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Der Israelit · 1928-06-28 · Heft 26 (28.6.1928) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
69 (1928)
Issue
Heft 26 (28.6.1928)
Date
1928-06-28
Page
– (sequence 3)
Language
German
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28. Juni 1918 De r Israelit Nr. 26 Seile 3 die: Kräst.Kößstätztischer..Frömmigkeit.. Mit-der. Lebtzaftigkeiti'MdrGbwecktheit desMrbaneü Men-'. schMrstchMn die r-GeisteHchätze dös-rJltdeKtums- MKersenken und stets ckr^die< stille- Provinz - des^ ,-Lernens^-einzükchxen, -das iMckie Besonderheit: unsrer rigeistigen »Juden uns der tGrüßstadtiu'Mer? den--SahbQtLv-pflaÄzeni:: m die tosende Melt -der Unruhe/nhier dienKeuschheit pflegen in Äer Welt' dM-Mode/nndüde^ Sinnen genuffes, hievr-über/die'! eMigM: Mehr.en>stnnen/ irvo- »die > Augenblicksgedankenu und»Tagesmeinungen Dingen-und herrschen,, däsuft die^lLeistung.großstädtischer iReligiösttät. tVochenrundschclu. 4== Jerusalemer Kongresse. Tagen christliche Missionare in Jerusalem, so weiß man von vornherein, daß die Judenfrage in den Verhandlungen die Hauptrolle spielen würde. Sind. jetzt in der heiligen Stadt die Araber zu einem Kongresse versammelt, so geht" es, wenn auch die Hauptfront hegen Eng-, land gerichtet ist, im Grunde nicht minder geg e n die'J u d e n. . Dör siebente Araberkongreß, an dem unten 210 Delegierten crpch 42 christliche Araber beteiligt ' sind,' wettert gegen London mit folgender Entschließung:. '/ ' ' , . „In einet einstimmigen Resolution hat der in Jerusalem tagende Araberkongreß,, auf dery alle arabischen Parteien, die Amber' mohammedänischet und' christlicher Konfession, vertreten sind, beschlossen; hiermit sein Recht auf Errichtung eines demokratisch-parlamentarischen Re-' gierun'gsspstems zu verlangen.;|Ss ist die Pflicht des Völkerbundes, "dafür zu sorgen,' "daß Palästina'nach zehn Jahren einer absolutistischen Kolonialverwaltung in UebereinstiMmüng imit: dem Völkerbundstatut und den Versprechungen, die die alliierten Mächte den Arabern gegeben haben, ein solches RegierulMfystem bewilligt erhälte. Palästina steht' auf" gleichem Fuße .Mit den arabischen 'Nachbärländern/ die sich" einer parlamentarischen-Regierung erfröuen. Das Volk-Palästinas, das die absolutistische Kolonialverwaltung nicht, länger dulden. will und kann, besteht'mit allem , Nachdruck jaus der Forderung, .’ daß eine' verfassunggebende Versammlung einberufen "werde, "die Lus' eigenem Recht'tagt,' um so die Errichtung einer demokratisch-parlamentarischen Regierung zu-gewährleisten." / . Hinterher aber wird gegen Ruthenberg und die Zionisten gepoltert, in einer Resolution, in der verlangt wird, daß die Ausbeutung der Kalischätze durch die Regierung erfolgen solle; uuteH^tzMK HiAm st An?dfe..st dÄ-vf e e in e Ko n z. e.sisü.0 n ch/w Z $ o-niste u'/o d er-z sto- :-n4stMche;M-r.g ani>satio ntzn>, g e g eb en wj.er-dHn. Dies wird in der Resolution» mtt der Behauptung begrstndet, d a? Schicksa!>dtz-r RuthenhMs-OstnAessioH^habej gezeigt-,/; daß/ Me; Zionisten -auch falle-. WZxffchufljichM Mnternehmungen zu politischen Zwecken/mißbrauchten.U >nn£-.-: ... iu. , Mlso MstM e g eW hie,»Regierung, dann f ü r die -Regierung, gegen, hie ziomstische-Orgamsation. ... And/M/LyndM; fmdeWn-sese Äststürme in einem - Teile >der großen--Presse -;eim -freundliches Echo. Der? „Daily, Expreß 1 * spricht angesichts-der Teilnahme christlicher-Araber an dem palästinensisch-arabischen Kongreß Don - einer „arabischen 'Einheitsfront gegen -Großbritanniens prozionistische Politik" und erklärt,.esffei töricht von den Engländern;-sten Eindruck bestehen zur lassen, daß man die Juden gegen die Moslemiten.stütze. Wir befürchten keine direkten Folgen von dem Kongresse und. seinen. Beschlüssen, aber bezeichnend für die Stimmung sind sie immerhin. Sowjerrusfischer AMsemMswus. st DM Mdskaüest';,Emeß"' üstd der ihm g'esinnungsverwandten Presse, sowie den hinter ihnen stehenden jüdisch-kommunistischen Jakobinern der neuenrussischen- Zeit sollte es doch sehr zu denken geben,-daß sie für eine Zeitlang in ihrem unversöhnlichen Mampfe gegen die jüdische -Religion, eine/Atempause emtreten lassen müssen, um .den Kamps nach einer anderen Front-zu verlegen, nach der -S eile de s Anti f em i t i s'm u s. Dieser hat nicht Cheder Und Jeschiwa, sondern die Juden insgesamt -und vornehmlich sie selber, die Männer von der kotnmunistischen Fakultät, zum Die Symptome häufen sich in unheimlicher Weise. An der K i e w e?r U n i v e r fit a t muß ein Professor der Mathematik gemaßregelt werden/; weil, er offen antisemitische Propaganda unter-der Studentenschaft betreibt (was hat .Mathematik-mit Judentum zu tun?). In der Gegend von - P o l t a -w a muß das Kreiskömitee der kommunistischen Partei ein großes Reinemachen unter det Beamtenschaft ' voxnehmen Und auch Parteimitglieder wegen antisemitischer Betätigung rJA M Ü’jf H ■ Probe-Hläsche gy.at.is. wirb-Von vielen^Zahnlirzten als beste Zahvvafta Vezeichnet7und sewst benutzt. Kleine.Tube 80 Pf BIQX - MU N D WASSER Fjaschtzj'i.SuntzS^Mk. l GegSnr lockere. Zähne. 'ausschließen. Eine Schul-Cooperatrv.e weigert sich, jüdische Lehrer anßustellen. Auf den Konferenzen- und Kongressen.per '.letzteren Zeit in Moskau, Kiew ^u-nd>Ldümgrckd füllte die BekämpsuW^desl/AnWMMsEsLtzustiiigukeU Teil die Tagesordnung^Üllsst'Det „Erneß", das führende Blatt der' jüdischen-Kommunisten, hat seit langem eine stehend^ Rubrik -für den A n t t - \ emitismus in d er Provinz und die schweren Leiden d e r j ü d i s ch e n Be - v ö l k e r u n g in der Atmosphäre des Haffes und des wirtschaftlichen Boykotts. Es dürften die einzigen Nachrichten ünd-Schild emngen/sein, mit denen der „Emeß" seinem Namen gerecht wird. Auch dieser Kampf wird, scheint uns, wie der 'Kampf, den die Jüdische Sektion schon zehn Jahre lang nach innen führt, vergebens sein. Die harte Notwendigkeit des Kampfes nach außen sollte aber die Herren belehren, welch verbreche-' risches Unterfangen es ist, die religiös erzogenen und eingestellten jüdischen Schichten in Stadt und Land um den Halt und den Trost der Religion zu bringen, ihnen die' einzige Ruheinsel mitten in der Brandung mit Edikten gegen religiöse Betätigung und mit Schulen des religiösen Umsturzes zu verschlammen und zu überschwemmen. Vielleicht wird-der Fingerzeig von außen und oben verstanden, vielleicht! ' Lin Wendepunkt in der Orgamsationsgeschichte der Ü ‘ ' -üj tUwhFi'-kS'.JfK - ' ''! ungarischen Iüdenhelt. Max Elb A. Q.v Dresden Zur staatlichen Anerkennung Üer autonomen ^garÜsMvn^bÄ'Htttüs" quö-GemÄndM' ' ' ' m Ängarn. Von Rabbiner PH. Fischer.»in Sarofpakak, Ungarn. .. ... : ,IVh * Unser im vorigen Abschnitt mitgeteilter Offener-Brief an die gesetze'streü gesinnten status quo- Rabbinen und Gemeinden machte wohl einen tiefen, nachhaltigen' Eindruck auf dieselben, wie dies z. d. Z. in der status quo-Preffe erschienenen Aeußerungen von namhaften rabbinischen und weltlichen Führern der erwähnten Richtung, wie auch direkt an den Schreiber dieser Zeilen gerichtete Briefe lebhaft'bezeugten, doch erwies sich der Resonanzboden im Kreise der status qüo- Gem'einden als zu schwach, um die im stillen Busen vieler der Besten unter ihren Rabbinern und Mitgliedern gehegten Wünsche zur lebendigen Tat äuSreisen zu lassen. Ganz , und gar wissenschaftlich e n Charakter hat die hebräische Ausgabe des bekannten apologetischen Werkes 'von Dr. 'David Hoffrn,ann /gegen Wellh a use n unter dem Titel fivsh- Ueber den Inhalt des Buches, das seiner Zeit als eine große jüdische Tat begrüßt wurde upd heute noch aktuell ist wie am ersten Tage, soll hier nichts weiter gesagt werden. Mitgeteilt sei nur, daß die hebräische Uebertragung von Elieser. Bari sch a'skr eine klare'und gute und der wissenschaftlichen Materie voll angepahte ist. ' Eine vortreffliche Biographie und Wertung der Persönlichkeit und Levensarbeit tzoffmanns an der.Spitze des Buches, ist besonders zu erwähnen. Erschienen ist das Werk im Verlage /Dato rti" in Jerusalem. Aus dem gleichen Verlage kommt ein Werk aus dem Nachlaß Arje Löb Frumkins unter dem Titel nnt-m Cs .ist der zweite Teil seines,, vor. Jahren erschienenen Büches der Biographien, der sich auf die Zeit bis zu 5630 erstreckt. Wir erfahren aus den oft etwas kurz upd trocken geratenen Notizen besonders viel Interessantes aus der Geschichte der, sefardischen Niederlassungen im heiligen Lande. , . n^Dncheißt' ein im gleichen Verlag/ zur selben Zeitin zweiter Auflage erschienenes Hebräisches Werk von Elieser R i w,l in. Geschichte und Legende greifenineinander :und machen das -Buch/zu^ einer, angenehmen Lektüre,' und dä in--fließendem -Hebräisch,- zu, einiemMtWi Uebungsbüche' für'.hebräisch lernende reifere Jugeffa-/,, Die palästrnenstsche..llterärische-Produktion ist weiter bereichert/dürch -'ein. Büch der Forschung' über -das' rrralte Thema der ,-,Zehn SHä'-Mme'"-: >Das Werk benennt sich?.i531'. hat Zewi K a s da j zum Verfasser' MS. ist./m 'Verlag „Je.schurnn^. fn . Palästma' erschienen. 'Käsoaj zekchnet/M, im Gegensätze'zu frützeven 'WÄke^'aH^hresem-- GWiete, dürch'M-en Millen zur wissenschaftlichen Objektivität aus. Das ist bei einem Thema,-an ,dem zwei Jahrtausende herümgedeutelt haben, nicht leicht. Ueber Hypothesen kommt auch Kasdaj nicht hinaus und die Ausschaltung der vielen Ueb-erlieferungen rnacht die Lektüre nicht kurzweiliger. Forschern bietet das Werk viel. Material, aus dem sie vielleicht'etwas machen könnten. ' In den lieblichen Gürten des Drusch führt Nesanel Hakohen F r i e d. mit seinem Werke. vm (erschienen im Verlage von Kahn u. Fried Munkacevo) ein. Sein erstes Werk unter dem gleichen Titel, eine Responsensammlung halachischen. Charakters, hat in der rabbinischen,. Welt große Beachtung gefunden. Diese Homilken, die ohne Abschweifungen klaren Aufbau zeigenwerden Freunden der rabbinischen Literatur eine willkommene Gabe sein. R e s p o n s e n zu rris und vt> über Fragen, die das tägliche..religiöse Leben berühren, aber auch tiefer in deyHchacht der führen, bieteiRabbi A. Z. Klein in seiyem canTia» (Horausgegeben vom Sohne des Aut'ür, Samuel Klein, bei Jomtow Prpmann Kohn in Tirnau). Synagoge und Gottesdienst, Sabbat- und Pesfachgesetze, Schechita und Bedikah und unzählige andere Themen sind zum Gegenstände eingehender Besprechung geryacht,. wobei alle einschlägigen. Quellen genau-gezeigt, geprüft-und verwertet werden. Köstliche llgadische Perlen reihen sich den.W Responsen an. ' Unter re l i g i o s praktisch en Gesichtspunkten wärmstens zu/empfehlen ist das Werk Es ist ein K.^zur Schulchan Aruch in jüdisch-deutscher Sprache und im handlicher Ausgabe,, freilich Mr. .ein.Auszug, der aber; drei nötigsten -Vorschriften W.. den Tag -enthält. Verfasser uyd'.ZusaMmenstellex' ist 'Abraham"W ra üd e-, Enkels hesKltzchwlWdeW. und-lerfchienen ist dätz.Duch bef. Hycch GftrÄnw.nlS ..iNjUeW; -Ungarn.^ 1 - Und zuletzt" eine Sammlung von Briefen, Schreiben und Gutachten berühmter Gaon i-M de rle tz t e n I a h r h u n d e r t e,'chetausgögeben van.Zewi Halevi Hürwitz, Rabbiner in Dresden (Verlag Kleimann, Warschau^ Nalewki 41); Wir finden in dieser Sammlungum nur einige zu nennen, Briefe vom Wilnaer . Gaon, Jonathan Eibenschitz, des Püe - Jehofchua,. Rabbi Mefchulem Tufchmenitz u. o. m. Es find heilige Urkunden/ die Lehre und Leben von ungefähr zwei Jahrhunderten widerfpiegeln. Manche Grundfragen der Halacha finden in diesen „Freundschaftsbriefen von Mann zu Mann" ihre Klärung. (Ausgemacht.) Bei Rabbi Eifel Charif, dem Slonimer Rabbi, hatten einmal zwei Parteien eine größere Summe deponiert auf Grund eines gemeinsamen Geschäftes. Rach einigen Tagen erscheint bei ihm einer der Teilhaber und fleht den Rabbi an, er möchte doch, da er dringend seinen-Wechsel zu zahlen habe, ihm von dem deponierten Gelde für einen Tag 2000 Rubel herausgeben. Da Rabbi Eifele eisiges Schweigen bewahrt, fühlt sich der andere verletzt und sagt: „Ihr traut mir nicht, Rabbi, mir, der ich das größte Vertrauen in der ganzen .Geschäftswelt besitze.. Alle Welt weiß, daß mein Wort ein Wort ist." / „Es ist nicht das", sagte der Rabbi, „allein, euer Teilhaber ist euch zuvor gekommen, er-war gestern bei mir-und bat mich;um Herausgabe von-3000 Rubel." ' .„Und ihr habt, ihmgegeben?" ereiferte sich der Kaufmann. „Wo. dürftet ihr das? War doch fest ausgemacht, daß - wir lleide zusammen das Geld erheben'müssen!"!'„Natürlich!; warmes-' ausgemacht,": sagte der 'Rabbi,;,und -ich hahe, ihm darum-das-Geld auch n l ch tg-e g eben.". /.fl " -v ".;* -• ■ ‘ Damit ging auch der Andere.

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