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Der Israelit · 1928-02-16 · Heft 7 (16.2.1928) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
69 (1928)
Issue
Heft 7 (16.2.1928)
Date
1928-02-16
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Iß FMrrqr MT D e r' 3iiHl.l t Nr. 7 Seite 3 ~ ~ " s 2; Crtzäküti tf£# ei Wev " ” 7"r- Die-bestehende^ MrHSstngsheWe Wigern sich — tstoßdem ffe -&ft yoxi jüdischest Seite gtoße Huwendsingxy e^rhasien— UbieisilNgey Ar rstuesi lebxsiöe Wx^UWif eMuriHsten.* ' Me HiMs kö.mmen wegen' her zu hohen Pxeife für W DuMAniMan^estellten sticht iy' Frage, Qis* M AW WW' BMe/ 7' '' " T- Uechtßb er atung unh -SHutz. Der gefetzeHrexle AngestMe ist in der Regel nicht organisiert öder wägt rnit RüWM auf die kleine Zahl dex Schabhos freien Stellen sich nicht gegen chrn gefchehestO Unrecht (z. B'.' UntertarP zcchlPW) zürvsttzren: hier Eingriff einer Rechtsberatung und'des Rechtsschutzes eben notwetzhig. c) B e r t r e t u n g d e r B n t e r effe n / hei S ä 'b b athä lt en d en. '' gefetzesstreuen' Aüdenheit düstch oie WsttralorstänMüön chHrAMhmen. e r - - f) H r h x Ug a n d a f ü r d i e Sa b b a t i d e e. Ist WM und Mchri'ft hie Gabbatidee propagiere^, Hi wichtiger hestn je. ' Festsetzung von bestimmtey Tagen im Jühxe, an dWen in allen SyNMM Uber hre. HexsiMa deF -SMM-äeprMt Sethe. MrfMntz vott MMM (S. H. HirW, Merfeld usw.) durch Gemeinden unh PeHstle. - --- Min großer Plan! Er kann nur gelingen, wenn .Whlich aste Zniexessiertey sich zusamrnenschliesien M g^einfaMM Hasthehn. I. S. Wochenrundschau. Amerikanische BekennlMe. Ein an sich belangloses . Vorkommnis in Amerika führt zu weiteren Reflexionen in der amerikanisch-jüdischen Presse und wirkt auf das schlummernde jüdische Gewissen im Lande des Dollar ein wenig aufwühlend. Die Sache ist auch für uns in Europa,. und nicht zuletzt in Deutschland von einigem Interesse. Von einem jüdischen Bankier, dessen Judentum bisher nur im Namen Kahn bestand, berichtete ein amerikanisches Blatt, daß er aus dem Judentum. ausgetreten sei und sich einer der christlichen Kirchen angeschlossen hätte. Einer von Vielen,^.fagte man, und dachte über den Kasus nicht Zweiter nach. Aber Herr Kahn ließ es nicht daher bew enden. Ex dementierte, ja v e r ch^stt t t sich gegen eine solche Ausstreuung uM fügse Herst 'HsttMi etwa folgende beschau-- „Religio'fe ÜebÜng in der Praxis muß ihre —;l ist derKi'nd h e i t haben. Wir fehlte Wurdest Meine / Estern hielten die Bor- MopsMünst 'im 'praktischen Sinne." MhäM H ü bst i k fsirmt' in feinem hMt" - üpstHeM Hortest eiste MNage gegen das ayrerikastWe JsthMwn. „Ms' gM' stur ' ei st ÄuhenMM, %s ift He? tzas Füdenfuin der prakkiMest' Mesiäwnsühusig, :"**„Ein stuter Jutze", Uggk nWA ,M Wealsiche", fügt wlernst ein „JüH stötz prsiMMr Tat", damit ist all es iststsähunst stiH.chrhielten, rosit ist her einfhchA^n Hörfe das Hrobhestl des Jstdentujns Mf. W Men 'MhM Wstrerf' /-UUetzkM h e w u ß't e UeMrstlfstststn^^ praktischen Tesetz Me MtuygHrch AefylgOM versirsten. Jühstr Juden eren emem nnen <y*m UW nM erst Autze sein. Mit her 5o|rra her Platonlschen Verehrung Wh Liehe für das' Jstdesttstm stoßt mäh Heist Fasse den Posten allst sind stller Inhalt ist yerloren. Allsts, was ein solcher Jude noch für das Judentum tstn kann, '— wenn nicht jeder Funke von Pietät m im erloschen ist—, ist stgß e r n i cht z u m Echrfstentum übergeht." Ejn Bekenntnis und eine Anklage. Wer hört diese in Amerika, wo. man in den der Hast des Taegs spärlich abgerungenen Minuten sich in Kirchen an Worten von Peformrabbis und umgekehrt in jüdischen Tempeln an Predigten von Geistlichen anderer Konfessionen erbauen kann. Besondere Aktualität gewinnt diese Ausemandersetzung in Amerika angesichts der dieser Tage in Newyork tagenden ,,Union der jüdsichamerikanischen Kongregationen". Mit großer Genugtuung verzeichnete man in den Berichten und Referaten die angebliche Abkehr der jungen Generation von der Orthodoxie und deren Anschluß an den Liberalismus. Wird ihnen die neue Lehre des Liberalismus wenigstens so viel/ geben/ daß sie, wie Bankier Osto Whn, dje Zunustüng, auf dem Judentum ausgetreten zu sein, als eine Beleidigung an- Hp. FechmsiM Und dex PolPsche Misrachi. Wir haben-vor kurzem an dieser Stelle das Interview gehracht, das der Londoner „I e w i s h Eh r o n i c'fe^ 'im .Rarsten hes polnischen Wisrachi-Mhrers, DB. F e l d m ‘ajt st veröffentlilHie. Während die Wedexgabe der ganz 1^^e.r^^ür=: dchen religHsen Ansilhken Dr. Feldchanns in dem e'.N g l i s ch ^n Hatte' offestbstr ^'von'' ihm und sechen Pa'rkeigenW.n vöM'unwidersstroWnhlieh, hat den Ad im Sir a? iW-fofjort einen Widerhall gefustdeN. Düs ist hwnr immerhin äuffgMst^^ fvst' sinh aher nicht chnhern,' hie' Er- WMichng hes Herxn Dr. F/elhmsnn, hie rn einem Schreiben an Herrn Pröf. Dr. A. F r ä n - k e l in WärbuH Mdergelegt ist, hier ich Wvrt- „Im ZufMmnenhLMig miit Jhvem goehriM Schreiben an mrstrisn HLrM Fa-rbftein^ Hochvx ich nchh, §Knen>'Folgendes zu erMren: Es W chst schon sonst mWetlM worden, dob in meinem Kamen ist -einer erWischön ZANrng Ärmchten v^röffenÄrchi wUrdch, M in''.krassem Widersprüch^ 'zur misrüchistischen WsstönschauUng u»chspeziell zu'mMen oigenen steberzeugungen ftekM. ^uKeistem soll sich dort attch' eine' mchersinstige WWUustg''findon, haß Ae fM „Volkisten" in Polell' sich öft-Äerk' MiSMchi'anWieHn, was jedem der. hierlimdischm ^mdlHost'Äs barerÄnsinn erscheinen muß, da -ja- Ne hiesig«en '/,Volkisten" p r o g rü mma kif ch das Eliminieren der Wischen Relligion aus hem jüdischen Lohen anstrchen. Es 'durfte Ihnen bekannt f>M,' daß sich ein VolkisstnführÄ in einem'Falle; öffentlich degen -Kaschvut «üsgfesprochon hat. Niemand wird' mir solche Unkenntnis der hiesigen Parteiverhältnisse zumutei- Ich weiß in diesem Moment nicht genau, was dort -in meinem Namen gesagt wurde. Ich habe lediglich in einem Gespiäch Mt eWm jüstffch-enstlischeN Korrespondenten,'der sich bei mii 'M-er die Tätigkeit des Misrachi in Polen informierte, gejagt, daß wir die volle alls e i t i g e Aufhebung -des jüdischen Volkes h-echeiwünfchen und anstreben und daß ein allseitiges nationales Leben beg-risilich auch die Beschäftigung der Jugend — außer dem ernsten Studium der Thora, des Talmuds und des Schulchan Aruch — mit weltlicher Bildung und mit praktischen Fächern bedingt und voraussetzt, da sonst msbes-ondere keine Besiedlung Palästinas mit religiösen Elementen denkbar wäre/ Auch sonst halte ich es für ein allgemekn menschliches und mit den Gesetzen der Thora vollkommen übereinstimmendes Postulat, daß die religiöse Jugend auch in weltlichen Dingen und in weltlichem Wissen niemand nachstehen darf, und ich betonte dies als Gegensatz zur Aguda in Polen, welche in den Jeschiwoth jedes weltliche Wissen perhorvesziert und auch in den Talmud Thora-Schulen das weltliche Wißen so behandelt, nv 1x22 -£*0 Wenn also in meinem Namen gesagt raube, d a ß der Misrachi in religiösen Dingen etwa auf Kompromisse gehen Eine Bemerkung zur Sidrah. bezieht die Worte rrin 1202 »2 im II. Buch Mos. Kap. 21, Vers 2L einmal auf nrr nd' '21 112p, um zu beweisen, daß unter 12^ stur '2U22 '72v zu verstehen sei, und zum ändern aus den Anfang des Verses 21, daß die hier ausgesprochene Milderung nicht gilt. inbNV im* r*n, wenn ein anderer den Sklaven geschlagen hat. »»vi steht also in Hin 1505 keine Motivierung zu demBorherstehenden. S. M Hirsch W'T bemerkt zu unserer Stelle: „das Motiv zu dieser Milderung kann nicht in >inem etwa tiefer stehenden Menschencharakter des Leibeigenen liegen". M. E. darf man nicht überfetzen: „denn sein Eigentum ist er", sondern ich mochte Vers 21 his '2 als eine Paränthese auffassen und »2 mit „obwohl" übersetzen. Demnach würde die Uebersetzung läuten:, Ävenn jemand seinen Knecht oder seine Magd mit dem Stöcke schlägt, und er stirbt unter seiner Hand, soll er gerächt werden — erholt er sich jedoch einen Tay öder zwei Tage, soll er nicht gerächt werden —, obwohl er fein Eigentum ist. Durch diese Uebersetzung glaube ich die Schwierigtzeit des uin 15.02 '2 behobest Und die menschenfreundliche Hestnäung dieses Thoragesetzes ins richtjge Licht' gerückt zu haben. I. W. Uleines Feuilleton. Rabbi Ehakim Picard Vst* Zu feinem 25. Todestage am 26. Schewat. Randegg, ein bescheidenes Dorf im Soekveis des badlslhen Oberlandes, gehört feit einem. Jahrhundert zu den jüdlfchen Gemeinden,' die trotz kleiner Seelenzahl das Privilegium «ines Rabbinats sich gewahrt haben. Die Nachwirkungen ' des unseligen Weltkrieg-es, vor allem die Schrecken der Inflation, haben es einstweilen leider unmöglich gemacht, den verwaisten Rabbinatsstuhl wieder zu besetzen, wenn auch anerkannt werden muß, daß das neuerrichtete, mit schönem Erfolg tätige Rabbinat in Gailingen auch in Randegg jüdisches Leben wieder neu erblühen läßt. Die Saat ist freilich schon seit lange ausgestreüt worden, denn noch heute ist die Persönlichkeit dessen uns gegenwärtig, der von 25 Jahren zum Leidwesen aller, die ihn kannten und schätzten, die Augen schlossen hat; die Augen, die so hell, lieb und feurig strahlten, wie das Thoralicht feiner großen Seele. Wer -es Segens teilhaftig geworden ist, Unterricht und Beispiel-von Rabbi Eljakim Picard zu genießen, her wird nicht im Handumdrehen seinen Schabbos preisgeben. er fei draußen m her v-erführerischen Großstadt oder im Mltentrückten Mehäfte, Meräls-irägt er dsts/Mlid dieses Motzest in Israel im Herzen und wie Josef in Erinntzrustg cin den Bater rvirh er im Mmpf mit der Sünde hen° Si^'davon tragen.' ' ' , ' In Mndegg selbst, dem still-friedlichen Dorf, erblickte E/jäktm i Uicäkh.. das Hcht her TMi - Fromme, gute f ltern erWsttest stühzemg sein hohes Htr-ehen, die reine iebe züt Thora, und als zarten Knaben schon finden wir ihn bei einem Manne, der ihm die Augen öffnet für die Größe der göttlichen Lehre. In Müllheim (Baden), damals noch eine Stätte. eifrigen Thorastudiums, erteilt Rabbi Schelomo Röthschild “st dem für das Gute empfänglichen Knaben den ersten Talmudunterricht. Wie ist er beglückt, als ihm die Eltern zum Geburstagsgruß den More Rebuchim senden. In einer Randbemerkung des Buches würdigt er rührend die hohe Gabe der Eltern und erfleht für sie den Segen Gottes, weil sie dem Drängen , seines Herzens, Thora lerm-en zu dürfen, so lieb und verständnisvoll entgegengekommen. Der Knabe reift in Müllheim zum jungen Manne heran. Reifer wird fein Wollen und Streben, höher die Schwungkraft seiner Seele, und der Entschluß, nach Würzburg zu gehen, um beidem Gaon Seligmann Bär Bamberger seinen Wissensdurst zustillen, wird zur raschen Tat. Würzburg, die goldMe Mainstadt, sie wird ihm zum Symbol im Leben. Nichr die herrlichen Rebgelände Habens ihm angetan, nicht die grünen Matten und gesegneten Fluren, die das Silberband des Flusses umsäumen, wiewohl auch er die Natur, als'Zeugnis von. Gottes majestätischer H«rlkchkeit, liebt. Es ist das WürAurg, wo Änst ein Abraham Bing gewirkt, jener Abraham Mng von dem der nichtjüdische Univ-ersitätsprofeffor Hofsmann zu Würzburg gesagt hat, s o stelle er sich den Propheten Elijähu vor, d a s Würzburg lag ihm am Herzen, 'wo sein großer, Lehrer Rabbiner S. B. Bamberger das Feuer in ihm entfachte, das ihn auf alle Güter des v-ergänglichen Lebens wunschlos verzichten und nur in Thaurvs Estres feine 'Befriedigung flnden ließ. Aller Entbehrungen spottend, gestören nün Tag und Rächt' dem Lernen. Mit welchern Erfolg dieS geschah, attestiert der Würzburger Nato, er'spriD bäö ihm als j-nchst vnVn und ftcijt i^rtt' tjas etjJrenibe Zeugnis aus: ri’bis pos nV «vim- We sich das Verhältnis von Seele zu Seele

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