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Der Israelit · 1927-11-10 · Heft 45 (10.11.1927) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 45 (10.11.1927)
Date
1927-11-10
Page
– (sequence 7)
Language
German
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10. November 1927 D e r Israeli! Nr. 48 Sette 7 eingehend über die Gründe, die ihn bewogen haben, vor Muß m KlmgrkMZ m\m au MMlWü, M W zierte den Vorschlag, den er in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Politischen Kommission des Kongresses gemacht hat und der darauf hinausging, eine Kommission unter dem Vorsitz Dr. Weizmanns einzusetzen, die mit der britischen Regierung über -eine Neuordnung ihres Verhältnisses gnm lßo^5 nalheim verhandeln soll. Me politische Arbeit, sagte Dr Wise, darf nicht einem Manne überlassen werden, der britischer Untertan ist; sie muß einem Komitee anvertraut merben, das sich aus Zionisten der ganzen Welt zusammense^t, 331 je ftljtlterle, wie &U[er zum Ausgangspunkt einer Meinungsverschiedenheit zwischen ihm und Dr. Weizmann geworden ist und wie ec von der Mehrheit der politischen Kommission desavouiert worden ijt. Ich Ij>aJ>e, schloß Dr. Wise, ein Recht, <m der britischen Mgirrung MsilMch üra Arbeit in Pas lästina Kritik zu üben, weil ich ein Freund und Unterstützer der britischen Regierung gewesen bin. Miß Henrietta S z o l d, die Präsidentin der Ha dassah und Mitglied der Zionistischen Exekutive in Palästina, hielt aus beu ^onfereng «Ine $ Ul sie ihrer Verwunderung darüber Ausdruck gab, daß Dr Weizmann bei seiner Anwesenheit in Palästina den Arbeitslosen von Tel-Awiw eine außerordentliche Zuwendung von 300 Pfund wöchentlich machte, ohne vorher die ^aläftinenfi^ü^-gionistische Exekutive gu befra-gen. Dabei je! zu bedenke», fuhr Miß SzvlL fort, daß die Londoner Zionistische Exekutive nicht in der Lage sei, 5000 Pfund für kleine Gläubiger der Baukooperative Solel Boneh aufzubringen, wodurch die Kooperative dem Bankerott nahe kommt. Sie richtete einen Appell an die amerikanischen ^iomflen, 1 f!cf) gesoffen Dinier Ul neue Zionistische Exekutive zu stellen und den United Palestine-Appell reichlich zu unterstützen und so die Durchführung der Arbeit in Palästina zu ermöglichen SynxT Louis Qipsky, 4er Präsident 4er amerikanischen Zionistischen Organisation, unterstützte den Appell der Miß Ezold' um größere geldliche Zuwendungen. Die Konferenz nahm eine Resolution'an, in der die britische Regierung ausgefordert-wird, ihre Politik in WWW Haiti Ufr AIMIIS zu NIMII! M II: isst setzt ab die jüdische Arbeit im Lande erleichtert und fördert. Die Konferenz spricht gleichzeitig der britischen Regierung Vertrauen und Dankbarkeit aus, unterstreicht aber energisch die Notwendigkeit einer Verbesserung der Paläftina-Adrninrstratron. Es mtrb insbesondere die Aus merksamkeit auf die fiskalischen Maßnahmen in Palästina gelenkt und -erklärt, daß diese Maßnahmen ungerechtfertigt sind und schwer auf der Kolonrsatronstätigkeit im Lande lasten. Zu den Anklagen Wifes nimmt Dr. Eder, Mitglied ölt UWWll WWW IR MM Schreiben an die ITA. Stellung. pOfTf tüitgctcll oujteie.« PalS^init Lik Mk MtzküSß kl! KÄLMS »!!k b|k Beamtenbesoidung. Jerusalem, 6. Nov. Die zionistische Leitung macht bekannt, daß bie. Auszahlungen an die Lehrer und Beamten vom 1. November ad in der neuen Wäyrun« erfölaen wird. Au ao ui ock!t c cc c it «d «* «j« <* n y .„. Stelle des ägyptischen tritt -das palästinensische Pfund. Das palästinensische Pfund ist aber um 2%% niedriger als das ägyptische, jo daß die zionistische Leitung bei der Ueberleitung eine wesentliche Ersparnis erzielt: auf Kosten der Beamten und Lehrer,..wie es auf N WW WWM Ml, Mffi JfllDf W 88« die Sache verhalten, wenn, wie „Doar Hajom" hofft, damit eine allgemeine Umstellung einfetzt. Palästina litt schwer unter der allzu hohen ägyptischen Währung. Nun muh sich das gesamte Wirtschaftsleben auf deu neuert Geldwert einfietten; die Arbeitergehälter, die WMMbsrechnunA, Ms Murlipieife, Sie DeMenswn-- spräche, Ausgaben und Einkünfte. Dann wäre der Ausgleich da, und man könnte sich unter diesen Umständen damit -einverstanden erklären, daß gleich von offizieller Seite mit dem neuert Modus begonnen wird. Es muß nur -einheitlich öUrchgegrifM werden. Zur Kampf um das Gemeindegesetz. Jerusalem, 28. Okt. Oberrabbiner Kuk ist von seinem Erholungsaufenthalt itn. MMWM rnrtz Ssnfisfan wnb bie Fülg-en feines CingrekfMs in die hiNtök döN Kuliffsn spielenden Kämpfe um das Gemerndegefetz machen sich bereits bemerkbar. Ein Teil derjenigen, die sich zur Gründung' einer neuen orthodoxen Gemeinde unter dem Namen „Adaß Jisroel" zusammengeschlossen hatten, scheinen — wenn auch nicht die Führer — wankend geworden zu sein, was unschwer vorauszusehen war.-Auf der anderen Seite hat der. Waad Leum-i sich zu den er- KSMMMWN in ööf Hiflflß. M UroucnmaDIi rechtes bereit erklärt: Es sollen für die Stadt Jerusalem die Frauen vom Wahlrecht ausgeschlossen werden, während es für die übrigen Orte, und besonders auch für die Kolonien bei den Bestimmungen des gegen- MMgrn MMuksm filaifit. Horner foltin ff rauen fiel der Wahl eines Rabbiners nicht mitstimmen und endlich zurück. Sie verdankt ihr Entstehen nicht eigentlich den Interessen der Forschung, sondern den praktischen aktuellen Nöten öük Zeit, in M Msllll unö fflleiöjQiiltißftit otßtn* über dem Judentum an der Tagesordnung waren. Si« wollte den Gebildeten unsrer Tage in großzügigen Werken die ewige Bedeutung und Kraft unsrer religiösen Literatur und Geistesschätze vor Augen führen. Aus dieser Tendenz heraus gab sie Bäcks „Wesen des Judentums". den Grundriß der Gesamtwissenschaft des Judeniumg (u. 8. WhMMn: WnlßMM im ompnmrn. MW ler: jüdische Chronologie), und eine vorzügliche umfassende Monographie über Maimonides heraus. Ihre Jahresversammlungen waren bis Kriegsausbruch eindrucksvolle Kundgebungen, bei denen berühmte Gelehrte Vorträge vor der breiten Oeffenttichkeit hielten; besonders ArmiM Soßen MW lymn 5!^ durch seine „aus dem Fenster" gesprochenen Reden. Don Iota M «*» »bbimIchE W-Hta * w fcr Ä Wahlstimmenden mit Rabbinatsdiplomen versehenen Gemeindemitgliedern zustshen. Es ist im Augenblick nicht zu Mersehcn Mwiewcii es kiti M seiner Kompromißvorschläge gelingen wird, die für ihn bedrohliche Stimmung der Orthodoxie zu verbessern. Anzünehmen ist jedenfalls, daß inzwischen der allergrößte Teil derjenigen, die entschlossen auf dem Standpunkt der ölthsööW Lutßnmim sWn. sich Mm WM Air Mkenasi angeschlossen haben. Not und Freude in Ere; Israel. Tel-Awiw, 3. Nov. 2tu| den größten Teil der jüdischen Bevölkerung drückt die v-ökzwe-Mte wirtschaftliche Lage lähmend. Arbeiisl o s i g k e i t und Hunger sind bei vielen Juden seit lange Gast. Seit dem 1. Juni ist das Gehalt der 700 Lehrer und der anderen Beamten der Zionistischen Orsamfatipn rückständig. Die jüdischen Volksschulen, die sonsl sosort nach ^u^och beginnen, ftnli noch geschlossen. Prompt nach dem Luach hat mit dem 7. Marcheschwan der Regen eingesetzt. In Erez Jisroel sagt man bereits mit diesem Tage: nvm pi- Personalien. Leipzig, 28. Okt. Vor einiger Zeit ist plötzlich Herr Sigmund Fels enstein, Mitteilhccher der angesehenen Firma Gebr. Felsenstein. aus dem Leben'geschieden. Ein "MW M WM Mn, MmWi plpftiin ln Fürth, dessen Name mit den besten jüdischen Institutionen dieser Gemeinde untrennbar verknüpft ist, hatte er sich schon dort durch.seine eifrige Mitarbeit an allem Jüdischen und Menschlichen den Namen eines pflichttreuen, gesinnuntzstüchtigen und edlen Juden -erworben. Als er vor etwcr 13 Queren herkom. gewonnen wir in ihm ettt-ötti ÜKann, der Mit seiner Siebe zur Sbjartr mtb [einem lauteren Charakter in unseren jüdischen und gemeinnützigen Vereinen und darüber hinaus in der Gesellschaft hoch geschätzt würde. Von der dankbaren Verehrung, welche weite Kreise dem edlen Mann und frommen Juden zollten, legte die SEraner de! seinem Hinschsiden. die überaus herzliche Teilnahme an &em Serluf! ^er Änge^örig-en, Ber und der Gemeinde bei dem Leichenbegängnis Zeugnis ab. .Möge sein Andenken zum Segen fein und seine Arbeit in seinem Sinne weitergesührt werden. Fulda, 6. Nov. Die goldene Hochzeit beging am nv i größter Frische und Nüstigkeit das Ehepaar Leopold E'f'ch w e g e dahlsr. Dertivgev b. Werlheim, 7. Nov. Am 13. November begehen in voller Rüstigkeit die Eheleute Herr Nathan S ch w a r z s ch i l d, 79 Jahre und Frau Rose g-eb. Roth- 'child, 80 Jähre, das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar ist als Schmiedemeister hier tätig und M MM WH WMM HHL Nlk «WH W Eheleuten noch ein recht langes Leben bei voller Geündhert. London. 28. Okt. Der erst vor zwei Jahren an die Liberale West-London Congregation (Berkeleystreet) berufene Rabbiner Dr. Joel. Blau ist letzten Samstag nach längerer Krankheit im Alter von 49 Jahren dahin- WlkW; 8k! W wai Mriprr“rr Prediger, der m der Jugend die Pttßburg-er Jeschlwli besuchte, 1905 nach Amerika auswanderde und dort unter dem Einfluß der Reformkreife in Cincinnatti geriet. Bereits 1908, nach drei Jahren, war er diplomierter amerikanischer Rabbiner, der das Englische meisterhaft beherrschte und allmählich an die vornehmsten Tempel fiorufen murör. Om MUMM IM MWtt!M er? Londoner Qibmlm nU ssrstliches vebrhaupt. Die Leiche wurde im Londoner Krematorium verbrannt. Fritzlar, 1. Nov. Der Kreisvorsteher David Mayerhof hat aus Gesundheitsrücksichten fern Amt als Kreisvorsteher des Kreises Fritzlar medergelegt. ^fitfba. 1. 9toP.- xJm nahen F X i-eben 6-eging ber U»**— . » (• •.. <«} Kriegsveleran, Herr Maier Goldfchmidt, in vrstrr Rüstigkeit feinen 80. Geburtstag. Vermischles. aussprechen. Wo Männer wie Kohler-Ci-ncinnatti über jüdische Theologie und Martin Philippson über GegenßjflEigQißföjiöjM ssimWß. können mir klM IN8WMW8 DarfteNung des Judentums nicht -erbliLKN.*) EZ kdNN der Gesellschaft jedoch das Verdienst nicht bestritten werden, daß sie in viele Kreise oder uns Entfremdeter neue Liebe und Begeisterung für das Judentum getragen hat. Auch das Interesse der Forschung kam aber im Rahmen ihrer Tätigkeit nicht zu kurz. Großzügige Unternehmungen mit German!« [uöäira, Leistung unsrer Glaubensgenossen in Deutschland, wie der Corpus tannaiticum, ein Sammelwerk aller tannaitifchen Quellen, wurden erfolgreich begonnen, und wenn auch noch nicht zu Ende geführt, so doch trotz der schweren Krisen im wirtschaftlichen Leben weiter gefördert. So ist die GeseUschcvft bis heute eine der vornehmsten Bertrelungen Wir IlW HkL M^W fDIIs nen mit Befriedigung ihren Jubiläümstag begehen, -in der Erwartung, daß auch fernerhin ihre Tätigkeit von Erfolg für die Gesgmtheit gekrönt sein wird. Hildesheim, 4. Nov. Am 4. November ds. Js. waren es 35 Jahre, daß Herr Landrabbiner Dr. Lewinsky in Zlüök mm NWklllßßÄkgirk iDiiBiirim itm M Stadt- und Landrabbiner anträt. Es wurden ihm aus diesem Anlasse große Ehrungen zuteil. Nidda, 7. Nov. Km^isn Vin rin® feierte die Israelitische Gemeinde Nidda-Geiß-Nidda das 60jährige Bestehen ihrer Synagoge. Zu Ehren des Tages war das schöne Gottesfe WZ Ml!« «W. W mM »iDEIISi dienstes am an® Morgen begann bie eigentliche Feier, zu der die Vertreter der Behörden und anderen Konfessionen geladen waren. Eingeleitet wurde die Feier durch -ein ym gesungen von jugendlichen Mitgliedern der Gern-ernde. Den Höhepunkt der Feier stellte die Nede des Herrn Provmzmlra^mer 8r. B8f, der den Zusammenhang zwischen Synagoge und Haus, Haus und Synagoge in.warmherzigen, beredten Worten schilderte. Als Vertreter der Behörde beglückwünschte Kreisdirektor Dr. Gähner, Büdingen, die Gemeinde, ferner foradp to Geistlichen d«r anderen Konsestlonen Ihre MMW-k W- AU! «HD7-1 statt. Der Vorstand der Gemeinde, Herr E. EkkMn, begrüßt« die Anwesenden; dann sprachen Herr Bürgermeister Ringshausen im Nameni der Stadt, Herr Rektor Gakert für die Schulen. Theaterstücke, ernsten und heiteren Inhalts, verschönerten den Nachmittag. Die wohlgelungene, würdige Feier des Tages endete abends mit?in?m fveft&atf. ctitctic (J»l*»****' Beuchen (O.-S ). 6. Nov. Der älteste der hiesigen Vereine, der min ii»^n-Verein, lud, wie alljährlich, seine Mitglieder zum nrn *oy®in -Lernen, zum mim-Gottesdienst am nissr »rn», wie zur Festversammlung an demselben Tage ein. Nach dem nnw-Gebete begaben sich die zahlan die festlich aedeckte Tafel all ok-c {o in den oberen Räumen des neuen Logenrestaurants, wo zunächst jeder Teilnehmer ein zierliches -^.in-Exemplar mit Widmung des -Vereins als Andenken vorfand. Der Vorsitzende des Vereins und der konservativen Gemeinde-Synagoge, Herr Gottfried Altmann, begrüßte die Anwesenv^n nrir frergficfrert Qßorfen. (Ft . ) 0 * * > 11 G.. sinnige nw> "an an, die mit köstlichem Humor aus das durchgenommene Lernpensum Bezug nahmen und dankte zunächst dem Dozenten, Herrn Rabb. Dr. Melchior, für sein unermüdliches, gewissenhaftes Wirken speziell beim Abhalten der verschiedenen onw’® Herr Professor Dr. Golinski führte an der Hand eines sma. der vom Tode SBlofesbonieUe, Ziele und Erfolge unteres H"J1 -Vereins .0< . Ol l—flit* T-st-'-« hielt Ngbbj-llkr Tjr vvr AUFM. Dir -eigenillche FejLreoe yi-etr Raövrnkk üi- Melchivr. Er gab eine Ueberficht über das in den Durchgenommene und kündigte an, daß er im Anschlüsse an den Freitagabend-Gottesdienst im kommenden Wintersemester B'irTn mit verschiedenen Kommentaren, wie: Malbim, S. R. Hirsch usw. vortragen werde. In recht cjeJ^obener Stimmung o-erlte^en. hte OJHtgliöbÄr den Bersummlungss««! — t? SiWB MM ino.zu der sie sich vereinigt hatten. — Am 02® begannen bereits die angekündigten -Erläuterungen vor recht zahlreichem Zuhörerkreise. — Dem r-n-Verein sowie teilweise dem Beispiele der hiesigen ostjüdischen Kolonie ist es zuzuschreiben, daß hier echt jüdisches fülMln isRHts man fo Mt am firn §Hfr koth-Feste beobachten, wo eine erkleckliche Zahl bött Laubhütten und Agudoth vorhanden waren. Selbst zwei Jugendvereine hatten ihre eigene Sukkoth selbst errichtet, wo alltäglich Heimabende stattfanden. Berlin. 31. Okt. Man schreibt uns: Am 2. Nov. blickte die Kös!8kkslSükk m :SfÖFB?FHff8 SüffJf' fchafi bäs Judentums aus M MMrigW Brflehm bie ©iitvemarm*fc^-e &nt£)d:It fto.rf6 AdwrichunMn von w»* ’t»

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