Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 69 (1928)
- Issue
- Heft 20 (17.5.1928)
- Date
- 1928-05-17
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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Sette 2 -k. 11 Der Israelit Blatter 27. Mai 1928 Und schließlich obliegt minn pp als Drittes die Aufgabe, die dem nva bw pn n'a zugeteilt ist: d i e Verantwortung für die materielle Sicherung der Thora. Eine schwere, schwere Aufgabe, da die Not so groß und vielgestaltet ist, die Ansprüche demgemäß von Tag zu Tag wachsen — und die Quellen der Hilfe so spärlich fließen. Sollen wir wieder Einzelbilder bringen? Es wird genügen, wenn wir erklären, daß an vielen, vielen Orten die unter a'o: gegebene Thora sich nur unter cpö:i erhält. Daß der minn pp - wir reden vom deutchen — die großen Hoffnungen, die die östlichen Thoraländer in ihn setzten, zwar nicht erfüllen konnte, daß er aber dennoch im Rahmen des Möglichen hier in Deutschland für ai'p und pim getan hat und tut; dessen sind Zeugen seine zum Teil wirklich blühenden T a l - mudThoras,die Bezirke, die durch seine Mittel mit ihre Aufgaben hingebungsvoll erfüllenden Lehrern versorgt werden, zahlreiche E i nz e l n e, denen er Jeschiwahlernen und Ausbildung für ein iznpn nax'pa ermöglichte, und Anstalten, die er subventionierte, — soweit er es vermochte. IV. Soweit er es vermochte! Das ist ein Bekenntnis, aber zugleich eine Bitte! Sollen die Klagen verstummen, daß der deutsche minn pp für deutsche Zwecke, für die er den weitaus größten Teil seiner Einnahmen verwendet, nicht genug leiste, daß er seiner dreifachen Pflicht, besonders aber der letzterwähnten, nicht so Nachkomme, wie die es wünschen, die vom minn pp fördern, w i e vor allem a b e r, e r selbst es möchte, dann muß auch jeder Einzelne den Ruf des minn pp als den Notruf vernehmen, der an ihn persönlich ergeht: Setze den »minn pp instand, so zu leisten, wie du es wünschest, wie er es selber wünscht. Sichere dir Gottes Segen, indem du gibst und immer wieder gibst, nach Maßgabe deines Könnens — und darüber hinaus. Willst du ein Frommer fein, gibundsorg',daß andere geben. Stelle dein Vermögen und deine Fähigkeiten in den Dienst des minn pp» du erhöhst dich, indem du ihn groß und leistungsstark machst. Du und der nmnn pp — der minn -np und du, — das soll e i n! großer starker Wille fein: zu arbeiten nnnn n p t n n b- Und d i e msnaB» -Aktion 5688 — laß sie ein Zeugnis dieses deines Willens sein. W. S. I. Der deutsche Keren Hatorah hat vom Tage seiner Konstituierung — 21. Mai 1924 — bis zum 31. März 1928 Mk. 294.000. aufgebracht. Hiervon wurden Mk. 2 4 9.0 0 0.— den thorafördernden Zw ecken des Keren Hatorah zugeführt, während Verwaltungsspesen — einschließlich sämtlicher Auslagen der ersten Organisierungsarbeit, der Hamburger Keren Hatorah-Konferenz, der Sonderaktionen, der Reisen, Propaganda usw. Mk. 45.000. also ca. 15,4 Prozent der Einnahmen betrugen. «Würde es in der Schrift von der Thora heißen: Ein Baum des Lebens ist sie denen, die sich in ihr mühen, so hätte Israel keinen Bestand, darum heißt es: Ein Baum des Lebens ist sie denen, diesiefördern." na trp'tn»1? x^n a«n py Darum kommt und fördert und leistet Zahlungen anläßlich der niyiav-Aktion des,mmn pp 5688 an die örtlichen Keren Hatorah - Kommis f a r i a t e oder direkt per Bank: an Dresdner Bank in Hamburg für Oberrabbmer Dr. S.-Spitzer; per Postscheck: an Postscheckkonto Hamburg 24 753 für Landesdirektorium des „Keren Hatorah" in Deutschland. Postscheck-Konten: Landesdirektorium des Keren Hatorah in Deutschland Hamburg Nr. 24 753 (P. Sch. Ä. Hamburg). Keren Hatorah-Kommissariat Frankfurt a. M. Nr. 41 666 (P. Sch. A. Frankfurt a. M. Keren Hatorah - Kommissariat Nürnberg Nr. 18 440 (P. Sch. A. Nürnberg). Keren Hatorah-Kommissariat Köln Nr. 50 131 (P. Sch. A. Köln). Keren Hatorah-Kommissariat Leipzig Nr. 70 147 (P. Sch. A. Leipzig). Keren Hatorah-Kommissariat Berlin, P. Sch. A. Berlin Nr. 73 991 C. Salomon. Keren Hatorah-Kommissariat Breslau, P. Sch. A. Breslau Nr. 60 510 für Iwan Möller. Keren Hatorah-Kommissariat Hamburg, P. Sch. A. Nr. 40 953 für Dr. Julius Baer. Keren Hatorah-Kommissariat Karlsruhe Markus Stern Bankkonto Ignaz Ellern. Aufruf der Agudas Iisroel-Jugendorganifalion in Jerusalem betr. Büchersammlung für die von ihr gegründete Zentral-Bibliothek in Jerusalem. ma -x'^amn a^ii' p",Tys tonv» mix ’Tjrx nmnan nxnp uv' nana n^rnn n'jann nx amV am utm ."ö'aanV nyi ma* ntb «jynoam "v'isv nxix ma* X’XinV maaV nb naw nrrmonn nvin ava msr nt?x m&b pa:jV a’xma i:x -Vyia^ nrn n^yin p’ynn nx aya aa*? nxa: ia iw« m manaaa a'np*» wnan aa'bx -nr ajwn p'^y noia napna irnnaa x\n na nnry.n nx X'La' nvx na^a" "a'isan urix ma* iMob da "'.t iDxi Q^iTa minn -nai^ nximn aa VanV' p".n'y b^wit mxsn^i m-nnn ninn'nV mty nn'ai »minn naiV Va iranm iaiy 'mm ranaV B'Vsaa *ux myx a'aan^> nsn n*a ^yaan nx nan maa niansa mnaai inuan nx nvxi ^yis^ ix-Lin^ nya ia tan1? a* a'vxw lax -a^am n^xa n"'X aa1? moaa nra mn^ nnnnn nnson bz nx anson nxix n'aa nyir» maa lV'xnV ux a’ipa nrai nyjn bv uixas nx •b'n nirai ,rrsa 'iss bv antn v,y «ptyna;a’:axj auan aaV a'xnip iax nxr ^a mmrsr^ dd79 nx un rvmna:} ammis iDnrwn I^D^ÖDH 722*IK iva,/ nnan rpn bx uram ansoi tpa 71127) isdk Ta t nasrm it iimynnb uyn -o m a'ipa niaa^i nxsb 'vpw »nrn pman Vysan nx a'pnb unx n'rnnn nnn’n^i pwn’yV , n^nann an maaa bxnV' nmxx ’n’ys mmnon tana -Tn a^ffiT p^rya Vxniy pnxa Eingehende Bücher werden von der Palästina- Zentrale der Agudas Jisroel, Frankfurt a. M., Schwanenttrake 12, weiter geleitet. »Wachet auf, ihr Trunkenen und weinet!" Der berauschenden Wirkung politischer Schlagworte haben wir es zu verdanken, wenn uns jüdische Selbstverständlichkeiten zu jüdischen Problemen geworden find. Was ist so selbstverständlich wie die Forderung, daß eine jüdische Kehilla auf dem Boden der Thora stehen muß, daß sie den grundsätzlichen Abfall von der Thora nicht anerkennen und fördern darf, und daß im Augenblick, wo sie den Boden religiöser Eindeutigkeit verläßt und zur allumfassenden, alles verstehenden und alles verzeihenden Pflege orthodoxer, liberaler, zionistischer Belange übergeht^ für jeden gesetzestreuen Juden die Lossagung von ihr zu einem moralischen Gebot primitivster Selbstachtung erwächst? Das politische Schlagwort von der Einheit des Judentums, die vom „Austtittsgedanten" sträflich zertrümmert werde^ hat diese Selbstverständlichkeit in ein Problem verwandelt. Ein Zertrümmerer der Einheit war der Chasam Sofer, der schon vor 110 Jahren die völlige Scheidung von Orthodoxie und Reform zu einem Postulat religiöser Ehrlichkeit erhob; Zretrümmerer der Einheit waren Rabbiner Hirsch und seine 400 Rabbinen, die schon vor 50^ Jahren die gemeindliche Trennung vom orthodoxen und nicht orthodoxen Judentum als den einzigen von Jffur freien Weg erklärten; als Zertrümmerer der Einheit werden heute in der jüdischen Welt die vielen Tausende gesetzestreuer Juden verschrieen, die auf dem heiligen Boden von Erez Jisrael, getragen von der flammenden Ueberzeugüng: B'xna irx mrai m’sa bv panni? pnxa nwa nn mnn ay „daß der Geist der Leugnung der Thora und des Abfalls von der Thora sich nie und nimmer mit dem Willen der Heranbildung eines wahrhaft jüdischen Geschlechts im Lande verträgt", der palästinensischen Gemeinschaft der Thorafeinde, Waad Leumi genannt, den Rücken kehren. Groß ist die Zahl der Nüchternen im heiligen Lande, die nicht trunken sind vom Rauschttank des politischen Schlagwortes. Sie müssen sich ihrer Haut wehren. Mit einer an dem Zorn der Propheten gemahnenden Wucht des Wortes begehren sie auf, wenn ihre Gegner es wagen, sie^ die doch nur unmn^ irmain ’i^>a *pna durchglüht von den Pflichten, die sie ihrer Thora schulden, die Unabhängigkeit und Selbständigkeit ihrer Thora erstreben, vor den Augen der Regierung und aller Welt mit dem Schmähwort tits) zu brandmarken und als mutwillige Zerstörer des Einheitsjudentums bloßzustellen. Wir — Zerstörer des Judentums? Wir — die Zertrümmerer seiner Einheit? Wachet auf, ihr Trunkenen! -an B'inana Jene sind's, die sich ttennen. a.Tax*? ^xnir" pa »a^a^ maxn pa a-msan annx a'ympn n*?x -inay^ m a$^ nwn pn -a'atyaty a’^nan -nxiii nrniaxa aann^ ^xnry ay natyj ay iinixi i annsnan an an mpn ba nxi nat?n nx ■pnxa *mx 'ia bxniy by anauyn »a'nnxnan iwn •nn xn'mxi ^xnv' ^y a'nauyn „Jene sind's, die eine Kluft aufgeriffen haben zwischen Vätern und Söhnen, zwischen Israel und seinem Vater im Himmel, zwischen der Gegenwart dieses Volkes und seiner Vergangenheit. Jene sind's, die mit furchtbarer Grausamkeit die Seele des jüdischen Volkes in Stücke zerrissen. Jene, die den Sabbat entweihen>und alles, was uns heilig ist, sie sind's, die sichtrennenl W i r aber sind's, welche die Einheit erstreben. Wir sind die Wächter, diedawachen, daß Israel, dieses unvergleichliche Volk auf Erden, feine Einheit und Verbundenheit mit Israels Thor'a nicht verliere!" Es ist keine Uebertteibung, sondern buchstäblichwahr, daß die Gegner unserer Gesinnungsgenossen in Erez Jisrael, die auch unsere Gegner und des gesamten gesetzestreuen Judentums sind, mit einer kaltherzigen Grausamkeit, die an den Zynismus eines Jerobeams erinnert, die Seele des jüdischen Volkes in tausend Stücke zerreißen. Während bei uns zahlreiche jüdische Menschen, die in ihrer persönlichen Lebensanschauung und Lebensführung dem orthodoxen Judentum angehören, trunken von den Phrasen der Einheit, des Friedens und der Liebe, alles jüdische Heil, ja, eine förmliche Renaissance des Judentums von einer liebevollen Duldung, auch des unduldbarsten