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Der Israelit · 1927-12-15 · Heft 50 (15.12.1927) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 50 (15.12.1927)
Date
1927-12-15
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Sette 10 Nr 50 De r Israelit Huglattd. Antisemitismus in Weißrußland. Moskau, 4. Dez. öer in Minsk stattsind enden Konferenz der Korn munistlschen Partei Weißrußlands «fmerte ter Generalfekrerär der Partei, Kworin, über die Notwendigkeit des Kampfes gegen den Antisemitismus. „Der Antisemitismus", sagte er, „finde Eingang in die Arbeitermassen nicht nur Weißrußlands, sondern auch Moskaus. Lenin grciDs ufw. Er finöe feinen Nährhyden in unserer Unkultur und in unserer wirtschaftlichen Rückständigkeit. Ueber das Eine müsse man sich klar werden: der Antisemitismus ist immer konterrevolutionär; Nachsicht gegen rhn hichö, Die WötztM LösllMM MuMschmmkü. Dik Erziehung der Arbeiterklasse, die Aufklärung der rückständigen Masse innerhalb derselben ist eine der wichtigsten Ausgaben." Kworin forderte die Partei auf, für ^?si Antisemitismus die c^rö^te Energie aufzubringen. sJTA.) Oirst«r«rv. Verbindungen nach Palästina W. Ns». Im Verlauf des Monats Dezember wird ein direkter regelmäßiger Zugdienst zwischen London und C a i r o über Palästina eröffnet werden. Die Route ist folgende: England—Frankreich— Türkei—Asiatische Türkei—Syrien—Palästina—Aegypten. Nur an zwei Stellen wird der Elsenbahnzug mittels Fähre das Meer überqueren: Zwischen Dover und Ca- Ittß unö WiMN KLNstMjNSxel untz Haidar. Die Reisedauer beträgt vorläufig sechs Tage, dürste aber in Kürze auf fünf Tage reduziert werden. Zwischen Tripolis und Haifa wird bis zur Fertigstellung der geplanten Eisenbahnlinie die Strecke mittels Auto $UMäplS§t MMN.; „Bildern zum Schmucke", wenn ein Nichtjude die Arbeit vollendet. 13 Dezember 1927 Liebling von jung und alt, ist am Donnerstag Abend, den 11. November, nach kurzer Krankheit im Krankenhaus der Deutsch-Israelitischen Gemeinde den Ihrigen und dem Kreise ihrer Freunde jäh entrissen worden. Einer alteingesessenen Hamburger Familie, in der seit MkWMkkl SkK»Nks mmm UNS sssnlliWS Adentum sich''Miss 'innigste vermahlen, entsprossen, mar die Verklärte von Jugend allst bestrebt, ,alle in strengstem Sinne zu betätigen und später, als'' sie dke Schule verließ, durch Schiurim sich fortzubilden. Mit einer umfassenden Profanbildung — es geeinen hohen Genuß, ihre fein stilisierten Die Antwort des Prof. Schah an Oberrabbiner fiucf. Jerusalem, 9. Dez. In seinem Antwortschreiben an Oborrabbiner Kuck findet es Prof. Boris Schatz zunächst befremdlich, daß der Oberrabbiner das Schreiben der Oeffentlichkeit übergmn Wttki KUS iOHl ebenfalls veranlaßt feine Antwort in aller Oeffentlichkeit ZU erteilen. Er stellt fest'. 1. Die Bezalelfchule ist in all ihren Abteilungen von Freitag mittag bis Sonntag morgen geschlossen, es könne somit von Entweihung der Sabbatruhe nicht die RödS ftzM. 2. Die religiöse Führung der Schüler, Lehrer und Arbeiter außerhalb der Schule kennt Herr Prof. Schatz nicht und möchte auch für dieselbe keine Verantwortung tragen. Er hält die dem Oberrabbiner darüber von Seit; geMäM AnMsrr fük süW Mr üWm trieben. 3. Er gibt zu, daß Skulpturen in einer Weise, die der Oberrabbiner als „von der Thora verboten" erklärt, in M Mule lliWseitigt wklükN: AlZ Zup?"r glaubt er aber, daß dieses dem Vezalel nicht als Sünde angerechnet werden kann. Es werden ja keine Bilder angefertigt, von denen die Thora sagt, daß „man sich vor ihnen nicht bücke und sie nicht anbete." Er erinnert an eine Aeußerung des thstt QflQ^HÜÖflF, wonach sogar die Anfertigung von wirklichen Götzenbildern durch Juden erlaubt sei, wenn der Nichtjude die letzte Verrichtung daran vollzieht. Allein auch dieses geschieht irn Vezalel nicht. Er, Schatz, habe nur die reine Kunst ksN Äuge untz wolle Sste §chöriheit däe GsttöTMölt UttÖ Palästinas im Bild zeigen, unsere Vergangenheit und unsere Größen. Die Bilder, die Vezalel als erste jüdische Anstalt für die Bibel und die jüdische Aagda WMM atmtfjten dem WiWn Böllr gux W*. Schatz nimmt für sich in Anspruch, durch die Darstellung der Propheten, der jüdischen Festtage, des Schmerzes und der Hoffnung des Golus ein Werk der Heiligung des Gottesnamsns vollbracht ZU haben. Kein Rabbiner habe bisher eine Gegnerschaft gezeigt, u«& ei bittet ZllM Schluß Herrn Oberrabbiner Kuck, auch seinerseits gegen die Schließung des Bezalel zu protestieren. In einer späteren Nummer des „Doar Hajom" berichtigt der, Sekretär des Oberrabbiners einen Irrtum im ^chreib?n Äberrabbtnsr Äiick h^iß-ä nicht 8jtz Anlertiauna von „Götzenbildern" erlaubt, sondern von Aus der Aleppo-Gemeinde in Jerusalem. Jerusalem, 8. £eö. Unter Anwesenheit aller angesehenen Männer der hiesigen Aleppo-Gemeinde und des Herrn Rabb. Dr. Pinchas K o h n referierte am Sabbat in der großen Synagoge dieser Gemeinde Rabbiner Mos che h Blau! Zährte _ „ übev bas A e m e! n de g e se tz. Thachckttt Müll NllfüLI KtztsttzLtchtzll Bvltzftz Zit — BöfMMÄ sitz tzill ßtzj Mübegrüßte Rabb. Dr. Kohn in einer herzlichen Rede und jbernen Frauen nicht häufig anzutreffenbes tiefes rekrbetonte, daß die Aleppoer als streng orthodoxe Juden gMes Wissen. Schon in jungen Jahren als Esraführerm ' cf . «eh™ tätig, gewann sie durch ihr seines, liebevolles Wesen, allem Hand m Hand mit Agudas Jisroel gehen, mit starker Energie, durch ihr« hohe, sittliche Darauf lkgR Mbbimr £r: KLM in Fräsilcn «j^e^en Worten, obwohl in deutscher Sprache allen verständlich, I sluß auf die Jugendlichen, deren Herzen ihr im die Ziele und Zwecke der Agudas Jisroel nach derAiurme entgegenschlugen Ein besonders reiches, ihrem . -7 . . m.rfi. hör r ranSe uatt) praktischer Betätigung willkommenes Feld Richtung der Einigung des ludischen Volkes auf der Lot sich ihr, als sie in den Vorstand der sozialen Ab- Grundla^e der Thor« dar. Nunmehr ergriff Rabbi terkung der Agudoh-Jugendgruppe Hamburg-Altona ge- Moscheh Blau das Wort zum Hauptrefervle über den wurlei kenn {(jvem (bekennen g-enÜZteUichk Gerne indeentwurs. Er verzeichnete alle von der ^ße Wissen, das Wissen drängte sie zur ausübena, m u u " rcv.u«,,rfflC öen Tat. Mit Vorliebe suchte sie da die Statten auf, Aguva errungenen Verbesserungen dieses Entwurfes. mo gIenö unb Not, Kummer und Sorge zu Hause Einen vollen Erfolg verbürge nur ein geschlossenes waren. Wie leuchteten ihre Augen in reinster Freude. Zusammengehen aller Gesetzestreuen. Dsmsntsprschsnd wenn es ihr gelang, in den Krankenhäusern, wo schon werden in der Ztzulralleilung der Jerusalemer Signta- $r ÖlolfiS ElschMtzN FvWdtz aus M WMrr laastk^ „ t , . m c, ' . . die von Leiden Heimgejuchien durch gutitzM ZUMUch Vertreter aller gesetzestreuen Gemeinden und Jnstrtutiog^fzuheitern, durch sinnige Gaben und Spenden zu ernen in Jerusalem Mitarbeiten. Eine Propaganda in der freuen und jedem nur irgendwie erfüllbaren Wunsch der Aleppo-Gemeinde zum Eintritt in die Aguda sei im Kranken entgegenzukommen! Ueberall, wo Not an die Interesse einer genügenden Vertretung dieser Gemeinde ^aren pochte, -suchte sie mit den bescheidenen Mitteln, .... „ flfn- C -f* * »tt t I ie T^r SUr Verfügung ftcmben, m vornehmster Art ernin der Aguda sehr zu wünschen. Herr ^«IK-5 f ^ÖI»e mm' p wundervoller Eigen, einer der Vorsteher der Gemeinde und Delegierter der schäften, die blühende Jugend und das tragische Geschick, Agudas Jisroel im Stadtrate, grüßte die Redner und dessen Opfer sie'wurde, erweckte besonders in der Hamd-ntte ihnen Im Namen der «anzen V-rs-mmIuns. auch bu^ jüdWen B-nälkerung bei Na» UN» Fern -inf° im 9)mm Sm gfsifcn StaBWnsr öer fflfmdnk. dir ddd lind dl rimm »halichs« Mll« wohl falten äiigKti Gesundheitsrücksichten nicht erscheinen konnten. Er er- Zu Hunderten zählte das Trauergefolge aus allen Atklärte in ihrem Namen, daß sie mit allen Bestrebungen tersstufen und Klassen, das die Leichenhalle des Hekder Versammlung und der Agnda gur Stärkung dejü. M# und seine Umgebung Bis aus die Straßen hinan- * rr* . füllte. In der Halle des Krankenhauses zeichnete der duschen Ged^ink.sns vollkornrnen ernverftanden fein. I Bruder Verkla.rten, Dcrvrd Hirsch, in erHreisen- - ksn TlsyräwörUtt, Mi rlltz aufs kitzssttz LkZkissön, , .. . ein treues, liebevolles Bild ihres Wesens und Wirkens. IlnetttJöffefes Scheitern der Verhandlungen Ohlsdorf-Steilshoop, wo sie zur ewigen Ruhe ge-' zwischen Waad Harr Aschkenasi und Waad harr bettet werden sollte, beleuchteten und ergänzten ihr von Hacharedis. lauterster Gesinnung getragenes, segensreiches Schaffen / r in beredter, zündender Weise der aufs tiefste erschütterte . 6; MIM. BUM. Jr. aanoBEtj ans sam MW M Die bereits sehr weit gediehenen und vor dem Ab- Lehrer und der Freund des Hauses, der mehr als schluß stehenden Verhandlungen zwischen den beiden irgend einer zur Durchdringung und Vergeistigung ihres arihadaren Gruppen in Jerusalem ßnd. trotz der unend. ««giasen Gruben-beitrug, »er ü-hr-r an der Talmud- ~ 1 . f . . M or,.ÄAVt Thora-Realschule, Beruh. S. Jacobson. Jeder suhlte lichen Bemühungen Dr. Pinchas Kohn, im letzten Augenihr Wirken hienieden noch lange Segen stiften blick gsschUtzgxt. Non imilW des Motz Mir AWküW und den Amehörigen und Mnndkn Skr Srssk Lrsst war bereits der Vorschlag angenommen worden, sofort sein wird eine gemischte Wahlkommission einzusetzen und Neue «s u .. rr <m V L . mit jum. Furth D., 5. Dezember. Am 1-sVn-i» v"2 waren die wählen im Waad Hari Aschkenasi auf Grund des des alten niny rr»3 Fürth weit geöffnet, um por-tionalrvahl-Systems auszuschreiben. Auch hatte man einem unübersehbaren Trauergefolge Einlaß zu geben, sich bereit erkiäri, bk Bpihe SiniM zu ÜbsMöhWN. dag W, irdlschM MM iiminmwmn iVÜ d.u GlSdk Auf Seiten der Adaß Jisroel Hacharedis wurde jedoch ^rug. Zilli Bernau, geb. Naumburger, hat ihre nvvl 7 .... . Zn ± c . orr^e ti . minD lM 85. Jahrev-nv-i nviii?2chrem Schöpfer, dem chr gefordert, daß der Waad Hair -Aschkenasi ln seine ganzes Leben geweiht, zurückgegeben. Einem alten, künftigen offiziellen Titel die Beziehung zu Rabbi Chaechtjüdischen Hause entstammend — sie war die Tochter jim ©onnenfeib streichen und so nach außen eine Art! des enen* 'i, dessen Stammbaum in Fürth auf Mutralität hinsichtlich der ©trtitfragen, meftfje U? £*ct-1^00 3llljNb |UrfllIpf5t — Ht init J0F f©ßn . , , , v , iftTTfl VJr Jahven m ben 3,öb vürsusgegangenen Mann den Oberrabbmate vvnemande rirennen, bekunden Bernau ein Haus gegründet, in dem die Tra- Hierzu konnten sich schon mit Rücksicht auf die Ehre ktttcn-eu ihres Vaterhauses hoch und heilig gehalten Rabbi Chajim Sonnenfelds die Vertreter des Waad wurden, die da waren: tiefe Religiösität, Befcheiden- Hair Aschkenasi üichl Ds. Kohtt MllW dllhsr ZMi Sinn für alles Edle, Gute, Mens^lkche. Und als J. m .... „ , . löer an Frömmigkeit und Edelsinn edenbürtige Gatte die Verhandlungen als geschlossen erklären, gab ledoch Zosährigem, seltenem echt-jüdischen Eheleben ihr der Zuversicht Ausdruck, daß für den Fall des Entplötzlich entrissen wurde und ihr Haus ohne Kinder stehens einer zweiten Austrittsgemeinde diese beiden verwaist dastand, rankte sie sich an dem von ihrem Mann Geineinden durch einen , Dachverband zu gern sin sanier f st^^S gehegten Und gepflegten ION Werken iN Arbeit vereinigt werden konnten. Personalien. üöhrse EpikS Fulda, 12. Dez. Am frühen Morgen des rtf>en 's p"v durcheilte die Trauerkunde, daß Herr Lehrer Spiro nach langem, schMkM Wdtzsi kinUgangen sei. tzik ZsgSi, ihrem Schmerze empör Mö gasig si«ch hem Sinne ihres so früh dahmgegangemn Mannes — eine wahre Annehmerin der n's»-Ki War ihr Haus zu jeder Zeit in Hochhaltung der a'mis nojsn nnxn Allen geöffnet nnnV mns, so bildeten die Armen insbesondere ihre Hausleute und Freunde. Mit besonderer, auserlesener Liebe aber nahm sie sich — genau nach dem Vmbilde ihres fel. Mannes —/ der Waisen wozu sie in ihrer geliebten Gemeinde die beste Gelegenheit hatte. So wird in den Annalen des jüdischen Fürther Waisenhaus der Name Hirsch und Zilli Vernau mit unauslöschlichen Lettern verzeichnet & klMtznl Im 8m&ö onipollti Herr Montag vormittag 11 Uhr wurde er unter großer Be- Distriktsrabbiner Dr. Behrens ein treffliches Bild des teiligung von Nah und Fern zur letzten Ruhe geleitet, echten Patriarchenhauses Bernau, das gesegnet ge- Da er sich letztwillig jeden -i-v-i und jede Würdigung wesen sei uich das in hochherziger Weife mit den ihm •-,« in *« P--a- **—_M*. 'pr°»°n LLL"^u,ck-^ E,N°^„ub^ Mnur feine beiden Schwiegersöhne,-Herr Lr. Zrank-ek I ^€rr Lehrer Tulgbacher-Biehrich Ws- W Herr Lehrer Sonn einige Abschiedsworte im Hause herzlichen Dank der Verstorbenen für all das Gute und an der Bahre. Und auch wir müssen uns jede Würdi-1Schön« ausdückte, däs die Famillemnitglreder so lange gung seiner Person versagen. rrasuv ^amfmrg, 22. Nov. Selma Hirsch, die Tochter des Hausmaklers ElklM Hirsch nnb seiner Frau Dora geb. Hanover, der mit den herrlichsten Tugenden geschmückte Jahre erhalten. Söhne und Töchter standen wohl nicht am Grabeshügel des Verstorbenen rrv' in schönster Weise aber geht das Wort d-es großen Propheten in Ersttllüvg: -ivot tö -im-ob-w asr nuant o’aao an? os>i r> 'm an\>?rin*r -

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