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Der Israelit · 1928-02-02 · Heft 5 (2.2.1928) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
69 (1928)
Issue
Heft 5 (2.2.1928)
Date
1928-02-02
Page
– (sequence 15)
Language
German
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2 Februar 1928 Der I s r oe Ci t Nr. 5 Seite 3 lösung des hiesigen israelitischen Gemeidever bandesja eine Erschütterung des Staates (1) in den Grundprinzipien seiner Stellung zu den kirchlichen Beziehungen, ja sogar -seiner staatlichen Gliederung im Ganzen! — alles dies die welterschütternden Folgen der Gewährung dessen, was nach dem Austrittsgesetze von demselben verehrlichen Vorstände schleunigst bewilligt wurde! - — Jedoch damals, . im Jahre 1858, behauptete er, die Gemeinde werde dadurch in ihrem Bestände erschüttert, da würden noch viele mit demselben Ansinnen kommen, denen die Gemeinde mit ihren Reformen noch zu fromm sei — ein Verlangens welches Samson Raphael Hirsch in seiner Erwiderung als ein gerade auf dem Standpunkte des Vorstandes eventuell ganz berechtigtes bezeichnete. — Der Senat, so führte der Vorstand weiter aus, würde mit einer Gewährung des Verlangens der Religionsgesellschaft nur die S e k t i e r e re i XU) begünstigen. . Uebrigens sei das Ganze nur Heuchelei (!!) von Seiten der Frommen denen es „bei ihren Bestrebungen nur um das Geld zu tun sei/ die eine Geldfrage zu einer Gewissensfrage umstempein, die verdrossene Miene des unfreiwilligen Steuerpflichtigen zu dem Schmerzenszug des religiösen Dulders verklären und den Geldbeutel hinter d a s Gew i s s e n v e r s ch an z e n m ö ch t e n." (U) An einer anderen Stelle ist er so fein, die Bestrebungen der Religionsgesellschaft mit „der Mißgestalt vieler niederen Tiere zu vergleichen, „die , erst dann ersichtlich wird, wenn man sie unter das Vergrößerungsglas bringt." (!!): . So der Vorstand in einer Eingabe im Juli 1858, in welcher er übrigens der ihm vom Senate gemachten Auflage, anzugeben, ob und in welcher Weise bei Willfahrung des Gesuchs der Religionsgesellschaft das gegenwärtige Steuersystem der israelitischen Gemeinde aufrecht zu erhalten, oder-welchen.Modifikationen dasselbe zu unterziehen sein werde, mit keinem Worte nachkam. Und doch war ihm bereits zwei Jahre zuvor, unterm 23. April 1856 aufgegeben worden, dasjenige einzureichen, was er „in dieser Sache schließlich noch vorzubringen habe", und er hatte dies auch bereits unterm 26. Mai.1856 getan. Es war und blieb stets dasselbe System der Entstellung und Verschleppung. Alles Vorbringen des Vorstandes wird nun in der vön Samson Raphael Hirsch verfaßten Antwort des Vorstandes der Religionsgesellschafts aufs schlagendste widerlegt. Wir heben aus derselben nur zwei Stellen hervor, die Punkte aufhellen, deren klare Erkenntnis auch für die Gegenwart noch von hoher Wichtigkeit erscheint..; ' „Jenseits also ein Staat — und wir — die lächerlich-dumme Einfalt, die „die Segnungen und Wohltaten" eines solchen Staates, wie „in einem Detailgeschäft' im Ausschnitt kaufen zu können" vermeint, die von den verschiedenartigsten Leistungen, die er seinen Mitgliedern gewährt, nur diejenigen für sich in Anspruch nehmen und nur diejenigen bezahlen will, die ihr belieb t, die sie gebrauch t und, beispielweise, die Kultus- und Lehranstalten dieses Soidisant Staates nicht mit bestreiten will, weil sie sie nicht gebraucht, weil sie ihre eigene Synagoge und eigene Schule hat, — die lächerlich-dumme Einfalt, die nicht sieht, daß bei einem solchen Prinzip weder eine Gemeinde, noch ein Staat, noch ein sonstiges geselliges Zusammenleben der Menschen bestehen können, — die lächerlichdumme Einfalt!, die nicht sieht,/daß nach ihrem Verlangen auch jeder das Gesuch stellen könnte, auszurechnen, wie viel von seinem Steueranteil an-der Summe entfalle, die der Staat für das Theater oder die Stadtgärtnerei aufwende, da sie das Theater und die Promenaden nicht besuchten, auch ein Privattheater errichtet, Gärten für sich angelegt und gekauft hätten, oder, was noch näher lieg, „die. nicht sieht, daß sie ebenso gut"^bei Hohem Senate darauf antragen könnte, von^den Kosten befreit zu werden, die alljährlich für christliche Konsistorien, christliche Schulen und den christlichen Gottesdienst ausgegeben werden" usw. Die lächerlich-dumme Einfalt, die das Alles nicht sieht! , . (Fortsetzung folgt.) Vereinskalender. Verein TNekor Chajinu Freitag abend, nach Schul, im Hörsale Friedberger-Anlage, Mikro. Herr Jacob Landau. Samstag morgen nach Schul, im Hörsale, Dinim. Herr Dr. E. Posen. — Nachm. s/4 Std. vor Mincho, im Vereins-Lokale Newiim. Herr Dr. W. Hofmann. — E.ne 72 Stunde nach Hawdolo. (ebenso Sonntag vormittag 8 Uhr) im Vereinslokale Gemoro. Herr I. Soffer. — Sonntag morgen nach Schul im Hörsale (ebenso Mittwoch) aiN "N, Herr R d. S. Schachnowitz. — Dorm. 9V4 Uhr levenso Dienstag abd. 6'/z Uhr) im Dereinslokale Gemoro. Herr R A. G. Posen. — 6 Uhr im De etnslokale, Vortrag des Herrn B. Rachelsohn über Rambam. Montag morgen nach Schul, (ebenso Donnerstag) im Hörsale, Mischna, Mitglieder lernen. — abends 7 Uhr, (ebenso Mittwoch), in Vereinslokale, Gemoro. Herr Rabb. Dr. Josef Breuer — übend-. 8'/, Uhr, (ebenso Donnerstag), im Vereinslokale. Gemoro. Herr Dr E. Posen. Dienstag morgen nach Schul,, (ebenso Freitag), im Hölale, Mischna. Aerr Dr. E. Posen- Jedm Abend 8^/4 Uhr im Vereinslokale, v"lp-Lernen. Herr Herz Holpern. Ja hrzeits-Stiftungen: 7>aV- 4. Febr. Elise Heß geb. Schloß- und Berta Lowenslein-Stt>tung.. Montag, 6. Febr. Lina Sänger geb. Sänger- und Pros. Michael Altmann-Stiftung. Dienstag, 7 ytebt. Jsaac BIumenihal-Stistung. Mittwoch. 8. Febr. Frau Berta Rosentbal-Stlltung Donnerstag. 9. Febr. Josef Hermann Jülich-Stistg. Agudag Iisroel-Iugendgruppe. Sonntag, nach Schluß der Synagoge. Herr Dr S. Ehrmann, Gemoroh Senochtm. — 7 9 7»10Uhr, Hrrr Leon. Oppenhekmer, Chumisch mit Raschi. — l/zil« r/,11. Herr Herz Solpern. Grmoroh Bezr-H. — 3!4i2—8Ul, R -A. M. Katz, Gemoroh P^sochim. . Montag. 9—12, Herr Herz Holpern, Gelegenbeit zum Lernen jegl. Art. — 12—1, Herr Herz Holpern, Das Joum. — 1/28— Vs9» Sprechstunde des Ange stelltenausschusses. — 1/g9—1/210, Herr I. Tarfis, Gemorob K'dulchim. — 9-10, R.-A. M. Katz. Mischnah Schobbos. — 9—10, Herr Emanuel Moll, Gemoroh Makkaus. — 9—10 Herr Herm. Hirschb^rg. Gemoroh Bowo Meziob, Hegllstraf-e 13. — 9—10. Herr Lipomann Kurzweil, Gemoroh BerochauS. Zobelstratze 9. Dienstaa, 9-12, Herr Herz Halpern. Gelegenheit zum Lernen jeglicher Art. — 12-1, Herr Herz Halpern. Daf Jaumi. — i/S-W. Herr Leo Schnerb. Gemoroh Bezob. — 8 49-74IO. Herr Dr. W. Hofmann. Gemoroh Bewoh Komo. —*/49—IOVa Dr. I. Posen, Gemoroh Kidüschni, Am Tiergärten 42, Mittwoch. 9-12, Herr Herz Halpern, Gelegenheit zum L-rnen jegl. Art. —"1 >—1, Herr Herz Holpern, Das Jaumi. — 7»8—874, Herr Dr. S. Ehrmann. Gemoroh Sewochim. — 9—10. Herr R.-A. M. Kak, M'schnah Schabbos. — 9—10, Herr Emanuel Mols. Gemoroh Makkaus. Donnerstag. 9—12. Herr Herz Holpern, Gelegenheit zum Lernen jegl. Art. — 12-1, Herr Herz Halpern. Daf Jaumi. — 7s8-729. Sprechstunde des Angestelltenausschusfes. — 9 10, Herr Lipmänn Kurzweil, Gemoroh Brockaus. Zobelstr. 9. — 9—10, Herr Hermann Hirschberg. Gemoroh Bowo Mezwh, Hegelstr. 13. — Freitag. 9-12, Herr-Herz Halpern. Gelegenheit zum L rnen jegl. Ark — 12—1, Herr Herz Halpern. Das Ja'mi. — N^ch Schluß der Synagoge, Herr Dr. S. Ehrmonn. Gemoroh Sewochrm. Friedberg. An'ag? 4. — Nach Schluß der Synagoge. Herr D. Rachelsohn, Mvssar, Zeil 2. — 8—10, gemütliche Zusammen Kunst. Lanaeür. 18. — 7»9-10, Herr I Tarfis, Gemoroh Kidduschin. riIV. 7'/« Uhr, Thillas Schücharis^ 3 410—HVr» Herr Dr I, Posen, Gemorob Kiddufchim. Am Tleraart n 42, — ^^1— 3Ut2, Herr Louis Kahn, Kizzur Schulchan Oruck. — 3^j*ll—3/*12, Herr Ljppmonn Kurzweil, Gemoro Bowo Kamm — 8 4'2 8/.i. Herr Gerfon Schnerb, Kizzur Schulchan Ornch—12—1, Herr Herz Nalyern, Daf Jaumi. — 1/28-i/s4. Herr Dr. W- Hofmonn. Ge- Msro Bowo Kamo. — 3—411/2# Herr Leo Scknerb. Gemoro Bezoh. — 3-4, Herr Emanuel Wolf,, Gemoro Makkaus. — 4, Tfillas Mischoh' — 47, -51/2, Herr R.-A. M. Katz, Sidrah mit Raschi. — % Std. vor Nacht, Herr Dr. S. Ehrmann» Gemoro Sewoschim. — Mit Nacht. Tüllas Maariw. — 9-10 (I4tägig), Herr I. Rosenheim. Thillim (fällt frtnpa nVis aus). Agudas. Jisroel-Mädchengruppe. Sonntag, /—8abds.. Herr Dr. A.Merzbach, Iesajah. Montag, 9—10. Herr S. Unna, Newiim. Uhlandstr. 63 Dienstag. 9—10, Herr Dr. S. Weger, Trei Osor Zobelstraße 5. Mittwoch, 9-10, Herr Lehrer A. Hirschverg, Dinim, Samstag, 3/4ll—8/412, Herr Julius Lewtn, Das Buch Samuel, —4—5, Herr Lehrer A. Hirschberg, Tauroh. Arbeitsgemeinschaften. Gruppe A. Samstag von 3/412—1. Besprechung der Sidra und Allgemeines, Herr Jsaac Rosenheim. — 3—4, Herr Martin Katz, Kizzur-Schulchan Oruch. — 4—5, Herr Theodor Spiegel, Mischnajis Schiur für Anfänger. Dienstag-Abend von M-i/M. Zeil2. Herr Rachelsohn. Schiur für Fortgeschrittene. Mittwoch-Abend (jede 14. Tage) beginnend am 18. 1. 28. Schwanenstratze 12. Heimabend von '^9 an. Donnerstag-Abend von 8/49-10 Uhr, Herr Gerfon Schnerb, Jüdische- und Weltliche-Literatur. Gruppe 6. Sonntag-Nachmittag von 7>-6—7 Uhr. Herr Gerfon Schnerb, Jüdische- und Weltliche-Literatur. Donnerstag-Abend von 8/49-10 Uhr. Herr Isaak Rosenheim. Besprechung der Sidra und Allgemeines. Liwjalh Chen-Verein. Samstag, im Hörsaale Friedbergeranlage, 41/4 Uhr nachm. Herr Redakt. S. Schachnowitz. (Das Brod des Vertrauens). Beshamldrafch, Ostendstraße IS. Von Sonntag abend bis Donnerstag einfchl. allabendlich von 8V4—9V4 Uhr rnff 'oa. Herr Rabb. 3H. Karpel. rrvp »22-Schiur des Herrn Dr. Jsaac Breuer: .Sonntag vorm. Vs9 Uhr, Dienstag bis Donnerstag abend 8 Uhr. Freitag abend nach 2^5». Vortrag. Herr Rabb. M. Karpel. Allabendlich zwischen nm» und oirr "N. Herr W. Rosenzweig. rav Mittag zwischen 12—1 Uhr, av vain» Herr W Rosenzweig. V"L>-Verein Oslendstraße 18. Rabbiner S. Weber. von Samstag abend bis einschließlich Donnerstag abends nach Beshamldrafch Schrvanenstr. 8. Jeden Freitagabend nach Schul Sidroh-Dortrag des Herrn Rabbiner Judelewitz, Dozent an der Schneider'schen Jeschiwo. Beshamldrafch Obermalnanlage 8. Jeden Abend von kspscö naa-Schiur. Cernoerein Anlerllndau (an »all). Veretnsräume: Unterlindau 231. Jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag nach dem Morgen Gottesdient Herr Rabbiner Dr. Horovitz : a'nvs Jeden Mittwoch abends 81/* Uhr: Herr Dr. B. May: Propheten in'VN'' Freitag Abend nach dem Gottesdienst: Dortrag. Winter-H'rogramm des Jüdische« Turueröundes. Sonntag (alle 14 Tage) Sport und Spiel, Riederwaldwiese. — Alle 14 Tage Wanderung. Montag, 872—10 Uhr, Turnen und Gymnastik für Herren, Annaschule, Bechneigrabevstcaße. Dienstag, b- 77» Uhr, Turnen für Knaben, Annaschule, Rechneiqrabenstr. Mittwoch 47»—7 Uhr, Turnen und Gymnastik für Mädchen, Annasch ule. Rechneigrabensiratze. — , 772—8 - 7s Uhr, Gymnastik für Frauen, Realschule, am Tiergarten. Donnerstag 872—10 Uhr, Turnen und Gymnastik für Damen j Liebfrauenschule, Schäfergasse. — 872—10 Uhr, Turüen für Herren, Annaschule. Rechneigrabensiratze. — 81/4-10 Uhr, Turnen für Alte Herren, Annaschule, Rechneigrabensiratze. Sebelzellea. ' n^va nav Freitag Abend 5.— Samstag naavn 6.50 Samstagmorgen 8.^— Samstagnachmittag 1 und 4.— Samstagabend 6 15 Ivochengottesdienst: Morgens 6 45 Nachmittags 5.— Tefilin-Legen am Morgen 6.40

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