Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 48 (1.12.1927)
- Date
- 1927-12-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Nr. 48 Der Israelit 1. Dezember 192? no^r mnrger wer! öe, ist wo!)! ^er 88uns4, den wir dem verehrten Jubilar und seiner Gemeinde entgegenbringen können. Doch die Wirksamkeit Dr. Munks erschöpft sich nicht in seine Arbeit für seine Gemeinde. Den EkiLML MMkN Lßil fkiNkk MMZkkSft KiSlllkt er Len Ausgaben der Gesamtheit. Als Sachverständiger für jüdische Angelegenheiten der preußischen Regierung ist er der Sachwalter der gesetzestreuen Judenheit Deutschlands. Und auch in dieser Eigenschaft ist es der Adel seiner Persönlichkeit, sein Takt, seine unbedingte Wahrhaftigkeit und seine Rechtlichkeit, die ihn jene Erfolge erzielen ließen, die auch von unseren Gegnern ancvtannt werben. Es ist sicherlich kein Zufall. &«fj am §rhahhos, der dem scrhgsgften Eeburjsiag Dr. Munks folgte, das Prophetenwort aus verlesen wurde, das den wahren, jrn mit folgenden Worten zeichnet: in'v2 nmn n»K min epim 'im -np»3i. Dibwn vjiswa Ksai n°? MS 3'TN Es ist dies die tköffsudstö Chsraktönsttk der ganzen Persönlichkeit und der ganzen Wirksamkeit Dr. Munks *** irpsn nrvvi nvrr min* Die Lehre der Wahrheit i|t in pirtem Munde. Du all |einem Wirken ist es ble reine Wahrheit, der er bienen will unö ist die Wahrheit das einzige Mittel, dessen er sich bedie-.t. Er ist kein Diplomat. Rein und, heilig ist das Ziel, das er erstrebt und rein und blank die Wcrssen^ mit benen er tarnet. Und es ist für UNS, Die Zeugen seiner unermüdlichen Arbeit sein dürfen, geradezu erhebend, zu wissen, daß die Wahrheit doch eine Macht ist, die sich schließlich durchsetzt. T»r>9TZ>3 NS»3 »V Seinen Lisis>en entfährt kein unschönes Wort. Es gibt sicherlich ganz wenige Menschen, die eine solche Scheu vor dem Worte haben wie er. Ein »jedes Wort, das er! spricht, ist wohl überlegt, ist vornehm und rein. Sein Work/ wenn es auch^uweiien taMts verletzt niemals, sondern reinM und erhebt. Und aus diesem Grunde wirkt auch sein Wort zündend, — und was noch mehr ist, — überzeugend, ’ns ibn HVQ31 Die Leitsterne seines stfch Asifben and Geradheit. vverftes Ziel seiner ganzen Wirksamkeit schwebt ihm der Friede vor. Als Schüler und würdiger Nachkomme Aharons ist er ein mbV mixaber diesen Frieden will er nur iiL"Q2 in Geradheit erreichen. Und hier kommen wir vielleicht zu dem heikelsten Punkte der Eharakteristik des Führers der selbständigen, unabhängigen Orthodoxie. Weil er den geraden Frieden will, ist er Vertreter und Sachwalter der sog. „Trennungsorthotpfif' f Ml gfHHPrn Ml nüfrt an imn, t? nicht vorwiegend halachtsche Gesichtspunkte find, die ihn bestimmen. Die Frage der Unabhängigkeit der Lsrthodoxie ist für ihn vor jeder Halachah, ist, wenn man so sagen darf, ü b e r h a l a - chisH. Der geistige Allier der Xrennummtfiot boxte, der große Lehrer der Iudenhett, der arm *isiö' führt für seinen Standpunkt auch keine ®runbe an und wenn auch, so erst in zweiter Reihe. Das Entscheidende ist eben die Empfindung für Geradheit. Dem geraden jüdischen Denken und dem gesunden jüdischen Empfinden ist es selbstverständlich,, daß das jüdische Gesetze wie es in Tcrlmüd and -^vßksrn Nik'^kk" gelegt ist, Ä l l e i u h errfch e r i n in einer jüdischen nbnp sein muß. Alle anderen Formen jüdischer Gemeinschaft fistd für das gerade Denkey gekünstelt und unnatürlich und darum nicht^von Dsmr. Ler in Gernddeit den Frieden erfkreöiwird für die Unsbhättgtgkeit der Gesetzestreuen eintreten. Und darum ist Dr. Munk, dem sicherlich nichts ferner liegt, als einem der trxT» aus anderen Kreisen auch nur irr (Bebauten nahezu- Sill Berserker der ^ssstzfkaN^sgEsik bkt Thoratreuen und ist dabei von dem Bewußtsein durchdrungen, den Interessen aller Thoratreuen zu dienen. slZj» 2'vn t^rni- Das' Bild wäre unvollkommen, wim wjx uWt MH ftinrr LÄtlgttik im Kriege für die rituelle Verpflegung der jüdischen Bevölkerung, wodurch er dieses py» n'vn Q’mi in mustergültiger Weise betätigte, und seiner ganz gewaltigen Arbeit im Büro für Schächtschutz gedächten. Diese letztere Arbeit, die er von Dr. Dlisch chi[Deshelmer'rsi übernahm, absorbiert in letzterer Zeit nahezu seine ganze Kraft. Es würde den Rahmen dieses Artikels überschreiten, wenn wir diese seine Arbeit auch nur annähernd schildern wollten. Welchen Aufwand an Kraft und Ae'tt diese Arbeit erfordert, vermag man wirklich nicht zu schildern. Lange, oft sehr beschwerliche Reisen, unzählige Unterredungen sind meist erforderlich, um nur die vorurteilsfreien Gelehrten zu bestimmen, sich für die Frage zu interessieren. Und wenn etwas dem Jubilar an seinem Freudentage Erhebung und Genugtuung J.Großmanii*Scti&fiet Große Eschenheimerstrasse 8 Handgearbeitete Kissen - Tischdecken Taschenbügel - Moderne Simili Schnallen Ansteckblumen aus Gold und Silber Metallbopden b gpitiin Reichste Auswahl ziu h i 11 ig s i e n P r e i‘s e n * ksrdrirdttn. Deutsches Reich. ArbeilskommWon des Lebensmittel-Ausschusses der gefeheslreuen Rabbinervereinigung. Berlin. 28. Nov. Dlk SircmiQUIlQ tlllMiMkllEkskUhtlkükr üiaDDilM Deutschlarrbs Hai im Frühjahr 1927, wie wir damals auch berichteten, eine Pesfachliste über Verwendbarkeit von Arzneimitteln im Druck herausgegeben, ein Büchlein, das durch die Gründlichkeit der Zusammenstellung und Klarheit irer Darstellung pir 2Ierg±e unö &rant«ni>äujer grojje Bedeutung gewonmn hat. Me umsangrsicheu Borarbellen für dieses Werk wurden von einem aus namhaften Aerzten und Chemikern zusammengesetzten Arbeitsausschuß geleistet zusammen mit der halachischen Kommission der Dtabbineröereinigung. Zum Arbeitsgebiet dieses Ausschusses gehören heute eine Reihe andrer nicht minder wichtiger Fragenkomplexe, die die besondere Aufmerksamkeit und das Interesse der Allgemeinheit verdienen. So^ befaßt er sich u. a. in Anle^tiung an die Sc^rip von S. R. Dr. Mün^, KiHingen, „Über Nähr- und vrgunpräpnrute" mit dem Kaschrus der modernen Eiweiß- und^Organpräparate, die in der theragewährt, so lstes sicher das Bewußtsein, daß es j peutifdjert Medizin als Heil- und Kräftigungsmittel eine große Rolle spielen. Mit den herstellenden Fabriken wurihm in dieser Frage mit göttlicher Hilfe gelungen ist, viel drohendes Unheil ßu verhüten. Und trotz dieser geradezu übermenschlichen Arbeit, njn 1-122" im ’nsip hat er noch Zeit und Muße für die ureigenste rabbinische Tätigkeit — für das Lernen, für die Verbreitung jüdischen Bissens und jüdischer Erkenntnis. Dix sMftfst Freuden bereiten ihm seine die er pünktlich sowohl für Erwachsene als auch für die Schüler der Adaßschule abhält. Und auch im Lernen ist es die Wahrheit, die er sucht und die Geradheit des Denkens das Mittel, rnit dern er sie s^cht. Allem Gekünflelken ist er abhold. So möge sich denn auch das Wort des Propheten an ihm bewahrheiten: ins nnvt 'mm mbVNi D^nn* Möge er noch recht lange mit unm»fk Wf in BiMk Mm m von ihm heiß ersehnte Ziel, dem er als Mitglied der obersten Instanz der Agudas Jisroel mit aller Kraft dient, zu erreichen, den wahren Frieden in V?y die Herrschaft der Wahr- Mt Dfr nnn in einer einmütig um Me Fahne des göttlichen nvrr geeinten jüdischen Gemeinsct'afl. V"i2§. dm kingkUlldk KllkMsöllndkngM gksötztt und mm Um iersuchungen vorgenommen, um Klcrcheit über bie Herstellung, Zusammensetzung und damit über die Verwendungsmöglichkeit bei jüdischen Patienten zu^ gewinnen. Auch die zur Zeit akute Frage der Zusammensetzung von ^a^npajten tjnt 5>en Llussc^u^ &ej'c^ä|tigt unö gu einem gründlichen zahnärztlichen und chemischen Gutachten geführt. Die Vorarbeiten für alle diese Fragen find nunmehr so weit gediehen, daß die halachische Kommission der Rabblnervereinlgung eine prinzipielle.Entscheidung fällen kan>n. Wie der Name „Arbeitsausschuß der Lebensmittelkommission" schon sagt, erstreckt sich seine Aufmerksamkeit nicht zuletzt auch auf die rituelle Zuverlässigkeit käuflicher Lebensmittel, wie gewisse Brotarten, auf die Herstellung von Lebensmitteln und öie Zuständigen Betriebe^ 2fuä^ hier konnte vieles geklärt werden, anderes wird noch untersucht und bearbeitet. Der Ausschuß ist dankbar für jede Anregung und für jeden Hinweis bezüglich aller dieser Fragen und insbesondere in Bezug aüf'dieOPesfachliste, Deren SnMtmmg in Gestalt eines MzeMWMMs für Peffach ins Auge gefaßt ist, und ist feinerfeil^ gerne zu allen Auskünften bereit. °- . ‘; - Schwarzlchild^Ochs «I ROSSMARKT 13 ROSSMARKT 13 WEIHNACHTSVERKAUF su bfitlculcnd herolifjcsofjier» Preisen in ollen Abteilungen Velours - Crepe de chine - uni und bedruckt Chiffon, Velvets und Bänder