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Der Israelit · 1927-12-29 · Heft 52 (29.12.1927) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 52 (29.12.1927)
Date
1927-12-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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-WWWWMWWWWW^WWW Sette 4 Nr. öZ D S k J-kLölit ^9. Dezember 1827 wardein verfügt. Die militärischen und Justizbehörden haben bereits eine erste Gruppe schuldiger Personen festgestellt. In Großwardein wur- Den n @tuD?nten unD 28 PvimtMsoiM MM Aufruhrs in den Anklagezustand versetzt, in Klausenburg wurden 44 Studenten und 9 Privatpersonen wegen Ausschreitungen und Devastieruntzen festtzenommen, ebenso in Bukarest 11 Studenten, die sich in Großwardein und Klausenburg an den Unruhen beteiligten. Alle diese werden durch das in Klausenburg eingesetzte Kriegsgericht abgeurteilt werden. Staatliche Funktio- Me, Die Der MMil an Den Unruhen Werwiesen werden, werden aus dem Staatsdienst entfernt. Schuldige Studenten werden relegiert, weniger Schuldige von den betreffenden Universitätssenat disziplinarisch bestraft. Die Regierung ha» ain-a Sandskkammissisn zur Faststalluxz der Schäden eingesetzt. Der Ministerrat hat bereits einen Kredit von 5 Millionen Lei bewilligt, der zur Wiederherstellung der Synagogen Das Telegramm Tituleseus schließt: „Als ein Trost in dieser traurigen Sache wird es angesehen, daß kein einziger Toter zu verzeichnen ist. Lassen Sie mich noch hinzufügen, daß die Regierung ihre Pjüchi dis zu Ende erfüllen wird, denn es gibt keinen unter uns, der nicht einsieht, daß das eigentliche Opfer solcher Unruhen Rumänien selbst ist." Dir Mi ZmtlKlLMMWvnkni der siMiMlgischen Juden veröffentlichen ein Manifest, das mit folgenden Worten schließt: „Vor Gott und der Welt protestieren wir mit lauter Stimme gegen die Verletzung der Helligtümsl' unsms Asuhsns und ZsM dis Unmäßige Verfolgung der Judenheit. Wir fordern die exemplarische Bestrafung der Urheber der judenseindlichen Kundgebungen. Wir fordern die Verhinderung der antijüdischen Agitationen. Wir fordern die Verwirklichung der verjajjungsreAlich gewährleisteten volklichen, religiösen, kulturellen und wirtschaftlichen Rechte." In der letzten ^Senatssitzung führte der jüdische Senator Dr. Emil Jacvbi von Bitz v r, oft seitens der Mitglieder der Parlamentsmehrheit und der Regierung unterbrochen, u. a. aus: „Seit fünf Jahren dauert die Hetze unun-' tsrbrochen fort. In Wort und Schrift wird ge-' gen die jüdische Bevölkerung gehetzt. Eine ganze große Kette von Angriffen auf die jüdische Bevölkerung durch körperliche Mißhandlungen und Zerstörung ihres Besitzes ist seither zu verzeichnen. Seit jener Heit besteht für die jüdische Bevölkerung keine Sicherheit. Dies schädigt in schwerster Weife auch den Staat. Mir wurde wiederholt versprochen, daß die Schuldigen bestraft werden würden. Bisher wurden diese Versprechungen nicht gehalten. Die Ausschreitungen in Siebenbürgen konnten leicht verhindert IHM&M, Sinn M NsziSMg UM M r«n Al>. sichten der Studenten informiert." Kultusminister Lüpedatu hat den Vorstehern der Klausenburger Synagogen persönlich anderb .halb Mlllwnen Lei als Eorftfml für Die Men Wiederherstellungsarbeiten bewilligi. Die Zeitung „Dreptates" veröffentlicht eine Zuschrift rumänischer Studierender der Universität Rouen in Frankreich, in welcher mitgeteilt wirv. W Mo'.StMntön'" haben, im Hinblick auf die Vorgänge in «Siebenbürgen jede amtliche oder persönliche Beziehung zu den rumänischen Studenten abzubrechen. Diesem Beschluß traten auch die in Rouen stuhierenhen Polen, Ützauer unb Japaner bei, so daß die. Studenten vollkommen isoliert seien. Die Nachwehen und Nachwirkungen im Lande. Kullusmlnlster üapeöalu, her jetzt in Klausenburg weilt, empfing die Oberrabbiner, sowie die Vorsitzenden der orthodoxen, und der neologen jüdischen Gemeinden und erklärte ihnen. Die Regierung habe zwei MMonon Lei für die Wiederherstellung der zerstörten Synagogen bewilligt. Sollte der Betrag nicht ausreichen, so werde er, der Minister, sich bemühen, weiters Zuschüsse durchzusetzen. Der Minister richtete an die Mischen Vertreter das Ersuchen, von einem öffentlichen Begräbnis der zerrissenen, beschmutzten und verbrannten Thorarollen abzusehen, da eine solche Manifestation von Der Bevölkerung als ein feindlicher Akt aufgefaßt werden müßte. Oberrabbiner Dr. Glasn-er erwiderte, das Begräbnis müsse nach jüdischem Ritual vorgenommen werden, dieses Ritual schreibe aber vor, daß eine ge- Wndrts Thsmslla »U am uMftw&ilUf Mansch bestattet werde. Das Zentralbüro der orthodoxen Juden, der Nationalverband 'der Juden Transsilvaniens und der transftzlvanifltze ^rveitz der Union rumänischer Juden veröffentlichen ein gemeinsames Manifest an die gesamte Einwohnerschaft des Landes, in welchem die Bestrafung der Schuldigen, die Wiedergutmachung der Schäden und Garantien für die Zukunft gefordert werden. Auch sollen die Beamten, die ihre Pflicht böswillig vernachlässigten, zur Verantwortung gezogen werden. Von wm dlsnyr, Pti Hst KlMstnburger Juden entgingen, berichtet „Adeverul": Das dortige Rabbinat hat den zuständigen Behörden mitgeteilt, daß sich das geraubte gottesdienstliche Gerät im Besitze eines Mittelschülers befinde. Die Behörden hatten diesen Schüler vornehmen lassen und die Gegenstände 'dem .Natzbiüaj zurückgejanhj. daraufhin ist der Schüler aus kurze Zeit verschwunden, was zu unglaublicher Agitation geführt habe. U. a.> hatte das in Klausenburg erscheinende Blatt der liberalen Part? an Den NaDDiner offen Dia Frage gsriHst, ivSL mit dem Schüler geschehen sei.' Es sei ein Glück, sagt der „Adeverul", daß dieser Schüler bald wieder auftauchte, sonst wären hie Folgen unberechenbar gewesen. Das . Blatt fragt, was die NögMNNg HÄe, üist eine hernrstge Ägllation im Keime zu ersticken, und was sie'zu tun gedenke, um den Vorwurf der Zweideutigkeit zu vermeiden, die darin bestehe, daß die Regierung in Bukarest die Agitationen verurteilte^ währ^sthie Provinzpresie ihr verbrecherisches Agitationswerk fortsetze. In der Kammer brachte der Abgeordnete Madgearn von der nationalen Bauernpartei die MZschWüunWN Dar EtuDsntstt m SiödLiibürgen neuevüd) zur Sprache. Er sagte, ein Mitglied der Regierung sei in Klausenburg gewesen und habe dort die Atmosphäre des Kongresses geschaffen. - Ein anderes MgstrUNgSMWstD habe Gelder an die Kongreßteilnehmer verteilt, während ein führendes Mitglied der Regierungspartei dem Kongreß beigewohnt und eine Rede gehalten habe. Die Regierung habe ferner den Kongreßteilnehmern FreikaMn und'-Sön-öWägen auf den Eisenbahnen zur Verfügung gestellte Der Redner fragte die Regierung, wie es möglich gewesen sei, daß, trotzdem in Großwardein und Klausenburg starke Garnisonen und Genharmerjeableilnngen vorhanden sind, die Ausschreitungen nicht schon m den Anfängen unterdrückt wurden, sondern, größeren Umfang angenommen haben. Der Jnnenministere Duca antwortete namens der Ve^ieruntz. pßrnünfk toter Mensch könne glauben, daß die Regierung eine derartige Infamie in Szene setzen oder dulden werde. Die Geschädigten würden entschädigt. Im übrigen werde die Regierung Fragen über beit auch an verborgenster Stätte. Dte Mesusoh, 88» m DU mit AkWMW WiW. M iii r« Allmächtigen Schutz mit auf den Weg. Hüte das Geheimnis anderer, selbst wenn sie dir die Verschwiegenheit nicht zur Bedingung gemacht haben. Suche deine Gebete morgens und abends im Sosteshaufe mit bei Semeinbe zu verrichten, damit vom Verdienste der Vielen auch dir etwas zufällt. Suche den goldenen Mittelweg in allem. Hüte dich vor Schlemmerei, aber auch vor übertriebenen Entbehrungen. Lrmr ss zu Bszitttt slnrk Tat Heren letzte Folgen zu überschauen. Verlust und Gewinn einer jeden Handlung gegeneinander zu halten. Verlaß dich nicht zu sehr auf die Empfindung des Herzens und den Rat des Verstandes. Höre und vrüfe und nimm die Lehre Erfahrener an. Schüttle morgens Mm (Simaifian alle Trägheit von dir und raffe dich auf zum Dienste deines Schöpfers. Achte auf äußere und innere Reinheit beim Besuch des Gotteshauses und fichere dir den Anteil am Gebete von Dorbeter und Gemeinde mit dem Amen, das aber nicht gedankenlos gsspkachs» wird, sondern als Bestätigung eines aufmerksam angehörten Gebetes gedacht ist. Erziehe dich zu einer höheren Gottesliebe, die ohne aach Lohn und Strafe zu fragen, treulich zu den Geboten hält. (Fortsetzung folgt). (Wenigstens einmal im Monate...) Der Israelitische Tempel-Verband in Hamburg richtet an seine Mitglieder ein bewegliches Rundschreiben, an der würdigen Ausgestaltung des wöchentlichen Sonnabendmorgen- GomsWMs tm Tkrnml lWMMk 12/13). D. v. zu einem solchen, der „durch die Zah seiner Be ber Ditfe NgeleMnyklk nichts mehr' bsMwoktsn. Unter dem Beifall der Opposition» erklärte Madgearu, die Regierung sei jedenfalls verantwortlich. Entweder habe sie diesen Kongreß organisiert, oder es Hobe sich trotz des BelagexMgSgUflanDkS die Armee, die Gendarmerie und die Polizei als unfähig erwiesen, die Ordnung aufrechtzuerhalten. Der Verband der Handelskammern Rumäniens, der gestern im Hause der Bukarestere Han- Delskammer eine Tagung aDhielt, nahm äm Protest-Resolution gegen die Greuel der Studentenschaft an und forderte, daß den Kaufleuten, deren Geschäfte zerstört worden sind, ein Moratorium für die Dauer von sechs Monaten gees da weiter, von Ihnen Verständnis für diese Frage und hoffen daraus rechnen zu dürfen, daß Sie zu ihrer Lösung persönlich beitragen werden. In dieser Erwartung fordern wir Sie autz sich zum mindesten zn einem einmaligen Besuch im Monat durch Ausfüllung anliegender Karte verpflichten zu wollen. — Die jeweilige Aufforderung zur Beteiligung am Gottesdienste, die nach einem Turnus geregelt wird, erhalten Sie durch eine schriftliche Anzäge allmonatlich zugejanbt? Glaubt die Reform ernstlich, durch die Gewinnung von Ehrenmijanären, die einmal im Monate sich opfern und für die anderen beten, die verloren Positionen zu retten? Wochenkalender. 1 v. 81. Tez. bis 7. Jan. 1928. / n. 7. — 14. Tebeth 5688. IN Samstag abea- 31 7 W»1 Sonntag 1 8 Montag n 2 9 Vlenstag 3 ■ji; 3 tm-ni Mittwoch 4 11 Donnerstag 5 12 Freitag 6 13 Samstag 7 14; 'N»1 nsipn n.. fl, - J » ’-i i T Uli jj. SW siririi « Nächtichten. Ventfcher Neich. Die Preßburger Jefchiwo in Not. ^tantjur4 27. Aus PreWurg wird uns mitMeilt, daß sich von. dort ein-e Delegation nach Deutschland begeben hat,, um wohltätig gesinnte Thorafreunde für die Muttterjeschiwa des früheren'UngarMund der heutigen TschechofKMöfei in Pretzburgl M iMveffiMn. lieber 200 Vachurim keö-en und lernen in dieser altehrwürdigen Jefchiwa des Chatan Sofer. Die Traditionen dieser Lehranstalt brachten es mit sich, daß siebisüdahin nie an die Oeffsntlichkeit trat, sich stets selber - Äre lltntväl^ungen m NNÄeteuryj?« trafen aber die Jeschiwa in der Nachkriegszeit sehr schwer.,. In ihrer! geistigen Struktur unverändert und ungeschwächt, fehlen ihr die Mittel für die pekuniäre Versorgung ihrer NMl. m NMM M Lllsi und Nüchl Mm D4-D 190861

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