Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 41 (10.10.1927)
- Date
- 1927-10-10
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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<5ette 20 Nr. 41 diesem wws * ^5>m fi* g^«' Ein arabischer Schelk mit englischen Gendarmen und Arbeitern aus der Trümmerstätte seines eingestnrzten Hanfes in Navlns. „Seit einem halben Jahr kein Rosinenfleisch entgegnet Jonas in fragendem mehr, Dovid! Js das nit arg?" V i m lassen, Akko eingenommen, alles Volk, das da-- bänkchen seines Nachbarn Dovid sitzend, selbst war, niedergemacht und alle Plätze ringsum sein Leid: Jeruscholajim genommen hatten, von Akko und Ekron bis Jeruschvlllstm. Am Rosch Haschanoh-Fest, dem Tage der Sonnenfinsternis, hatten sie mehr denn viertausend Reisige von dem Kriegsvolk der? Kreuzritter erschlagen. Mescholim. (Fortsetzung.) Von S. Brückheirner in Marktbrett. Der alte Jonas hat eine eigne Art, sich bei den Bauern beliebt zu machen: Er sagt ihnen das Wetter für den kommenden Tag voraus. Und Damit Me Prophezeiung eintreffe, macht ers so: Am Abend geht er in das eine Dorfwirtshaus, setzt sich hintsr söin Glas Bwr, zicht Nie Stirne hoch und schweigt.. Vis ihn der Franz-Jock anrutf: „No, Jonas, wie wirds morgen? „Morgen? Tons. Dann zieht er aus allen Windrichtungen die üufi in seine Nase, betastet die Fensterscheiben und bläst auch manchmal den Rauch aus seiner langen Pfeife in die dunkle Dorfgasse hinaus. Dann setzt er sich wieder — immer noch dsr schwsigssms Wshksagök — aus Die breite Wirtsbank. „Morgen" hebt er nach ein paar Minuten an — und die Bauern im ganzen Zimmer sind gespannt, weil ers nit." „Prost, Jonas!" rufen sie dann von allen Tischen her und freuen sich, weil das Grummet heim soll. Nach einer halben Stund- 'rvünscht Aonas „gute Nacht", schaut schnell zu seiner Frau Jached hinein, ob er nicht den Zwiebelkuchen für Schabbos zum Bäcker mitnehmen kann und geht dann m die andere Dorfwirtschaft. ^^ast so lan^ ’s Wetter studiert^ Aonas, weil D' so spät kummst?" „Geb Dich zufriede, Lob! Auf d e n Schabbos „Seppel, Du hast's erraten,' in der Obergaß' kocht Dir Dei Zerle Rosinefleisch." Hab ich's schon g'spürt, daß morgen was kommt." „Jonas, regnet's?" sragle der Teppel äättä besorgt. „Es regnet, Seppel. Ganz sicher regnet's morgen!" Und dis Vausrnlöpss schauen trübselig in ihre Viergläser. — Auf dem Heimweg aber prägt sich Jonas fern? g?g?nsätzliHsU Brvaussagen ein, damit er morgen in das Wirtshaus gehe, wo er auch als Wetterprophet gefeiert v??sh?v — List. Schmul Löb ist übel dran. Seine zweite Frau ist herrsüchtig und geizig. Wenn er auf seinem WägkWll Ml LM fflJHj . gedenkt er öfters feiner Verstorbenen, die ihm nach seinen Wünschen gekocht und alle Schabbos sein SeifiaericDt NoMnfleM (Sauerbraten) auf den Tisch gestellt hatte. An einem Abend klagt er, auf dem Haus- Judenfrauen in Tunis. « seinen guten Einfall. — Am Freitag früh erhält Schmul Löb vom Bruder seiner Frau aus N. einen Brief, morin er auf Schaüdos seinen Jesuch ankündlgt. „Eine hauptsächlich Dich berührende Angelegenheit soll zu Deiner Zufriedenheit erledigt werden" lautete der geheimnisvolle Schluß m Schreibens. Zerle fuhr etwas tiefer in das Gänseschmalz und fragte ihren Löb: „Was soll ich Besonderes koche?" . „No", sagte der etwas zaghaft, „ich mein' — halt Rosinefleisch." , ,Meinetwegen! Äenkst wohl ach e bissele an Dich, Löb!" Am Nachmittag standen beide am „Schwarzen Adler" unv warteten auf Lik Postkutsche. Ader es süß MLMüNd darin. Zerle schimpfte aus vollem Halse. „Jetzt Hab' ich gekocht und gebacke und das ganze Geld umsonst ausgegebe. Und was mach ich mit im «iiU RssiWsiW"; Da gingen sie gerade am Hause des Nachbarn Dovid vorüber, und Löb hörte hinter vorgezogenen Fenstervorhängen ein unterdrücktes Lachen seines Freun- Und Ms blitzschnell begriffen. Liebe Zerle", sagte er in einem Tone, als sei er zu härtester Buße verurteilt, „liebe Zerle, das Rosinefleisch muß ich jetzt halt ganz allein esse." ZuPserd. Der Viehhändler Eisik ging stets wie ein Rittmeister gestiefelt und flunkerte wie ein Seefahrer. Es was ihm auch nicht fein genug, mit einem Wagen auf Me Mrs« iittAUl zu s«h«wffif Wollt« über die andern hinausragen. "Deshalb kaufte er sich mit dem Pferde zugleich einen Sattel und ritt über die Landstraßen. Gleich am ersten Tage begegnete er unterwegs dem Hausierer Marum. „Du reitst zu früh, Tisik!" rief ihm dieser hinauf. „Was heißt zu früh? Es is doch, schon halb acht!" Und Warum hat NM behalten. Nach Verlauf eines Jahres schon war Eisik bankerott. De« babylonische Sntm. Nach einem Gemälde nett Pieter SBcuegel dem Weiteren (1425) in Wien. „Woher..." „Wirst scho sehe", und Dovid schmunzelt über Cm Mischer Kunstkalender. Der bereits in Nr. 38 angekündigte I ü d i s ch e Kunstialenverim ausgegeben von Haupllehrer S. Müller in Heidelberg und Prof. Dr. Eisler in Wien, ist nunmehr erschienen und erfüllt hie Erwartungen, die man an ihn knüpft: Als Probe finden Unsere Leser in der vorliegenden Nummer zwei biblische Bilder, „D e r Vau der Arche" und „Der babylonische Turm", die dem Gedankenkreis des Wochenabschnittes Nyach entnommen