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Der Israelit · 1928-08-30 · Heft 35 (30.8.1928) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
69 (1928)
Issue
Heft 35 (30.8.1928)
Date
1928-08-30
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Nr. 35 Der Israelit 30 August 1928 leinen Namen tragende Wohlfahrtsstiftung errichtet, ferner wird die Krankenfürsorge der Chewra Kadischa an Stelle eines Banketts Liebesgaben an Lebensmitteln und Brennmaterialien in größerem Umfange an verschämte Bedürftige, insbesondere an vereinsamte, alte Frauen und Männer an diesem Tage zur Verteilung bringen. Diese Art der Ehrung wird wohl die schönste und wirksamste Kundgebung für diesen gütigen Menschen sein, der erfüllt ist von dem.beglückenden Bewußtsein, -daß selbstlose Hingebung an die Gesamtheit das eigene Leben verschönt und lebenswert macht. Budapest, 27. Aug. Nach dem freigewordenen Rabbinerposten zu Bekefcaba wurde Rabbiner Tigermann aus Tifalök gewählt. Am 7. ds. fand die Installation statt. An der Feierlichkeit nahmen viele auswärtige Rabbiner teil. Im Namen -der Stadt begrüßten den neuen Rabbiner der Bürgermeister und der Polizeipräsident. Herleshausen, 27. Aug. Die goldene Hochzei t begehen am 2. September Felix Alex« n trow i tz und Frau in größter Frische. Zugleich begeht der Jubilar sein öOjähriges Dienstjubiläum. Hoof b. Kassel, 27. Aug. Herr Gemeindeältester H. Wertheim begeht morgen seinen 70. Geburtstag und fein 25jähriges Dienstjubiläum als Vorsteher und Gelderheber. Er ist körperlich und geistig noch rüstig. Bad Ems, 14. Aug. Zur Kur in Bad Ems weilt zur Zeit Herr A. Eddersheim, feit -drei Jahrzehnten Vorsteher der Jüdischen Gemeinde im Haag. Der um das Gedeihenseiner Gemeinde und der Juden in Holland hochverdiente Mann feiierte am 6. August in körperlicher und geistiger Frische seinen- 7 0. Geburtstag. 2tzrs diesem Anlaß veranstaltete die Israelitische Kultusgemeinde Bad Ems am nrri nav eine Feier. Nach dem Morgengebet wurde der ehrwürdige Greis vom Gemeindeoorstand in die Synagoge eingeführt. Im Namen des durch Krankheit verhinderten Rabbiners Dr. Weingarten und im Namen der Gemeinde richtete der Gemeindevorsteher Herr Dr. Siegfried Cohn herzliche Bogrüßungsworte an den Siebzigjährigen. Er feierte ihn als den uneigennützigen Gemeindefuhrer, den liebevollen Wohltäter und unermüdlichen Arbeiter um das Gedeihen der Judenheit in- und außerhalb der Grenzen seiner Heimat. Er drückte den Wunsch aus. daß ein gesegneter Lebensabend die arbeitserfüllten Tage eines ehrenreichen Lebens vollenden möge. Der Jubilar wurde -darauf, auf den Platz des Gemeindevorstehers geleitet. Mir dem von Kantor Heinrich Kohn oorgetragenen ms,' mna p'12 endete die schlichte Feier. Lorsch, 13. Aug. Am iam mav an ihrem 71. Geburtstag, wurde Frau Mina Lorch, die Gattin des vor ungefähr anderthalb Jahrzehniten ihr im Tode oorangegangenen langjährigen früheren aris, Simon Lorch, in die ewige Heimat oniwi m» vi'h ab-berufen. Wenn zu den von König Salomon hervorgehobenen Eigenschaften und Vorzüge einer ^n vvrr, auch na nco „Aus sie vertraut des Mannes Herz" mitzählt, so kann das Lebensbild der Verklärten, ihre hervorstechenden Tugenden und Wesensart, nicht bester als mit diesen vier Wörtchen gezeichnet werden. Mit der ihr angeborenen vornehmen Gesinnung, echtjüdischer Denkungsart und Herzensgute, gepaart mit inniger, Kefwurzelnder Frömmigkeit alten Schlages, die ihr höchstes Lebensziel war, übernahm sie das heilige Vermächtnis ihres Mannes; übte ganz in seinem Geiste in ihrem trauten Heim, im Kreise ihrer Gemeinde, wie auch -auswärts in stiller undschlichter Weise Wohltätigkeit; linderte, ohne daß es jemand ahnte, so manches Leid und trocknete viele Tränen. Das große Trauergefolge von Nah und Fern legte beredtes Zeugnis von der Beliebtheit und Wertschätzung, deren ich die Verblichene bei allen Schichten der Bevölkerung erfreute. Herr Rabbiner Dr. Merzbach - Darmstadt und Herr Jacob Tetz le r^-Nürnberg, letzterer als früherer Lehrer der Gemeinde, sprachen an der Bahre tiefergreifende Worte und entwarfen ein treues Bild der Heimgegangenen. rraswi. Vermischtes. Budapest, 17. Aug. Am 12. ds. fand in Ujhely eine Sitzung des Vereines „Sz o Sz" (Schaumre Schabbos- Landesorganifatkon) statt, an öer 300 Mitglieder beteiligt waren. Die Anwesenden stellten sich alle zur Ausgabe je größere Kreise für diesen Verein zu gewinnen. Ganz besonders wollen sie darauf Gewicht legen, daß die dem Verein „Sz o Sz" angehörenden Mitglieder in ihren Betrieben nur sabbathallende Angestellte beschäftigen sollen. Die orthodoxe Gemeinde in Budapest hat den Beschlußangenommen, dem Verein „Sz o Sz" monatlich 200 Pengö beizusteuern. Gorizia, 21. Aug. Bekanntlich ist seit ca. 60 Jahren-, nachdem das Judentum Italiens seine größten Thoragelehrten, wie Kain« '»3N1 K’xj'ii "V3N usw. verloren hat, das Interesse für Talmud in Italien gänzlich verschwunden. Mit schwerer Mühe ist es uns gelungen, den bekannten Oberrabbiner aus Co rfu (Griechenland), Rabbi Abraham Schreiber, ehrwürdigen Sohn des irnn 8»V'^1B1B 11VBV "1, Oberrabbiner in Erlau und Enkel des berühmten ibib a'yn, als Oberhaupt unserer Gemeinde zu gewinnen. Seinen aufopfernden Anstrengungen verdankend, kann unsere Gemeinde als eine streng religiöse orthodoxe Gemeinde mit sämtlichen religiösen Institutionen, wie ,mj?a ,3"iv.y'ana betrachtet werden. Wir haben hier seit zwei Monaten eine Jeschiwah, wo mss sniö ,*pn gelernt wird, und sind bereits Schüler aus Wien, Triest und Fiume gekommen. Wir sind in der Lage, zum kommenden Semester, das am pvn m beginnt. Schüler, die schon /ra lernen, anzunehmen. Die Erhaltungskosten, guter Pension, betragen ca. 500 bis 600 Lire monatlich. Gute Schüler, die schon in ma fortgeschritten sind und sich diese Kosten nicht leisten können, werden von der Jeschiwah-Leitung evtl, subventioniert. Anmeldungen mit Beilage von Referenzen über Kenntnisse, Charakter und Frömmigkeit von früheren Lehrern sind bis zum 20. Sept. 1928 an den- Jeschiwah- Leiter, Herrn S. Koschitzki, Gorizia, zu richten. 's-Gravenhage (Holland), 27. Aug. Vom Vorstände der Israelitischen Gemeinde in Gravenhage geht uns folgende Bekanntmachung zu: Es wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß am 14. August 1928 im Binnenhafen zu Scheveningen (Niederlande) der LKchnam eines BBBBBBBBBBBBBIBBBBBBBIBBBBBBBBB!BBBBIBBBBBBBBBBBBBBBE]0B □ □ □ □ □ EI □ □ □ □ □ El El El El Et B □ □ □ B B B B B B B B B B B B B B B B B B B B B B B B B B Q B B B B B B B B B B B B B B B B B B B B B B B 0 B B B B B B B B B B B B m Das sefiönsfe Kosek ka-sekono §esekenk für die Hausfrau 1 In unserem Verlag erscheint in Kürze : TeoJxiiiiiaTi Ein belehrendes Andachtsbuch für jüdische Frauen und Bräute. Mit einem Anhang über die besonderen Pflichten der jüdischen Frau von Bas Ammi. Preis: Geschenkausgabe in gediegenem Leinwandband, auf holzfreiem Papier Mark 5.50 Nummerierte Luxusausgabe auf Büttenpapier Mark 9.— Ein kundiger Beurteiler schreibt über das neue Andachtsbuch Folgendes : ,,Warum brauchen wir ein besonderes Andächtsbuch für jüdische Frauen und Mädchen in Deutschland und Westeuropa überhaupt und warum ein neues Andachtsbuch? ■ Die erste Frage hat die Verfasserin im Vorwort beantwortet, die zweite taktvoll umgangen. Sie weist hin auf die Hauptnöte unserer Zeit, indem sie frühere Verhältnisse,^ die der älteren Generation noch erinnerlich sind, zum Vergleiche heranzieht. Eine Aenderung muß eintreten, wenn nicht die Reste jüdischer Lebensführung verschwinden sollen, und zwar muß die jüdische Frau die Rejtterin werden, weil sie gewöhnlich die Pflegerin jener Reste jüdischer Lebensätißerung ist und weil ihr die Erziehung der Kinder obliegt. f Anregungen müssen ihr vermittelt werden, und weil die Frau das Bedürfnis fühlt, den Regungen ihres Herzens einen besonderen Ausdruck zu verleihen, eine Tatsache, die die Techinaus, die Gebete für Frauen, ins Leben gerufen hat, so soll dieses Andachtsbuch die Aufgabe erfüllen, der Frau als Wegweiser für ihren hohen Beruf zu dienen. Was ist nun an dem vorliegenden Buch neu? „ Unsere Zeit, eine Zeit der Unrast, verlangt kurze Gebete. Alle Phrasen und Wiederholungen sind daher Vermieden worden. Der Inhalt ist zunächst belehrend, ohne daß diese Tendenz hervortritt. Er erweckt in der Beterin wertvolle Gedanken, die zu sittlichen Handlungen veranlassen sollen. Die Sprache schließt sich möglichst dem Wortlaut hebräischer Gebete, und geeigneter Bibelstellen an. Die knappe Fassung gewährt Zeit und zwingt oft geradezu zum Nachdenken über den beregten Gegenstand. Im Anhang sind die besonderen Frauenpflichten in einer zu Herzen sprechenden Art behandelt. In ganz eigenartiger Weise, liebevoll und verstehend, vertraut und eindringlich sprechest diese Kapitel zur jüdischen Frau, um sie zur Priesterin ihres Hauses zu befähigen. . -Ein solches Buch war längst Bedürfnis! Zu beziehen durch alle besseren 6 u c h h an d 1 u n § e n. Frankfurt a. M. Rechneigrabenstrasse 7 Hermon-Verlag *A:

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