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Der Israelit · 1927-12-29 · Heft 52 (29.12.1927) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 52 (29.12.1927)
Date
1927-12-29
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Sette 2 Nr. 52 Alsdann erari ff) err 2>r. A f He r k les Barns das Wort zu einem großangelegten Vortrage über M u s s a r. Der Referent zeigte an einer Fülle von Einzelheiten u. a., wie die Ergebnisse der Wissenschaft und Zeitkultur nur relativ zu werten und ^tets un^iHer und rnit der Zeit wandelbar feien, während die Erkenntnisse der Thora allein einen objektiven Maßstab für das Weltbild bieten. Er schloß mit einem Aufruf zum intensiven Lernen. tu fanfi nunmehr Die MHI W Illgößr- Präsidiums statt. Per Akklamation wurden die Herren: Dr. Siegmund Stein-Köln, Rabbiner Dr. Elie Munk -Ansbach, Dr. Willy Hof- 188RlkWWll8:1: UNS Bf; 18(188M8NZ- Nürnberg zu Tagungsleitern, die Herren B i m g- Frankfurt a. M., Cohn- Hamburg und A. Cohn -Marburg zu Schriftführern gewählt. W Rabbiner Dr. MMunk -Berlin nabm sann das MN zu MM IRafetat fite; „D i s Aufgaben der Agudas Jrsroel-Jug e nÄ b e w e g u n g ", sowie Herr David IDl l - mapn-Kassel als Korreferent über das gleiche Thema. Während der erste Redner mehr die \mm SWMA Wti?z?zke, z!ng Ux L4tere auf praktische Ausgestaltung der zukünftigen Arbeit in Stadt und Land in ausführlicher Weise ein. An beide Referate schloß sich am Nachmittag eine ersprießliche Diskussion an. Vornehmlich Wke W öla AusWU W Bie Fr^i inBividuelle erzieherische Einwirkung oder Organisation als Erzieherin zum ^v-Gedanken, und wurde vielfach auf Möglichkeiten einer SS.reinigimg MMUM W Lkk' lauf der Diskussion ergriff, mit großem Verfall begrüßt, Herr Rabbiner Dr. Pinchas K o h n das Wort, der, gerade von Erez Jisrael zurückgekehrt, insbesondere von dem weltgeschichtlichen Ssschshsn im KznW um Li« Fkiihiit b» (£)«- meinden im heiligen Lande berichtete. Mit trefflichen Worten zeichnete er die Schädlichkeit der sog. Neutralität. Klarheit und Entschiedenheit sei NM, Nach Schluß der Sitzung — 8.Bö Uhr — fand noch eine Nachtsitzung der Delegierten statt, die erst um 2.30 Uhr morgens ihr Ende fand. In ihr wurden wesentliche und grundlegende vrattme und Melle Fragen der OrganWian vSktkÄUltch ßehändelt. Am Montag Morgen wurden zunächst Begrüßungstelegramme. verlesen. Dann sprach Herr S3em^arb S. 3acof> jo^n gwm THema: fttfjc 'MKchUgung der flvlslhm ÄgtzNv". Er legte im besonderen ein ausführliches L e r.n - Programm für Jugendliche dar.und betonte, daß das Lernen so stattfrnden müsse, wie es der Der Israelit MMliHkN Mle groß fei: MMMMUbette ex Verselbständigung des Lernens, so daß der Jugendliche fähig sei, mit eigenier Initiative Ersprießliches zu seiner geistigen Erziehung selbst veizutragen. SfS 8ro.SffH8 W 8WM LtzM« Akik fkk Sie Herren Herr Dr. Arnold Merz b a ch, Frankfurt a. M.; für die Damen Frl. Studienrätin Lilly F r e i m a n n, Hamburg. Beide Referenten legten in gründlicher Weise dar, wie eine MW irntutrung Dir lüiiiiniifp Dp. meSDs lichen jüdischen Jugend auf allen! Gebieten des Einzellebens und des Gesamtdaseins zu erreichen sei. In voller Offenheit wurden in diesen Reden m MMii ßlifglgiigt;« Durüj Di! M88kl8vk Synthese von' Thorakultur und Weltkultur entstehen, sowie die Wege zu Verinnerlichung und Vervollkommnung der jung-jüdischen Persönlichkeif gewiesen. Am MHkMrz ln Drllrrtrntag um 3 Uhr eröffnet. Dr. Hosmann erstattete den Geschäfts-, Edgar C o r i den Kassenbericht. Die Organisation ist s ch u l d e n f r e i. Heinrich L a n >d au, Fürth bsrichtets über dis 8!aA§i^ung Der delegierten, in der" angeregt wurde, von Seiten des O. V. mit den agudistifchen Führern der Esra Fühlung zu nehmen, bezw. zuvor die Jugendgruppen auf die Erziehungstätigkert umzustsllen. Dr. Ernst F r s t m a tt n bsmängeti, B!e ®ememLeort!)0'S>oj!e zu oft abgestoßen werde, Wolf S. Iacobsohn stellt in kurzen Worten die Stellung der Leitung zu dieser Frage wieder einmal fest und erklärt, daß der kW W reronftruiercnDf MkMiW 3tat in Deutschland sich mit der endgültigen Klärung dieser Frage befassen werde. Dem Organisationsvorstand wird Entlastung erteilt. Frankfurt ^urn Vororts Dr. Will^ Hofmann'zum Vorsitzenden wieder gewählt. Nach erregter Geschäftsordnungsdebatte werden als weitere Mitglieder gewählt: die Herren Joel Sänger, Fritz Stern, Gerson S ch n> e r b , JsSSk Rss^Uh^iin, Tögär (£ o x l, Aritz Strauß wieder und Dr. Arnold M e r z b a ch sowie Max Feuchtwanger neugewählt. Die Anträge werden einer Kommission überwiesenem 6.Z6 tthr könnt? endlich Herr Jakob Landau das Wort zu seinem Palästinar e f e r a t ergreifen. Er griff weit zurück, um nachzuweisen, daß die Erkenntnis der Thora die MMlMWt M MassMg eines Lnntzes als Htzimst dSk ThSkS in sich schließt. So wird in der Thora als Voraussetzung der Pflichterfüllung schon das Land versprochen. In einer interessanten Abhandlung definierte erbie Begriffe Volk 29. Dezember 7E unD Rkligllin. Mil stslUMIissMM ProgmiNM sti Jrsael ins Geschichtsleben nach dem Willen / Gottes getreten. In der Tatsache, daß 2iv 'mrv '"K im Golus nicht aufgelöst ist, liegt der beste Beweis dafür, daß Gott uns wieder ins heilige eatiQ MW, Bra iofusjpp fei M8YII888 und Ansporn zur rowrv .Aber stets haben wir das Golus als Proviforium zu betrachten. Mit der Stabilisierung des Golus durch die Assimilation wird der Geula-Begriff verwässert und iUJIi 188108188818$!. N W WM MW der Jude seine Geschichte. Nur dort lernt er,, das Golus als Provisorium zu betrachten. Jischuw Erez Jisroel sei «der noch nicht die A u fh e- 8888 M $8181, 88$ W Bf? WWW des Judenstaates, sondern die Verwandlung dev fin-Misere in eine eigene heimische Atmosphäre. So dachtm Mch Sie Mm, dem §ieö!ungSpolltik unter unsagbar schwisrigsn pplip im ü§nßz Bm ifc fchen diente: Referent konstatiert und tadelt den Mangel an Heroismus für Erez Jisroel in derheutigen! Generation. Es sei Aufgabe des Ein-' Zölnen wie des Klal, die Evsz Jisroelarbsit auf eigene 8ü^e zu f!e8en. ' Ausgedehnte Aussprachen über einzelne Punkte, Auseinandersetzungen über die Wahlliste und sonst noch Unvorhergesehenes führten dazu, daß die Diskussion übsr wichtige Referate, wie Äer Bie f i e 8 r f ü tfj» t! g u n g 3> e r: Jugend, ebenso über die E r e z I i s r oel- Fragen ausfallen mußte und man sich wegen der vorgerückten Zeit ^gegen 8 Uhr gezwungen im 3HF Schlußsitzung überzugehen. Herr Dr. S. Stein, Köln hielt die erste Abschiedsrede und sprach herzlichen Dank öen ffrönFfHrftrn unD allM, Die m Mingm öm Bundestages beigetragen haben, aus. Herr Dr. W. H o f m a n n dankte dem Präsidium und insbesondere Herrn Dr. Stein, der mit großem Elan^ rvo uötr^ auH mir Strenge und EntfHsedsntzIstp im Ganzen aber mit Witz und Humor die Verhandlungen geleitet und allen schwierigen Situationen gerecht zu werden wußte. Zum Schluß richtete noch Herr Wolf Jacobsohn, Hamburg einige tjnßüäjf ÄLktt SkZ SSllHi; M Aust munlerung und Ermahnung an die Delegierten und alle Agudisten. Damit hatten der Bundestag fein Ende erreicht. Vis zur späten Nachtstunde vereinigte noch- R ll ll ir e z- ÖT t e n i Selegrerirmd auswärts und Frankfurt, so daß die reiche Arbeit von Tagen den schönsten harmonischen Ausklang fand. Die Propheten. NM IkWß NsMW Ehe der jüdische Vlick sich im Reiche der Prophetie umzuschauen gedenkt, mutz er sich über «inen Punkt ganz besonders orientiert haben — es ist das Verhältnis der »ana Zur nun. persönlich «usgedrückt: das der üdriSLN 8«wu Zu «M- Das göttliche Wort selbst zeichnet uns den Unterschied zwischen beiden in prägnantester Weise. 02^22 'w ds spricht Gott zu Aharon und Miriam, wa i>22 nvfa nay p ab — 12 *121« ai^ra s?2in« i’b« nrr-?»Z Imjl Siissäii ia aa-rw ns V« ns .mn Zwei Worte erklären hier Alles. Es ist ein tiefer sprachlicher Unterschied zwischen iwnn und njn». Letzteres ist *) 3m Nack^la^ des verftorbeue^ «rste Layrgelt am Sabbat, 7. Dewelb, ist, befindet sich ein kompletter "vv'-Kommentar, Frucht jahrelangen intensiven Studiums des feinsinnigen naSn aan. der später im Drucke der Oeffentlichkeit zugeführt werden soll. Die von ihm dem Werke zugedachte Borrrdk. kille Riswalle Wkrllmg dtzk Prophölls übsktzsupt, sei hier witzdergögeben. das klare, lichte Sehen mit dem Auge, der unmittelbare Reflex des Gegenstandes aüf dasselbe, iirrn.» ist das Spiegelbild; der Sehende sieht den. Gegenstand nicht' selbst, sondern bloß den Reflex desselben, unb' muß von WM NMllK, M WU MN: LMs W WMllHf zurück schlichsn m\ den Gegenstand selbst/ i Die folgenden Sätze bilden nur eine nähere Erklärung zu diesen beiden Verschiedenheiten. Die ganze min ist nfn», ist ganz Gottes Wort, welches an nvu erging,, ist ganz das nam i-rr ‘pt'v was Gott unmittelbar zu fffllffiHÖ M MM MWguiuN) bas Won mar vollrnvet M GWaake Md Form, sowie es aus Gottes Mund kam, „von Mund zu Mund spreche ich mit ihm — es ist ein nicht in Rätseln!" — Ganz anders der rr'22« Er sieht nicht von Aug' zu AugL, empfängt die Nsde nicht «lus Gottes Mund — ifJii?, £!f sieht iinl^ höri tfo^ f>c,i beffeu, tv-as er sehen und hören soll, er muh darum nicht wach und aller seiner Sinne mächtig fern, in dem Augenblick, in welchem er die Offenbarung erhält — „es ist im Spiegelbilde, wenn ich mich ihm zu erkennen gebe, und im %m\m tzttHk ich in ihn hinein" (nicht „&u chm", wie bei avvl. Und zwar ists nur ein Bild, ein Gedanke, den der Kpa erhält. W i e er dieses Bild schildert, wie er diesen Gedanken aussatzi, und wiedergibt (daß er ihn nicht falsch ausfaßt, dafür bürgt in erster Linie der Standden di« Männer^ roelch« <Iott gsK MsrrKsst, ei'nnehmcn müssen) rok er Mser ganzen Prophezeiung die Form gibt, das ist eben Sache des, Infolge dieses Umstandes geben uns unsere Weisen einen bedeutsamen Wink über die Wahrhaftigkeit des «pa- Sie sagen:!Wil fülSM BtilSSfiB 555 f'Ss 5»»'ää n»al> rhisins jizxo Ein und dasselbe Bild, ein und dieselbe Erscheinung» ein und derselbe Gedanke kann einer»- Reihe von Propheten offenbart werden, niemals aber wird die Verkündigung auch nur zweier dieser Propheten gleichlautend, auch nur gleichförmig sein. Ist es dennoch bei- VE ffUinD i§ mtmM MM, jskMslW Mv UWk — Betrüger; im erskeren Falle ist es eine Verabredung, im zweiten, einfaches'Plagiat. — Und das ganz natürlich! "Gibt es ja überhaupt niemals zwei ganz gleichartige Menschen auf Erden-; ein Jeder hat seine Eigentümlichkeiten, einem Jeden können wir einen ihm charakteristlscherr Zug -abtefierr — -es gilt iri«s jotDo|t vom als vom Seifte,- — durum STO und dieselbe Erscheinung einen ganz -anderen Menschen; einzelne Details an der . Erscheinung, di< den einen Menschen fesseln, lassen den , anderen, je nach Charakter oder Gewohnheit, gleichgültig, und ebenso umgekehrt. Als sök f i MMN VwnhezMni nv :iraT3'Tirai8ii8Vso Mi der sie alltz 2iv N7>« 7>v hatte reden, lassen,', während der wahre Prophet inp'v allein sprach: nsn ft-p 122 , Wir hören sogar aus dem Munds unserer Weisen linito IMm MMkNrWW Mßffmate .unfis&i? mm Nennen. Jeschajohu, erzählen sie, schaute das 0221» die ganze Offenbarung der Handhabung der göttlichen Weltherrschaft und Weltleitung im Großen und Einzelnen, die für uns so hoch, so erhaben ist, daß» wir sie nicht fassen können, daß sie unnahbar für uns ist, A MM n WM!0, Ml 8MM! --- WllM M Ischesköl MM Göiwn ausfüllt, was sk bis aufs Klsinsts detailliert, — das führt uns Jefchajoh in seinem Kapitel in wenigen kurzen, doch inhaltschweren Worten dar. Der Unterschied, erklären sie weiter, liegt nur im Naturell Beider. iw nnn m nirm ms pd nmi "SM

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