Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 49 (8.12.1927)
- Date
- 1927-12-08
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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iiVÄ- Ir ''V-.'UV.. Ä-i «MW!S!»W— rzie< Pädagogische Heil epre Osraelif zum Organ -es Knn-es gesetzestreuer Mischer Zehrer Deutjchtm-s. Das Lebensende Abrahams. Ein Beispiel, -wie.man die Thora auf Grundlage der Midraschim psychologisch vertieft, in künstlerischer Gestaltung schön in b-er Schule erzählen Sonn: Von Haupllehrer 7l. Adler m Aürnberg. Im Alter von 127 Jahren war Sara gestorben und ist der Höhle Machpela begraben worden. Abraham trauerte sehr um sie und weinte leise, Jsak war über M MW [finsr Mllttes llsNsösili^: Einige T«^re danach aber zog Rebekka in Saras Zelt und alle entschwundenen Wunder aus Saras Leben stellten sich wieder ein:H das Licht brannte im Innern des Zeltes von Sabhat zu Sabbat, eine Wolke lagerte von außen darüber und Segen war im Brote. Im stillen häuslichen MM mnm Mk UW Mt: m » p« fein wackeren Weibe, vertrieb jetzt die Schatten der langjährigen Trauer aus Jfaks Herzen. Nur ein einziger Kummerbedrückte das Gemüt des jungen Ehepaares: Gott hatte ihm den Segen mit Kindern versagt. Ein paar leuchtende, Unschuldsnolls Kindernugen, ein lieb- Wr ÄatwSfc, Ba.fßj» «mtt uns » law oder Mutter so gerne antworten wollten, hätten beider chagar^ zu ihm: „Nun hole ich dir -eine Frau aus rneiuem Heimat'lande Aegypten, em Reit» wie iH bdn, die 'Tochter Pharaos." ®) Jsmael baute sich in der Wüste Paran ein Ehezelt, worin das von seiner Mutter erwählte Weib schaltete, während er auf die Jagd ging oder Krieg führte.. Er lebte in steter Fehde mit seinen MMm und Biete bkskiiMkn W 8b skimk mü}W den Macht. Karawanen brachten die Mare von diesem aufstrebenden Wüstenherrscher auch zu Abraham. Da duldete es den greisen Vater Jsmaels nicht länger zu Hause. Vor seinem Sterben wollte er sich mit Hagar und Jsmael versöhnen, dre Siebe zu fein-ent SStufe rief Mächtig in ihm. Aus einem Kamele ritt er. bem b!e Mitwelt den Namen „Fürst Gottes" gegeben hatte, nach der Wüste Paran. Berittene Diener folgten ihm mit Speise und Trank als Wegzehrung. Dort angelangt erforschte er Jsmaels Zelt und trat ein. Jsmael war auch?W Sff SkLMN 5" entgegentretende Weib bat er um eine Labe von Speise und Trank, da er ein armer Wanderer sei. „Das möchte mir einfallen," sprach das Weib, „daß ich die Schätze meiner Datteln und Feigen an Bettler verschwende." ..Auch gut." sagte Abraham. ..erzähle deinem Mann. MH ÖF WMlGt. m lkllWMWF Mm IDDlTtf ß besuchen, er lasse ihn von Herzen grüßen. Diese Hütte Glück vollendet,' denn sie waren ungeheuer reich, angestehe auf einem schlechten Platz,- Jsmael möge sich eine sehen und bewundert bei Königen und Völkern der freundlichere bauen." Als die Frau dem heimgekehrten Erde. Wenn Jsak säte, so erntete er hundertfälttg, und Gatten Gruß und Rat des Alten bestellte, ließ sich Jsin- R-sbekk« bösaß er die anmutigste Frau der Welt. Da mael dessen Gestalt genauer beschreiben. „Ein hochgek!°Kn (1; l;!!rn sstie AWK W fimis m wnUsnsk, n« »M in; . M » kl: ustd baten für sich um sein Gebet zu Gott, daß chre aber aus seinen Augen blitzte der Feuerglang der Ju- Kin-erlosigkeit ende. In 20 Jahren hatten sie vergebens gend. Ich bin aber nicht so gastfreundlich erzogen", ein Kind erhofft. „Gehet in das Land Morija und betet! fetzte sie hinzu, „daß ich unsere Dattel- und Feigenernte dort . miteinander am Altäre, wo du, mein liebes j zu verschenken hätte." Seine Müdigkeit vergessend, Kind, einst als Opfer lägest und Gott, der mir durch sprang Jsmael auf und stellte sich wie ein Rächer vor 11$, gäm^n 0^41 M & Wm« MM, N88ö!M gWWe WM. M MNM MM iffllfl Mkw die Wünsche eurer Herzen erfüllen", sprach Abraham, i lichste geträffen, schrie er: ..Unglückseliges Weib, den Bald darnach stünden Jsak und Rebekka an den Enden du von meiner Türe gewiesen, war mein Vater, mein des Altares auf Mörijas waldiger Höhe und beteten greiser Vater, den die Liebe zu seinem Kinde bezwunlcmge und innig. Auf das Gebet an dieser Stätte z am. Und du ließest ihn ohne Speise und Trank von schenkte Gott Kem Herzenswunsch Jsaks Gewährustg.. Schwelle meiner Hütte gehen? 6. wie recht hatte 1$ lii Ml!P «M, W B MM A M WM:MM) ifl Wtz WkZ f8j8SS werden würde und Gott beglückte ihren Ehebund mit-auf Wechten Grund gebaut , ist! Hinweg von mir, einem Zwillingspaar von Söhnen, die Jakob- UndVEfau AWpterin! Nimmer betrete dein Fuß das Zelt eines genannt wurden. Früh schon entschieden sich die Knaabrahamitischen Sprössest!" den, -He. sie ihr < eksässen zollten,/ Map eist Jäger, der sehr mel trarik: Möb . war ein stiller. Auch Hägärs Los blieb Abraham nicht gleichgiltig. ät konnte nicht vergessen, wie sie. die stolze Pharaos- WM »M M MM MlWlf BBH ifflpf, «Mt MM lffltf SW. WW ffllü MWm Sem und Eber Gottes Gebot und Wort studierte. Abm- >verlaffetti um ihm als schlichte Dienerin zu folgen. Mit ham war zufrieden; ÖpB ^att« erleben: Iaffcn/ j <sät*as Willen war sie zur Stufe seines Weibes emporwie Jsak ustd Rebekka: mit, Kindern gesegnet-Wurhen; 'gestiegenohne andere Rechte'als die einer treuen Diesie mußten nun nicht bis zU 90 oder 100 Jahren ihres nerin zu begehren. Seit ihrer Trennung «) von Abra- Lebens warten, wie er einmal. Ham hätte stö istanche Fürstenhand, die sich ihr ange- Ost febon batte Abraham aufi}; barem 5>ertf«rt müf» boiert, ausgsschkoigen. Sie lebte ««!• bar fitft&e, bei? fia sen, was wohl aus Jsmael geworden fein' mochte. Sie leihfi von üjrem ffSiflen Äraham schwer war ihtn damM -dte^TreilMn--Zon.MMel;' und ',wäri.^ Uvfi- Tage, da sie einen Hauch seines Geistes — Hagar gewordech.als er schließlich der. Stimme seines etstpfunden. ^sÄt der Stunde, da sie fernen Sohn nun toten Weibes auf göttliches Geheiß gehorchen mußte! giebürest, war Und blieb sie seine freiwillig dienende Dann, war ^die Aea^ypte-rlu" aus seinem Hause Magd. Abkahüstr ahnte dies all^es und als es ihm Dill WM MM KW W8Wl SLKMM'M mor, ^vte er fer^rr lrerrerr auf das empfindsame Herz Hagars in diesem Moment DieM Elieser zu iyr und Netz sie wieder zu sich fuhren, emgestürmt seinl Einmal in echt mütterlichem Stolze Ob iWs reisten'LÄenswandels wurde sie von ihm aus-dem Hause Abrahams vor Sara geflüchtet — auf K e t u ra«) genannt Und durfte von jetzt an als sein Engelsgeheiß demütig,zu ihr zuxückgekehrt — nun esto- Äeib im Zelte wohnen- Eine Reihe: stattlicher Söhne sich verjagt und verstoßen — von Abraham — — mit blühte noch aus ihrem Schöße auf. Ms diese erwachsen itzlölls KMii-- Sfiü SSey&Ürpungstoöe waren ttrarert. p^ertfie Abraham ihnen alles das. mas er einst bÄde nahe gewesen und >im Angesichte des grätzttchen in Aegypten als Butze H für <§aras Tesangens^asi SUN7 Todes, wo die Zustge verschmüchtend. am Gaumen klebt, Geschenk erhalten hatte und entließ sie in die ferne, weite im versengend..heißen.,.Wüstensand waren ihre Tränen Welt. Wlossin und der Schattest des Ginsterstrauches, unter Noch einmal») aber zog es ihn zu seinem geliebten dem die Verbannten kauerten, hatte sie gierig aufgesogen.'JgMel die Wüste. Cr begegnete diesmal einer Der- Gott Abraham aber, zu dem der Knabe Jsmael mti MI. U . nW vEmlllUkii mm\ M sms wurde ihre RettunK. : i ->; Jsmael hatte sich zyr fürstlichen Gestalt seines Vaters Abraham empörg'erankt. Da sprach eines Tages 2) Vlstv» s) Taigum ^osts. ö. ü. 4) Pirkim di Rabbi Elieser. s) Midrasch. . 6) rrwp (Gewürze). 7) Vitt»' z» nvrn». 8) '“n »y-ivgastfreundtichen Frau, die ihm Speise und Trank anbot. Äa!4n, wenn er beimE^r!, seine stehe auf einem guten, Boden!" sprach er zu ihr. „Der alte Mann lasse ihn ein letztes Mal väterlich grüßen." Als Jsmael diese Worte seines Vaters berichtet wurden, erkannte er aus denselben die unbegrenzte Liebe Abra- ^am§ zu i^m. K-Lluru blieb auch die treue Lebensgesährtiu Wru» hams bis zu feistem Ende. Voll inneren Glückes darüber. daß Jsmael nach stürmischer Jugend den Weg zu seinem Gotte gefunden») hatte, daß er den Bund (Bottes mit Abraham bewahrte, starb der „Stammvater vleter!8o^er^!m gesegneten Ätter von Mähren. Roch 36 Jahre hatte Ketura an seiner Sette getreulich gelebt. Auf die Kunde, daß der Ahnherr Abraham zu seinen Vätern heimgegangen war, eilte Jsmael aus der Wüste herbei, um seinem toten Vater gegenüber die fefjte Sohnespsticht zu erfüllen. ±a) (Sine Truppe aus=; erlefener Reiter aus Kamelen, die mit goldenen Halbmonden geziert waren, begleitete ihn. Ein stattlicher Reiter mit lang wallendem, schwarzem Bart, den Königsreif um die Sttrne schwang sich Jsmael wie ein echter Kri-egsheld bei seiner Ankunft von seinem Reittier. Llllll Nlllllf m\i kk Mnltkn mmn 8N mi s tsu? hinter dem Sarge her, der Abrahams Gebeine umschloß, zur Höhle Machpela. Cs war ein unendlichere Trauerzug, in dessen Gefolge man die Könige und Mächtigen der Erde erblickte. Auch Jakob und Esau,.. die jungen .Enkel, schritten hinter der Totenbahre in den vordersten -llklUll- §8 8kM8 W8r mim WL! RR Kr ken Onkel Jsmael mit der Königskrone! Du, Fekfenhalter, ein solcher Fürst und König möchte ich auch ein-- mal werden. Ich möchte Land und Volk regieren,. Kriege führen und Schlachten kämpfen wie ein starker Kriegs- Held. Um mein Haupt möchte ich mir eine Königskrone mm-, oraler M mW Elk m WWM AAlll soll sie wie., die helle Sonne und funkeln von lauter Brillanten Und Diamanten. Und was willst du einmal werden, du Hohepriester, der du dich jetzt Erstgeborener nennen darfst?" . , Jakob,antwortete kurz: „Ich besttebe mich zu werven, «N? drostvuter Abrah«rn mar." —- Doit; n>ic «„ ot»|J*in»* «i» injioii i.mi lieber dem Grab Abrahams wölbte sich nun der Hügel.. Jsmael dachte jetzt daran, wo feine Mutter ihre Tage beschließen sollte. Wie eist braver Sohn stellte er ihr das ehrenvollste Anerbieten: Ihr Stuhl sollte neben seinem..Throne- Platz,,finoen, vor aller Augen sollte sie die SiBurbc, tracrert SEÜutter -eines- (Stammes zu fetrt. .. I 8! - 1 - ‘j 85 5 Hagar bewegte verneinend'das Haupt und sprach: „Auch mir gilt dein Abschied, Jsmael. Bleibe ein echter Söhn deines großen Vaters!: Erweise stets Gastfreundschaft asten denen, die sich ist Wüsteneien verirrt haben und geleite sie auf den rechten Weg! Mich kann des Lebens Ehre und Würde nicht verlocken. Ein Ziel nur kenne ich M 3ö) nun JiuiHfmn 888 MEU2 sein. Dort schläft,Abr.aham während dör langen Nacht des Diesseits an der: Seite meiner Herrin. Zwei erhabene Gestalten waren sie, die. hienieden schon das Paradies,..verdienten. In die Zukunft weisen ihre Worte und Werke. Jsrnael, mein Ein und Ällss, dev Gott Wrähäms, ftgn; mt HZM übskE Wohin M gehst." Von der Größe der Gesinnung seiner Mutter übermannt, sprach Jsmael feierlich: „Teure Mutter, ich reiche dir meine Hände wie zum Schwure, daß auch mir dein Gelöbnis heilig bleiben, wird. Mein Stamm wird den Lchlsf M Mn Ahnsn im MMlll QteitB SBtruBim mit flammenden Schwertern hüten Tag und Nacht. Niemand soll seinen heiligen Schlummer stören, bis es eiststens tagt überall auf Erden und der Ahn sich erhebt, um seine Völker zu sich zu rufen und um sich zu scharen, die dann zusammenströmen von Ost und West, von Süd nnd. Nord nnd-den fernsten Winksln der Erde, Mutter 8srn«eisj 9) ema 5« nmo mwt t ") Meine Phantasie bis zum Ende de' Erzählung. - 07272767