Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 69 (1928)
- Issue
- Heft 35 (30.8.1928)
- Date
- 1928-08-30
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 35 Seite 9 30. August 1928 , Der Israelit unbekannten israelitischen Mannes aufgesischt wurde. Signalement: Länge: 1.70 Meter, Alter: 40 Jahre, kahlköpfig, rötliche Haare und Augenbrauen und kurzgeschnittenes Schnurrbärtchen, große Nase, staMche Figur., Kleidung: Dunkelgrauer Jakettanzug mit umgekrempelten Hosenbeinen. Unter dem Kragen Monogramm W. I. und weiter Jewarck (oder Jewarsky?), Nürnberg. Leinenkragen mit blauer, langen Kravatte, auf deren Rückseite: „Edw. Wunsch, Berlin", steht, braune Socken, braune niedrige Schuhe, weißblau gestreiftes Oberhemd mit Rotmarke 43650 und einige Taschentücher, gezeichnet L. und L. N. Der Unbekannte hatte weiter ein rotledernes Portefeuille mit holländischem Gelbe, 1 Dollar und 2 deutschen Münzen. Er trug ein Bruchband. — Der Vorstand der Nederlandsch-Jsraelitischen Gemeente Haag, Niederlande, ersucht jeden, der imstande ist, nähere Auskunft zu erteilen, sich unverzüglich mit Herrn Polizeikommissar der Abt. C. zu Haag, Niederlande, bei dem auch ein Bild des Verstorbenen vorhanden ist, in Verbindung zu setzen. Wallertheim. 27. Aug. Am Samstag den 11. August wurde beim Frühgottesdienste durch eine feierliche Ansprache des Vorstandsmitgliedes Oppenheimer, Gau- Bickelheim, des Verfassungstages gedacht. Der Wohltätigkeitsverein „Chevroh Gmiluth Chesed", der auf ein 76jähriges Bestehen zurückblicken kann, hielt anläßlich des Jom Kippur Kotaun Erev Rosch Chaudesch Elul, Gottesdienst mit nachfolgender General-Versammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ergriff das Mitglied des Vorstands, Herr Oppenheimer, Gaubickelheim, das Wort, um dem Präsidenten Moses Jfaac, anläßlich seines 77jährigen Geburtstages im Namen der Brüder die Glückwünsche zu übermitteln. Herr Moses Jfaac steht seit 60 Jahren im Dienste des Vereins. Bis zum Jahre 1922 versah er die Ehrenstelle als Rechner, und von da ab wurde -er einstimmig zum Präsidenten gewählt. Er hat während den langen Jahren des Bestehens des Wohltätigkeitsvereins fast nie bei den Tagungen gefehlt. Dem Vorstand gehören seit 1901 an: Jfaac Oppenheimer, Gaubickelheim, Max Baum Wallertheim, der derzeitige Rechner ist Josef Marun in Wallertheim. Seit dem Kriege ist es der Israelitischen Relrgionsgemeinde Wallertheim—Gaubickelheim noch nicht möglich gewesen, wieder einen Lehrer anzustellen. Die Gemeinde ist jedoch in der glücklichen Lage, daß ehrenamtlich die Vorbeterdienste seit Jahren durch Herrn Oppenheimer Gaubickelheim, im Verhinderungsfälle durch Herrn Max Baum versehen werden. Seit der Zeit, woselbst die Gemeinde keinen Lehrer besitzt, wird die Thora- Vorlesung durch Herrn Karl Jsaac besorgt. Sprechsaal. TOhV mache ich auf folgendes aufmerksam: Im ixik von Eisenstein ist in dem mit -a b •» gezeichneten Artikel über mtnpn als mp» tute? 268 e angegeben. Diese Notiz über den mp» rnsv rührt nicht von dem Verfasser her; derselbe hat nur nno trra-iK angegeben. Dieselbe Angabe findet sich in ci'Anrai D’rnn nm von Eisenstein s. v. mp»- Der rnnr? rnrv rnsn-ia ist nicht 268 f, sondern 690 l. Dieser rnvv wurde auch vom Würzburger Raw angegeben, s. auch 'n 3"y 'o T'-’n ^’yinV i»i>»- S. B. Kreditversicherung. Berlin-Reinickendorf, 27. Aug. An die Redaktion des „Israelit" Frankfurt a. M. „Zu den Ausführungen des Herrn- Dr. Goldschmidt, Berlin, betr. Kreditversicherungsagent als Beruf für junge Jehudim, die Schomre fchabboß sind, habe ich zu bemerken, daß, wer diese Materie kennt, zugeben muß, daß die Ausführungen doch etwas zu opttmistisch sind. Es ist nicht Aufgabe des „Israelit", volkswirtschaftliche Spezialkenntnisse zu verbreiten. Aber um junge Leute vor Enttäuschungen zu bewahren, halte ich es für angebracht, darauf hinzuweisen, daß Abschlüsse auf dem Gebiete der Kreditversicherung nicht von heute auf morgen getätigt werden, daß ein oft monatelanges Verhandeln erforderlich ist, ehe ein Vertrag zustande kommt. Ich unterlasse es, auf Einzelheiten dieses schwierigsten Faches der Versicherungsbranche einzugehen, da -ich mit einer der ersten war, der in den größten Tages- und Fachzeitungen hierzu öffentlich Stellung nahm. Allerdings bin ich heute nicht mehr auf dem Gebiet tätigverfolge aber trotzdem die weitere Entwickelung dieser sehr interessanten Versicherungssparte. Aussichten, größere Abschlüsse in dem vom Verfasser so über aller Maßen gelobten Versicherungszweig zu tätigen, hat nur der, der mal auch wochen- oder monatelang zusehen kann, bis ein Vertrag perfekt wird! Und wer ist von den jungen Leuten heute in der glücklichen Lage, dies von sich behaupten zu können. In diesem Zusammenhang sei auf eine Frage eingegangen, die der Verfasser nur nebenbei erwähnt, aber grundsätzlich einmal geklärt rverden müßte. Es geht nicht an, daß Beamte oder Lehrer und ähnliche Berufsgruppen sich nebenberuflich betätigen, weder im Versicherungsfach noch in anderen Sparten. Ehrenaufgabe der jüdischen Allgemeinheit sollte es. sein, dafür zu sorgen, daß Funktionäre jüdischer Institutionen undüberhaupt jüdische Angestellte so besoldet werden^ daß sie nicht zu einem Nebenberuf greifen müssen, der einem anderen, der keine feste Besoldung bezieht, dadurch vorenthalten wird." Hermann Hi'rschinger. Familiennachrichten. Barmizwo: Jonas (nyp nw»), Sohn von Jfaac Königshöfer, Fürth i. 93., Marienstraße 6, 8. September, D’as: nttna. Die chem. Reinigung in unserem Werk ist das vollkommenste Mittel zur Erhaltung Ihrer Kleidung. Nicht nur Schmutz, Flecken und Krankheitskeime werden beseitigt, Garderobe, Vorhänge, Decken, Teppiche, Handschuhe werden auch meistens wieder wie neu. Ebenso wird das Auffärben und Plissieren von Stoffen etc. der bekannt erstklassigen Weise v o n u n s.a u sgeiühr t Läden ln edlen Stadtteilen Sabbat-Anfang u. Umgang Ktan nntp Ort Ans Uhr ang Min. Datum Ausgang Uhr >Min. Frankfurt a. 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