Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1928-08-02 · Heft 31 (2.8.1928) · page 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
69 (1928)
Issue
Heft 31 (2.8.1928)
Date
1928-08-02
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2446951-2450495-2450525--75188-2532698
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

2 August 192 DerJsraelrt Nr. 31 Sette 3 dem Tonzeichen zufolge — eine Panik, da alles Vieh in Aegypten gestorben war. Kap. 8, 24 erklärt er die Worte mbb ip’mn sb pmn piinfolge der Tonzeichen als. Parenthese. Der Zweck der. ganzen Entlassung sollte sein: . „Betet, für mich". Besonders schön, ist die Erklärung des bm e]pr bei nsns Jia laim in Kap. 2, 6. Die Königstochter hatte ib»n d a s Kind als den gefürchteten, vorher angekündigten Retter Jisroels und Verderber Aegyptens erkannt. Noch schwankt sie, ob sie ihn retten darf, retten will. Aber das Kind beginnt zu weinen. Und da triumphiert das allgemein menschliche, mütterliche Gefühl-über den an die Nation gebundenen Patriotismus. Doch trotz des sich nun frei erhebenden Gefühls bleiben ihr Verstandesschärfe und Ueberlegung treu. Sie darf das Kind nicht als ein besonderes bezeichnen, i»rmi sie sagte zu sich: der muß gerettet werden. Zu dem Gefolge spricht sie: „Eins von den hebräischen Kindern ist dieses". Kap. 2, 19 bedeuten die drei sich folgenden Verben mit,Vm «lpr eine Schilderung der hastigen, sich überstürzenden, allseitigen Erzählungen von Jithros Töchtern. — nbsm mm sipm- Auch hier die Anhäufung der gleichen Verbformen. Wohl konnte die Königstochter ahnen, daß das ausgesetzte Kind nur ein hebräisches sein konnte. Mitleid mit diesem würde ihr nur Unzuträglichkeiten mit der Regierung verursachen. Um deshalb den voraussichtlichen Warnungen ihrer Mädchen zu entgehen, befiehlt sie kurz und streng als Tochter Pharaos. Aus diesen verschiedenen Belegen kann man schon ersehen, daß der bisher erschienene Teil des Werkes jedem Geschmack und jedem Wissensgrad etwas bietet, rmb3b.iini3i.Hier'findet der sprachlich interessierte Anregung und Aufklärung; wird ein. Weg aufgezeigt, der den Zusammenhang zwischen a'prn und r'ivn nachweist und erhellt: werden die Tonzeichen gründlicher Beachtung unterworfen und ganz neue Folgerungen aus ihnen gezogen: werden — nicht zuletzt — Fragen moderner Lebensanschauung aufgeworfen und nur unter' dem reinen Gold der strahlenden Sonne jüdischer Lebensweisheit geprüft und geklärt. Sollte nicht jeder bya xvun diese Büchlein sich anschaffen, um ihre Deutungen sich zu eigenem, innerem Besitz zu. machen und am kommenden Sederabend seinen Lieben neue Wissensschätze aus der wundererfüllten Geschichte unserer Erlö--. sung zu bieten? Voll froher Erwartung sehen wir dem Weiterscheinen des Werkes entgegen. M. I. Nochmals Taanith Hopfenstetter. Von Louis Lamm in Berlin. In Nr. 9 des vorigen Jahrgangs (1927) dieser Zeitung habe ich den Ursprung dieses Lokal-Fasttages für , Dettingen im Ries veröffentlicht. Zahlreiche Zuschriften bewiesen mir das Interesse für diese Publikation und den Beweis meiner Vermutung, daß die jüngere Generation über den Ursprung dieses Taanith, auch wenn sie aus Dettingen oder Nachbarorten davon stammt, nichts mehr weiß. Ich bin heute in der Lage, eine wichtige Urkunde über, diesen Vorfall, die bisher nicht bekannt gewesen ist, zum erstenmale zu veröffentlichen. Sie befand sich früher im Besitze des Henle Moses Gutmann in Dettingen,. Der Umstand, daß man im Jahre 1729 Veranlassung hatte, eine beglaubigte Kopie des Originals vom Jahre 1691 herzustellen, läßt vermuten, daß damals wieder — wie in Schwaben schon öfters — eine Blutbeschuldigung aufgetaucht ist.- Das geschichtlich wertvolle und wichtige Dokument lautet: Wir verordnete Regierungsräthe Urkunden hieMit demnach vergangenen Jahres den 26. Mai Samstag Abends allhier in der Vorstadt des Johann Frohmann Schneidermeisters' und fürstlichen Dettingen Tambours dreieinhalbjähriges Söhnlein Hans Konrad unter der Zeit, da feine Mutter in der Abendkirche war, sich in dem Hause verloren, und nach für und wieder geschehener Nachfrage nicht können erkundigt werden, bis anderen Tages Sonntag Morgens zwischen 10 und 11 Uhr durch unterschiedliche Leute fleißiges Nachsuchen solches in eben dem Haufe, wo sie als Hausgenossen wohnten, und welches dem Hans Melchior Hopfenstaetter Schneider und Bürger zugehörte im Schafstall mit Stroh zugedeckt und mit einem Messer einen Schnitt durch die Gurgel jämmerlich ermordet tod gefunden worden und daraufhin deßwegen, weil man keinen Thäter eigendlich wissen können durch den gemeinen. Pöbel allhier der falsche Argwohn auf die allhiesige Judenschaft, als wenn diese solches unschuldiges Kind um sein junges Leben gebracht hätten, darüber geworfen worden, weilen er sich mit . dieser ungleichen Einbildung, daß die Judenschaft zu gewissen Zeiten einiges Christenblut zur Vollbringung ihrer Ceremonien annöthig hätten, gestärkt also zwar, daß es bereits das gefährliche Ansehen bekommen hat, die unschuldige Judenschaft von den genreinen Leuten deßhalb überfallen zu werden, bis endlich durch sonderbaren göttlichen Revident der Thäter des begangenen jämmerlichen Mordes nämlich obengenannten Hans Melchior Hopfenstaetter allein in Argwohn gerathen, sondern auch bei seiner hierüber verfügten Verhaftung und gerichtlichen Examinierung . das abscheuliche Factum selbst eingestanden, wie denn auch deßwegen darüber ein rechtliches Urtheil geschöpft, und an ihm, obschon derselbe vor dem Richttage gestorben, in dem Gefängniß auf gewisse Weise wirklich exequirt worden, und hieraus nach benannt Judenschaft bei ,unseren gnädigsten Mitherrschaften sich wehmüthigst beklagt, auch die vorbige geschwebte Bücherbesprechungen. iOVQüVxvon E. £ einarb (gratis zu erlangen beim Herausgeber E. Deinard, 4736 Carondelet St., New Orleans, La.) Das Buch enthält eine überaus nützliche Sammlung sämtlicher Proteste, Zeitungsartikel, Resolutionen usw., die gegen Stephen Wise und Josef Klausner wegen ihrer Aeußerungen über den Stifter des Christentums erhoben und laut wurden. Der berechtigte Kampf ist zwar auch durch die Zeitungen des Inlands verbreitet worden. Aber die Fülle der Aufregungen und die Wärme, mit der man gegen die beiden Gelehrten auftrat, ist doch wohl nicht genügend bekannt geworden, daher, ist diese Sammlung recht nützlich und verdient weiteste Aufmerksamkeit. Darüber hinaus verdient das Buch Beachtung wegen feiner aufschlußreichen Berichte über die Meschumodim in Israel — dort findet man z. B. Chwolson, Brafmann, Frumkin u. a. — und über den Austritt aus dem Judentum in Amerika. Diese Original-Aufsätze sind in lebendigem Hebräisch geschrieben. Die anderen Beiträge sind in der Sprache ihrer Veröffentlichung — jiddisch, hebräisch und englisch — gebracht. Rabbiner Dr. A. Posner, Kiel. Der medizinische Schwanengefang des Maimonides (Fr Bajan al-Arad „Ueber die Erklärung der Zufälle") zum ersten Male im Urtext herausgegeben von Rabbiner Dr. H. Kroner in Oberdorf- B o p f i n g e n (Württemberg) 1928. Selbstverlag. Mose ben Maimon aus Cordova in Spanien, der große jüdische Denker und Theologe (1135—1204) war lange Zeit der Leibarzt des Sultan Saladin zu Fostat in von dem Pöbel ihnen gedrohte Gefahr unterthänigst.Ägypten. In dieser Eigenschaft hat er "auch eine Reihe ...._*r i*_v _ . r. l .. c r _ r. _rnr »i‘ ' nnn (tXi4ivtffrtv* S n v* m.ftJviiitntfrliiA« SYQ.J /V-C4fCi v» remonstrirend gebeten, von dergleichen gewaltthätigen Uebereilung sie Hierumfalls gnädigst zu pietivieren, als ist in Erwägung der Billigkeit und ihr, der Judenschaft hier in falls am Tage gekommene Unschuld ihnen hiemit als gnädigst willfarth, und den. Bürgern Unterthanen auch allen andern allhier befindlichen Leuten ernstlich bei Vermeidung höchster Strafe und Derlierung von Hab und Gutes verboten, sich künftig bei mehr dergleichen leidigen Begebenheiten nicht gelüsten zu lassen wieder die oft besagte Judenschaft das Geringste weder mit Worten, noch mit Werken zu traktieren, sondern da sich auf Jemand einiger Argwohn begangener Uebelthat hiefür thäte, dessen rechtliche Untersuchung den gnädigsten Herrschaften lediglich zu überlassen. Dessen zur mehreren Veglaüb und Urkundung ist den allhiesigen schutzverwandten Juden dieses auf das inständigste Verlangen zu ihrer künftigen Versicherung Loco Assestreli und hiefür Trückung gewöhnlicher Hochgräflicher Canzlei-Si-egels ertheilt werden. Dettingen, den 18. Juli 1691. L. S. Hochgräfliche Oettingen-Wallersteinsche Spielbergsche Canzlei allda. Nachdem diese Copia nach fleißiger Ansicht und Collationierung seinen mit vorgelegten wahren Original somit den hochfürstlichen Canzley Petschaft verwahrt gewesen ganz gleichlautend befunden als habe solches mit meiner eigenen Hand durchaus geschrieben durch meinen Vor und Zunamen nebst beigedruckten Notariats Signo auch größeren Petschaft attestirt und bekräftigen wollen. Dettingen den 20. Hornung 1729. L. S. Johann Jacob Betti, Notarius. zu Menschen,- zu sich selbst. Aber wir erfahren dann auch im Einzelnen, wie, wir diese Anleitung befolgen sollen. Granitgrundlage: die Gottesfurcht. „Die wahre Erkenntnis Gottes, seiner Weisheit und seiner Werke lehrt uns, Gott zu fürchten, d. h. jede Handlung zu fürchten, die ihm mißfallen , und uns seiner Liebe unwürdig machen würde." Diese Ehrfurcht muß unser ganzes Wesen umfassen und durchdringen, >in allen Lebenslagen, in allen Beziehungen. Sie führt uns aber auch auf ebener-Linie zur Liebe zu Ihm. Ehrfürchten wir Ihn in dem Maße, und Handlungen des w ethetägl i chen Lebens, des Sabbats und, der Festtage. Anhöhe erklimmen kann der, der sich -in dem Maße in der Gewalt hat, daß er sein Leben der Heiligung des göttlichen Namens hingibt. Nicht dem Selbst jedoch ist der Mensch gewidmet, mag er auch berufen und verpflichtet sein, dieses auszubauen. So wenig die Ehrfurcht vor Gott allein genügt, um den Juden zum wahrhaften Juden zu stempeln, wenn diese Ehrfurcht nicht in seine Lebensbeziehungen hineindringt, so wenig genügt die Veredlung des Jchs, wenn sie beim daß wir stets Seinen Willen zu erfüllen trachten — trach- ,Jch bleibt und nicht^ihren Strahlenkreis auf^die^Nebenten, denn wo wäre der Mensch, der nur Gutes täte und af /n~i- “*,£* af^L nicht auch sündigte — so dürfen wir das Bewußtsein hegen und großwerden lassen, daß Er auch uns, soweit es mit Seinem das Ende der Dinge im Anfang schon vorausschauenden Blicke vereinbar ist, unseren Willen erfüllt, uns mit Seiner Liebe trägt, wie wir Ihm Liebe durch Gehorsam .entgegenbringen. Stumme Seelenregungen allein genügen aber nicht, wir müssen der Ehrfurcht, der Liebe zu Ihmsichtbar und klanghaft Ausdruck geben, etwa im Gebe t, ja, das Herz, übervoll der Anbetung des Allmächtigen und Allgütigen, drängt von selbst nach Ausdruck. Wechselwirkung: das übervolle Herz -drängt nach Ausdruck, findet den von unseren Weisenklassisch geformten und gefügten Ausdruck, und dieser Ausdrück, dieser Seelenertzuß im Wort wiederum steigert die Reinheit, Feinheit, Hoheit und Mannigfaltigkeit -der Gefühle. Tor aber, wer wähnt, mit dem Gebet sei nun Pflicht der Dankbarkeit und der Willenserfülluyg gegen Gotterschöpft. Unsere Handlungen — das ist Kern und Endzweck der Gebetsläuterung — müssen durchdrungen, gelenkt, erhoben werden von dem Gedanken an Ihn, den Allschauenden. Die Handlungen des täglich en Lebens vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang, vom Beginn des tätigen, des erwerbstätigen Lebens über die Weihestunden des Forschens im göttlichen Wort bis zur Schlummerstunde. Und die Unterlassungen von Schriften der medizinischen Wissenschaft versaßt. Ein größeres Sendschreiben richtete er an den Sultan von Rikka (Kroner spricht die interessante Vermutung aus, daß dieses Rikka das alte Tiberias mit seinen berühmten Heilquellen sein könnte), Al-Afdal, den Sohn Saladins, das dem an Melancholie leidenden Fürsten eine Anleitung zur Hebung seines Gesundheitszustandes geben soll. Diese. Anleitung „Fi Tadbir As-Sihhat", von Kroner im Jahre 1925 zum ersten Male herausgegeben, gab diesem Gelehrten nun willkommenen Anlaß, die neue Abhandlung „Ueber die Erklärung der Zufälle", den „Schwanengesang des Maimonides", herauszugeben. Durch die Unterstützung der beiden Gelehrten, Professor Dr. Marx, Newyork und des Chacham Dr. Gaster in London kam Kroner in den Besitz der beiden Codices der Bodleiana, eines vollständigen arabisch geschriebenen und eines arabisch-hebräisch geschriebenen Fragmentes. Kroner hat damit auch die in der Berliner Staatsbibliothek vorhandene hebräische Uebersetzung verglichen amd den arabischen Urtext ins Deutsche übertragen, mit gelehrten Anmerkungen versehen und kritisch erläutert. Diese neueste Edition Kroners ist dadurch hochinteressant, daß darin Maimonides, vom Fürsten dazu aufgefordert, ein sehr eingehendes autoritatives Gutachten über die Urteile seiner Hofärzte abgibt. Hier wird' also der Rambam als die große ärztliche Autorität angesehen und angerufen, die ein Urteil über die medizinischen Verordnungen seiner Kollegen abgeben soll. Maimonides kommt diesem Aufträge nach mit der tiefen- Ergebenheit gegen den Fürsten, aber auch gegen den Allgütigen, der ihm das Wissen und Können dazu verleiht. Er ist in der Beurteilung der Verordnungen seiner Kollegen im allgemeinen recht anerkennend, dabei stets das medizinisch Wertvolle ihrer Ansichten hervorhebend, doch auch hie und da mit Ironie gefüllt, die oft den Zug der überlegenen Weisheit annimmt. Hier zeigt sich so recht Maimonides nicht nur als der berufsmäßige ärztliche Diener des Fürsten, sondern auch als der wohlwollende Lebensfreund seines Herrn. Es ist wohl diese Schrift die letzte medizinische Arbeit des Maimonides, sein medizinischer Schwanengesang. Von bemerkenswerten Einzelheiten ist die Auslassung über die Enthaltsamkeit vom Weingenuß hervorzuheben. Der Wein wird im Sinne der Bibel warm empfohlen. Kroner hat von Neuem dazu beigetragen, Maimonides als medizinischen Schriftsteller mit all seinen stilistischen Feinheiten, mit seiner Geistesgröße und seinem Seelenadel zu neuem Ansehen Menschen ausdehnt. Ausdehnt durch Güte, Hilfe, Achtung , . - , ,LL . ... ,, . .. der Ehre des anderen und Sorge für fein Wohl. Erst 3" bringen. Auf Schritt und Tritt sieht man den mit im Umgang mit unseren NebenMenschen, im Verhalten! der einschlägigen Materie wohlvertrauten Gelehrten, der zu unseren Nebenmenschen offenbart sich höchste Wirkung nach lahrelanger Beschäftigung mit den medizinischen des Gottesgesetzes. Ein liebreiches Herz ist eine schöne TOüunqm&ttijeimi(£v\al)tünqen hier wieder- Naturmitgift. Es betätigen oder aus dem strengen [glbt. Die ludisch-wissenschaftliche Welt wird das Erschei- Pflichtgefühl heraus, es liebreich gestalten zu suchen,, heißt nen dieses Werkes Mit dankbarer Freude,hegrußen die NatUrmitgift erst jüdisch verwerten. Sein Gemüt zur Demut schleifen, ist edel und gottgeboten. Keinem anderen gegenüber aber stolz sein, jeden als seinesgleichen behandeln, jedermann sich zu jeder Stunde freundlich zuneigen, heißt diesen Diamant erst fassen. Aber der Umkreis unserer Pflichten umschließt auch solche gegen sich selbst, nicht freilich als Selbstzweck, sondern für Gottes Zwecke. Seine Gesundheit frisch und stark erhalten, um gesund dem Herrn fröhlich dienen zu können, ist notwendiges Erfordernis. Sein jüdisches, begrenzt, auch sein weltliches Wissen bereichern, ist Pflicht. — Wir können den ganzen reichen Gehalt dieses Buches über dis-jüdische Religion, das in seiner ehrfürchtigen Arft in seiner souveränen Beherrschungdes Stoffs, in der plastischen Gliederung desselben und >rn der ruhigen Klarheit der Darstellung nicht viele ebenbürtige hat, hier nicht ausschöpfen. Der Wunsch mag nur noch ausgesprochen werden, daß einzelne stutzig Machende Stellen bei einer neuen Auflage entfernt werden. Schw. -vbrii» 7"sm V2V '& “[i3 »tpiar.ii »ir>jm csrab tim» ü 5 W DU Dieses Heft der hebräischen Monatsschrift für Rechtswissenschaft und Rechtsl-eben enthält sehr beachtenswerte Aufsätze. Besonders erwähnt seien die Artikel „Zur Entwicklung des Begriffes der juristischen Persönlichkeit im jüdischen Recht" vom Herausgeber Dr. S. Eisenstadt, „Der Rechtsbegriff des Nationalheim" von Dr. H. Landauer, „Ueber das Erbrecht" von M. Duchan. Unmittelbar praktische Fragen berühren K. Friedenberg in seinem Artikel über die Vereinsfreiheit, Lafchinski in seiner Besprechung der kommunalen Wahlordnung und Persner in semem Aufsatz über die Haftpflicht der Arbeitgeber. Jetzt, wo die Uebertragung der jüdischen Rechtsbegriffe auf das moderne wirtschaftliche und soziale Leben, besonders in Palästina, zu einer zwingenden Notwendigkeit geworden ist, kann man solche juristische Monatsschrift nur begrüßen. Es ist zu wünschen, daß sie sich

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.