Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 69 (1928)
- Issue
- Heft 15 (13.4.1928)
- Date
- 1928-04-13
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Nr. lo Der Israelit weißrussischen Regierung mit dem Ersuchen übermittelt, die in ihr ausgesprochene Forderung zu, verwirklichen. Jüdische landwirtschaftliche Kolonisation, so heißt es in dieser Resolution, ist von sehr großer Wichtigkeit - und muß in Weißrußland ungeachtet' des Bodenmangels in diesem Lande in erweitertem Maße gefordert werden. Die Zahl der jüdischen Kaufleute in Weißrußland hat sich stark vermindert, 30 Prozent der Juden in den Kleinstädten sind Arbeiter geworden. Die Juden bilden in Weißrußland 8 Prozent der 5 Millionen Seelen zählenden Bevölkerung der weißrussischen Republik und haben dementsprechend ein Recht aus eine entsprechende Zuteilung von Boden. Schilling'auch für Nichtmoslemiten zugänglich sein. Der Präsident des moslemitischen Obersten Rates hat soeben einen diesbezüglichen Beschluß öffentlich bekanntgegeben. ' . - . , Eine vor einigen Monaten verbreitet.gewesene Meldung'von der Aufhebung des Besuchsverbots für Nichtmoslemiten ist vom moslemitischen Obersten Rat dementiert worden. . „ ' (I. T. A.) Personalien. Wilhelm Groß y'XT* Der Rayon Biro-Bidschan für jüdische Kolonisation. Moskau, 24. März. Das Zentralexekutivkomitee der Sowjetunion hat in einer heute unter dem Vorsitz des Präsidenten der Sowjetunion, Kalium, abgehaltenen Sitzung endgültig beschlossen, dem von der offiziellen Gesellschaft für jüdische Kolonisation und Industrialisierung „Comzet" unterbreiteten Plan einer jüdischen Massenkolonisation mit der Aussicht auf Autonomie im Rayon Biro-Bidschan im Fernen Osten zuzustimmen. Der Sitzung wohnten u. a. auch der Vizepräsident der Sowjetunion und Leiter des „Comzet" Smidowitsch, der Führer der jüdisch-kommunistischen Sektionen Mereschin, der Agronom Professor Bruk, der an der Spitze einer Regierungskommission die Verhältnisse in Biro-Bidschan erforscht hat, u. o. a. bei. Palästina. Abnahme der Arbeitslosigkeit. Jerusalem, 15. März. In dem Memorandum, das die jüdische Arbeiterabordnung am 14. März dem Oberkommissar Lord Plumer übergeben hat, wird bemerkt, daß heute in, allen palästinensischen Städten nur 2700 arbeitslose jüdische Arbeiter existieren, davon 1400 in Tel Aviv, 800 in Haifa und Umgegend, 500 in Jerusalem. Im März 1927 zählte man in diesen Städten 7000 arbeitslose Juden. 1200 Arbeitslose wurden von der sich ausgestaltenden jüdischen Industrie (Ruthenbergs Elektrizitätswerk am Jordan, die Seifenfabrik Schemen in Haifa, Textilindustrie in Tel Aviv) absorbiert, 500 Arbeitslose fanden Beschäftigung in den sich entwickelnden Handwerks- Jaffa. 29. Adar. Wilhelm Groß ist im 72, Lebensjahre verschieden. Der Name Wilhelm Groß bedeutet ein Programm. Dieses Programm lautet: wirtschaftlicher Aufbau, des jüdischen Palästina. Seit vierzig Jahren , hatte dieser begabte, ideenreiche Mann seine ganze Kraft dieser Aufgabe geweiht. Seit vierzig Jahren kannte er nur ein Streben, nur eine Freude, nur einen Stolz, die jüdischen Exiftenzmöglichkeiten 'in Palästina zu fördern. Für sich persönlich wollte Wilhelm Groß nicht den materiellen Erfolg/ Söine Bedürfnislosigkeit brauchte wenig. Eine neue Erwerbsquelle wieder geschaffen, neue jüdische Existenzen wieder gegründet zu haben, nur darum, nur um den Aufbau des jüdischen Palästina war es ihm zu tun. Eine Reihe der angesehensten Geschäftshäuser im Lande -ist durch seine Schule gegangen. Eine große Anzahl jüdischer Existenzen verdankt seinem selbstlosen Rat und seiner selbstlosen tätigen Hilfe ihr Bestehen. Traf man Wilhelm Groß, den schon vor etwa 40 Jahren ein unheilbares Leiden der Gattin, einer Tochter des Wiener Schiffschulrabbiners, Rabbi Salmon Spitzer f. A., zu einem einsamen Menschen machte, nicht in seinem Büro, das ihm auch. Schlafstätte war, dann war er sicher unterwegs im Interesse irgend eines Projektes, dessen Nutznießung meist andere haben sollten. Wilhelm Groß leistete die Arbeit einer ganzen Organisation mit ihrem Beamtenstab. Ständig war sein Denken auf neue Unternehmungen gerichtet. In die Geschichte des neuen Wiedererstehens eines jüdischen Palästina hat er sich unauslöschlich eingeschrieben. Wie sehr er die Verehrung weiter Kreise, besonders der Geschäftswelt, genoß, bewies die für hiesigen Verhältnisse ungewöhnlich würdige und große Bestattung. In zahlreichen Reden wurde das Bild dieses Pioniers, dieses Vaters des neuen Palästina, gezeichnet. Die Firma Wilhelm Groß wird weiter erhalten werden, und so wird auch der Name dieses Mannes, der keine Kinder hinterließ, aus dem alltäglichen Leben des jüdischen Palästina nicht verschwinden. Wegen des durch die Feiertage bedingten kleinen Umfanges dieser Nummer mutzte die Romanseite wegbleiben. stätten, 725 Arbeiter wurden von Histadruth in den privaten Kolonien untergebracht, 900 Arbeitslose fanden bei öffentlichen Arbeiten der Regierung Beschäftigung, etwa 500 Arbeiter wandorten aus. (I. T. A.) Die höhle „2Nachpela" vom 25. TNärz an allgemein zugänglich. Jerusalem, 20. März. Die Höhle „Machpela", der Begräbnisplatz der jüdifchen Erzväter und Erzmütter, wird vom 25. März d. I. an gegen die Entrichtung einer Geführ von fünf Wochenkalender. v. bis 14. - 21. April 1928. / v. 24. Nissan bis 1. Ijar 5888. cnnn paiaa rr pn Samstag 14 fV'L 24 Mauled: Freitag morgens Sonntag 15 25 3 Uhr 23 Min. 28 Sekunden Montag 16 26 Dienstag 17 27 Mittwoch N 18 28 Donnerstag 19 29 Freitag 20 30 eS vw 'x Samstag 21 1 r r Pv P\ mn m~n '2 '2 ps 13. April 1828 E» ist ausschließlich Sache der Leser, die' im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben, religionsgefetzlichen Charakters aufihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Erauenssacfie ifi uic vvam cmcd ci/iivia/jig Hautpflegemittels. (xtmpajß^ dem täglichen Wafchwaffer zugefetzt erfrifcht, reinigt, klärt und befähigt die Haut aus eigener Krdft gefund und fchön zu fein. Heinrich Mack Nachf., Ulm a. D. Annoncen-Büro Julius Schmidt Frankfurt a. M.f Langesfr. 7 Telefon Hansa 4641 Postscheck-Konto Frankfurt am Main 142 353 Einzige Inseraten-Annahme für Frankfurter Geschäftsiifserate des mISRAE lit“ Ausserdem Annahme von Inseraten für sämtliche hiesige und auswärtige Tageszeitungen, Wochenu. Fachblätter zu Originalpreisen S abbat-llnfang u. Ausgang Ort Anfang Datum Ausgang Uhr Min. Uhr lMin. Frankfurt a. M. . 6 40 14. 8 05 Berlin. 6 55 April 7 44 München .... 6 45 1928 7 42 Köln. 6 50 24 8 10 Stuttgart.... 7 00 Nissan 8 00 Breslau .... 6 55 rrsnfi 7 28 Nürnberg.... 6 45 7 50 Hamburg.... 7 05! 8 14 Würzburg . . . 7 00 8 00 GRÜNEBURG APOTHEKE Grüneburgweg 5 Telefon Hansa 1218 Sämtliche Verbandstoffe und Utensilien zur Krankenpflege Urinuntersuchungen Auf Wunsch werden die Rezepte in der Wohnung abgeholt und durch eigenen Radfahrerdienst wieder zugestellt. Rard> wirkend — Jahrzehnte bewährt — ■KeTri-Herzklopfen — Keine Magenberdiwerden .^OV4V/i( RjQXTC mroi:ia:«iT itrovanille A» IH APOTHEKEN HBH Lehrerstöchter 23 jährig; perfest in Küche und Haushalt, sucht Stelle als Stütze in streng frommer Familie Frankfurt bevorzugt. Off. unter 26941 an die Erped. Perfekte für Süddeutsche Wetngroßfür Süddeutsche Wetngroßhandlung zum sofortigen Eintritt gesucht. Samstag und Feiertage geschloffen. Angeb. unt. 26943 a. die Erp. in kl. streng rituell. 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ZS Patent-ftasiercreme - Fabrik Die Gemeinden d.Rabbinats Burgpreppach beabsichtigen mit Zustimmung des Verbandes Bayerischer Israel, Genroinde« die sreigervordene Rabbinerstelle wieder zu besetzen. Die Anstellung erfolgt zunächst mit provisorischem Charakter. Es besteht die Möglichkeit, daß ein Teil der Gebäude des Talmud Thora Vereins zu einer Altersversorgungsanstalt Verwendung findet. Ob die Errichtung der Schule in naher Zukunft möglich fein wird, entzieht sich vorläufig der Beurteilung. Die Besoldung erfolgt nach Gruppe X der btsh. Bef.-Ordn. mit überltg. in die entspr. Gruppe d. neuen Bes.-Ordn. Rabbiner streng konserv. Dichtung wervl gebeten; ihre Bewerbung beim Rabbinats-Distrikts-Ausschutz in. Burgpreppach z. Händ. d. Unterzeichneten etnzuretchen. Burgpreppach, den 2. April 1928 Der Rabbinats-Distr.-Ausschutz i. A. Abraham Adler