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Der Israelit · 1927-10-21 · Heft 42 (21.10.1927) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 42 (21.10.1927)
Date
1927-10-21
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Nr. 42 Der Israelit 21. Oktober 19N L,'che«tz».Slsi»»«kei. MnMlM Schlllß« M ZSh«L all. Preßburg, 13. Oktober. Am 1. Cheschwan dieses Jahres begeht Se. Ehr würden Herr Oberrabbiner Akiba Schreibertk"v'i>v feinen fünfzig st e n Geburtstag. Seit m-efy r als' 20 9«()ven tmrh £>err Rabbiner Schreiber im Geiste seiner großen Ahnen?"'r isiv v2v ,1210 202 ,1210 von als geistiges Oberhaupt der als ^m&'2 dso i'v weithin bekannten Preßburger orthodoxen Gemeinde, nachdem er schon einige Jahre vorher nach Erkrankung seines unv ^kssklißll IBQtßFß, Ml ^PÄjje« k}it läio »SB' ^(9 ^situng der bedeutenden und anerkannten N2'L" übernommen hatte. Unter dem Beistände des Allgütigen ist es ihm gelungen, den unverfälschten Geist des überlieferten Judentums in seiner Gemeinde zu wahren und es ist fein ganf fae|anbere? VeMsM sxMkMlk llMlM sation der alten ungarischen Orthodoxie in der Zeit des Umsturzes im Jahre 1918 aud) für die Slowakei erhalten zu haben. Als Vorsitzender des orthodoxen Rabbineroerbandes der Slowakei und als u'vi des ungarisch - slowakischen . Kaulsls entfaltet er eine Überaus segensreiche Tätigkeit. Seine Hauptaufgabe aber erblickt er in der Führung seiner 02'-?', die ganz im Geiste des -®io onn geleitet wird und sich bis zum heutigen Tage den Namen einer ganz hervorragenden Pflanzstätte der 7M1N weit über die Grenzen Altungarns hinaus gewahrt häk. Von Wecker aus Deutschland, Polen und Erez Jisroel kommen v'n'vhn nach der Preßburger N2?p', die eine Frequenz von 200 v'iins aufweist, während die niinn '-nm (Talmudschule für jüngere Jahrgänge) gleichfalls die stattliche Zahl von etwa 200 Schülern zu verzeichnen hat. Seit mehreren Jahren hat Herr Rab kiim ©öjrciOer Die tiu [einen ältssts» Lsh„ f«i «l- Vvrtragenden des Nebenschiurs an der ns'v' amtieren zu sehen. Möge es dem Jubilar vergönnt sein, '"«m nmya noch ungezählte Jahre seine fruchtbare Tätgikeit N2ivh m Frrwk )mi pmiliß, ssimk so wie seiner zahlreichen a'Tatoi und Verehrer in ungeschwächter Gesundheit und Frische auszuüben. t^dr- Gegen den Arier-Paragraphen.?™8i LS, SttöM, Der Hauptverband Deutscher Mntersportveveine hat aus seinem gestrigen in Leitmeritz abgehaltenen Kongreß mit 800 gegen 568 Stimmen den Antrag der deutschvölkischen Turnvereine, deren Skiriegen diesem Verbände angeschlossen sind, den einzelnen Vereinen zur Pflicht zu machen. Juden als Mitglieder nicht «nfgll- HÜpM, SSjeleijnl. Sen deutschvölkischen Skiriegen wurde es freigestellt, sich dem Verband unterzuordnen oder den H. D. W. zu verlassen. Der Vorstand führte aus, der Verband wolle auf feine Vereine keinen Gewissenszwang ausübsn und ü£>erlaffe es ihnen, ob jie üüfneijmen wollen oder nicht. Vom deutschoölkischen Turnverband lasse man sich keine Vorschriften machen. Wenn den deutschvölkischen Turnern dieser Bescheid Nicht passe, sollen sie den Verband verlassen. Die Vertreter betdentschvölkifchen Zurrt vereine verließe g-Qrauffjin korporativ den Saal. Der polnische Kkaaksprösidenk in -er Krakauer fPSSBgE: Krakau, 4. Oktober. Der Präsident der Polnischen Republik, Professor M o s c i c k i, weilte in diesen Tagen in Krakau und besuchte auch die historische Alte Synagoge im Stadtteil Kazrniersz. Die jübijcije BeööUMg gtzfkI SHTlÖB Bereitete ihm eine enthusiastische Ausnahme. Die Rabbiner, geführt von Oberrabbiner Körnitz er, kamen ihm mit Thorarollen entgegen, der Präsident der jüdischen Gemeinde, Dr. Raffael Landau, hielt eine Ansprache. auf die der Präsident mit k^er^liü/n Worten erwiderte. tischen Gefühle, der Massen wirken soll. Die frühere demokratische Regierung wird als die „Regierung der Bier MWM und Clo." lWitznst. TZ &U Noi wendigkeit einer durchgreifenden Aend'erung der bisherigen Verfassung durch eine Volksabstimmung dargetän, in dem Sinne, daß die „Juden und anderen Minderheiten" keinerlei Einfluß auf die litauischen Staats- MgöiögMtzättäll ijaiien soüen. Tn h-en lüdischen Kreisen herrscht wegen dieser offiziellen antisemitischen Propaganda eine gedrückte Stimmung. Um trotzdem die jüdischen Kreise für das Referendum zu gewinnen, stellt die Regierung die Gründung einer NAkhiNkliKommission Mim ZllNöNMjnjstäAlM m Aussicht. Dieser Kommission soll die Verwaltung der Synagogen und des Eigentums der jüdischen Gemeinden unterstehen, die bisher in den Händen der Gesellschaften „Esra" und „Adas Jisroel" §var. (I. T. A.) ntMitättUtt. Das kultusgemeindegefeh vor dem rumänischen Parlament. Bukarest, 7. Oktober. A ttr [töten Sitzung M§ MinWnniU mmU Uschlossen, dem am 15. Oktober zusammentretenden Parlament den Gesetzentwurf über die „fremden Religionen" zur Dotierung zu unterbreiten. Der Entwurf enthält auch die Vorschriften über die jüdischen Gemeinden, die aus Grund eines AbrvMssMK WiWN m Union rumär nischök 'Juden und der liberalen Regierung abgesaßt wurden. Holland. Hollands Arba TNinim unter Sequester! AMstßkdLM, 7, ükläber. Wie das „Algemeene Hadelsblad" meldet, wäre die holländische Judenheit in diesem Jahr um ein Haar ihrer Arba Minim beraubt worden. Nur durch die Entschlossenheit und die Einsicht eines Gerichtspräsidenten MUkM Mß EZsAtzr ätzgetven^ei. Ser Vorgang war folgender: Die Hadassim werden in Holland gemeinsam von vier Firmen geliefert, welche die Pflanzen von zwei Gärtnern in Aalsmeer ziehen lasten. Der Inhaber ier der vier MllW ist stM MzlW PstMn llllö hat sein Geschäft einem Nesfeni übertragen, der von anderen sich geschädigt glaubenden Erben verklagt wurde. Im Verlauf des Prozesses ließ das Amsterdamer Gericht die bei den Gärtnern vorhandenen Myrten mit Beschlag.belegen. Glücklicherweise gibt es in Holland Gesetz. tBomad) frt des anderen 9totfäften o» . . > >,»»»»>> vom Präsidenten des Landgerichts die Außerkraftsetzung eines Urteils erster Instanz verfügt werden kann. Auf- Grund dieses Gesetzes kam die Sache vor dem Präst-, denken Dr. C o n i n ck W e st e n be r g zur Verhandlung. Stfiir dis Kläger trat Dr. 3. mm (Srefelö auf. Der Präsident entschied, daß die Verfügung des Gerichts aufzuheben und die Myrten freizugeben seien. In der Begründung sagt das Urteil, daß hier ein hohes ideales Interesse der Gemeinschaft orthodoxer Juden auf dem Spbele unb baß MM ZMM M stW wiMl gut zu machender Schaden zugefügt würde, wollte man nicht die Freigabe der Myrten verfügen. Cs komme hinzu, daß das Gericht erster Instanz feine Verfügung getroffen habe, ohne die Gegenpartei zu vernehmen, fodaß es die in Betracht fömmenben religiösen Interessen D in öen!8er-e!ch seiner Erwägung hätte ziehen können. Der Präsident ist aus diesem Grunde überzeugt, daß das Urteil ohnedies von der höheren Instanz aufgehoben worden wäre. Auch seien die finanziellen Interessen des Beklagten nicht geschädigt, da er seine FlUtzklUW aus smn Wift rea!Pe„n!önne. Das urteil wurde für sofort vollstreckbar erklärt und die beklagten Erben in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Litanei». Eine judenfoindliche Broschüre der tifautftfjefg Regierung. Kowno, 9. Dttober. Die litauische Regierung hat in osftzieller Form eine Broschüre erscheinen lasten, die direkt auf die antistrnl- Wachsender Einfluß bet Orthodoxie auf die jüdische Jugend in Rußland. Moskau, 13. Oktober. Die Minsker jiddifch-kammunistischs Tageszeitung rBftOÖfr" MiMNtlicht mm Anssatz, ln welchem behauptet wird, daß der Einfluß des „jüdischen Klerikalismus" auf die jüdische Jugend in Rußland im stetigen Steigen begriffen ist. „Die von der Bourgeoisie gestützten südischen Wohltätigkeitsgesellschasten — eZ |{] gM Aufsatz weiter — wie die „Gmilas-Chassadim", „Vikur- Chglim". ..Linas-Hazedst" usrv. nutzen die Arrnul Molchen Bevölkerung aus und suchen namentlich dj^ Jugend wieder dem Klerikalismus zuzuführen. Liest Arbeit unter der. Jugend werde mit Hilfe der Jugend selbst geführt. In Weißrußland bestehe eine klerikale Jugend°rganrf«twn mit «USgess'sgstzksi «NtifgllUWM Programm. Es wird versucht, die Jugend von dem Komsomol (kommunistische Jugendorganisation) fernzuhalten und sie den Jeschiwoth zuzuführen. Die Zeitung fordert zum Kampf gegen diese Richtung auf." — S)o\-, fentlich sind diese ..Klagen" begründet! Religionsverfolgung in Rußland. Moskau, 9. Oktober. Das Gericht verurteilte den Kinderlehrer David Rein aus dem Städtchen Lanzkarun (Kreis Karnenitz) zu neun »MM Mgpzukbiii Mfc fflnUmms ous> dem Streite für dreijährige Dauer, weil er einen geheimen Cheder unterhalten hat. Das harte Urteil wurde deshalb ausgesprochen, weil Rein wegen dieses Deliktes bereits zweimal verwarnt worden war. Auf die religiöse JudenökZ LrlkZ M M Urteil einen nieMe^maikm^u Eindruck gemacht (I. T- A.) Das Arkeit gegen den Eharbiner Judenmörder. Chardin, 21. September. Am Mnsillg. Den 20. SsMmösi', mchällMe chinesische Kreisgericht der Mandschurei gegen den weißgardistischen Offizier, der am 9. Juli d. I. am Bahnhof Chailar bei Charbin den jüdischen Eisenbahnunternehmer Wilensky durch Messerstiche tötete und dessen Angestellten Bichowski schwer verwundete. Der Mörder gehört einem Kreise Schrrnrrye Hundert-Y^rgissr? W, rvll ökllen lim gefährliche Jllvenhetze betrieben wird. Während er die tödlichen Stiche führte, rief er: „Dies, Ihr'Juden, für den Zaren und Rußland!" Vor Gericht erschienen mehrere Offizierskollegen Düskins und ein früherer zaristischer General, vle den Mörder f'fsisf^itzt^it tfflD DOD brachten, die Juden beherrschen Rußland und hätten die früheren besitzenden Kreise Rußlands enteignet und an den Bettelstab gebracht, und dies hätte Düskin rächen wollen. Düskin wurde wegen Mordes und Mordversuches verbunden mit schwerer Körperverletzung lellenMnAÜHZch verurteilt. (I. X. A.) 5« Af-Ua. Amery über die britische Politik in Palästina. I o.han n i s b u r g . 9. Oktober. SK MW MMWMW, W MlU, am Ö. September bei einem ihm zu Ehren von der südafrikanischen zionistischen Föderation zu Johannisburg gegebenem Empfang eine Ansprache über die britische Politik in Palästina gehalten,, in der u. v. a. sagte: M WM ui Mion W M liülä t-m Aebote der.Verwirklichung des Mandates. Em Wechsel in der Parteipolitik Englands wird nie auch nur die geringste Wirkung >aus die Weitersührung der Admrmsiration in Palästina haben. Auch wirb, was ebenso n,ichlig sl. eine tzerDH??? lllld Esters Verständigung mit der arabischen Bevölkerung erzielt. Es ist nicht zu leugnen, daß unter den aktiveren poliüschen Elementen der Araber noch eine starke Opposition gegen das Mandat besteht. Aber auch diese Opposition ist wesentlich anberer 2trt aIs bie friere. Mßff Ws W? richtung von Gememdeselbstverwaltungen begonnen. Eines der erfreulichsten Zeichen für den gesunden Fortchritt ist die Tatsache, daß bei den vor einigen Monaten durchgeführten Gemeindewahlen in Jerusalem und in anderen Städten bte extremen Nationalisten einer Ber- ... > ... '»»» eimgung Der gemäßigten Araber und der Juden leicht unterlagen. Wir bauen auf gesunder Grundlage, auch wenn wir langsam bauen müssen. palümna. Dank des palästinensischen Oberrabbiners an die türkische Regierung. Jerusalem/9. Oktober. Oberrabbiner tzM MiWks Konsul m Jerusalem, Mftk Vey, «men Besuch ab unt bat ihn, der 'wrkischen Regierung die Genugtuung dei palästinensischen" Juden darüber auszufprechen, daß di< acht jüdischen Bürger Konstantlnopels frskgesprochsr llilllMn find, und döß sich die lnr?ifche Regs-erung

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