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Der Israelit · 1927-12-15 · Heft 50 (15.12.1927) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 50 (15.12.1927)
Date
1927-12-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
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1ö/-D>'zember-1927 j ch u l k o l l e giums im Leichenzuge und jeder petermf^ er emp|inbe ein persönliches fietö Über den lieben, edlen Menschen, m\{ bem gusamnieüzuarbeiten eine Freude war. Diese Bestattung war ein Kiddusch Haschern, eine echte Ehrung eines jüdischen Großen"" NgZ WWj^ksbsiNglikh büfcf)-*jemen frühen Tod verloren ist.' die Fülle fachlichen pädagogischen Wissens, .die ausgebreitete Kenntnis von Thora und Midrasch, das werden alle wohl erst später in voller Schwere ermessen. Wieder steht m MiW PMMik limHnsangf «er fein Erbe antrrtt, muß alles neu sich erwerben und aufbaüen. Aber der Nachhall feiner Persönlichkeit wird andauern; zu tief ist sein Denkmal im Herzen seiner Schüler, als daß es je ver- Mrn'MM'Ä wirk! aMmrn im mm seiner Gemeinde, denen er die Grundlage ihrer Organisation gegebeü, im Herzen vor allem seiner Kinder, die „Helden wie er, Zaddikim wie er, das Gewand des Vaters weiter tragen dürsM." lMidrasch Nabkia zu Gen. 31- 46).MW Gott, um des Hauches des Mundes der jüdischen Schulkinder willen, die Lücke, die schmerzliche, seines Todes bald schließendaß sein Werk nicht /jbiu Narnen in Segen fortrvirken für alle Geschlechter. * * * Bei der am Dienstag stattgehabten Traueri e i er MM m FkMPu? in b*r Vt. Afern^aße die Zahl der Beteiligten, nicht saßen. Erzbischof Kardinal. Dr. Schulte hatte .in einem warmherzigen Schreiben seiner Verehrung für den Heimgegangenen Rabbi Ausdruck verliehen und als seinen Vertreter Kanzler Dr. Hauke zur Trauerfeier entsandt. Als Vertreter der Regierung war Oberregierungsrat Dr. W^öschM, ah jfiöFtiÄ Der (rtööt Aeigkordnelkk Dr. Linnartz, für die Schulverwallüttg Schülküt Dk. Schmick und Oberstudiendirektor Dr. Giesen, als Vertreter der Synagogengemeinde Köln Emil Blumenau, sowie die Rabbiner Dr. Rosenthal und Dr. Kober erschienen. Zahlreiche auswärtige Gemeinden hatten Vertreter entsandt. Es sprachen: für die Synagogengemeindc Avatz Deschurun ^al>l>'n«tsc.ssessor RübbittSv Gibermann und Jonas Wolf, für die Talmud Thora und den Rheinlandverein Rabbiner Dr. Wolf, für das Lehrerseminar Herr Dülken und Seminaroberlehrer Gut, für das Kollegium des „Jawne" Dr. Siegmund Stsin, für« m Mmw Der ällefle Sotzll m iyklMMgangenen, Dr. David Carlebäch und sein Bruder Nabr biner Dr. Ephraim Carlebach in Leipzig, für die Synagogengemeinde Köln Rabbiner Dr. Rosenthal, für das Rabbinerseminar in Berlin Dr. Joseph Wohlgemuth, ferner ein Hörer des Lehrerseminars. Nachdem der un- MMllsk KkkchMgUg auJ &em Oedhof Deckstei« <mgekommen war, ergriffen am offenen' Grabe noch bas Wort die Herren Dr. Meier Hildesheimer für die Synagogengemeinde Adaß Jisroel in Berlin, Jacob Rosenheim für die Synagogengemeinde „Israelitische Religionsgesellschaft in Frankfurt a. M., den Halberstädter und Agudas Bisrvel", zürn Schluff« Qeo Munk . für Die Kölner orthodoxen Jugendvereine. iz-rrerpanclenre« « Rachricbfcn 2ieidt. Zentralratstagung und Palästina-Konferenz der Agudas Iisroet. Frankfurt a. M., 12. Dez. Wir werben gebetem darauf hingnms-fen, sornöhl die Tagung des Zentralrates als auch die Palästina- Konferenz im Hotel Atlas, Berlin N. 24, Friedrichstraße 105 (Am Bahnhof Friedrichstraße) stattfindet. wird in Berichtigung einer in der „JübischLtt Presst" in Wien erschienenen Ausführung darauf hingewiefen, daß nach der Satzung der Agudas Jisroel die Kenessio Gedaulo keineswegs „spätestens innerhalb fünf Jahren" stattfinden muß, sondern daß die Satzung lediglich vorschreibt, es solle eine Kenessio Gedaulo „in üör Regel" M M Mre kinm«skn f?ksyen. Der Zentratrat hat also voll« Freiheit der Entscheidung. Die angebliche Rothschild-Spende. Berlin, 9. Dez. Wie Me „Jüdische Rundschau" meldet, hat sich die . Der Israe li t JTA-Nachricht, daß Baron Edmond von Rothschild durch eine Spende von Lst. 15.000 das zionistische Schulmr-k m Wez 3isrflfil unter Mi Bköingnns sinu im religiösen Sinne bedacht habe, als unwahr erwiesen. Der gespendete Betrag war weit geringer und für ganz bestimmte Erziehungs-Institute gegeben. Das Ende der studentischen Selbstverwaltung in Preußen. B e r l i n , 9. Dez. Der Preußische Presse-Dienst teilt amtlich mit: „Nach- W Mümtm öor MllßiWn Mimirn in Skst Abstimmungen erklärt haben, daß . sie eine „Studentenschaft" nicht bilden wollen, hat der Kultusminister Dr. B ecker den Hochschulen mitgeteilt, daß eine als Gesamtvertretung aller Studenten und als Glied der Hochschule staatlich anerkannie dllW/h Nilhk lüßl)[ bestehe ... Die Hochschulbehörden werden -im Einvernehmen mit dem vorläufigen Vermögensbeirat und dem geschäftsführenden Vorstand der früheren „Studentenschaft" für baldige Liquidation der bisherigen studentenfchaftlichen s8?A8N. Das neue Präsidium der Berliner Jüdischen Gemeinde. Vei-li«, 8. Mz. Der Vorstand der Berliner Jüdischen Gemeinde hat sich nach den vor einigen Wochen erfolgten Wahlen neu konstituiert. Zum ersten Vorsitzenden Mg NblsiÄNö'k? Mbiskhen (Srmeinbe mürbe her Vertreter der Religiösen Mittelpartei, Kommerzienrat Gerfon Simon, gewählt, dessen Kandidatur von der vereinigten mchtlibevalen Parteien, der Jüdischen Volkspartei, den Konservativen und der Religiösen Mittelpartei, ausgestellt morbert mar. Zu stellvertretenden Vorsitzenden würben der srllycrc Vorsitzende des Berstdrches, Kammergerichtsrat Leo Wolfs (liberal) und Direktor Georg Kareski (Volkspartei) gewählt. Von der Repräsentantenversammlung. Berlin, 6, Jn der RepräsentantLnversammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde gab der neue Gemeindevorstand von seiner Konstituierung Nachricht. Von den behandelten Mapn ist Monöom fienwfensmert eine BkWilljglMg von 6000 Mark für die Erdbeöengeskhödigten in Palästina, weiter eines Betrages von 3000 Mark für die Vorarbeiten zur Schaffung einer jüdischen Abteilung auf der internationalen Presse-Ausstellung in Köln. Mg umfanQreitfie Deöaffe WW W an Sm??n Rechtsanwalt Dr. Klee vertretenen Antrag der Jüdischen VolkSparter auf rechtzeitige Bereitstellung von Mitteln zur Unterstützung der Arbeitslosen im Hinblick auf die im (Winter erfahrungsgemäß ansteigende Arbeitslosigkeit. V-ci dse FkÄgs ösr- Sm&tum Mwr (smßQOQtnMuten verlangte der Vertreter der Jüdischen Votkspartei, daß die neuen Bauten nach Art der amerikanischen Jewish Centres ausgestaltet würden. Sie müßten in den einzelnen Stadtteilen zu wirklichen Mittelpunkten des jüdischen Lebens werken. Fü AihitziM lÄtMtztz töUrÖQ der Rabbiner der Grunewald-Gemeinde, Dr. Emil Cohn, zum akademischen Religionslehrer an höheren Berliner Lehranstalten gewählt. Jüdisch-konservative Vereinigung. Köln, 5. Dez. Am 27. Noo. wurde hier ein Rheinischer Gruppenverband der Jüdisch-konservativen Vereinigung in AnwösMtzgit Don flßflfin 50 MlMQmm aus M tümilffin Gebieten gegründet. Referenten waren die Herren Dk. Ist K a h n, M. A. L o e b, Berlin, Gemeinderabbiner Dr. R o s e n t h a l, Köln und Rabbiner Dr. N e u h a u s, Mühlheim (Ruhr). In der öffentlichen Abendverfammkung sprachen 6l»err«bßiiiäi? Di?. Ältküllüü, Tktök lllltz Dr. Rachmielewitz aus Berlin, früher Kowno, letzterer über das Verhältnis von Ost- und Westjuden-. Die Schächkfrage in Bayern. MüntDin. ö. Du Der Amtliche Städtische Nachrichtendienst veröffentlicht einen Bericht über die am 23. November der Bayrischen Rabbiner-Konferenz in der Sanitätsanstalt des Schlnchthofes «orgeführten Versuche zur elektrischen der ^chlachlllere. G^r söäktcht tzLhülltzsAs, tzlö Nr. ro Sette 7 Versuche hätten die „absolute Brauchbarkeit" des Verfahrens erwiesen. Zu der Beurteilung des Verfahrens vom )üdisc^-ritu«lleir Stanbpunkt aus merbe bi« Rabbiner-Konferenz als solche Stellung nehmen. Die Versuche fanden in Gegenwart des Vorsitzenden des Verbandesbayerischer Gemeinden, Oberlandesgerichtsrats Dr. Neumeyer, von Vertretern der beteiligten Ministericn. DßS MötliM, der tierärztlichen Fakultät der Universität, sowie des Herrn Dr. med. Lieben aus Prag, der mit den Betäubungsversuchen zuerst begonnen hat, statt. Wenn der amtliche Bericht hinzufügt, die Anwendung der elektrischen Betäubung werde die Schächtskagg in nffgmin ksklrWgMkr ä» Wl!, \? ^wt dieses Werturteil den Tatsachen bei weitem voraus. Ueber die Wirkungen der elektrischen Betäubung auf den Organismus sind sich di« Physiologen noch lange nicht einig, so daß jede ausreichende Unterlage für die eto WM sm MHWn mntimntt ans bisher fehlt. Abgesehn davon, sprechen wichtige prinzipielle Erwägungen gegen die Ausführung einer Maßnahme, die den Anschein erweckt, als fei die überlieferte jüdische Schlachtmethode minderwertig. Die Gemeinbewahlen. Leipzig, 5. Dez. Das in der letzten Nummer des „Israelit" bereits WMMtk Ergebnis der Wahlen zur Gemeindevertretung stellt sich nun li. Bekanntmachung ves Wahlausschusses folgendermaßen dar: Von den 11 neu zu besetzenden Stellen in der Gemeindevevtretung entfallen auf die liberale Liste (Liste Gottlieb) 6 Mandate, aus Ur Liste Uv AlkßPSM (ßp TllkMWky) 3 MllW date, auf die Liste der ausländischen Orthodoxie (Liste Kestenbaum) und auf die Liste der Poale Zion (Liste Selinger) je ein Mandat. Die Listen der Handwerkerpartei, der bürgerlichen Partei und der vereinigten vttWwM erwilen rein MKiMt, — g» vem eigenartigen Ausfall dieser Wahlen, der keineswegs tzttll wühdöü Gesicht der Leipziger Gemeinde entspricht, muh zunächst auf das eigenartige Wahlrecht bezw. Wahlunvecht hingewiesen werden, das noch immer in dieser Gemeinde herrsch^ nach dem Inländer und Ausländer.gehren.«* absttmmen und nach ösm Die GemeinveMrttelung unö Der :>2 Mitglieder angehören sollen, nur 8 Ausländer als Mitglieder in sich aufnehmen darf. Die Auszählung und Wertung der Stimmen ist daher an ein sehr kompligikttM das dttsss Mal nach besonders erschwert wurde, da 7 Listen Anspruch aus die 11 Sitze erhoben. Auf Grund des oben geschilderten Verfahrens konnten so die Inländer, die zum größten Teile den Liberalen zuzurechnen sind, 6 Mandate flemmmr, bc, m ter PiiLMZ jlJiÄ (ÜtiHlHU sllsk dreimal so viel gilt als jede ausländische Stimme. Besonderes Aufsehen hat es aber erregt und in seinen Folgen sich leider als katastrophal wirkend herausgestellt, baß bie Orthoboxie, ber bie großen Massen, ins* besondere der Ausländer, «ngesjören, tt*U graei ütststt geitcunl an die Wahmrne geschritten ist. Neben dem Wahlausschuß der vereinigten deutschen und ausländischen Orthodoxie, der Männer wie S. B. Goldrei, I. B. Sachs, Dr. Dzialornski, Gabriel Nathansen, Dr. Nobel, S. Goldmann, Männer, die im Interesse des hiesigen gesetzestreuen Judentums mancherlei Verdienste aufzuweisen hatten, als Kandidaten aufgestellt hatte, bildete sich eine zweite Liste mit Herrn Kestenbaum, einem VermKTE BELEUCHTUNGSKÖRPER X li* J3S0 M. 73— S«MK(Vc KTLICHTu KRAFT-ßNLfl GEN Nirgends bessere Herde Nirgends größere Auswahl und doch billigste Preise bei E«HAGE&C9 AM ESCHENHEIMER TOR 3. OE

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