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Der Israelit · 1928-01-12 · Heft 2 (12.1.1928) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
69 (1928)
Issue
Heft 2 (12.1.1928)
Date
1928-01-12
Page
– (sequence 16)
Language
German
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ieitt l ilu. 2 Die Bevölkerungsbewegung in Frankfurt Im Gemeindeblatt d-er „Israelitischen Gemeinde" bespricht Prof. Dr. W. Hanauer die Ergebnisse der Volkszählung von 1925 hinsichtlich der jüdischen Bevölkerung unserer Stadt. Die höchst beunruhigende Abnahme der Eheschließungen bei den Frankfurter Juden, die schon seit mehr als dreißig Jahren zutage tritt, setzt sich fort. Die Zahl der Eheschließungen auf tausend Personen der Bevölkerung, die in dem Jahrfünft 1890/95 8,3 betrug, ist 1925 auf 6 gesunken. Die Zahl der Mischehen ist im Verhältnis zur Zahl der geschlossenen rein jüdischen Ehen größer geworden,- im Jahre 1926 jedoch wieder stark gesunken. In absteigender Linie bewegt sich auch die Zahl der G eb u rte n. Sie ist von 1925 auf 1926 von 416 auf 350 gefallen. Erfreuliche ist dagegen, daß die Zahl der unehelichen Geburten seit 1922 relativ stetig zurückgeht, von 7,1 auf 4,8. Bei der Gesamtbevölkerung beträgt der Prozentsatz der unehelichen Geburten 14,8. Bestätigt wird wiederum die bereits von früher feststehende Tatsache der relativen Unfruchtbarkeit bei den Mischehen. Während in den Jahren 1923—1926 auf jede neu geschlossene rein jüdische Ehe 2,2 Geburten entfielen, ist die Ziffer für die Mischehen nur 0,59. Die Zahl der Totgeburten ist bei den Juden um die Hälfte kleiner als bei der Gesamtbevölkerung. Sehr interessante Ergebnisse.liefert ein Vergleich der jüdischen Geburtenziffer mit derjenigen der Gesamtbevölkerung. Während bis 1910 die Geburtenziffer der Juden stetig um etwa 40 Proz. hinter derjenigen der Gesamtbevölkerung zurückblieb, ist die Fruchtbarkeit der letzteren jetzt so stark gesunken, während die jüdische sich etwas gehoben hat, daß 1926 einer Geburtenziffer von 13,9 bei der Gesamtbevölkerung - eine solche von 15,1 bei den Juden gegenübersteht. Allerdings ist zu berücksichtigen, daß die Altersschichtung der Juden gegenüber derjenigen der Gesamtbevölkerung an und für sich zu einer höheren Geburtenziffer führen müßte. Was das Gefchlechtsoerhältnis der Geborenen betrifft, so ist keine Regelmäßigkeit nachzuweifen. In den einzelnen Jahren wechseln Knaben- und Mädchen-Ueberschuß. Ueberraschend ist die Feststellung, daß entgegen den früheren Erfahrungen die G e s a m t st e r b l i ch k e i t der Juden in Frankfurt größer ist, als diejenige der Gesamtbevölkerung. Sie beträgt im Jahr« 1925 13,6 gegenüber 10,9, der gesamten Einwohnerschaft. Die Ursache kann nicht an der erhöhten Geburtenziffer liegen, da die Säuglingssterblichkeit bei den Juden nur 4,4 gegen die Durchschnittsziffer von 9,1 beträgt. Hanauer glaubt zunächst annehmen zu müssen, daß die erhöhte Sterblichkeit auf das Ueberwiegen der höheren Altersklassen in der Schichtung der jüdischen Bevölkerung zurückzusühren ist. Doch wären über diesen Punkt weitere Untersuchungen erforderlich. Die Ziffer der jüdischen Bevölkerung Frankfurts, die im Jahre 1910 26.228 betrug, hatte sich Ende 1925 auf 29.325, also in fünfzehn Jahren nur um 3000 Seelen erhöht. Diese Erhöhung ist, wie eine genauere Untersuchung zegit, ausschließlich aus die Zuwanderung von auswärts zurückzusühren. Ohne diese Zuwanderung hätte die Frankfurter jüdische Bevölkerung in dem genannten Zeitraum von 15 Jahren um 600 Seelen abgenommen. Bei dem rapiden Rückgang der Geburtenziffer kann sowohl Frankfurt im allgemeinen als der Standard der hiesigen jüdischen Gemeinden nur durch Zuwanderung von außen aufrecht erhalten werden. Vereinskaleuder. verein Mekor Lhajim. Freitag abend, nach Schul, im Hörsale Friedberger-Anlage, Mikro. Herr Bernhard L. Heidingsfeld. Samstag morgen nach Schul, im Hörsale, Dinim. Herr Dr. E. Posen. — Nachm. 9U Std. vor Mincho, im Vereins-Lokale Newiim. Herr Dr. W. Hosmann. — Eine V2 Stunde nach Hawdolo, (ebenso Sonntag vormittag 8 Uhr) im Dereinslokale Gemoro. Herr I. Soffer. — abends 3/49 Uhr. Hirschkursus (Teweth-Gedanken). Herr Dr. S. Ehr mann. Sonntag morgen nach Schul im Hörsale (ebenso Mittwoch) vi« r»n, Herr Red. S. Schachnowitz. — Vorm. 9V< Uhr lebenso Dienstag abd. 672 Uhr) im Vereinslokale Gemoro. Herr R A. G. Po fen. — 6 Uhr im Vereinslokale. Vortrag des Herrn Emil Goldschmidt über „Eigentümlichkeiten der Schöpfung". D e r I sra elit 12 JanuM.1928 n. Monta g morgen nach Schul, (ebenso Donnerstag) im Hörfaie. Mischna, Mitglieder lernen. - abends 7 Uhr, (ebenso Mittwoch), im Vereinslokale, Gemoro. Herr Rabb. Dr. Josef Dr eu e r — abends 8l/2 Uhr, (ebenso Donnerstag), im Vereinslokale, Gemoro. Herr Dr E. Posen. Dienstag morgen nach schul, (ebenso Freitag), im Hörsale, Mischna. Herr Dr. E. Posen. Jeden Abend 8% Uhr im Vereinslokale, v»V-Lernen. Herr Herz Holpern. Jahrzeits-Stiftungen: Dienstag, 17. Januar. Hermann Lehmann- und Jacob Seelig-Stiftung. Freitag. 20. Januar. Rabbiner Samson Raphael Hirsch-, Selig Goldschmidt- und Jsaac Eschwege- Stiftung. Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Sonntag, »/,9 ValO Uhr, Herr Leop. Oppenheimer, Ü'VII'S Dir mm. — Vaio - VaU. Herr He.z Halpern. nS'3 Sim —3/4U-3/4l2, Herr Herz Halpern, Weltschiur — 3/41^—3/41, R -Ä. M. Katz, v'Nvs rnai für Anfänger. - 726—727, Herr Gerson Schnerb, Arbeitsgemeinschaft II. Ostendstratze 18. - 1j29 abds-, Herr Gerson Schnerb, Ausspracheabend. Montag. 9 -12, Herr Herz Halpern, Gelegenheit zum Lernen jegl. Art- — Bon Montag bis einschl. Samstag von 12—1, Herr Herz Halpern, Weltschiur 'si' *n. - 729-y210, Herr I. Tarsts. j'VIst'x' " 9-10. R-Ä. M. Katz, 711'IVa naw- — 9-10, Herr Emanuel Wolf, 7,12» rriai- Dienstag, 9-12, Herr Herz Halpern. Gelegenheit zum Lernen jeglicher Art. — V29 -10, Herr Leo Schnerb, stx'3 rr-iai. — *i&—-3U10. Herr Dr. W. Hosmann. 82p um maa. Mittwoch, 9—12, Herr Herz Halpern, Gelegenheit zum Lernen jegl. Art. — 7,8—874, Herr Dr. S. Ehrmann, D*ror K*iö> - 9—10, Herr Emanuel Wolf, 7,13a rnai- Donnerstag, 9—12, Herr Herz Halpern. Gelegenheit zum Lernen jegl. Art. — 9-10, Herr R.-A. M. Katz. 713V riii'Va. — 9-10, Herr Lipmann Kurzweil. N1213 rriai. Zobelstr. 9 auch Montags. — 9—10, Herr Hermann Hirschberg, nv'xa 833 »lax, Hegelstr. 13 auch Montags. — 9—10, Herr R.-A. I. Rosenheim, Arbeitsgemeinschaft II, Königswarterstr. 11. — 9-10, Herr Gerson Gchnerb, Arbeitsgemeinschaft I, Ostendstr. 18. Freitag, 9-12, Herr Herz Halpern. Gelegenheit zum Lernen jtzgl. Art. — abends nach Schluß der Synagoge, Herr Dr. S. Ehrmann, cmt Kiau, Friedberger Anlage 4, auch Sonntags nach Schluß der Synagoge. —8—10. Langestr. 18, Gemütliches Beisammensein. — 7*9-10, Herr I. Tarsts, f'Vli'j?. 7I3V, 77a Uhr, 71'imp ii^sa- — 410-117». Herr Dr. I. Posen, uiai, Am Tiergarten 42, auch Dienstags von 7s9-10. — 3/411-74l2, Herr Louis Kahn. *]nv jnto nxp. - 3/4ll—3/4i2, Herr Lippmann Kurzweil, xav «32 rriai- — 3/412-3/«i. Herr Gerson Schnerb, yny jrfti? llSp- — 12—1, Herr R.-A. I. Rosenheim, Arbeitsgemeinschaft I, Königswarterstraße 11. - 1, nma — V23-724, Herr Dr. W Hosmann. rrap 833 rriai. — 3-4, Herr R.-A. M. Katz, Arbeitsgemeinschaft I. — 3-4, Herr Emanuel Wolf, 7,12a 83aa. — 3—472, Herr Leo Schnerb, nx’3 Kia> — 4, TiV’öri nma. — 474 - 574, Herr R.-A. M. Katz, chr N11V — SU Qtb. vor Nacht, Herr Dr. S. Ehrmann, v'N3i uiaA. — Mit Nacht. 2'lva — 9—10 (1 tägig), Herr I. Rosenheim, Königswarterslr. 11 V^.171' Agudas Jisroel-Mädchengrvppe. Sonntag, i—8 abds., Herr Dr. A. Merzbach, n'VV'. Montag, 9—10, mbnu.^Herr S. Unna, Uhlandstr. 58. Dienstag, 3/49-3/„10, Literatur. Frl. Joel, Fellnerstratze 5. — 9—10, Herr Dr. S. Weger, i^v '37i 713V, 7sl1—7^12, Herr Julius Lewin, ^Kia®*- — 4-5, Herr A. Hirschverg, .-,-,,7,. Liwjalh Chewverein. Samstag, im Hörsaale Friedbergeranlage, 474 Uhr nachm. Herr Redakt. S. Schachnowitz („Und diese die Namen . . .) Jüdische Frauenvereinigung. Sonntag, nachm. 6 Uhr im Hörsaale Friedbergeranlage Böttrag des Herrn Red. S. Schachnowitz über Jüdische Bühnen. Gäste, Damen, willkommen. V. I. A. (Frankfurt a.' M.) ' Einladung, zu dem am Dienstag, den 17. 3pmiar, ' abends 3/49 Uhr im Börfettkeller, Schillersttaße stattfindenden Referat von Herrn Redakteur- Dr. Drill: „Das Wettgebäude Kants". Die Bbr. können Gäste einführen! , / veshamidrafch, Ostendstraße 18. ' Don Sonntag abend bis. Donnerstag einschl. all- ' abendlich von 874—97« Uhr 713V 'va- Herr Rabb. M. Karpel. rrap rr33-Schiur des Herrn Dr. Jfaac Breuer - Sonntag vorm.. 7s9 Uhr, Dienstag bis Donners- ~ tag abend 8 Uhr. , Freitag übend nach 2'ixa, Dortrag. Herr Rabb. M. Karpel. Allabendlich zwischen nma und n’iira oirr "n. Herr W. Rosenzweig. 713V Mittag zwischen 12—1 Uhr, üX VaiN« Herr W Rosenzweig. -Verein Ostendstraße 18. Rabbiner S. Weber. M37i2 Ma<von Samstag abend bis einschließlich Donnerstag abends stach 11873 3'1Sa. Veshamidrafch Schrvanenstr. 8. Jeden Freitagabend nach Schul Sidroh-Bortrag des Herrn Rabbiner Iudelewitz, Dozent an der Schneider'schen Jeschiwo. .. . Veshamidrafch Obermainanlage 8. Jeden Abend von 87s-97g rrvxa «33-Schiur. Lernverein Unlerlindau (vsi '211). Vereinsräume: Unterlindau 231. ) Jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag nach dem ^Morgen Gottesdient Herr Rabbiner. Dr. H o rovitz: v'stvS TlTWa- Jeden Mittwoch abends 87« Uhr: Herr Dr. B. May: Propheten i.i'jäiv Freitag Abend niüV 's nach dem Gottesdienst: Dr. B. May. Freitag Abend rriki «s nach dem Gottesdienst: Herr Rabb. Dr. Horovitz. Freitag Abend Ka 'ö nach dem Gottesdienst: Herr Dr. Ernst Simon. Winter-'Nrogramm des Aüdische« Hurneröundes. Sonntag. 14täg. Sport oder Wanderung. Herren'Abteilung: Montag, 872—10 Uhr, Leichtathletik und - Gymnastik. Annaschule, Rechneigrabensträße. Donnerstag 872—10 Uhr, Turnen. Alte Herren: Donnerstag 87»-10 Uhr, Turnen. Damen-Abteilung: Donnerstag 872—10 Uhr, Gymnastik und Turnen Ltebfrauenschule. Schäfergasse. Zöglings-Abteilung: Donnerstsg, 7—87, Uhr^ - Knaben-Abteilung: Dienstag. 6-8 Uhr, Annaschule, Rechneigrabenstr. Frauen Gymnastik-Kurs: Mittwoch, 774-8-74 Uhr. Sonderkurs Gymnastik, Realschule, am Tiergarten. Gebetzeikm. TliaV 713V Frettag Abend 4.30 Ärmstag N83VN 7.05 Samstagmorgen 8.— Samstagnachmtttag 1 und 4.— Samstagabend 5.45 Wochengottesdienft: Morgens 7.— Nachmittags 4.30 Tefilin-Legen am Morgen 7.— Es gibt kein verbreiteteres Uebel als Kopfschmerz und Nervenschmerzen. Bei seiner Bekämpfung gilt es, auf rascheste und ungefährlichste Art das Leiden zu beheben .Diese Eigenschaft besitzt in hervorragender Weise das feit Jahrzehnten bewährte Präparat „Citrovanille Otto", dessen Güte zahlreich vorhandene ärztliche Anerkennungen und die stetig größere Verbreitung^ bewerfen. Seine Anwendung bei Kopfschmerzen, Migräne, Neuralgie, Zahnschmerzen infolge Erkältung, sowie als Vorbeugungsmittel gegen Grippe hat nur beste Erfolge gezeitigt. „Citrovanille Otto" ist m Pulverform und Oblaten in fast allen Apotheken erhältlich. Bezugsquellennachweis erfolgt durch die alleinigen Hersteller: Otto u. Eo., Frankfurt a. M.Süd 10, Chemisch-pharmazeutisches Laboratorium. . . FRANKFURTER BANKVEREIN BÖRSENPLATZ 5 BANK- UND SPARKASSE

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