Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 48 (1.12.1927)
- Date
- 1927-12-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Tüte b Nr. 4^ Der SssjöMH 1. DöMbör 188? geregelt und 1923, wieder unter seiner Regierung, dürfet , gle ichzeitig für einen kaufmännischen Beruf vorzube- Akt durch Verankerung in die Verfassung legalisiert. Auch Zeiten.- Aber schon mit 22 Jahren kehrte er, ein treuer dl- Sl-lchh-lt^ MW«. R°ngi°. ml. d» chrPW°n im» WM wrn« «k k?!!Mi!!nr «NIM- :WW »llmM M Wl 7 7 W W liche Emanzipation des rumänischen Juden sind an den Kober zu einer Persönlichkeit, wie es wenige zu seiner Namen Bratianus geknüpft, die jüdischen Bürger neigen Zeit in Breslau gab. Gebot ihm schon sein kindlicher sich in Trauer vor seiner Bahre. Im Senat sprach im Namen der Juden in ähnlichem Sinne Landesrabbiner Ll. ftuiiumut JtolSftiiu». Gemeindegesetz und Erziehungsgesetz. Z^usälLw. 80. Nrv. Die Regierung hat nunmehr die nach Veröffentlichung des Gemeindegesetzes im Juli eingereichten neuen Anträge der Agudas Jisroel eingehend beantwortet. Eine ganze Reih« dieser Anträge sind genehmigt worden; insbesondere oüch MWW lintras, Der Die MDUW um Kongregationen unabhängig macht von dem Anschluß an eine bestimmte Synagoge. Auch sonst wurden eine Reihe wertvoller Veränderungen im Gesetz durchgesetzt. Doch sind noch wichtige p-r i rrz ip i e l l e S t r e i tp u n k t e ü 0 r i q , öti Denen Die Orthütmie unter keinen UmstänDen von ihren im Namen der Gewissensfreiheit und der religiösen. Gleichberechtigung erhobenen Forderungen abgehen kann. Sie ist sicher, damit, eben weil es sich um G e w i s s e n s f r a g e n handelt, früher oder später mit Gottes Mse auch DnrchzuDringen. Eine neue Verwicklung der Lage schafft die im letzten Verordnungsblatt der Regierung veröffentlichte „ E d u -. c a t i o n O r d i n a n c e " (Verordnung über das ^rziehungswefen). Di« Verordnung würde in der vorli«g«n- Döh Wkrn zu schwököl? lLMisseMöDkükkuug gllSk LsMigen Ettern führen, die der offiziell anerkannten Gemeinde nicht angehören, sondern sich zu einer Kongregation zusammengeschlossen haben. Auch im übrigen wird durch die Verordnung die Autonomie des jüdischen Schulfftfini susr MM MlWt s8 m m M bkkktts gemeldet, zu einer gemeinsamen Eingabe an die Regierung in dieser Angelegenheit gekommen ist. äsagrrb bet jüdischen Ürchodokic in Ämerti«, N e w y o r k, 22. Nov. Am Sonntag wurde hier die National Convention der Union orthodoxer jüdischer Kongregationen Amerikas eröffnet. Der Präsident der amerikanischen ArbeiöerpMion lilgffl WM Mt M Rßft^t lil Fünstage-Arbeitswoche, die den Juden die BeobachtMK des Sabbat ohne Einbuße an Einkommen ermöglichen würde. Vor allem aber erstrebe die gesamte amerikanische AMMMt Die pnftflge?MsitsiBBä)ß, Die ein MiWZ Arbeitsprinzip verwirklichen wird. Richter Irving Lehman, Präsident des Wohlfahrtsausschusses, berichtete über die religiösen Auswirkungen der Tätigkeit dieses Ausschuffes. lieber jüdischen Unterricht sprachen der Präsi- Dont Dök Iizchak EMnan Mchiwa Dk. Mi>nhlN>D MM, Rabb. Dr. Leo Jung und Dr. Seidal. Personalien. Joseph Kober 8resla«, 28. 9kov. In Joseph Ko b e r *7~r hat das gesetzestreue Judentum einen Mann verloren, welcher es in vorbildlicher Weise verstanden hat, den Wahlspruch firr -pi cy rnvn in seiner reinsten und hehrsten Art zu verwirklichen. Früh vaterlos, wurde er in jungen Jahren als immer von fünf Geschwistern von seiner opserwill'gkn Mutter nach Halberstadt geschickt, um hier, an der Skätte altehrwürdiger Tradition, in einem Kreise Gleichgesinnter, das Studium der Thora zu pflegen und sich Gehorsam, dem Rus der Mutter zu folgen, um für sie und die jüngeren Geschwister zu sorgen, so genügte es ihm nicht, hiermit feine Lebensaufgabe zu erschöpfen. Er lvollkk WgM; W D8Z ZDkgs eines frommen WM sein muß, neben den Pflichten gegen die eigene Familie auch seine Pflichten gegen den Klall zu erfüllen und gleich' zeitig der Welt zu zeigen, daß man mitten im öffentlichen Ldben stehen kann, ohne auch nur einen winzigen Bruchteil «US derrr überlieferten Judentum streichen zu s?rau^ien. , Eine Tat von weittragendre Bedeutung war zunächst die Gründung einer eigenen kaufmännischen Firma, welche seinen Namen über die Grenzen der Stadt und des Landes hinaustrug und gar bald zu einem der angesehensten Handelshäuser erwuchs; ein industrielles Unternehmsn wum snmlimrt UM in Dem WM WDrWnDsrkj das nunmehr seit Errichtung der Firma Joseph Kober dahingegangen ist, wurden Hunderte von' Angestellten und gewiß tausende von Arbeitern mit Arbeit und Brot versorgt, denn darauf war sein sozialer Sinn gerichtet: seine Betriebe immer wieder zu erweitern, damit möglichst viele Duden eine sabbatfreie Stellung finden konnten! Joseph Koder hat auch in vorbildlicher Weise immer wieder den Versuch gemacht, jüdische Arbeiter einzustellen und wenn irgend möglich, solchen Angestellten den Vorzug gegeben, die auf oie Sabbatheiligung Wert legten. So wurde seine Firma zu einem Segen für die Gemeinde. Immer und immer mteber toar «s Joseph Ko- [>er nur ^a>rum zu iün, Der äll Elln Lassen von jüdischem Geiste leiten zu lassen und den Erfolg von der. Ewrgkeitswllrte des gesetzestreuen Judentums aus zu beurteilen. So konnte es nicht ausblciben, daß seine Fähigkeiten gar bald auch von den Genossen erkannt rourden, und sich ein grosier Freundeskreis uni i^n ßtHete, t^n illllll^ UttX Zeit zum Führer erkor. Es ist selbstverständlich, daß er in zahlreiche Ehrenämter gewählt wurde, die er dank seiner Einsicht, seiner Liebe zum Judentum, seiner versöhnlichen Art, dank seiner Kenntnisse auf allen Gebieten feiner vielseitigen Bildung mit Bedeutung ausfüllte. Nicht ihn zierten die Aemter, sondern er zierte sie, Und bei all den verschiedenartigen Arbeiten, die er zu erfüllen hatte, fand er immer noch Zeit zu „lernen". Fand er in Breslau nicht die geeigneten Talmudlehrer, dann ruhte er nicht eher, als bis solche von auswärts berufen wurden. So wurde sein Haus zu einem Mittelpunkt der Gemeinde^ in dem ed^t jüdisches Beben pulsierte^ an seinem TM wurde der Dürftige gespeist, von seiner Tür ging niemand mit leeren Händen fort. Möge ' die Verdienste, die sich Joseph Kober um di' Erhaltung des Judentums hienieden erworben, lohnen! Seine Taten werden noch lange als lebendige Zeichen seines Erdenwandels anderen zum Vorbild ireineni d Königshach, 22. Nov. Am 20. Marcheschwan verschied in Heidelberg Hauptlehrer Josef. Ein Leben reichen Arbeitswillens und unermüdlicher Lernbegier hatte seinen Abschluß gefunden, und Alle, Juden wie Nichtjuden, sühMj m eins Süds iliWMNi eine 8Mj Sie Mer wieder auszufüllen sein wird. Schon im Februar ds. Js. war es ihm unmöglich, seinen Unterricht zu leiten. Er suchte Heilung, doch vergebens. Die tückische.Krankheit raffte ihn im 52. Lebensjahre hinweg.. Nicht nur seiner Gattin, mit der er ein echt jüdisches Heim errichtet hatte. nein, unterm MM Lvtse ist et enmssen «elften, Mil Wehmut werden seine Schüler an die herrlichen Stunden denken, tn denen er ihnen die Worte der Thora in unnachahmlicher Weise nahe brachte. Und wie seine Lehren war auch sein Wirken . Noch bis zuletzt war er tätig im Dienste echten nib-m. Auf einer Reise, wo er einem armen Jungen eine Existenz verschafft hatte, erlitt er mm Ar full, non Dom or sich nicht mehr etfmlen sollte. Herr Vezirksrabbiner Gryzimip, Bürgermeister Fränkle, Oberlehrer Bangert, Hauptlehrer Ehrlich, Weingarten, würdigten in zu Herzen gehenden Worten die Verdienste dieses Edlen. Tauberrettersheim (Unterfr.), 20. Nov. Unsere kleine, lewer nun W susgestowene GemeiM, hatte wieöet einen herben Derlusl zu beklagen. Am Sonntag den November trug man Adolf Grün seid zu Grabe, den Inhaber des Herrenkonfektionsgeschäftes S. S u l z b a ch e r Nachfolger. Zwei Jahre .sind es erst her, feit wir den unvergeßlichen Bruder des Lerstörbeneu, Josef Grün seid, verloren. Nun sind mit den beiden Brüdern die letzten Stützen der hiesigen Gemeinde ins ßraii eoiunfon. Bia iMfßipö mr ein MM Zeugnis der Beliebtheit Adolf Grünfelds in allen Kreisen der Bevölkerung. Juden und Nichtjuden des Dorfes und der Umgebung folgten der Bahre, Kriegeroereine und freiwillige Feuerwehr gaben ihrem langjährigen Mitglied das letzte Geleite. Der Verstorbene galt als lufter eines tfirlifDen MD fleißigen MMtsmallM. Unermüdlich übte er oft bis tief in die Nachts hinein das Schneiderhandwerk aus. Wer ihm bei seiner Arbeit, das Mützchen nach jüdischer Sitte stets auf dem Haupte, zusah, wird dieses Idyll alten jüdischen Gewerbefleißes me vergessen können. Seine Werkstätte lag neben unsrer Willen Äor^ynagoge — ein 3ym!ios bes ßefiens be& Dahingeschiedenen. Der Thora und der Arbeit war es gewidmet. Mit glühendem Eifer hielt Adolf Grünfeld W am überlieferten Judentum fest, 'besorgte er die *v)3x 'd*ix und in demselben Sinne erzog er auch alle seine Kinder. Erst vor kurzem wurden ihm anläßlich seines öOiäDrisen DkrufMDilöMZ, grollt Ehrungen guteil unD mit besonderer Freude pflegte er aus den Wert der Arbeit im Sinn und Leben unserer alten Weisen hinzudeuten. Vor dem Trauerhause gab Herr Lehrer Bernstein vom nahen Aub namens der Gemeinde dem Schmerz um den Verlust dieses echt jüdischen Mannes Ausdrucks für den Verwandtenkrets sprachen die beiden Neffen des Verstorbenen, Herr Lehrer und Oberkantor Grünfeld, Baden-Baden sowie Herr Dr. I. G r ü n f e l d , Würz- ' bürg und schließlich nahm der Sohn, Herr Lehrer G r ü n f e l d - Kempen (Rhein) in schmerzbewegten Worten vom Vater Abschied. -— Immer mehr verroaist bleibt unsere «Infi fo blulj«n&e Heine ®eme!ni>e öunid, ein Beitrag zum traurigen Kapitel vom Untergang der Landgemeinden. rraxm VrsffsgsikN, P. G. in L. Betrag eingegangen und gutgeschrieben. G. in H. und Andere. Der Gcheloh war nur einige Jahre in Frankfurt von 1608 bis zum «nm nach dem Fettmilch aufstande 161.4. Rabbi Sabnm mim finiüm) um mt im mm iW als Nachfolger R. Chajim Kohens nach Frankfurt. Die »dreißig Jahre" im Romane sind in diesem Sinne zu verstehen. D. in S. Ein 23 jähriges Jubiläum gibt eb nicht- Gedulden Sie sich noch zwei Jahre. Din S» T>ie Sn^ereiinng ift uns ms; vk' Lannt. „ S* St. in Pr. M2V heißt: W2212 -»N3W' bezeichnet somit alle Heiden, dte in ihrer Mythologie dem Sternen- und Planeienknlt huldigten^ auch die Römer bis zum dritten Jahrhundert der übl. Zeitrechnung. FamMenuachrichten. Barmizwo: Alfred, Sohn des Herrn Leopold» ymnM, fl, M, PUMUM U, UX'1 's. Synagoge Frledverger Anlage. — Walter wohn des Herrn Bernhard Wolpe, Frankfurt a.M., Jahnstratze 54. uL'i 'Q- Synagoge Friedbergev Anlage. — Josef, Sohn des Herrn I. Offowski, Berlin. Oranienburgersttatze 12. nbv'i *s. Alte ^yn«gog?i Oei^renrerflaffe % - Plimiis, Sohn öis Herrn Israel Gabel, Frankfun a. M., Fischerseidstratze 6 pari, im viivn D'2 Schützenstraße 2. — Friedrich Jakob, Sohn des Herrn Oberrabbiner Hirsch (Wormser), Zwolle (Holland), «mp -nav Bie giückiicke Geburt unserer Tochter NETTY zeigen in dankbarer Freude an SALLY WEIL und FRAU i Berlin NO.. 55 23. November 27 Harriet geb. Joelson Metzerstrafie 39 siVniv Streng ritueller £>aus&äft in Selpglg srr«Ht kinderliebes, gebild. Fräiilein nicht unter 20 Jahren«, m 2 Kindern v. 8 u. 8 Jahren» das auch etwas kochen kann. Mädchen vorhanden. — Vorzu>rellen bei Oelbaum. Frankfurt a. M., Vogelsberc-str. 2 Machsorim Tallesim Schofflp. 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