Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 69 (1928)
- Issue
- Heft 1 (5.1.1928)
- Date
- 1928-01-05
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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5 Januar 19? 8 Der Israelit Nr. 1 Veite 3 ,. in 4 Akten von I. Gordin, aufgeführt von der dramatischen Sektion des Schalem Alechem-Clubs, unter der Regie des Herrn H. Frommer. Saalöffnung 4 Uhr, Theaterbeginn 5 Uhr. Lefemittag. Im Volksbildungsheim, Saal 5, findet Sonntag den 15. Januar 1928, 4 Uhr nachmittags, ein Lefemittag statt, an dem Herr Herbert N u ß b a u m Jüdische Märchen älterer und neuerer Folge vorträgt. Als heiteres Märchen kommt Siegfried Abeies: „Die Chelmer" zum 'Vortrage. .Preis der Eintrittskarte: 1 Mk.'einfchl. Steuer. Rebecca Lewifohn Am Vorabend des fünften Chanukkatages ging Frau Rebecca L e w i f o h n im Alter von 68 Jahren von uns. Sie war die älteste Tochter von Jonas Bondi, Enkelin des Rabbi Samuel Bondi in Mainz und hatte als solche an der Erziehung ihrer jüngeren Geschwister großen Anteil. Mit ihrem ihr vor 10 Jahren in den Tod vorausgegangenen Gatten, Laffar Lewiiohn b-xi. dem Sohne des Hamburger Gemeindevorstehers Sally Lewifohn b-sr. führte sie ein Haus, das eine Stätte echter Jüdifchkeit nach den guten Traditionen der beiden Familien war. Beide Ehegatten sahen ihr größtes Glück darin, ihren einzigen Sohn naiaxni nnvin Vn zu erziehen. Rebecca Lewifohn. eine Frau von mannigfachen Kentniffen und großer Liebe zur Kunst, besonders zur Musik, bewahrte sich diese Neigungen als letzten Anker seelischer Erhebung auch in den Jahren, da ein tückisches Leiden und eine Lähmung sie der aktiven Betätigung entzog, ihr die Bewegungsfreiheit und die Sprache fast ganz nahm. Klar und gütig blieb das Auge allem Guten zugewandt, hell und wach das, Ohr und die Sinne für alles Schöne und Erhabene. Einen höheren Trost fand sie in diesen Jahren der Hilflosigkeit im Gotteshause und Gottesdienste, den sie selten an Sabbat und Feiertagen versäumte. Der Schlußakt ihrer Leidensgeschichte ging rasch vor sich. Ein paar Tage schwerer, schmerzvoller Krankheit, und Frau Rebecca Lewifohn hauchte ihre reine Seele aus. Am Freitag Mittag N212N trugen wir sie zu Grabe und betteten sie an der Seite ihres Gatten auf dem Friedhof der Israelitischen Religionsgefellschaft zur ewigen Ruhe. noxwi. Alle und neue Nigmüm. Eine nochmalige Erwiderung. Meine Erwiderung auf den Artikel des Herrn Dr. Levi, Mannheim, veranlaßt denselben zu einer Gegenerklärung, die ich im folgenden beantworte. Es ist selbstverständlich, daß, wenn Herr Dr. Levi die . Absicht hat, die Elemente unter den Chasonim und Chordrrigenten zu bekämpfen, die dem Ernst Und der Würde der Jomim Nauroim nicht das richtige Verständnis entgegenbringen, den Beifall aller findet, die es mit dem Gottesdienst aufrichtig meinen. Wenn Herr Dr. Levi aber schreibt: „Chor und Chafon sind viel zu sehr in Anspruch genommen von der neuen Melodie, als daß sie der Sache selbst, dem Inhalte, der letzten Endes doch wohl die Hauptsache sein sollte, sich innig hingeben könnten, so ist. dies aber doch eine Verallgemeinerung und bedeutet einen ungerechten Vorwurf. (Dieser Satz ist übrigens in meiner Erwiderung wörtlich wiedergegeben und nicht falsch, zitiert.) ' Gewiß gibt es, wie überall, auch hier EntglÄfungen. Mußman aher ausgerechnet gerade, das Schlechte äüsfuchen, um über sonst gute Leistungen ein derartiges Urteil zu sprechen? Man sieht doch auch..nicht den Wilden alp. eirr Prototyp der Menschheit an. (Hirsch.) Es sieht gevadeso aup, als ob man das Gute nicht sehen .rvill uM ausdem Schlechten Kapital schlägt, wie Rabbiner Dr: Wolf sagt. ,■ Ebenso! istses nicht richtig, jede neue Komposition als minderwertige Modeschöpfung zu brandmarke^' Alles' Akte, war 'einmal, neu Und alles Neue wird eiymal 'alt. Es dürfte, doch jeder vernünftige Mensch das äste Gute, achten und ehren, aber auch gleichzeitig das, gute Peue mit-jenem als gleichberechtigt anerkennen. Man hat sich doch auch nicht dagegen gewehrt, als das unsterbliche Vermächtnis von Rabbi Amnon bn dem Gottesdienste der Jomim Nauroim eingegliedert wurde. Auch andere Piutim, die im Laufe der Zeit eingefiihrt wurden, haben nicht verhindert, .daß die richtige Stimmung aufkommen konnte, welche die Voraussetzung echter Kewohnoh ist. Die uns jedes Jahr in ewiger Lebensfrische als altvertraute Bekannten begrüßende Nigunim sind doch auch nicht schon mit den minrw mipy geschaffen worden, auch nichtnivvvn ja'- Es ist doch bekannt, daß die Kompositionen von Lewandowski, Naumburg, Japhet, Sulzer u. a. vortrefflich dem Stile angepaßt sind. Eigentlich ist es ja selbstverständlich, daß ein Komponist, der eine Jomim-Nauroim Melodie komponieren will, sich in den entsprechenden Stil richtig hineinlebt. Selbst im Profanen wird keiner z. B als Abendlied oder Serenade eine Biermelodie wählen. Da ich nicht verallgemeinernd gut und schlecht in einen Tops werfen wollte, habe ich von stilwidrigen Kompositionen in meiner Erwiderung natürlich nichts erwähnt. Hat ein Chafon oder Chordirigent eine geschmackvolle Neukomposttion gut eingeübt und sich richtig in deren Ideengehalt vertieft, so daß dieselben mit inniger Hingebung und Kewohnoh wiedergegeben werden kanu, so wirken auch neue Harmonien nicht störend, wie Dr. Levi meint. Was versteht übrigens Herr Dr. Levi unter neuen Harmonien? Sollen dies Sechs klänge, Sieben-, Acht-, Neun- oder Zehnklänge fein? Oder sonstige neue, eventl. harmoniefremde Akkorde? 'Es-ist selbstredend natürlich auch .Sache der Shna gogenbesucher, sich auf den Ernst der Tage richtig vorzubereiten, daß ihnen der Inhalt der Gebete bekannt und vertraut wird,, aber nicht die heiligsten Gebete gedankenlos .tzerünterpläppern, was. leider sehr oft geschieht. Dann kann auch die neue Melodie,, die Trägerin -des Wortes, das sie vertont, das gesprochene ergänzen und beleben. Haben doch'die Räbbmen schon frühzeitig erkannt, daß das gesungene Wort sich dem Gedächtnis besser einprägt als das gesprochene. Daher, auch der Minhag, beim Lernen sich eines singenden Tones, einer Art Sprechgesang, zu bedienen. Moritz Hanau. Verelnskalender. Verein INekor Chajim. Freitag abend, nach Schul, im Hörsale Friedberger-Anlage. Mikro. Herr Leopold Oppenheimer Samstag morgen nach Schul, im Höriale. Dtnim. Herr Dr. E. Posen. — Nachm. s/4 Std. : vor Mincho.^im Vereins-Lokale Nerviim. Herr Dr. W. Hofmann. — E.ne 72 Stunde noch Hawdola. (ebenso. Sonntag vormittag 8.Uhr) im Vereinslokale Gemoro. Herr I. Soffer. — Sonntaä morgen nach Schul im Hörsale (ebenso Mittwoch) aiK "N. Herr R d. S. Schachnowitz. — Dorm. 97< Uhr (ebenso Dienstag add. 672 Uhr) im Deteinslokale Gemoro. Herr R A: G. Posen. — Abends 5 Uhr im Dereinslokäle, Gener« lverfommlung.— 6 Uhr im De einsiokale, Vortrag des Herrn Arnold Merzdach über -£> sm '12V Montag morgen nach Schul, (ebenso Donnerstag) im ©örfaie; Mifchna, Mitglieder lernen. — abends 7 Uhr, (ebenso Mittwoch), im Vereinslokale, Gemoro. Herr Rabb. Dr. Josef Breuer — aberzds 87, Uhr. (ebenso Donnerstag), im Dereinsiokale, Gemoro. Herr Dr E. Posen., - Dienstag morgen nach Schul, (ehenso Freitag), im Hörsäle,^Mifchna. Herr Dr. P 0 feit.-; Jtzden- Abend 8s/4 Uhr im Vereinslokale. v"llk'Mrnen.- .Hertz Herz Halpern. - i-Jahrzeits -Stiftungen: rf mw, 7. Januar. Uron Moses Schwarzschild. Stistg. Dienstag,' 10. Januar. Adolf Rosenvüum-, Sophie 'Lehmanü ürid Gabriel Rosenberg-Stiftung. Agudag Jisroel-lugendgruppe. Sonntag, 7,9 i/vlO Uhr, Herr Leop. Oppenheimer, V'VII'L c>V nun. — '/sw r/,»1, Herr Herz Holpern, ,NL'2 maa — 3/4ll-8/4l?, Herr Herz ^alpern, W»ltsa,iuc ->21' ni- — Vit'-—*1*1, R-A. M. Katz, V'NVO mm füc Anfänger. - 726—127. Herr Gerson «.chne'b, Arbeitsgemeinschaft II. Ostendstraße 18. - i.Vabds., Herr Gerson Schnerb, Ausspracheabend. Montag. 9-12, Herr Herz Halpern, Gelegenheit zum Lernen jegl. Art- — 12—1, Herr Herz Ha'pern, Wel'schtur 'ai' «-7. — 1IS~l/2lO, Herr I. Tarsts, PVll'j? «10». - 9-10, R.-A. M. Kotz, nvmn N2V. — 9-10, Herr Emanuel Wolf 7112» rn»i- Dienstag. 9 li, Herr Herz Halpern. Gelegennett zum Lernen jegl. Art. — 12—1, Herr Herz Holpern, Weltsctiur ■»a*p *n. — 729 -10, Herr Leo Schn erb. nxn mm- — 3,49-3/410. Herr Dr. W. Hosmann. rrvj? N22 mm. Mittwoch, 9-12, Herr Herz Halpern, Gelegenheit zum Lernen jegl. Art. — 12 1, Herr Herz Holpern. Welischtur *bv em. — 7,8—87,. Herr Dr. S. Ehrmann, v'N2r — 9—10.' Herr Emanuel Wols. 7112» mm Donnerstag. 9-12, Herr Herz Halpern. Gelegenheit zum Lernen jegl. Art. — 12—1. Herr He»z Halpern, Weltfchtur -»ay tp. — 9-10, Herr R.-A.M. Katz. 712V TilI'V». — 9—10. Herr Lipmann Kurzweil. 711212 mm. Zobelstr. 9 auch Montags. — 9—10 Herr Hermann Hirschberg.;#,*» N22 mm, Hegelstr. 13 auch Montags..^ 10, Herr R -A. I. Rosenheim, Arbeitsaemeinschafl II, Königswarterstr. 11. — 9-10. Herr Gerson Gchnerb, Arbeitsgem inschaft I, Ostendstr. 18. Freitag, 9-12, Herr. Herz Halpern. Gelegenheit zum L rnen jegl. Art. — 12—1, Herr Herz Halpern, Weltschiur ->ai’ *17. — abends noch Schluß der Synagoge, Herr Dr. S. Ehrmann, trmt m»a, Friedberger Anlage 4, auch Sonntags nach Schluß der Synagoge.-8—10. Langestr. 18, Gemütliches Beisammensein. — 7,9-10. Herr I. Tarsts, *n»l f'VII'p- 712V. 77, Uhr, w-lNV TlV’STI- — 3 40-117,, Herr Dr. I. Posen, f'Vli'p rrivi, Am Tiergarten 42. auch Dienstags von ^9-10. — sin-3Ut£f H^rr Louis Kahn^ jnto IlLp. — 3/411-3/4i2. Herr L'ppmann Kurzweil, mp K22 uim. - 3/4t2-3/.i. Herr Gerson Schnerb, fn^V — 12—1. Herr R.-A I. Rosenheim, Arbeitsgemeinschaft I, Königswarterstraße 1l. — 12—1, Herr Herz Halpern, Wellchiur »all 71^. — 1, nma TiböTi. — 723-7,4, Herr Dr. W. Hbsmann, nap N22 mm. 3-4, Herr R.-A. M. Katz. Arbeils^emernschast I — 3-4. Herr Emanuel Wols, 7112» rrni-i- — 3— 472, Herr Leo Schnerb. nx'2 mm - 4. n^sn nm» — 474 51/4, Herr R. A. W. Kotz, niiv '"Vi- — SU Std. vor Nacht, Herr Dr. S. Ehrmann, öTDf — Mit Nacht. 2'1v»— 9-10 (1 tägig), Herr I. Rosenheim, Königswarterstr. 11 V'!?,171' Agudas Jisroet-Mädchsngruppe. Sonntag, i—8 abds., Herr Dr. A. Äterzbach, n'^V'. Montag, 9—10, v'!?nri»7Herr S. Unna, Uhlandnr. 58. Dienstag. 3/49-3/.10, Literatur. Frl. Joel, Fellnerstrotze 5. — 9—10,. Herr. Dr. S. Weger, iVV 'iTi 7i2V. 72U—7212, Herr Julius Lewin. ^»niaV« — 4- 5, Herr A. Hirfchverg. N1171. Llwjath Chen-Verein. Samstäg, im Hörfaale Friedbergeranlage, 474 Uhr nachm. Herr iRed. S. Schachnowitz („Und er trösteteyfie und sprach ihnen zu Herzen"). - Jüdische Frauenvereinigung. UÄisM, nachm. 4 Uhr im Promenaden -Mfee <9eMütlichtz Zufammenkunft. •ifcl vv;;|v V. J. Ä. (Frankfurt a. M.) 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