Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 50 (15.12.1927)
- Date
- 1927-12-15
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2446951-2450442-2450492--74537-2532016- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Tir. 50 «eite 11 if DszsMsr im Ssf ss laim „Ich a>erde ihr in meinem Hause ein Denkmal stiften und einen Namen, besser denn Söhne und Töchter, einen ewigen Namen stifte ich ihr, der unvertilgbar ist." Dieser vvist der Verschiedenen rry gesichert. rraxin- Allssch 6. Mz. Am 17. DöMMtzök fßtfirt Lehrer a. D. Leopold Schloß in körperlicher und geistiger Frische seinen M Geburtstag, nachdem er vor zwei Jahren sein 50 jähriges Amtsjubiläum begehen' konnte. ’ ZatuT . (Kfyön),-■ 5. -Sejember. Freitag mittag bewegte sich ein unabsehönrrr §rnu?rgug nr!s bahnen u»^ Korporationen die lange und stille Hauptstraße, hinunter, dem weithin sichtbar das Gepräge aufgedrückt war: nr 122 ^28* Und wahrlich, nicht nur eine angesehene Familie weint um den schweren Verlust ihres fürsorglichen Oberhauptes, nicht nur ein weitverzweigür ÄmanDlem unD MMMMsis um öin 0?*maan8 Sims gastfrohsn Angehörigen, nein, in« Gesamtheit klagt, die Stadt trauert, vor allem aber empfindet unsere Kehillo, daß durch das plötzliche Ableben ihres Kultusvorstandes Hermann Heilbronn im besten Mannesalter von 48 Jahren ein« schwere Vvesche in ihre Reihen geschlagen wur^e. Ein ^H!«g«nck§N hätte nem im Berus unermüdlichen, für die Oeffentlichkeit vielseitigen und aufopfernden Wirken ein ungeahnt frühes Ziel gesetzt. Am Grabe schilderte Lehrer Müller den Enlstzlsftm« ofs einen WM Diriiänönismnifltn Mllm und Vater, der zugleich den seit dem Krieg durch den Verlust zweier Söhne tiefgebeugten Schwiegereltern Trost und Stütze gewesen, überhaupt als einen heiteren Menschen mit reichen Geistes- und Herzensgaben, als einen Freund cer Armen und Hilfesuchenden. Nachsem im Miller her M. Schiss-Loge ^w Moritz Nutzb ö u m -Fulda vom Cnischlllsenen leinen Scheidegruß eittboten, schloß sich das Grab über dem Frühoollendeten. Die strahlende Mittagssonne des Freitags wandte sich westwärts und hat die Schneedecke unseres Friedhofabhonges mit einem sanften Lichtglanz übergossen. Die Herzen ber Heimkehrenden aber konnte sie nicht erwärmen. UÜI Mi MW [äjUlÖFI? lichen Gedanken, daß die gebrochene Familie und die trauernde Gemeinde gerade mit dem nahenden nns? den herben Verlust des teuren Entschlafenen doppelt schwer h-ag«n wird, der noch am Schabbos zuvor heiter und ohnmiPW Mn GßiNll und der MMiude gehört Sonntag vormittag hat Herr Prov.-Rabbiner Dr. Cahn-Fulda das verdienstvolle Wirken des Dahingefchredenen in einem ergreifenden. tsdh vor der in Trauerhaus versammelten Gemeinde gewürdigt. Men. 8. Dez. Am HMMU88NW"erkchied in Meran nach langer, schwerer Krunkheil im Alter von 63 Jahren Rabbi Jeruchem Fischl Arak aus Wien. Oberrabbiner Arak wurde in Grzymal 0 w als Sohn des großen Talmudgelehrten A. L. Arak geboren. Er war ein Schwiegersohn des weit und breit bekannten SBotjItäfers Morde chai Leib Bergmann in Potok. Nabbiner Fischt Aral Halle eine g!ängrn!»e Äega^üng üll) war schon in seiner Jugend als Jlluj und Gaon verehrt. In grenzenloser Bescheidenheit lehnte er stets ab, eine Rabßinerstelle anzunehmen. Erst infolge der Verschlechterung seiner Lebensverhältnisse — seine erste Frau wurde chm öurdj einen unglücklichen Zufall entrissen — vnlschloß er sich, das Nabbinat!n bet flenv«« Temeln^ Ierzezäna zu übernehmen, von wo er vor fünf Jahren nach Wien übersiedelte. Die schlechten Wohnungsverhälmisse in Wien und die große Not, die Rabbi Fischl Arak in Demut, ohne je «in Wort der Klage über seine §jppey} jJU bringen, ertrug, Hutten fein« Gesundheit stark angegriffen. Cm Lungenletden zwang ihn zur Neise nach Meran. Nach anfänglicher Besserung seines Zustandes trat plötzlich die Katastrophe ein. Rabi Jetuchsm Fisch Arak, ein großer Gelehrter, verschied einsam in der Fremde und auch bei seiner tonnte öom Wreo niemartb urrroessnd fein. Es Ist zü hvsfne, daß zumindest m trostlos 8!t«s großen Gaon und die unversorgten Kinder vor drückendste rNowerden bewohr^ werden. Irihlar. 12 Dez, Witwe Amalie L ö w e n st e i n , die ältest- Bürgerin, beging ihren 89. Geburtstag. Die Hvchbeiagts zeigt trotz ihres Älters für «fös NvrEommtttffe noch reges Interesse und erfreut sich bester Gesundheit. Kassel, 12. Dez. Ihren 80. Geburtstag beging in seltener Rüstigkeit Frau Ottilie Wolfs dahier. Kassel, 11. Dez. Als neue Mitglieder in das Kuratorium des. Israelitischen Waisenhauses wurden gewählt die Herren Max Sichel und Max Meißner. Aslar, 12 .Dez. Nach langem Leiden starb in Essen bei stirrer eirrzrgen Tochter einer der angesehensten und beliebtesten Bürger unsrer ^err Selig Maßestste i n. Hier bekleidete er das Amt eines Bürgeroorstehers uüd Senators. In Liebe hing er an dem Glauben seiner Väter und war stets auf Pflege und Hochachtung guter jüdischer Tradition bedacht. Lange Jahre mar er ehenamtlicher Vorbeter unserer Gemeinde. Bei bsr Rssriügnng in gäben ihm Mk ÄÜrHörmeister und Me Mitglieder der Stadtverwaltung das letzte Geleite, nachdem der fiis vorher in der festlich beleuchteten Synagoge aufgebahrt war. Herr Rabbiner Dr. L e' w i n s k y-Hildesheim hielt die warme Gedächtnisrede. . WvkNSM, 8, Lig. Mit h ds. Js. ist seit der am 1. Januar 1322 erfolgten Pensionierung unseres Lehrers, Herrn Strauß, vakante Lehrerstelle wieder besetzt worden und zwar in der Peson des seitherigen Kultusbeamten, Herrn G r ü n f e l d - Stuttgart. 4)err Lehrer Strautz hat bis zu feiner vor ca. 2J4 Mo- IVttkn er^slgku |4}üj?ren Hr?r<5Hfüll$ Mfi lÄSligiÖflElins terricht erteilt und die gottesdienstlichen Funktionen wahrgenommen. Herr Strauß, welcher über 34 Jahre in unserer Gemeinde tätig war, erfreut sich bei allen Konfessionen großer Beliebtheit und äußerster Wertschätzung. Dor Mgistillt unsrer etaDt Mrtrug!W m wortungsoollsten Aemter, z. V. war er Leiter des Wohnungsamtes, Vositzender der Preisprüfungsstelle des ganzen Kreises Aschendorf und Leiter des Lebensmittelamtes; ebenso ist er noch heute Mitglied verschiedener Steuerausschüsse. Der Magistrat hat des wiederin öffentlicher Sitzung die großen Verdienste, die sich unfsr Herr Strauß um das Wohl der Stabt Papenburg erworben hat, in anerkennender, schmeichelhafter Form hervorgehoben. Möge Herr Strauß bald wieder völlig genesen und sich eines heiteren Lebensabends recht lange erfreuen. Vermischtes. London, 11. Deember. Der neue amerikanische Film Ä King 8s MM" sDor König der Königes, von dessen gefährlichem Einslutz aus die breiten Dolksmassen vor einigen Wochen im „Israelit" berichtet wurde, ist nach einem heftigen Kampfe auch in London von der Zensur zur Aufführung freigegeben worden. Wenn auch irgendwelche Gefahr zu antisemitischen Exzessen hier niüit SkWtj sö Mt ts SSE zu bedauern^ dntz die sonst außerordentlich konservativen AuwrMien der brilir schon Filmzensur dem Gesuch stattgegeben haben. Demgegenüber ist es als erfreulich zu begrüßen, daß die großen englischen Zeitungen (wenn auch nur vom christlichen Standpunkt aus betrachtet) einen im allgemeinen ablehnenden Standpunkt g,sgsn diese Zurschaustellung hi^vrl^er!8egebenlfeikn b-es -einnehmen. Der „Daily Telegraph" befaßt sich in einem Leitartikel mit dem Film und kommt zu einer scharfen Verurteilung des amerikanischen Machwerkes; eine andere striöfe Leitung schließt ihre Betrachtungen mkt dein Satz, daß scdcr vernünstig^ 3sten^ biüigerrvÄ^ sttisks, stieren müßte gegen eine derartige Entfaltung von schlechtem Geschmack. Köln, 26. November. Die Jüdischen Hilfsorganisationen erlassen folgenden Aufruf: Der Winter steht vor Ml- Tük, m Not ist groß und ebknso unfe-r NkSsrs lstl warmen Kleidungsstücken. Wir richten daher an unsere Glaubensgenossen die herzliche und dringende Bitte, ihre Schränke zu vevidiern und alle einigermaßen entbehrlichen Mäntel, Kleider, Wäscheteile, Schuhe und Strümpfe für Männer, Frauen und Kinder, an unsere Wilflfflinloi MW in Mn; NMlM V Wen zu wollen. Dort gelangen sie in diö HüNdö kviktlilh Bedürftiger, an arme Durchwanderer, denen oft das Notwendigste fehlt, wie an unsere einheimischen Armen, deren Zahl immer im Zunehmen begriffen ist. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung der llsraellllfchen Gemeinde t?rankfUkt ä.M. <tnt 14. Dezeßnvev. Die Namensänderung des P h i l a n t r o p i n, die seinen Charakter als Reformrealgymnasium besonders iöeroorMBt; ist nunmehr Mimt g'klvvriiiNi «krröings llntek schäkser Betonung seitens dex Mchtskommisston, daß das keinerlei materielle Verpflichtungen der Gemeinde hinsichtlich der dem Philantropin eingegliederten Volksschule mit sich bringe. Bemerkungen sarkastischer und ernsthafter Art, die wiederum als Vorbedingung mit Entschiedenheit forderten^ daß endlich hinsichtlich ber Gestaltung ber Al-Mit ASlzistSt Uffß völlig reiner Tisch gemacht werde, blieben erfolglos. Die Renovierung der Synagoge Hermesweg ist eine dringende unabweisbare Notwendigkeit. Die Löb Elias Reißsche Stiftung hat sich deshalb an die Gemeinde um ZMiWUNg %m LMMNZ m 10 000- RM. gewandt, das vom Vorstand unter Hinweis daraus, daß eine Verpflichtung dazu nicht bestehe, vorgeschlagen, von der Gemeindevertretung gutgeheihen wird. Das Darlehen wird durch Eintragung einer Hypothek auf das Grundstück gesichert. Meßinstrumente von o n Ige n« p p« r «i-i n, deren Uebernahme bei der aus den Prioaimitteln des Leiters des Röntgeninstituts erfolgten AnfchtDung von vornherein in Aussicht genommen war, wMren auf Grund eines fachmännischen Gutachtens für MN. 1500 übernommen. ffim Bsr-schlsA auf SsmiHrmng LillN Kredits von RM. 26.000 wird anstandslos genehmXilb Der verdienstvolle Leiter des Büros der Gemeinde, Kanzleidirektor Meyer, wurde zu sDber Vermählung beglückwünscht, dem langjährigen eifkgen Mitglied der Gemeindevertretung, I. L. Goite'in, wird m WM R, F^LM!«8 g^tuliert. Emil Gottlieb wurde zum Nachfolger des un» vergeßlichen, verdienstvollen Eli Michael s. A. in die Ritualkommission gewählt. Das Referent für soziale Angelegenheiten wurde dem neugeroühlten Vorstandsmitglied Julius Bloch übertragen. Der ursprünglich vorgesehene Hauptgegenstand — er soll die Ablösung der Gemeindeanleihe von RM. 750.000 betreffen — wurde ohne Erwähnung der Materie in die nichtöffentliche Sitzung verwiesen. Der Borsitzende roidmete <mt Schluß der letzten Sitzung dieses Einhrcs 8anE«swyvle bev tretung und ganz besonders den jetzt ausscheidenden Mitgliedern für ihre mühevolle und selbstlose Arbeit. Auch ihm wurde der Dank der Versammlung votiert. Vriefkasien. I. M. in A. L ssen Sie sich von den Buchhandlungen rpa von Grasowski kommen. ^). in L. Der 2:. Kislew 5670. M, M Am 9. Februar 1929 tiVIS- M. L. in str. Bie EcstrldsmuZ «lkS W't Ausfchaltuna des für die Sache unwesentlichen Schluß, feiles erscheinen. Damit muß aöer die Diskussion zu Ende kommen. A. D. in B. Ihre erste Frage ist nicht verständlich. Was die zweite betrifft, so müssen 'roh: ebenfalls um genaue Ängab« b«r Wöüstt Sie sich unter Angabe Ihrer Adresse an uns wenden. Jos. Ltl. in Kr. In Talmud und Midrasch wird Rom stets mit min und das vierte Goius nach Barylon. Medien und Hellas (,i') mit irfo gil» bezetcbnet- (Sine Geschichte bes allen Rom und Mi Römer schüeö u. a. «uä MymmsZn. Aamiliennachrichten. Bainuzivoi RWllNlr 888 Mnn Dr: Emanuel Strautz, Frankfurt a. M.. Schumannstt. 22. Synagoge Unterlindau. 2V1 ruoisj>Vn " B 1 j? V ’ » rr fiKXirr; :ti>T bv 'risb ks» nssina w i^nKiam nraam nja?nn ('vi' p ’p'n) poVikp ♦¥ TT :n«a v'pntz ^12 iBOrt .Np'NLI NV'NV isvh V1P2 (1 .-’MS-IÜ iVk-' piaV *1183 (a -'2V1 11V81 813» (8 -o-D-o-vj (t w •ö’tMba*» (n n mm (i m mn rfnpra jnrai) onsBn mZ 1b :mmn hrüis in .31 11*113 ÖS1S ISSN .milvbm 1UU1VVH M11V KTi2 Di33il7 TH? HI IBS *31 fisi la issm ochi3v»-ll-'«iip onoi D’san mnVn »rrr <0'»1 I »fvivv pa i7 imra ' 1112a pia 20 :i>8 nuaV nuarna BochH«mi. nuflii muss. Beriin-Gharlflllunburg Kintslfi Wj ' (vorm. Bncbbandliuig ,^Ta]kat") JR « 1 A if iioV MÄ « T jZ ES^7.ffil ' S S 5 S’ .(dann: || itrovanille 1| ■INAPOTHEKENHM & Lchzrnkrttrkuus! Mit Kofckierbrtef zuoerläfftgen ©ofers 3neue Sefer Thauros 48 ctm. Perg.-Höhe M 755.- 53 „ „ M 735 — 5B „ i 8 «581»- *u DETiaurenj aas m t«ssiloser Schritt auf echt. Na'urpergament. ungelallt Off. unter 28167 an die Exped. SiUs §#«*!(!! Bad sonwaiDacn beste gutlag« 5 Zimm.. gr. Speifelaal billig au vermieten. Sehr aeeign für rituelle Pension, Fö!l3s?nnchr , auch s«s t Arzt, da keine Konkurrenz Off. unt. 28lW an die Exp. Zu Kaufs li gofuM eine gut erhaltene koschere weder abgestoßene noch verblichene N11N 1SV Angebote nebst Preis und <Sröge erbittet UtcnbsUurfl Ar«K«»z. SiinfealaUßQ 9§ Flüssige naot-Seife Victors Rasierpulver erhalten Sie in der Parfümerie F. Halbarg Zell6 Hettse 2 2?