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Der Israelit · 1927-11-24 · Heft 47 (24.11.1927) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 47 (24.11.1927)
Date
1927-11-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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, 24 November 1927 Frankfurt ■ a. 2H.f den UMWWwäyK88 Nr. 47 Abonnementab Januar 1W4: Deutschland 1 Goldmark monatlich; Ausland: Bierteljab«vreise (entsvrechend dem deutschen Inlandspreis zuzüglich Kosten des Etreifband-Ber» iDtfj MWHi; SM fri ffZfti*?. *i°l7h <ETai,M?iJnia&1«- Frankreich 88 Fr.; Belgien ab 1.7. zi, Velga s; Holland s st.; äiwfcn av t.1" Lire; Uotoien 88 Din. : Litauen 7.80 Ltt.; Rumänien ab 1. 7. 87. 160 Lei; Polen 4 deutsche-Goldmark zum.Tageskurs oder 7 Zloty. Schweiz 8 Fr. Tschechv-Slowakei 88 Krone« ^Ungarn Pengo 8 ab I.Juli 1927; Dänemark 3.80 Krön; Norwegen 3.80 Krön.; Schweden 8.80 Krön. Einzelnummer dreißig Goldpfenntge. Der Israelit erscheint jeden Donnerstag. Inserate 40 Goldpf. für die fiebengespaltene Nonpareille-Zeile. Abonnenten zahlen bei Stellengesuchen und Famtlienanzeigen nur 30Pf. ®ie_7B mrt beeile Jtte*löt»escile ♦ leüte Textselte i.60 Mk., vorletzte Textseite 8.— Mk.; ' ' ~ f {{fff: et j"fe“ nseratenannahmr durch W» Franks, ä. SR., Er. Eschenheimer Straße 83, Tel. Hansa 6848 ow. durch sämtl. Annoncen-Erped. des In- und Auslands. Alleinige Jnseratenann. fürFranks. " eschäftsanz.: Jul. Schmidt, Üangestr. 7, N, Tel. Hansa 4841. Platzvorschr. ohneBerbindlichk. « a«: Pottsparkasse Wie« Nr. 7S80S. — Postsparkaffenamt Budapest Nr. 18484. — Postscheckkonto -jEfiSHit niSnSßSi! 84889 ■— 'ISölbmtJdje UntoniJant tu Prag — Ban» Msrmaro^cK BUuA & Bukarest -'Filiale des 'Wiener Bankvereins in Agram. — Der 'Serichtsständ für alle aus "Abonnemenks ober aus Snseratrn stch IkWkWl^Kr, taSIangen bteelt an' ben Setlaa auf 3ßoftf<bedtottto 0ftaitlfutt (Main) flt. 19804. — Außerdem h«rlj«u N^MM. - Wschrsmi LüW W. M M -I WllffoMM NllMMllk,- ' Erneuern 8ie sofort beim Bostboten die Bestellung auf den „Israelit" für den Monat Dezember 1 Wird dies versäumt, so tritt .eine Unterbrechung der Zuseüdüii^ Sill, ohne daß wir selbst Kenntnis davon erhalten. Verlag des Israelit G. m.b. H., Frankfurt a.M. Aus der ArbkilsMts drr Religiousphilosophie. Von Joseph Carlebach in Mona. HI. i. lentlik tte jed es btofo xt Dftiijtiuim) i jeder Elohim, seinen eigenen Urmenschen Herstellen müssen. Das ist in der Tat yersücht worden. Das Resultat sind die T re r e,, (in der Note Gen. 1, 20—25) von denen jede Spezies einen mißlungenen Meufchentyp . . darstellt. Diese Bildung M MW ... ist wtz Stilen «MM heitsakt des jüdischen Elohim über die anderen Elohim verhindert worden." Aber steht denn nicht im gWzen 'Schöpfungsbericht,, auch ist I, 20—25 immer nur der Singular X12 <*r> Ifia’lr—ßßFßHf fW §kk sein -pp-i wis daß das twa auf den einhMlMn SchMer weist — wo kommen die andren Elohim pkotzlich her? .- Zum Ueberfluß bringt das zweite.Kapitel in 9Sers 7 u«b 93ers 19 die Schöpfung von Mansch — .•'(. “ >*■-' » ’» i und Mk 'Mit dersM^Mrmel wpvrr fT\ also ist Goldbergs Behauptung — eine Grundlage feines Systems, sogleich mit dem ersten Satz des Pentateuch — sinnlos geworden. ffienfö fff ö!k KWM.MAll.kkms^st u Und dem pH 21V nyin j»V'deM ersteren als Wan-i zung des jüdischen, dem zweiten als solcher der anderen Elohim ganz unhaltbar, indem das Gan Eden als Pflanzung von m und alle Nngkinkn Bsttmk nLKmÄr m M Swm WachstÜm gebracht Msi, 8 uW 9'WgesteW sind. 2. Mit der mystischen Bedeutungder Tiere lettirum, als Ausstrahlungen und Zelem fremder Elohim begründet Goldberg eine Opfertheorie, in der dann das Tieropfer das eigentliche Opfer wird, zu dsm MöyloWr nur als Zusatzapfer aufk treten. Das ist aber in Widerspruch mit der biblischen Opferlehre. Diese spricht im rrm nVw pnp die vollkommene Gleichwertigkeit des Mehlopfers mit dem Schlachtopfer aus, sie erkennt s e l b st - st ä n li g k MiichLh-vpfU ««, »utz sül Ms sei sarntheit gibt'es selbständige Mehlopfer, bei denen die Tieropfer nur Beigabe und daher nicht absolut erforderlich, nicht aava sind. So die zwei Erstlingsbrote am Azereth (f. Rambam Hilchllty AMIN WWW) 8j äkj: Wenn Kains Fehler nur -darin bestand, daß er statt Tiere Fruchte brachte, wieso befiehlt der Pentateuch, Erstlinge der Früchte darzubringen, was sagt Gott nachher zu Kain als Begründung von iTKönv von Sün^e ün! 3. „Sämtliche scheinbar (!) ethischen Vorschriften des Pentateuch, so läßt Goldberg sich verstehmen, haben mit Moral nicht das geringste zu tun, es sind vielmehr Ritualvorschriften genau mte dis anderen." (S. 128.) „So find unerlaubte S exu al Vorgänge . . . geeignet, öen 8er?e^r zwischen Gott und Land zu stören. So lautet die Begründung 'der Sexualgesetzgebung: „da wurde das L a n d unrein, da spie das Land seine Bewohner aus. Bei der Sexualgesetzgebüng Pi k8 W W M um {'WkMkW If lichkeit" sondern um ein R i t u a l d e s L a n - d e s,.. das für die dynamische Wechselwirkung zwischen Gott und Land notwendige Borhedin- Mng ist." Sr» Goldberg: Wir, fragen, (aber nicht mit lheologWer.Ergebenheit und Demur» 1s)r als rm .Zehngebot am Sinai ganz allgemein die Unzucht verboten ward, welches Landesrttual 8e daponichetxoffen werden? Da steht Uürd, acht,. DlMtahl, Lüge mit Gelüsten in voll- . ffl-i •(((.. ß* ***i{ß44* •!«« dom - rommemr Parallele, sie müssen also aus oem-- felben Landesrststal sich ergeben, denn der Pentateuch/ ist doch einheitlich und überall gleich ^amoralisch"; wieso fehlt Diebstalsl her der Landesritrral^ese^^rin^, die mit Wn sich selbftZanz anders begründet? Warum ist, der Philisterrönig, der doch einem andren Elohim untersteht, für sein Vorgehn an Sarü verantwortlich gemacht?. Wie kam die Sündflut überdie . gart^e Erde, in eil „mit Gemalt und Beröerdnis die: Erde erfüllt war", welches Landesritual war verletzt? . So ließe sich jede Behauptung von Goldberg einzeln analysieren; jede zerfließt ins Nichts. Es gibt, mit Goldberg zu reden, foviele „Einfallstore" in sein TysttM, dfftz bfn*™ p-.sn. Dabei ist die. Gesomttenvenz des Buches geradezu abstoßend. Alles in der Thora muß Mit aller Gewalt vergröbert werden zu plumpem Fetischismus und albernem Zauberspuk erniedrigt werden. Man fragt sich im Stillen: Glaubt Gold- Ößlö [0lDft M MM AwllWgkMkNr Wt 81 M Mord ebenfalls nur als Landesritual Palästinas für verboten, in Patagonien oder Berlin aber für erlaubt, oder ist die ganze Studie in usum delphini geschrieben, um uns von der Ehrfurcht für die Bibel zu kurieren? Man meiß nicht, mas I' " ■ " ö •, * «J! man mehr bewundern soll, den leichten Sinn, mit dem diese Behauptungen aufgestellt werden, oder den Hochmut, mit dem sie gegenüber andren Auffassungen vorgetragen, richtiger: dekretiert MMN. Atzt Mnimt iri' üff Mit ä system", um dem Wort ava-pnzli' eine mystische Bedeutung zu geben. Oder er? dekretiert: Niemals heißt es im Pentateuch, daß Gott im Himmel ist! Obwohl dw,i '»vi v'vVn 'piVx ’th fn oder ^",»1 7U1V jedem Schulbuben bekannte Ach W. Bfe? if Will Büf$ jsi lapBft uns glauben machen, daß Gan Hafchem ein zauberisches Wirkungs- und Schutzgebiet (gan von ganan schützen) Gottes bezeichne, obwohl die Stelle Gen. xm 10 deutlich zeigt, daß Lot sie erwählt, weil sie ftcmfi bemaffert, ein Gattesst , garten wie Aegypten, d. h. sehr fruchtbar ist. Oder er will uns erzählen, daß w» heißt: „das ist seine Sache, bas geht uns nichts an", obwohl Levlt. XX 17 ov- '22 'Vf? 1kN221 jüls Erklärung von xw» steht. ltnh wie iU 0ISfIMrungen, um derentwillen diese grundstürzende Hyxothesenkonstrüktion aufgeführt, dieser große Aufwand vertan wird! Welches unhaltbare Gerede z. B. zur Erklärung der Szene mtt Mosche % iN°kWW.lSWWMMiW » tesbezeichnung allein schon widerlegt)! Wir wenden uns, völlig unbefriedigt, ohne Gewinn, ohne Bereicherung an Wissen im Einzelnen von diesem Buche ad. Goldberg meint zwar „!oö unh Äa, 8üt uÄ 8ö^e, feien viSlliä relativ und subjektiv", weshalb „meist in den Augen des Betteffenden" hinzugesetzt wird, eine „Optik", die mitunter recht heterogener Natur ist. <S. 135.) So rnird er sich dessen leicht getrösten, baß in unsrer bie ganz heterogen ist, sein Werk Ra ist. Wir halten

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