästina geweilt hat, eine Reihe Fragen über Arbeitsdauer, Minimallohn usw. gestellt hat. Bei der Behandlung der Erziehungsfragen wies Dr. Kastl (Deutschland) darauf hin, daß von den 104.000 Pfund, die die Regierung in dem Berichtsjahr für öffentlichen Unterricht ausgegeben hatte, nur 2 0.000 Pfund für das jüdische E r z i e h un gs w e se n verwendet worden seien. Diese Verteilung stehe zwar im Verhältnis zu der Zahl der Juden im Lande, keineswegs aber zu der Zahl der jüdischen Schülerschaft, die 50 Proz. der Gesamtschülerschaft des Landes ausmacht. Colonel Symes erwiderte, daß die Regierung den Prozentsatz der Bevölkerung und nicht den der Schüler zur Grundlage nehme. Personalien. Rabbiner Dr. L. A. Rosenthal n"J7* Berlin, 29; Aug. In der Nacht von Montag zu Dienstag oerschied in Berlin nach schwerem Leiden im 74. Lebensjahre Rabbiner Dr. L. A. Rosen thal. 1855 geboren, bekleidete er zuerst das Rabbineramt in K ö t h en (Anhalt), dann in Rogafen (Posen), später in Preußisch-Stargard. 1997 kam er nach Berlin, wohin er zum Rabbiner der Oranienburger Vorstadt (Verein „Ohel Jakob") berufen worden war. Später wurde er von der Berliner Jüdischen Gemeinde zum akademischen Religionslehrer bestellt. Er veröffentlichte Schriften über Mifchr.a und Tofefta, die kleinen Propheten, über Homurabi und griff seinerzeit in den von Professor Delitzsch herausbeschworenen Bibel- und Babel-Streit ein. Er veröffentlichte auch eine Schrift: „Schiller und die Bibel". Den Lesern der „Literarischen Warte" des „Js-r raelit" ist Rosenthal als Mitarbeiter und als guter Beobachter und Beurteiler aller Neuerscheinungen auf den genannten literarwisfenschaftlichen Gebieten wohlbekannt. Die Beisetzung erfolgte am Mittwoch nachm, auf dem Friedhof Weihensee unter zahlreicher Beteiligung von rabbinifchen Kollegen und Vertretern des konservativen Judentums. n-'axjn.i Urspringen, 2. Sept. Am nächsten Schabbos sind es 50 Jahre, daß der allseits beliebte und hochgeschätzte Herr Hauptlehrer Simon Kissing e r in Urspringen seine ersprießliche und erfolgreiche Tätigkeit als Lehrer begann. Es gibt wohl verschwindend wenige Lehrer, deren ganze Lehrtätigkeit sich nur aus eine Gemeinde erstreckt. Bei Simon Kissinger war dies der Fall. 40 Jahre war er in Urspringen als Volksschullehrer tätig und seit seiner Pensionierung lieh er seine Dienste dieser Gemeinde als Religionslehrer, bis er vor ganz kurzer Zeit in den wohlverdienten Ruhestand trat. Ihm war es vergönnt, drei Generationen in einer Gemeinde zu guten Menschen und zu guten Juden zu erziehen. Während seines Berufslebens vollbrachte er stets die Mizwo, die an seinem Jubelschabbos verlesen wird. So sind ihm denn nicht nur die Kinder seiner Gemeinde in Liebe zugetan, sein Name hat in allen Kreisen der bayrischen Judenheit einen guten Klang und insbesondere feiern diesen Tag alle seine jüdischen Berufskollegen mit ihm. Er gehörte ja zu den wenigen noch lebenden Gründungsmitgliedern des Israelitischen Lehrervereins für Bayern. Daß der Jubilar aber auch bei der nichtjüdischen Bevölkerung einen guten Namen hat, das ^beweist wohl das Ehrenbürgerrecht, das ihm vor 25 Jahren von der politischen Gemeinde Urspringen verliehen wurde. Möge dem Eleganter Lack-Pumps Feinfarbiger Kreuzspangenschuh neuer Steilabsatz * '> echter L. XV Absatz hochelegant.... ficscfe-, 1Di(d(edcr und in den neuesten üerbsfrOftodeffen liie(rne Geschäftsspesen erlauben uns ' Kalkulation deshalb sind unsere Preise erstaunlich billig für anerkannt gute Qualitäten. Lack Damen-Spangenschuh \n90 mit L. XV und Trotteurabsatz . .... . Mk. Xv/ Sandfarb. Wildleder Spangenschuh 4 490 L. XV Absatz, sehr billig... . . .Mk. 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