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Der Israelit · 1927-11-17 · Heft 46 (17.11.1927) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 46 (17.11.1927)
Date
1927-11-17
Page
– (sequence 3)
Language
German
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17 November 1927 „ \ deutbare EreigvWi der Kampf HakMs mst Engeftoder bie Szene mit dem ,Hlutbräutigmn", öenr Sohne des Moses, den Zippora beschnstt, um den Gotten zu retten. Kurz, es gibt im, Peniateudp Dinge, mit, denen unsre Schulweisheit, besonders/unser ra1!vna(!st!fches EsM-Ht schwor fertig wird. Dies e S ch w i e r i g k e i t e n, deren Ueberuiindung von allen jüdischen Generationen untkrWllNikll ^und- . Mit Hrösttern Erfolge durchgeführt ist, s i n d Gol über g s 1t g t n t! i chä i A us g a n gspunkt. Er „entscheidet", daß die alten Mythologien keine Mythen, sondern realste Realität waren, daß die Thora nicht ge- 8kll und Leidensll-crft/ gegen Selbstsucht und UnhMgkW, sondern gegen gewissere«!^ Mächte des Heidentums kämpfe, gegen fremde Elohim, die zunächst Artgenossen des jüdischen seien. Das ganze jüdische Gesetz wird ein Kampf- ItliRk! ökL Elo^irn gegen die drohende Gewalt der anderen, die ihm'seine Inkarnation, seine. Wirkungsstätte im jüdischen Volke und Landstreitig machen wallen. Diese fremden Elohim hätten zwar mit dem füdrsc^en Jusarnnren den Menschen geschaffen sdaher vNn NivVÄ- Hütten ater ursprünglich Möst andren Menschentyp als Urzeugung Hervorbringen wollen. Ihre mißlungene Leistung.präsentiert sich uns in den Tietspezies, die Rarriküturen des ^ervollten l^äenschMtyPs- .dgrsteUerr. Da jeder Elohim auf seinem' speziellen Landstrich seillö eigentliche Machtsphäre hat, so ist dort die Gottheit in dieser ihr eigentümlichen Tierform mächtig. .So spinnt sich der Faden weiter. Die methodische Voraussetzung dieser ganzen KvHrükM WUM. i * MMM Mll allem andren — zunächst auf das energischste. Es gehtnie und nimmer an, das DMkle- Unklare, Schwierige zun Erklärung dessen zu tzell'WMj 'UUS ermdeMrg?,. jeder«, ohne rrrsitersa verfMdlich sich bietet. 21’u s d e m D u n k k nt düs Klare erh alten wall en, heißt: all ch d as KIür e v erdunk eln und in Schotten tauchen. Das ist sinnlos. EinM lllnalillles DkUtWikM des: Denkeirs kcrnrr nur sein, lltuyiUlfCiJ XjEefmiJüitt * tu:* . . von dem auszugehen,, was im vollen Licht der kechsich bietet. ..BW hier aus muh m WnÄitzer Erweiterung ein Schritt nach dem andren dem Verständnis und der Begreiflichkeit eroöert wer- WtzSzWWs BMMiMici Die Ust IeM drh. HenWeuH ,>i«s Ethische rimgebogen" worden sinö. Wir finden die ethische Forderung und Tendenz, der Thora und der Propheten so sonnenklar, so unbezweiselbar, daß. sie in der Tat toere-Partien zu dnrch- - / r ■ ■; ■ H;": ........ bilden.kann, zu peiförgen. Benierllen möchte, ich noch.. M% nach ANficht ßc’s Vs stnU' •irnl,; eMes ZeMeNoissen des «Ast, die OÄsärMn um daM gewW Sbrrechte habem sülclnühbie^estrßeri Äristen nicht 8ek Uns tvÄkett, sonst' aötr ÄerEiaD! Ü8 E8ME MkHs zustsllen find< Jene mächtige Zeder eines 'irmtii w'll? die eine Verbindung zwischen HinttyÄ und Erde darstellt und eine der stärksten Säulendes JudenMms ist, verdient tzä. dätz man.M üöllste Mfinerkfchnöeir MM MV M M UU Mk diesöielleicht der Sinn MW IeMstMtgen Spruches unserer alten Lehrer, die uns bttichlM : VN12N tzvp. »211^ wm .- -Abraham war der. jeatge, der. äußer der ganzen Thora, auch die Wizwöy '2iis beobachtete".. Ja, Abraham, war ei, BffiBuii iffli BitiiEgBfE ätölissliiftfj iS1? ftzins uneigennützige Gästfteuüdfchaft mit ausgeprägtem Wohtttttigkettsfinn das Mätetielle Mit dem-Ideellem, dys Irdische mit dem Göttlichen in harmonische Verbindung brachte. Er als der Redtzs.Vergänglichen mit d^m LnvergiiUglichStt. Et schuf mit seiner Gaststätte ein. LM. eine Ehefedbrstckej die, zu nriini und; tfiasn führt.; er schloß auch mildem Irdischen, einen BuUd — rvoäi ./.DeM — M. üDlMv nb’fö, nfiP M Bii/Itan Dir MWlr 8l K ml ckEterMlttge^^Ärmeüpflege' 'W MW 'ÄbtWms. auch Fernstehende sür^ unsere Ideale gewinnen, . - D er I sr a e l i t lsuchtsn... Wir sindßn m aDer für 8kt«SM gütest, alles m.öeir Weit ins Mystische UwZUblegen, und, dadurch den zweiselhasten Gewinn einzutauschen, daß nun zwar einzelne Partien nicht mehr aus den ^andren herausfallen, dafür llMr Vll MM LtzLi« -üou.A bis Z ins Rätselhafte, PetstyUdeswMige, Dunkle verstnkl, Das Verfahren Goldbergs. ähnelt dein folgenden: Jemand soll eine Handschrift entziffern, in der . einige Stellen vergilbt und schrvet lesbar gMlirvkn. mirmrm ir übergießt das ganze Manuskript mit. Wasser, so daß alles gleich verwischt und unkenntlich ist. Nun hat er eine „homogene" Vorlage und kann seiner Phantasie und Kombination beliebig die Zügel schießen lassen. Mit .WllMM UM MMMft hat solc^ Verfahrest..abe^ nichts zu tun. Nach Goldberg wäre die Szene m der Hexenküche der Kernpunkt, des „Faust", und hle größte und philosophijchste^)jchtung der Deutschest.ststr ein Spiel mit Magie UM WWkUMN:/ skiUk LykskU sind aber auch eistzekn. spielend zu widerlegen, nur müßte man dann Satz für Satz vornehmen und seine Unhaltbarkeit nach dem einfachen Wortlaut der THÜra aufzeigen, die nach ihm „aus einem Guß" Ij|> glfb über ihren Inhalt als Ganzes befragt werden muß. Zur Jllllstration wo8en wir nur einige der ustzähligen Willkürlichkeiten und Irrtümer darlegen. .... (Fortsetzung folgt.) —>>-> -- Wochenrundschau. Skr. 46 Seite 3 giörii u n terrrcht geteilt" — es gibt also „konservllLlvcn^ mch RsliZidNSunterricht je nach der „Richtung" der Eltern; ja, noch mehr: „voraussichtlich (sic!) wird man zu einer völligen Trennung der konservativen und liberalen Abteilung kommen". Wir HMoü ßarälls llllk ZU SMlUgrU, Ullß Ml die ganze Methode, nach der hier offenbar gedacht und gearbeitet wird,^ für ein leichtfertiges Spiel mit dem Heiligsten halten, und.daß rvir unsre Warnung vor dieser „jüdischen" 8!fbllN8sanst«!t tzäpprstLp Rgllhlgll umsll nachdrücklicher wiederholen müssen, als der offiziöse Berbandsvertreter mit behaglicher Genugtuung. erklärt, daß .bereits „die Hälfte der Schüler sich aus gesetzestreuen Kreisen rekruücre." Es ist bekannt, daß die Konservativen im Verband die Anstalt in ihrer gänzlich liberalen Struktur selber scharf bekämpft und wenigstens die Trennung in zwei Abteilungen für d e n ganzen UiiicrriHl lniiht hlstz stk B«N R0i ligionsuntericht) vor vornherein als unumgänglich gefordert haben. Warum wohl? Weil sie zwar längst nicht rnshr empfinden, daß schon die Nebeneinanderoiimun« van ©ejefeeitveUJ «HB l8(|flltOII Sink prMiplelle Preisgabe des religiösen Wahrheitsanspruchs der Üeberlieferung bedeutet, aber wenigstens die p f y ch o l o g i f ch-p ä d a g o g i s ch e U n.g e h e u e r l i ch k e i t... e i n e r angeblich g e s e .tz e S t r e u e n V! e n s ch ö u tz! l b u u g durch radikal-neologe Erzieher durchschauen und einstweilen noch perhorreszier e n. Diesem Verlangen der Konservativen ist bis- Pk »Ichk Mstrochkn tnorticß: Z!MWk Log» und religiöse Gewissenhaftigkeit hätten also erfordert, daß die konservative Fraktion — statt sich Ktzlö MS RMKrm. . Auf unsre Notiz über die unter ausgesprochen l.i b er a(er L eitun g stehenhe Sehver-Dorbiidungsanstalt, die der „Preußische fimUeSöliilililM N UW) Bar deren Pesuch wir pflichtgemäß, alle ges-etzestreuen Mei.se Äarnten, reagiert die Verwaltung - des Äerbandes durch eine afsizjöse . Veröffentlichung, die, cm, beledigendem Hochn und. an Verständnislosiakert. für. feen. ^taübpun.§t des übsrlisfsrten Judentums Nichts ZU laßt Das e i n z i g e fachliche. Moment in Erwiderung ist die bei Erscheinen unsrer Korrespondenz uns nach nicht bekannt gewefene Mitteilung^, man . habe in Zer. Anstalt den ,, R.e l i auf eine.papierne Resolution in Dortmund gtt bejpl^ranfen —^araufbkt eine Mitteilimg in der Presse veröffentlichte, wonach mmbestens b r S zu v restlosen Erfüllung der konservativen Forderung die. AttstM für ges e tz, e streue Elte r n nicht geeignet sei. - Die ksrlr^er-VcüiN-e- ^rattit>n hielt einen solchen Schritt.sticht für erforderlich ooer gangbar, was sie mit ihrem eigenen Gewissen auszumachen hat. Aber sie sollte dem „Israelit" dankbar dafür sein,, dckß er seinerseits den Mut hatte, die einzig logische Konsequenz aus der eigenen, in D o r t - uAl ZHÄMM köchklMivM prDerung zu tll ziehen und damit der „provisorischen" Verführung jugendlicher Gemüter wenigstens insoweit vorzubeugen, als es eben noch möglich war. Was die offiziöse Nptiz sonst, noch üy Vosdke achtuügäM aüf üllS.Wüöü.' Mstätk das Schicksal der Uinyerziehenden AMen-OWnisatiönßn zu übörlWn, die ihnen. wie oben ausgeführt, nicht das find.iwas fie fein sollten!:— äöec nun Ab^cchams PsiavAS weller zu Manzen Mtt M.UZW flüÄI» V«« Garten fM ellMiW eittsetzt, ihd gegt UM Megtz der wird elttft vduAvrahüw, der nach DkMascy und Talmud seine Bundesgenossen vor Gehinom schützt, ill ÜM Egen, himMischen v'ris —, ins Paradies iöstden! Aksilles Feuilleton. (Fusammenbruch und Wiederaufbau eines hebräischen Vetiäi&.y r ' * ' ' BeMgs .. . .... . , Literatur und für die aüfsiröbettden hebräischen Schriftstellerr.Cs HG sich nun in Berlin eine Mybel-Verlags^ gefellfchaft gebildet, der Herr A. I. Styhel den ganzen Mänüskriptenvorrat zugeführt hat. In Zeitungen werden Aufrufe veröffentlicht, in. denen üG Abonnenten getüÖfUen u>tröj öte um jährlichen Beitrag bie jeweilig eirscheMnösp Werte mit’ einem R«öaU enü ^6 Pröz. erhalten.. Zu diesen im Drucke befindlichen Werken gehören zwei Mue. Bände der „Hqtftlfg", Uebersetzyng von ^oiner und Plato, die Schriften Spinozas nach dem lateinisches Und holländischen Original, viele andere Schriften, so von Zuntz, Geiger, Hörodetzky, »». lögj Mi ifisrniiss?!^; ^fere Mbevschuchäti stammen hm Der Mver von s. L. ft i* t t.Q.n, des ÜMrsötzörs däs Schächnowitz'fchen „Im Iw dMstaat Ölt Chäsaren". Die Liste zeigt, daß die Orthodoxie wenig Anlaß hat, das großgedachte Werk zu untUstützen. Es kann nicht!n unsrem 3n!ere^e lie^ü, M G e i g e r' f che n Schriften heute auch noch der östlichen Jugend in hebräischer Sprache zuzuführen. Pev ^ectiner 3übtfrf)en iSemeinbc.> 1 iM«wi»uiiramm ui» i j i , i!•, * 1 M Die Kunstsammlung der Jüdischen GemeiM HM im Der richtsfahre ihren Bestand an Bildwerken Und graphischen Arbeiten bedeutend verwehrt. Unter anderem wurde eine Sammlung von fast 2000. großen Photographien, Lichtdrucken; Radierungen, Zeichnungen usw. erworben, welche, rnit hem bisherigen bereits großen Bestände verdie Kllccjtjarrcrnlucr^ ari bte erste Stelle in ber Reihe der jüdischen Museen aufriy«n (offen, Sei $$8neuen Zuwachs handelt es sich um Abbildungen von namhaften Persönlichkeiten des Judentums, von Synagogen, jüdischen Friedhöfen, Gemelndegebäuden und Instituten, historischen Ereignissen (Pogromen in Rußland usrü.) uUd ganz besonders von Werken jüdischer Künstler. ffiinip tzkwWMk MK LWL rrlüs « kn Ausstellung, die demnächst eröffnet wird, ZU> besichtigen sein. Zum Kustos der Kunstsammlung ist der Kunsthistoriker Dr., Karl Schwärz ernannt worden. :UÜ II und DleibrdflrBei

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