Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 42 (21.10.1927)
- Date
- 1927-10-21
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Nr. 42 D e r I s r a e l i r 21. Oktober 1W7 des George in der Hebbel'fchen „Judith" nicht zurücksteht, Und ihm sekundierte mit gleicher Kunst der schmarztzaärtze MtttLZ blässer ÜK& mUtU M M&ife ll«S Sprache, Rebekka, die sorgende Mutter. U&o etwas Rein- und Kleinmenschliches in das symbolische Stück hineinleuchtete, — etwa die Freilassung, des heimwehkranken Sklaven durch Jaakob — war man wiederum aufs Tiefste hingerissen. Eine besondere glanzvolle Ausstattung der Engelsszene im dritten Akt sollte wohl für öm MsttZAs LN Hrnölunz äntMLiM. Dis lichtumstoffenen, beschwingten Engelsgestalten sahen schön aus, sprachen und sangen gut, und ihr Chor übertönte die wüsten Lamentationen Samaels, des Satans, auf beste Weise. Solche Bilder sieht man aber im Prolog zu „Faust" und in mancher, Oper ebenso schön oder noch schöner. Für das, was S-etm Spiele von der inneren Dubstang der ^offmann^en Dichtung verloren ging, $ diese Augenweide keine Entschädigung. „Jakobs Traum" behält feine Kraft im deutschen Original und auch dem ist das helle Bühnenlicht nicht zuträglich. Man muß ihn lesen und in stiller Lektüre erleben. Ganz in ihrem Elemente waren die Habimaleute am MittwM afienö fior km NaWussiUung km „Ewigen Juden" von David Pinski. Unbändige Freude und Genußsucht gedankenlosen Volkes im entlegenen Städtchen Judäas, das noch nicht weih, daß Jerusalem bereits gefallen, der heilige Tempel bereits zerstört sei, wandelt sich rasch in bitteres Weheklagen. Aber Moschrach ist schon geboren, just in der Stunde tanzt und tobt, da es um Jerusalem weinen sollte, kauert klagend in Schutt und Asche auf dem Boden, da es sich Moschiachs freuen sollte, kommt immer mit feinem Jubel und seinen Tränen zu spät. Darum ist Moschiach zu früh da, wird vom Sturmwinde wieder entführt, und der «rvi^e Jude roreder ins Elend hinaus, urn Mofchmch zu fnchrn, Der Kern ist einer talmudischen Agadah entnommen. Wie A. Rowina die Mutter spielte und, eine Jungfrau Zion, die Tragik eines geschlagenen Volkes hinausweinte, standen die Herzen still. Die frankfurter friedhofsschändung. Hiimw LMM mmtM von einer gßiffnimng ökZ Mölschen Friedhofes m Bockenheim. Der Polireibe r i ch t weiß darüber folgendes zu sagen: „Ende vergangener Woche wurde von unbekannten Tätern der alte israelitische Fr-iedhos in der Sofienstraße in gemeiner Weise geschändet und Unfug darauf verübt. Es wurden Grabsteine umgeworfen, demoliert und zer- Numkn «nmn m ßin M«b»nl«8kn gmllm und auf Gyrbsteine Aufschriften wie: Judas Jschariot geschrieben und Hakenkreuze gemalt. Weiter wurdendie Wege verunreinigt. Die Ermittlungen nach den Tätern sind im Gange und haben bereits zur Entdeckung der Spuren geführt. Personen, die in der Angelegenheit Mitteilungen machen können, werden ersucht, diese bei der KlMMlMW llMWlM." V. ' Wiederbeginn des frauen-Gymnastikkurfus des Jüdischen Turnerbundes. Unser Frauengymnastikkursus unter der seitherigen Leitung von Frl. Math. Acker, beginnt wieder am Mittxooffj den 26, Oktober 7.30—8.30 u^r, in der Turnhalle der Realschule der Jsraelillschen Religionsge» sellschaft Am Tiergarten 8. Wir bitten um regelmäßige Teilnahme. Neuänmeldungen auf dem Turnboden. Auskunft erteilt gerne Frau Oberlehrer Bär, Fischerfeldstraße 4 und Frl. Helene Heidingsfeld, Waldfchmidtftraße 76. Das Wwtsrprogrmmn des §urnsröun^ks umfaßt eine Reihe von Kursen für Knaben, Mädchen, Frauen, Damen, Herren und alte Herren. Die Kurse, die sich während des Sommerhalbjahres guten Zuspruchs erfreuten, werden im kommenden Winterhalbjahr, wo das Hallenturnen mehr bevorzugt wird, unter sachkundiger Oeitnng stattsinden. Wie seither werden Wanderungen und Führungen das gcsEM Leben heben. Als nächste Wanderung ist eine Besichtigung der jüdischen Sehenswürdigkeiten in Worms a. Rh. am 30. ds. vorgesehen. * * * Hebräisch und „Hebräer" zeigten, was sie auch auf der Bühne können. Nun hegen wir den aufrichtigen Wunsch, daß das Habimaspiel ein Gastspiel im jüdischen Leb e n b l e i b e. Nie und nimmer mögen di«s e Bretter die jüdische Welt bedeuten. Möge die hrttigs Spracht — rmb^chadtt ihres Älltagscharakrers in Palästina — mit ihrer gehobenen Ausdruckskraft Mittlerin des heiligen Gedankens und der heiligen Empfindung bleiben — in Buch, Gotteshaus und Lehrhalle. Israelitischer Hilfsoerein. Renten-Ansprüche für Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene Polens in Hessen und Hessen-Nassau und der Pfalz werden gebeten, sich schriftlich an uns zu wenden. Zwecks Vertretung der Ansprüche ist uns außer der genauen Adresse anzugeben: 1. Staatsangehörigkeit vor dem Kriege, 2. Jetzige Staatsangehörigkeit, 3. Ob gültiger "Spag oder ipagerj-ag vorhanden tjty 4. Ob Sterbe" Gebuns- und Trauurkuilden vorhanden sind und wo dieselben ausgestellt wurden, 5. Ob bereits Ansprüche geltend gemacht worden sind. Es wird um möglichst genaue und deutliche Auskunft gebeten! Meldungen können ebenfalls bei der Zentralfh f Mtz??! fT?m vinzialkaffe für jüdische Wanöerfursorg«, Mannheim, F. 2. 14, erfolgen. Lhorfest des Synagogenchores. Na«^ sec^sMl^riger Unterbrechung beabsichtigt der Synagogmchor wirbkr Sin Ehvrftst gn rsranstäiiin, Do bei dem letzten derartigen Fest in der Frankfurt-Loge Hunderte von Interessenten wegen Ueberfüllung kein Einlaß mehr finden konnten, hat man diesesmal den großen Saal des Volksbildungsheims für die Veranstaltung gewählt. Das Fest findet Sonntag, den 27. Nonem&gr finit AllesMWk Mi in m nnötften Nummern des „Israelit". Vereinskaleader. WkM MIM «Ül Verein Mekor Ehajim. Freitag abend ki2V) Eröffnung der Mikrooorträge im Hörsaale Friedbergerantage. Herr Ned. S. Schachnorvitz. fttatze 18. Herr Arnold Merzbach über jrnx ih sm Ja hrzeits« Stiftungen: Donnerstags 27. Okt. Maximilian Bier-Stiftg. Freitag. 28. Okt. Benny Isidor Benjamin und Mtg lSülWinlkiMlsillns.!; Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Am Dienstag den 25. Oktober findet abends 8.30 Uhr das Jahrzeitslernen für Frl. Meta Schwarz mit anschließendem a'iy» statt. Ab Freitag den 28. Oktober finden wieder die gemütlichen Freitagabende statt. Nä- Uxgü raiFö MM an öißför KiM öefnnni mmM. Minter-Z'rogramm des Indischen HnrnerSnndes. Sonntag (alle 14 Tage) Sport und Spiel, Röderwalbwiefe. Montag, Slh~ 10 Uhr. Hallentraining für Herren, Annaschule. DWsrsg, 5^-7 UQl TllkllSll sllkMaüöll. Anna, schule. Mittwoch 4lJg~7 Uhr. Turnen und Gymnastik für Mädchen. Annaschule. Mittwoch, TI2—8 Uhr. Gymnastik für Frauen. Realschule am Tiergarten 8. ß&nnmi&s, fii/2-lO Uhr. Turns» imö GymssW für Damen. Liedfrauenschule. Donnerstag, 8^-10 Uhr. Turnen für Herren und Alte Herren. Annaschule. Sonntag, den 30. Oktober, Besichtigung der altjüdischen Sehenswürdigkeiten von Worms. Treffvllllllil 1 UM 10 Mtllr iMLWMW MWkklZ? ermätziguna). Dienstag, 1. November, abends 8lk Uhr, Mitgliederversammlung im Domrestaurant. Branbachstratze. VevstzciM. f reitag Abend 4.50 amstagmorgen 8.— Samstagnachmittag 4.— SllMLtllgllbSNd 6.0Ö wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 5.30 Tefilin-Legen am Morgen 6.— '■ fi. Brieflasten. A. F. in Del Ke Sura ny. Sie Können unter der Adresse .Office of the Chief Rabbi" schreiben. QL.3in Kolomea. Berlin, Qlrtilleriestr. 31. FMWkt. MckWrstzr §0. Günther Damman Bin. Grunewald. Die betr. Firmen sind Ing. W. Stem. DarmstadL Emil' Ludwigstr. 19 und I. Gischler, Frankfurt a. M., Gr. Bockenheimerstr. 52. I. H. in D t r. Don der Thora aus find Frauen da^n nic^t ver^sslic^tet^ aber sie ^aben seit alrers^er ebenso wlc mnpn unü n^iD me Mizwo auf sich genommen und üben sie mit Fmailienvachrichleii. Barmizwo: Sohn des Herm Dr. Sali Strauß, Liebigstraße 9. — Ernst, Söhn des Herrn Robert Gottschalk, Grüneburgweg 80. 22. Oktober. Synagoge Unterlindau. Silberne Hochzeit: Herr Kantor Leo Zuckermann und Frau Rosa aeb. Saffra feiern am Sabbat Vereschith in Pfungstadt das Fest ihrer lernen Hochze!l, 8?e!cöze!ttg - kam Herr Sefjrer Zuckermann in der Gemeinde Pfungstadt auf eine l0 jährige Dienstzeit zurückblicken. JULIUS SCHMfUT ANNONCEN - ANNAHME zu Originalprefsen! ' I ♦ Frankfurt am Main Langestrasse 7 Telefon Hansa 4641 Postscheck-Konto Frankfurtmain 1-42 353 4 Einzige Inseraten-Annahme für Frankfurter Geschäfts-Inserate des »ISRAELIT« ♦ Annahme von Inseraten für sämtliche hiesige und auswärtige Tageszeitungen, Wochenu. Fachblätter u T ' JULIUS SCHMIDT ANNONCEN-ANNAHME , zu Originalpreisen 3ungec£efiree mit modernen pädagogisch. Kenntnissen für geplante Noligtonsschuls gefuAt mm ca SOüafitt. iMuße mit Levenslllllf Sellgnisse, Empfehlungen. Gehaltsanfvrüche und Photo an Talmud .Tora. 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