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Der Israelit · 1928-08-30 · Heft 35 (30.8.1928) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
69 (1928)
Issue
Heft 35 (30.8.1928)
Date
1928-08-30
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Sh. 3ß De r 9 g f a e l t t persönliche Fr^un.dschast zwischexl W Wssen M schafM — In bßt Minderheiten-FraAe wurde PB«! 5 EnthaltyMy beschlössest, an W Jugend der WNM Welt zu appellieren, gegen jede Unterdrückung von Minderheiten anzukämpfen. EWWsW fexnWM W ' Mnen.' M Mmfetenz erhebt ejMiWMgep Prostst gegm die Bestychungey, die UütonpMe bg? MsraG-SchÄNesenS W beschränken und die Von per Gsneipde, Kgss e-l, 24. AuWst. Centralverein, Liberale Vereinigung, Wittelstzrnds- Partei, Konservative und Jüdische Volksparchei haben beschlossen, einen gemeinsamen Porschlag für die Wahlen SM ^nlLindeältestenkvüeg.ium einzurMchen. Scheidet einer der auf Grund des gemeinsamen Wahlpprschlags gewühlten Gemeindeältesten oop Beendigung dex Wghsperiodx oder vor InkxaMretxy -des zu erwartenden neuen Gesetzes aus, fp soll der Ersatzmann durch die Partei, von dex sein Vorgänger auf dem jetzigen Wahlvorschiag genannt worden ist, gesteht werden, Danzig, Die Wellkonfereyz des MsraO. Danzig, 22. August. Am Dienstag begann die Versammlung mit Generalaussprache. Führer des Jung misrachi beklagen sich, daß der Jugend zu wenig Förderung vom Misrachi werde. Aehnliche Klagen erheben Vertreter des Hapoel Hamisrachj. Es kommen mehrere Redner zu Wort, und Rabb. M. Berlin errvidert auf mehrere kritische Auseinandersetzungen. Er betont entgegen einer Aeußerung von Rabbi Brod, daß Misrachi für den- „Hapoel Hamisrachi" bei der Exekutive genügend gekämpft hätte. Der „Merkas Olami" habe genügend für Kolonisation und Erziehung wie für Regelung der religiösen Fragengetan. Die Hilfe der Landeszentralen war sehr mäßig. Es wird der Leitung des „Merkas Olami" am Schluffe der Debatte -das Vertrauenausgesprochen. In der folgenden Sitzung referierten Lrfschitz und Rabh. Beermann über religiöse Erziehung in Palästina. Der „Merka Olami" schlägt für -das kommende Jahr ein Budget von Lst 70.000 vor, die in der Hauptsache für religiöse Arbeit und Schule verwendet werden sqllen. Die. Lflnheszent-ralen sollen einzeln die Deckung eines gewissen Budgetteiles übernehmen. Es wird ferner beraten über die Gründung eines speziellen D r r e k t q r i u M s, s ü r d e n K e r e n E r e z I i s r a e l d e s, M i s r a chi nach dem Muster des „Keren Hajefsod". In der zur gleichen Heit tagenden o n f e r e n z d e r M i s r a ch i - I u g e n d kam es zu einer Spaltung, indem sieben vM d-en palästinensischen Delegierten als Protest gegen Bevorzugung des Hapoel Hamisrachi ihre Mandate niederlegten und die Konferenz verließen. In der Schlußsitzung wurde das Budget angenommen. Die Einnahmen, die die Organisation selbst aufzubringen hat, betragen pro Jahr 29»g00 Pfund. Das Ausgaben-Budget ist bei Einschluß der von der Ziomstischen Exekutive zu leistenden Zuschüsse insgesamt -63.000 . Pfund hoch. Rabb. Meir Berlin wurde zum Präsidenten der Weltorganisation rv-iedergewählt. In den „Merkas Olami" wurden ferner gewählt: für Palästina Rabbi F i s h m a n n und Daniel Sirkuß, für Amerika Rabbiner Teitelbaum. Weißere Beschlüsse der Alisrachr^Wellkonserenz. Danzig, 23. August. Die Misrächi-Weltkonferenz, die heute hier zu Ende ging, hat nach einer bewegt verlaufenen Debatte einen .Beschluß gefaßt, in dem festgestellt wird, es sei die Aufgabe des Weltverbandes „Poel Hamisrachi", die Jugend nach dem Prinzip von „Thora- Waawoda" zu organisieren, wobei aber auch andere Jugendgruppen, die mit dem erwähnten Prinzip nicht einverstanden find, Existenzrecht innerhalb der Mi s ra ch i - We lto r ganifa t-ion haben. Diese Resolution ermöglichte es den palästinensischen Delegiertendes „Misrachi Hazair" zur Konferenz zurückzukehren. Nach Annahme dieser Resolution verließen- 25 Delegierte des P o e l H a misrachi unter Protest die Konferenzworaufhin die Plenarsitzung unterbrochen wurde. In der Schlußsitzung exklärtendie Vertreter! ÄM WeMMandesdes „Poel Hfimisrachi", aus PrpjM gegen; aft?. Rie>- solutio neu zu stimmen. Daraufhin werdest, BeschMe apgeNpMmen. wonach die Konferenz. lM uMstichset, eine I u d^r ^chüiler der Misrachi-Schulen zu schaffen, um diese Schüler fremden Verl«. In der Nacht zum Sonntag wurde M dKn ffften: jüdischen Friedhof in der LothriVgex Straße ein Opserstpck vpn noch.MbeKastMn Dieben pvW ausgepMdert. Wieviel .ihnen in die Hände gefallen ist, steht Mch nicht fest. — An der gegenwärtig in Berlin stattshOeuden interparlamentarischen Konferenz nehmen auch prominente politische führer jüdischen Glaubens aus Ungarn, an zig und ayderen Ländern teil. Gests. Unter der Bezeichnung „Horneleß" hat sich in Genf, Rue Generäl Dufour 3, ein Komttee zur Vertretung der Interessen Staatenl o s e r gebildet. Alle Staatenlosen werden aufgefordert, sich baldW zwecks Registrierung zu melden. Vom 12. bis 14. September wird in Genf eine vom Verband der Kirchen für Weltfrieden ernberufene Vorkonferenz des Weltfriedenskvngresses der Religionen tagen. Der britische Wichsrabbiner, Dr. Hertz, wird eine der Kitzungen leiten. Paris. Die in E hart res stattfindende Kynferenz der internationalen Studentenhilfe hat einen Beschluß angenommen, eine Sonderkonferenz jüdischer und nichtjüdischer Studentendelegierter emzuberusen, die sich mit Maßnahmen zur Verbesser u n g der L a g e der jüdischen Studierenden an den europäischen Universitäten zu befassen haben wird. Riga. Zum Ehrenkonsul Lettlands v n I e r usa -lem wurde Herr Msrdechai Kaspi ernannt. Konsul Kaspi ist Inhaber einer der größten palästinensischen Importfirmen, die Abteilungen in Jerusalem, Haifa, Jaffa usw. besitzt. Rewyork. Innerhalb der demokratischen Partei des Staates Newyork ist manentschlossen, den Obersten Herbert Lehman als Kandidaten der demokratischen Partei für den Gouverneurposten des Staates Rewyork zu nominieren. Herbert Lehman ist einer der Vizepräsidenten des Joint Distribution Committee und führendes Mitglied zahlreicher anderer jüdischer Wohlsyhrtsörganisation-en. — Richter Julian W. Mac, dex bekannte Führer der zionistischen Opposition in Amerika, hat sein Amt als Ehrenvorsitzender -des United Palästina Ä p p e a l niederg-elegt und ist aus dem Komitee ausgetreten. Chicago. Zum Stellvertreter des Stadtpräsidenten von Chicago, William Tvmpson, wurde der bekannte jüdische Rechtsanwält Samuel E t e l m -a n n gewählt. Czernowih. Unge- , heure Bestürzung ruft in der gesamten Bukowma der Ueh-ersall aus -eine jüdische Familie, Osias Rosen, im Dorfe Rotze, hervor, bei dem Vater, Mutter und erwachsener Sohn f ermordet wurden. Die Mörder, Bauern, konn- * ten entkommen. Moskau. Die Synagoge von Smv-lensk, von den Arbeiternstarkbegehrt,; wird nach einem Dekret aus Moskau -endgültig s der Gemeinde und dem Gottesdienst erhalten! bleiben. Die Zeitung „Emeß" weiß zu berichten, daß 170jüdische Siedler, -also 26 Prozent aller Pioniere, aus Vir-Bidschan ausgewandert und sich nach der früheren Heimat wieder begebenhaben, kowno. Alle bi'ßl hevi-geu Bemühungen, das Zwangssonnt a g s r u h e g -e s e tz in seinen Folgen für die Juden zu. mildern, sind gescheitert. Die. Regie- ' rung hat alle Forderungen der Judenheit und l ihre- Abänderungsanträge zurückgewiei sem Jerusalem. Der „Verband-der polnischen .. Juden" in Tel-Aiw iw protestiert mit scharfen Worten gegen den V-izekonsul ,m> Je- ' rusalem, St-attkowski, und zeihtihn gröbsten Antisemitismus. — Demnächst wird hier eine palästinensische- Pr e s se - A üs ste ll u n-gj eröffnetwerden, diedie- EntwiMungsgeschichte? der Presse m Palästina illustrieren soll. München. Der Dichter. Jakob Wassermann l würde von -der D e u t sch e n- V e r -e i n i g u n g für st-aatswissenschaftliche Fort- < b -i l d u n g, die in diesen Tagen in Bad R e'i - » chenhall tagteingeladen, einen Vortrag, über das Jüdentum zu hatten. BuhapefK Wie der jüngst erschienenen Juni-Nummer der s Statistischen Monatshefte zu ' entnehmen istwurden im zweiten- Viertel 1928 915 Ehenzwischenjüdischen Partejen. und) 3:5-3: 3-u^is.che n J-iEem vm&. Ehr i st e-M geschlossen. dttensder zivnistischen-, Exekutive, dem- Misrachi. zu leistenden- Zuschüsse zukürzen. Auf Antrag der Kommission für relrg-rLse 36.Apgust.1SW Arbeit wurdeejM MvWon angoüörymen, wönäch die Konferenz yüt MöMDer Zufriedenheit die Arbett, dxr M i s r a ch i - R a b b r n e r in den Kolon-ienl anerkennt unden Merkas. Oläm-j verpflichtet, den Rgbbinern die Möglichkeit ztzr Fortfetzüng dieser. Arbett zu geben. Die Mnfexenz erklärt es ÄS die Pflicht der ziovisttschen Exekutive urch des- Keren Kajemeth, alle Siedlungen mit den nötigen relrgivsä-n- Anstalten, wie Schulen, Ritua-lbäder usw. zu versorgen. MimBz. Ätzung, -ep VerMlstungsrates hes Zp-pWchßn Instituts der IerusaleMer AmvWsität. Basel,,24. August. Die sechste Sitzung des Verwal.tungsrates des JudÄstischen Instituts an der Hchräischen Universität in JerusÄem, die am 21. und 22. August in Basel stattsand, beschloß die EinführMg akademischer Le h rk u r s e in den am Judaistischen- Institut v evdretenen Fächern, sobald die betreffenden, Fächer am Institut besetzt sind. Die Einführung von Fach jedoch von der Besetzung, des Lehrstuhles für Halachah, in der Palä-strna-Kunde vom Amtsantritt des hierfür ernannten Professors abhängig zu machen-. Ebenso soll die Einführung solcher Unioersitätskurse auf dem. Gebiete der Religions-Philosophie und Kabbala erst nach -der Ernennung eines Professors für Philosophie an dektt Institut erfolgen. Es wurde ferner eine Kommission ernannt, die die Frage , des Ausbaus und -der Besetzung der Abteilung für Bibelku-Nde beraten und der nächsten Sitzung Vorschläge unterbreiten soll. Ebenso wurde über die Gründung eines Lehrstuhls für Jiddisch gegen die Sttmmen zweier der Teilnehmer der Sitzung beschlossen, -eine Kommission einzusetzeu, die die allgemeine Definrtton und Gliederung des geplanten Lehrfachs vorberaten und der nächsten Sitzung Bericht erstatten soll. Zuletzt wurde die Einberufung eines Kongresses für -die Wissenschaft vom Judentum beschlossen. Frankreich. Der Internationale Studentenkongretz und der Numerus clausus. Paris / 22. August. Die dritte Kommission des Internationalen Etüdentenkongresses, der gegenwärtig in Paristagt, hat auf Anttag der englischen Delegattoneine Modifikation des- Statutes des Internationalen Mudentenverbandes beschlossen in dem Sinne, daß die Exekutive der Weltstudentenschaft autorisiert feinsoll, auch die Angelegenheiten der Nationalitäten innerhalb der einzelnen Ländergruppen zu behandeln. Die rumänische und dre^ polnische Delegation, ünttestützt von den Delegattonen Frankreichs und Schwedens, widersprachen dem englischen Anttage, der trotzdem von der Kommission zum ’ Beschluß erhoben worden -ist. Me Exekuttve wird somtt auch bevollmächtigt sein, die Frage -des Num-eriks clausus zu behandeln und ste zur DiskuMon vor den kommenden internatronalen Studewtenkongreßzu stellen. (ITA.) Die rumänisch^südischen Studenten klagen an. Paris, 24. August. Jüdische Studentenaus Rumänien haben andie Führer dex. Länderdelegationen zum- IO: Internationalen Studentenkongreß, der gegenwärtig in, Paris stattfindet, ein-Schreiben gerichtet, in welchem u. a. ausgeführt wird: ' „In- Eurer Mitte fitzen Delegierte einer Organisationl, die seit langer' Zeit ein Instrument dev Politik der rumänischen Regierung gegen dienationalen Minderheiten ist. Seitsechs Jahren wirkt diese Organisation inallen rumänischen Universitäten gegen jeden Geist der Zivllisation. Sie hat es so weit gebracht,- daß; heute anden- Universitätenl Rumäniensein Numerus nullus gegen die jüdischen Studenten herrscht. Sie unterstützte und unterstützt nochheute brutale Ausschreitungen Fegen die jüdische Bevölkerung, des Landes, in Uebereinst-immung mit rumänischen Autorttäten hat sie die Stttnmung geschaffen. für. die.. Pogr-me-in- Groß-Wardeiü, Klausen- ^chirg; TorgstOdna). JäW usivr- AuO MirM) Krtt sie auf Dem' Gewissem, zn erwähneni isr der Fallt-des) jüdischen Studenten- Falik^ der voneinemi Pogvom-Mudenten im GerichtssaaH niede-rgMälltwurde; der Mördtzb wurde dann vonememirumänischen: Gerichtfreigesstvochen. Die Organisationdieaufi Garttn- KvNMeM kesträsentiert fft. Betreibt die Politik ihrer Regierung derselben Regie-

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