Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 48 (1.12.1927)
- Date
- 1927-12-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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"1 * Dezember 1927 Der Israelit Wr 48 ®Pffr 5 Mitteilungen und Anfragen sind ZU richte» ÜN S. E. Herrn Rabb. Dr. Meier Munk, Berlin N. 24, Linienstraße 147. Landesverband preußischer Gemeinden. - Berlin, 21. 0toD; Amtlich wird mitgeteilt, daß nach den letzten Beschlüssen die laufenden Beihilfen an. Gemeinden, Lehrer und Kantoren a. D., sowie deren Hinterbliebene, soweit sie im Rechnungsjahr 1926/27 bewilligt waren, auch für 1927/28 «relter. ge^alfti iüör&^tt.!DtI Döf Lehrergehälter auf die volle Gruppe VII der Reichsbefoldungsordnung, und zwar einschließlich der vollen Familien- und Kinderzulagen, die vorgesehen war, ist mit NUkkstl^t au|" öle erjt Jürglic^ gum Teil erfolgte 2lnsz«h-!ung der vom Preußischen Landtag bewilligten staats* beihilfen für 1927/28 nunmehr in Angriff genommen worden, die notwendigen Erhebungen sind fast abgeschlossen. In der nächsten Sitzung der Subventions- Kommission wird über die Angelegenheit Bericht erstattet MM». Wy «LU LiiWMM 1B u i r f § 110 r t r ft £ I; len sind beträchtliche Mittel zur Verfügung gestellt worden. Das Ergebnis der Wahlen zur Leipziger Jii|$e(i SömsliM Leipzig, 28. Nov. Am Sonntag den 27. November fanden in Leipzig Wahlen zur Jüdischen Gemeinde statt. Es waren 11 Repräsentanten ZU mähten. Düs Resultat ist folgendes'. der tideralen ürste rvnr^en '6r gzn ÄS? fiifta llÖ? 3lU dischen Volkspartei 3, von der Liste 1 der Orthodoxen ein Repräsentant gewählt. Die Listen der Poale Zion, der Handwerker und;der orthodoxen (Lifte 2) gingen vorläufig of)n-e Mandat aus. Den 11. Sitz erhalten enttei 1 der Orthodoxen. weder die oder Liste Jüdische ^yffssiartei, o^>er ^,e ^!8U Ungarisches Budapest, 22. Nov. . Im Abgeordnetenhaüs kam es heute wegen der sich täglich wiederholenden Ausschreitungen der Antisemitischen Hochschüler zu Lärmszenen, Der demokratische.Abgeordnete Fadian, der die antifemUifdjen Siw&eHÜH, WÜ sie dre-Juden in zwanzigsycher Uehermacht. angrissen, „feige- Buben" nannte, wurde wiederholt zur Ordnung gerufen und schließlich vor den Disziplinarausschuß des Abgeordnetenhauses gewiesen. Diese i Verfügung des Präsidenten rief lärmenden iftkötäst ältf böP SÄtttüllnIJiD vhr, Die Larrnsz'enen erreichten ihre'Höhepunkt, als die Opposition gegen das vom Präsidenten erlassene Redeverbot an das Haus appellierte und-die Mehrheit die Entscheidung des Präsidenten bestätigte,. ' Erst am Schlüsse der Sitzung fonnie He ÜMrflUll während der Debatte über die Tagesordnung der nächsten Sitzung die Hochschulkrawalle zur Sprache bringen. Der Abgeordnete Kiß sagte, die feigen Attentate der.antii^silftiil^bn Studenten seien eine graste Gefahr für die Jnteressöll Ungarns und verletzten Ehre und Ans eh SU. Verantwortlich hierfür feien die, welche die Hochschuljugend zu derlei Ausschreitungen verhetzten. Es müsse hier 'besonders auf die Rolle des Grafen Teleky hingewissen werden, der schon bei der Frankenfälscherafsäre ^{genarltcje Mllg MtS UHÖ ülllft jßßt IM Zllllkkgrund die antisemitischen Hochschüler organisierte. Es sei-auch zweifellos, daß die Regierung'mit ihrem Polizeiapparat, wenn sie nur wolle, die Ausschreitung an den Hochschulen verhindern könne. Die Ausführungen bes v^positronell^ll lllllkr den von der Rechten mit auffallender Stille, teilweise sogar mit Zustimmung ausgenommen. Der nächste Redner, ein Mitglied der Regierungspartei, stimmte dem Abgeordneten Kitz ausdrücklich bet. Der Redner wurde von der Linken immer wieder durch Zurufe unterbrochen. Man habe schon genug schöne Worte gehört, jetzt mühten Taten kommen. Die Woche. Berlin. Professor v. Möller wird, wie nun mit Bestimmtheit verlautet, me gen der beraumen anNstmittschru Ausfälle, feine akademische Lehrtätigkeit definitiv einstel» len müssen. — Die „Deutschoölkische Freiheitspartei" . bestürmt den Preußischen Landtag mit einer „kleinen Anfrage" weqöi tincB ifiöiiifn der einer Volksschule in F r a u st u d tut der Grenzmark angestellt sein soll. Sie nennt es „unglaublich" und „ungeheuerlich". Auch wir: die „kleine Anfrage" nämlich. — Die Schänder der Synagoge zu Lüneburg sind dank den Bemühungen des Zentralvereins, der eine an- LkMllllll llllMtt, ermittelt: es sind fünf junge Burschen, alle Angehörige der nationalsozialistischen Partei. Magdeburg. Die Stadtverordnetenversammlung wählte den Stadtrat, Professor Dr. Landsb erg, einen Juden, zum Bürgermeister. Die dentfchvölkifchen Stadtverordneten legten Prolest ela, ünd gmar SBÜ ftl ftüß ,.weltans>1 aulichen " Gründen, nicht aus Animosität gegen Landsberg. Landsberg ist Vorsitzender dec Israelitischen Witwen- und Waijenvereins. Men. Ein Hakenkreuzler-Redakrsur wurde vom Wiener Strafgericht wegen BernreuMQ von NitllülmslS- Legenden zu einer Geldstrafe von 20 Schilling verurteilt. Das ist billig, aber keineswegs „recht"! Budapest.. Auf dem jüdischen Friedhof zu Budapest wurde am Sonntag unter LOrii-gang der Regierung und der höchften AilliMkn' m Mftiin Tür A n 5} d NN. den vor einem Jahr verstorbenen früheren Jvstiznunister, Ehrenbürger von Budapest und Präsident der: nationalen Demokratcnpartei, enthüllt. Bukarest. Die Bukarester Blätter wissen mitzuteilen, daß das Finanzmiiiiftmum'in D&n T!86l?unternetzmungeu srunWMch keim »n anstellt Mlv Mt ms* her beschäftigten Juden entläßt. Damit ist der Boykot' der Juden von höchster-Stelle sankt'.vr.tert und durchgeführt. London. Das sogenannte C l a t e r - G e s e tz wurde vom Unterhciuse -lurl> In dritter Lesung angenommen. Der Nir^eraufnahme lies löerfnhr^ll^ NUN nichts mehr im Wege. Jerusalem. In der jüdischen Kolonie Beer Towiji, in der Nähe von Chedera, drangen Araber in den jüdischen Friedhof und zerstörten viele Grabsteine. Damit. ist den deutschen Hakenkreuzlern zum ßrflon Mül Ms Monom auf ffNMMtMdüngen genommen. — Frühere jüdische Soldaten, -die unter, britischer Fahne um und in Palästina kämpften, richteten ' ein Telegramm . nach London, in dem sie um Ueberlassung vom Siedlungsland in Palästina bitten. Paris. Im mu oon iJ öafiren ftarß ö» m liMf^f Publizist und Schriftsteller ü e i s e r o w i t s ch, bekannt unter dem Namen Isidor Lazar. Er schrieb auch russisch und hebräisch. Er lebte zuletzt in Paris als Korrespondent des Newyorker „Vorwärts" und Mitherausgeber des OSarifer „flainr. ZfMan Die für Mtk oember e'mberufeN-L KüNfeköNZ dök jUdiflhöll Gemeinden Rußlands wurde wieder abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben. Newyork. Der bekannte Kunstmaler und Misrachiführer Hermann Struck, der feinen ständigen Wohnsitz in Haifa hat. weilt zur Zeit iü.AWIsikg i fitt Dort in llkMikOkr rten Grtäbtea mit feinen Ausstellungen große Triumphe Hörsälen» sogar wä^ren^ ^er aus dem Gebäude getrieben. In Percs (Fünfkirchen), wo die Studenten einen dreitägigen Demonstrationsstreik für Aufrechterhaltung des Numerus clausus abhalten, schlugen die Demonstranten die Türen zu einem Scml ein, in u»el«hem sich die deblühten Mischrn SMbcnten veibarrikatzien hatten, Sie schlugen auf die jüdischen Höver mit Stühlen und Stöcken los, wobei 10 Juden schwere Verletzungen erlitten. Auch eine jüdische Hörerin wurde angegriffen, sie fiel in Ohnrstacht. Die ^Zoli^ei ersten unb verhinderte rveitere Ausschroitungsn An der landwtrlslhasMlhen Awvemie zu Debrecin.und an der Debreciner Universität haben sich am Dienstag Ausschreitungen gegen die jüdischen Lehrer wiederholt. Diese wurden aus den Hörsälen brutal M WiWn fflm NlWssM Darauf. die Vorlesungen solange nicht zu besuchen, bis sie Garantien erhalten, daß sie nicht, belästigt werden. SmhSttUn. 3.:;; MMzsu uni Sir iniwn Bukarest, 26. Nov. Das unerwartete Ableben des mächtigsten rumänischen Staatsmannes, des Ministerpräsidenten Jan B r atianu, hat die öffentliche Meinung im ganzen Lande i8 (taßimß Dürfet. 3an Sratianu m mäUreD m Krieges eine antisemitische Politik geführt. Nach dem Kriege hat er ein anderes Verhältnis zu den Juden gesucht, immerhin hat er es als Ministerpräsident geduldet, daß "die antisemitische Studentenbewegung und die von QTuxa Beariinöeti EMMA Liga za Macht un& MM kamen. Vor den letzten Parlamentswahlen aber hat er sich persönlich um ein Abkommen mit der Union rumänischer Juden bemüht und sich ihr gegenübr verpflichtet, gewisse jüdische Forderungen zu erfüllen. Bei der heuti- 80H MMsM für Sraiiaau im DärlantcM UM im Namen der Juden Abg. Dr. Fi ld ermann, der ausführte, Vratianu war die größte Figur der rumänischen Politik der letzten Jahrzehnte und der Schmied Groß- Rumäniens. Die rumänischen Juden sind ihm als Bürger mle ctU Zntzen Sfcnl fHlllkiZ. llÜfe RSSkSkUllg wurde 1919 die Frage der Gleichberechtigung der Juden MSomstocj. Dez. 3 lt>03 ' 9 .,. . . ■ . Sonntag 4 10 . Montag 5 11 6 12 : um , Mittwoch 7 13 Donnerstag 8 14 Freitag 9 15 vamstag 10 lönVEn r fcESSSESaBBEBBnS An nerWkdkaka Wchschlllka!a Budapest und in der Provinz wiederholten sich übrigens auch Heute die Üblichen izenen. Jüdische Hochschüler wurden teilweise überhaupt nicht in die Hochschulen eingelassen, teilweise aus den D. 0. Wochenkalender. L in. M « u; 8 - it min D tfianu&afi-feucfifev mit und ohne Musik — Grosse Aus wähl Bein L Wedemeier, Kaiserstrasse 401 □ Nirgends bessere Herde Nirgends größere Auswahl und doch billigste Preise bei &HAÖE&C? AM ESCHENHEIMER TOR 3. Vei V. Srünebaum, Kassels Hebräische Vuchh«nbtung, sinb «lle llftächsükklN, Talössim. Synagogen st l ck e r e i e n mit eigenen Kunstwerkstätten, Chanukoleuchter aller Art zu haben. Siehe Inserat. S^hjokoiacLe,