Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 45 (10.11.1927)
- Date
- 1927-11-10
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 8 9lr. 45 Der Israelit Köln, 30. Okt. Der Verein für die jüdischen Interessen Rheinlands hält seine ordentliche Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 16. November (Buß- und Bettag), nachm. Punkt 2 Uhr im Liederkranzsaal der Harmonie in Köln, Apostelnstraße 13, ab. Auf der Tagesordnung ^tek^en n«b«u Berichten und Wullen eine Ansprache des Herrn Rabbiner Dr. W e y l, Düsseldorf und ein Vortrag des Herrn Rabb. Dr. M e r z b a ch - Darmstadt, über: „Lebendiges Judentum". Künstlerische Darbietungen des Herrn Oberkantor Söffe, sowie Ausführungen der Jugend werden die Tagung verschönen. Auch für leibliche Genüsse ist gesorgt. Basel, 1. Nov. Am vergangenen na na«r waren drei Jahre verflossen seit Gründung des Betlokals „Schomre Schabbos". Aus diesem Grunde spendete der Initiator und Förderer des Minjan, Herr Sally Guggenheim, eine Sefer Thora. Durch Beteiligung weiterer Kreise hat sich der De^uc^ der kleiuen S^na^o^e^ in der llä«^ altjüdisc^er Tradition gebetet wird, dermaßen entwickelt^ daß stch di« Räumlichkeiten schon jetzt als zu klein erwiesen haben. Möge den wackeren Männern, die zur Erhaltung und Ausgestaltung des Minjan beitragen, beschieden sein, den Segen ihres Werkes in immer weiterem Maße erleben zu können. DUMM ITi gfti MM l!N Wkk M UgWkkk Gehölmrat Benecke aus Marburg den Verein für Kinderheilstätten an deutschen Seeküsten. Nach seiner Ueberzeugung war der Einfluß des Nordseeklimas unbedingt in den Gesundheit^ienst des Volkes, namentlich bei Kindern, einzustellen. — Im Laufe der Jahrzehnte hat diese WsiOl immer mehr Lohen gesunoeN: Anslüllkm MW bislang nur während der Sommermonate geöffnet waren, gehen jetzt auf Grund dringlicher Nachfrage dazu über, auch Winter-Kuren einzurichten. — Das Kinder-Erholüngsheim der Zion-Loge U. O. B. B. auf Norderney wird daher von jetzt ab ganzjährig geöffnet fein, nachdem es durch Herstellung ^zrv«ckrnLßig«r Errverterungstxruten in i>er Sage ifi, warme £?eelm!>er im ^auje zu verairreichen. — Alle einschlägigen Fragen werden durch das Büro in Hannover, Körnerstraße 5, beantwortet. 7?iederohmen, 1. Nov. Am 12. November ds. Js. feiert die jüdische Gemeinde Niederohmen das 100jährige Syna- ^ogendau-^udiläum, Qpj fMH umsassepvf Horbereslangen zu einer würdigen, schlichten Feier genossen. Just 100 Jahre sind es her, daß die nur wenigen Mitglieder der Gemeinde Niederohmen und Merlau mit dem Handelsmann Löb Stern' in Niederohmen vertraglich vereinbarten, wonach dieser gegen eine geringe Entschädigung sich verpflichtete, in seinem gerade umzubauenden Wohnhouso einiaQ Mmm M SMMM >öinzurilhM. M mm und Pflichten der beiden Kontrahenten wurden in dem Vertrage genau festgesetzt und bestehen noch heute voll zu Recht. Die Gemeinde hat sich n-a inzwischen, wesentlich vergrößert, die Räume sind leider nicht entsprechend gewachsen. Hoffentlich finden sich bald die gütigen Wohltäter, bis es der recht religiösen^ ernporstrebendeu Gememhe ermöglichen, ein her sehigen Äeiuchergahf enisprechendes, würdiges Gotteshaus zu errichten. M m WWL; 6: W0: M MlIllMNI MN Schreiber, Preßburg, nahm Gelegenheit, das. allberühmte Aguda-Waifenhau^ in Baden zu besuchen. Donnerstag abend kam Oberrabbiner. Schreiber in die Anstalt, um sich nach zweistündiger Prüfung der Zöglinge zu überzeugen. welches Pensum an mm und ,"izni vmn während Der Sommerszeit DurchgenomMN! jouröe. WMim Ms fichtigte der Herr Rabbiner alle. Räume des Hauses. Er war sichtlich erfreut, eine so echt jüdisch geführte Anstalt auch mit dem neuesten Komfort ausgestattet zu finden. — Vor nav-Ausgang saß der Herr Oberrabbiner im Kreise der Zöglinge und ließ sich von ihnen nvran vorfagen. Der eine trug «in Stück “>sid ana vor, der ander« vom wi?' ou'as ujw. Darüber erfreut, versprach Ür. Ehrwürden, den Kindern einige Exemplare nnvv 'nvv, das Werk seines großen Vaters, des nsio vav einzufchicken. — Nach anya beglückwünschte Herr Oberrabbiner Schreiber den Vorstand, der einen solchen musterhaften Anstalt Dorfkt^t und dankt« ber ßettiing für di« echt jüdische Führung. Gleiwlh (O.-S.), 7. Nov. Zum Abschluß der an jedem Montag und Sabbat-Nachmittag von Herrn Rabb. Dr. Ochs abgehaltenen Schiurim, veranstaltete der Verein zur Förderung des Judentums einen. Herrenabend in den Räumen der Humanitas-Loge. Der 1. Vorsitzende, Herr Paul Lohn, Mer aus W MchtiMt dichü EchMirn hin und ermahnte sowohl die Mitglieder des Vereins als auch di« noch Fernstehenden, sich rege an diesen Schiurim zu beteiligen. Aus Veranlassung des Herrn Rabbiner Dr. Ochs wurde beschlossen, eine Thorarolle schreiben zu lassen, die am nächsten Simchas-Thvra feierlich eingeweiht rverden soll. . Eine zu diesem Zweck nera.nsta.ltet« Sammlung ergaö einen Äelrag von 3J& 58Ö.—. fexx Är. 2rhs gab in einer sinnigen Ansprache einen Rückblick über die!?: ÄP1T im letzten Jahr abgehaltenen Schiurim. Vom- Vörständ der Synagogengemeinde Gleiwitz sprach dessen Mitglied, Herr Hermann Guttmann dem Verein zur. Förderung des Judentums für die großen Verdienste, die er sich um die Erhaltung des positiven Judentums in der Gemeinde jfiren Kam M?r MÄMll MM A M legenMt, den Beamten der Synagogengemeinde, insbesondere den Herren Rabbiner Dr. Ochs und Oberkantor Lohn für ihre ausöpserungsvolle Tätigkeit und würdige Ausgestaltung des Gottesdienstes während der hohen Feiertage, -den Dank des Vorstandes ider Synagogengemeinde auszusprechen. Nach dieser Ansprache trug Herr SttErr fejjn NlkhM LM mj m Mrn AW fanden. Mit dem gemeinsamen Tischgebet fand die offizielle Feier ihr Ende, und man blieb noch lange ungezwungen und fröhlich beisammen. Alexandrien, 31. Okt. Der König von Aegypten hat sowohl in Kairo «ls in Al sxan dr i« n di« zuständigen Ääüösrnsüre am 2öm-R!ppür in hie ^äüpliynagogen entsandt, um der Gemeinde während des Gottesdienstes die Glück- und Segenswünsche des Souveräns zum Beginn des neuen Jahres zu entbieten. Die Großrabbiner antworteten durch entsprechende Predigten. Familiennachrichlen. Barmizwo: Trust, Sohn des Herrn Leopold Flamm, Nürnberg. Bauergasse 21. mtp «n 'fl« — §ev, Svtzn des Herrn Hermann Fs«ntzenshgl, HHW" göge FNedderger-Anlllge. — Paul. Sohn dH Herrn Moses Reis und Frau Flora geb. Aron. Heilbronn a. N. nnv "N DV^fl Viip 712V. Synagoge der Jsr. Religionsgefellschaft Heilbronn. Silberne Hochzeit: Herr Bernhard Weichsel und ^rou Amalie geb. Oppenheimer be^in^rn NM S. November das Fest der silbernen Hochzeit. Briefkasten. G. F. Der 24. N.vember 1862 siel mit dem 2. Kislerv zusammen. Die darauf folgende Sidra ist S. R. in L. Caviar ist zum Genüsse verboten. 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