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Der Israelit · 1927-12-29 · Heft 52 (29.12.1927) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 52 (29.12.1927)
Date
1927-12-29
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 52 Teile 3 29. Dezember 1927 Wochenrundschau. mm Ist der Bolschewismus eine jüdische Bewegung? Ml LUSkllSSkss »NS Ak MG s°>' ner Gläubigen ist der „jüdische Bolschewismus" eins der Dogmen des deutschvölkischen Katechismus. Die Ziffern der Statistik wissen es anders. ®i? W «Wik iniB§n, Di? tiiiiogiiS) seZ Zehnjährigen Bestehens der Sowjetrepublik die Sektion für Wirtschaft und Statistik beim Jü- Lislhen WisjenWlichm dnstitutzu Berlm zusontmsngsstellt hat. zu entnshnien isi. beläuft fi(D P^kntsLtz lii 3uta im MmM-Annmal ber Ukraine aus 22,6 Proz., Weißrußland auf 30,6 Proz., der Krim, auf 16,3 Proz. und der Republik Georgien auf 1,7 Proz. Unter den Beami&n fBloztaus merben jetzt 12 Proz.. unter denen Leningrads 9 Proz. 3u^en gezäM. 3n Handelsämtern find die jüdischen Beamten ,in beiden Hauptstädten mit 13 Proz. vertretenin den Aemtern für Kredit- und Bankwesen mit 13,2 Pvoz. in Moskau und 15 Proz. in Leningrad. Ünter den §u^t!z!>eam!en ^rag!!er der Juden 7,8 Pryz. in Moskau und 8,7 Proz. in. Leningrad. Bekanntlich bildet die jüdische Be-' völkerüng in beiden Hauptstädten ca. 5 von Hun- Derr M miamtutDöiimm: m mn gyjgr führten Zahlen zerstören demnach die Legende? von einer „Verjudung" des Sowjetapparates, um so mehr, als nicht alle Beamten Kommunisten find. In der kommunistischen Partei Rußlands werden ca. 48.000 Juden (4 Proz. der gesamten Parteimasse) gezählt. Davon entfallen auf die Ukraine ca. 15.000 (13 Proz. sämtlicher Kommumsien in öer Ulrälfte} lllld Slls SBöt^FllplQTlÖ 3000. Der sozialen Stellung nach setzt sich ungefähr die Hälfte der jüdischen- Kommunisten aus Angestellten zusammen, 36 Proz. sind Arbeiter, 10 ^ftroz. gehören zur studierenden Jugend. Wo ÖtetfJt W? jüdische Die Nassauer Juden, die Münchener Völkischen und die Franzosen. darf die Juden des Bezirkes Nassau als „Verräter, die es mit den Franzosen halten" verleumden und wird in erster und zweiter Instanz . Wie ein Städter, der an Glanz und HerrNHt'M gewöhnt, dessen Auge davon nicht mehr geblendet wird, so '■‘W’, der nur die bedeutendsten Momente seines Gesichtes hervorhebt, und sie zu einem schönen Ganzen roebt; — Jschsskel. mm ein Dorfbewohner, der zum ersten MM m gßf. öiü MMnz. Mi flUQit MMkllk 8M Staatsruder, die Leitung der ReKerung zu beobachten Gelegenheit hat, und sich nun nicht satt daran sehen kann, und, um wenigstens von dem mächtigen Eindrücke, den jene Pracht auf ihm zurückgelassen!, ein Teilchen auch auf seine Zuhörer übergehen zu lassen, alle Cinjjeltj-e-iten berührt, bomit ja nichts verloren gehe, und ÖQ5 5Bliö tt{S TtN gu unferer lichung vorliege. Wo sonst unter den o'rr'ü gleiche Klange unser Ohr treffen, wie bei '■’y»’ Kap. 2, V. 1 und rn'v Kap. 4, V. 1. da erweist sich bei näherem Zusehen die Gleichheit Hs eine nur Minülllk: Liötzß AnllWA sind zwischen zwei Männern, dir dlHfelbm fernen Zeiten rrscham, töu es hatte diese Schau einen andern Eindruck aus den einen, einen anderen auf den zweiten Seher bewirkt! Aber, wenn auch in ihren natürlichen Anlagen, in : DSF AuMlSttttg!5f?f fHfuirpgabcr in~ber fxt „unb Wests itjrnt Anschauung, in kleineren Eharaktergngbu noch so sehr voneinander abweichend, — ein gewisses Grundelement war ihnen allen eigen, ja gehörte zu den Erfordernissen des prophetischen Berufs — ein Zug, welcher die jüdische Prophetie für immer scheidet von versenden aller «rtberen Völker, «ttt meldj-er bis Msnfch- J)ßit M NUMWAM ßePobert urrd I ur 112» V2N "?y n>s?niy nr?ip prr Bier wesentliche Bedingnisse sind es, welche den Menschen befähigen, der göttlichen Offenbarung gewürdigt zu werden. — Er muß „weise" sein: In der nichtjüdischen Well m n Der bkstk Skk Wahrhaftigkeit eines Propheten, wenn er vorher — An recht emfEMr, v?- D e r' I s r a e l i t vom Amtsgericht unb der Strafkam- Mkk skkißksxlLKkllr Hätten die Juden Nassaus es getan, was ihnen der „Völkische Beobachter" vorwarf, sie hätten eben nichts anderes gewagt, als was städtische Behörden in solchen Fällen wiederholt taten. Sie f88ffli IHWNMg *f? SB«n^en« „Völkischen Beobachter", im November 1926, da sie sich durch Abhaltung eines „Deutschen Tages" in Nassau ernstlich bedroht fühlten, die französische Besatzung auf alle Fälle um Schutz angerufM ijoDsi!. Mir Dir Dirn ptn & in Hl M, nicht einmal das Reichsbanner riefen sie an, lediglich der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten war in Bereitschaft. Das konnte zweifelsfrei vor bei- D?I! Onitanp WGMikM KM»! KW Mt!' felsfrei wie die Tatsache, daß Välkische die Franzosen angingen, Hitler, dem Verboteder streuhischen Regierung rumTrosie, Reiie erlaubst! szuekteilsn. Wök Ms MriW sMAn Den NkDattkllk des Antisemitenblattes frei. Und sprachen darüber hinaus die Nassauer Juden schuldig, in einer „Begründung", die zunächst die Legitimation der Privatkläger — 24 BW-RnMtzkkÄ, MMisk WWWW« DB Bezirkes — bestreitet, dann aber besagt: „Das Berufungsgericht hatte auch, obwohl es nicht .notwendig war-, geprüft, wie zu entscheiden gewesen wäre, wenn die Privatkläger legitimiert wären. Auch unter Vieser Bor-ausfetzung märe es xuxr ateiAert Ent-?••••-.J o . . 7« » e scheidung gekommen. Ein Wahrheitsbeweis dafür, daß einer oder mehrere der Kläger sich an die BesatzWgsbehörde' gewandt hatten, ist zwar nicht erbracht, dagegen ist ein gewisser Wahrscheinlichkeitsbeweis dafür -erbracht, daß einer oder m-ehrere Juden sich an die franzHW,«sch!IWWU» jpt j)M; Hk« M: schon Tag" zu oerbrelen, Außerdem muß dem. Attge» klagten der Schütz des § 193 (Wahrung berechtig-ter Interessen) zugebilligt werden. Aus der Form und den Umständen der Veröffentlichung des Artikels kann auf eine Bel-eibiHuagsabsicht aicht g^schlvstea werden, UNS LS ^k«NN W Ättgeklaglen nr^t fen werden, düh er seine Behauptung vollkommen aus der Lust gegriffen habe. Die Wahrheit des vom Angeklagten erhobenen Vorwurfs vorausgesetzt, «wäre ein scharfes Urteil am Platze gewesen; der Angeklagte Mt non Jeimm Stmiwuntt vuZ Ml M girarnit? %?r! halten jüdischer Staatsbürger ei» scharfts UrMl füllen dürfen." Ein Urteil aus tönernen Füßen von - „wahrscheinlich", „vermutlich" und „vorausgesetzt". Daß £Ü ÜQfliU skkft rni^t tjttben roirb unb eins höhere Instanz dw Sache sv steh!. Me ste! fl > nicht wie sie gewesen wäre, wenn die Beschuldigten das, was ihnen zur Last gelegt wird, getan hätten, rvollen wir im Interesse des An- 5uftt| mit mm MvMU hoffen. Das Sch« der rvmsnisch?« Pogrome in Europa und Amerika. In der letzten Sitzung des Kongresses der Vereinigten Staaten hat der Senutor La Tttglöis lim?Sf|?^on porr schlagen, in der der Staatssekretär Kellog vom Kongreß aufgesorbert wird, bei der rumänischen Regierung energisch gegen die grausamen Verfolgungen, denen die friedliche jüdische Bevölkerung in MlMn N1WW ift, p prülksklkM. Sn der Resolution ^wird die rumänische Regierung auch ermahnt, die Gleichberechtigung der Juden zu relpektieren. Ueber die Resolution ist noch 1 »Wimini moröffl: Das General-Komitee der amerikanischen Studentenschaft hat in Nkwljvrk eine Protestversammlung gegen dl« Bersülgung her Silben miö her iübifcbfitl EiudWim in Kumätiion nDfleftoften. linier firn Rednern waren Senator C o p e l a n d , Bischof Paul Jones und Norman Thomas. Sämtliche Redner brandmarkten die Verfolgung der Juden in Rumänien und sprachen insbesondere en NWn ÜÜÄ N WMW W W garn, die unter einem beispiellosen Terror zu leiden haben, ihre Sympathie aus. Eine diesbezügliche Resolution wurde angenommen. Herr Lueien Wolf, Sekretär des Joint 8ore!gn §ommÄee $?!{!{$$$ l)üt tU einem Schreiben an den rumänischen Außenminister Titulescu der tiefen Besorgnis der Judenheit über die antisemitischen Exzesse in Ru- MöMM'SMM SMkkll: Dieses S^ceibeu r>e-' antwortete Herr Titulescu mit einem län-- geren Telegramm. Es heißt darin: „Ihnen sind die wahren Gefühle der rumäniflhen Negierung nur zu gut bekannt, als daß ich erst festflellen mutzte, iajj w!r uns mH Empörung und Trauer gegen die in Kläusenburg und Großwardein begangenen Gewalttaten wenden. Obgleich wir schlüssige Beweise dafür besitze, daß sköMo Provükuwurb Mil im^Smelk waren, obgleich man die Masse der rumänischen Studenten mit den irregeleiteten Opfern dieser fremden Propaganda sicherlich nicht identifizieren dürfe, ist die Regierung entschlossen, unverzüglich die pennen Mrßttstzms« gu Mgxsiftn, um leöe Möglichkeit einer Wiederholung solcher Akte in Zukunft auszuschließen. Infolgedessen hat die Regierung jene administrativen und polizeilichen burt^ bie Unruhen traben überraschen lasten, "vMüWn. Sv wmu m Entlastung des Präfekten des Departements V'chor und dev Polizeipräfekten von Klausenburg und Großschranner Mansch w«r. „s&vtypr täme Wnrr Ue|e floh, liche Begeisterung, diese Sprache, Dinge, von welchen der Betreffende sich vorher nicht träumen ließ, — wenn -es nicht höhere Eingebung wäre? — Aber — der Mensch sieht immer Uebernatürliches, wo es feiner Neigung zu- Mkl,M f1”f” Profiten in «m«m bloße» _ Betrüger oder etmm vom Mbcrwayn betrogene-n Betrüger! — (Schluß folgt.) Kleines ^eüifletöü Aus dem Testamente des »Rasch". föwn m. Um Rrtzzrm Aschük BüitSef&tel ausMnem mm nmmrr entnommen). (Fortsetzung). Sieh auf Genauigkeit deiner Wage, such Memsen, am der im Däne Warlk ivsgft, Es falle dir leichter eine GöldäUSgüdö. üls die vor» eilige Ausgabe eines Wortes! Latz abends dein Tageswerk noch einmal deinem Auge vorüberziehen, bekenne die gemachten Fehler und gehe mit dem Vorsatz zu Bett, sie morgen ntffiöer üutitmuKM: Dsnke vor dem SGlafengeyen Ztvns und Jerusalems in Tränen. Sei eingedenk des Tages, der dich zur ewigen Heimfahrt ruft, datz die Reisezebruna stets für diesen Tag bereit sei. Beachte das letzie Wort Jochanans. Hygg ^alrfrars x>ön »e» ©8|88, tztö UtlS, 18 urchde«r, »iß mtf aus Dem Lküea DtnausaefaDren sind, zum Lichte odsk zur Finsternis führen. Sei gut Freund allen Gottesfürchttgen. Suche ihre Gesellschaft so eifrig, wie du die der Uebeltäter meidest. Liebe die Zurechtweisung. Es ist *aifant. bie eigenen Verdienste unb Seistüicht is rllzrr gig|g«m®{ß ju WM. ÜMMM die Verfehlungen sich sehr zu Herzen zu nehmen. Suchst du Lohn für deine Guttat, so denke an den Schöpfer, der dich täglich erhält und ernährt, weit über deine Verdienste hinaus. Vergitz beim Gebete nicht, datz die Andacht WÜMMWW T -923ie bf zürnen, wenn dem Sohn vor brr z«rstt««r Mur? mk gedankenlos unzusammenhängende Worte htnwürfe. Darfst du es vor deinem Vater im Himmel, dem Könige aller Könige machen? Was nützte das Flehen: .Vergib uns", wenn das Herz nicht mit um ift Bill diesen schon für alle Gebete: sa asm besonders für den erste» Satz des „Schma" nnv dm ersten Abschnitt des „Achtzeyngebetes". Lerne den Wochenabschnitt mit Raschi und vertiefe dich in die heilige Materie nach deinem geistigen?.}*&} diese Abschnitte mit der Gemeinde, zweimal den Text und einmal dir «ramäis^e Uebersetzung des Onkelos. wie es vorgeschrieben ist. Widme dich darüber hinaus täglich erst dem Talmudstudium. denn die mündliche Lehre erschließt uns die Tiefen der Offenbarung und der schriftlichen Satzungen. Wllaufs dir immrr??« 6$eüem tzLL AllSEt itlf Essen und Trinken durch den Segensspruch vor Beginn und nach Beendigung der Mahlzeit. Nimm es genau mit den vorgefchriebenen Waschungen. Die Schausäden begleiten dich und dedillllM deine GüttllkbMtzmhM, um Mnsühlig"

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