Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 41 (10.10.1927)
- Date
- 1927-10-10
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Nr. 41 Der Israelit ln hervorragend reicher Auswahl zeigen wir in unseren Schau enstern und Verkaufsräumen die neuesten UrMMMliM ln Damenhüten m und W Damenkleidung W Bewundern Sie, wählen Sie und bedenken. Sie : M. Schn ei der’ s Preise sind stets jpl erschwinglich für jedermann. W Zeit, Ecke Etcjftstraße Der rege Geist des jungen Wolf Pappenheim schafften ihm in frühen Jahren Zutritt an den Beratungstisch der führenden Männer der ungarischen Orthodoxie, so daß er, kaum den Knaben- Wren Mwachsen, bald in Ü6N vmHgxstsn Rsihsn der eifrigsten Kämpfer gegen die Reform stand. Diesen Platz behielt er sein ganzes Leben hindurch. Er ist und bleibt immer die unbeugsame Kampfnatur. In Preßburg. in Paris, in Wien. WöHill ifftt immöb' sein Tkg sührlk, immer» über-- all sehen wir ihn als führenden Rufer im Streite für die alte, unverfälschte Thora gegen die zerstörende Reform. Unbekümmert um äußerliche boS-Nachmu-. Purim-. Söfsr Thora-Eirrroeihungs-Välle fÜ? WlNäö) üäll ^er Ärldflache Dlk Aust gaben des Judentums liegen aus anderem Gebiete. Ei« großes Vsrk »»d kleine Widerstünde. Ein in Frankfurt wohnender und wirkender Pädagoge und Forscher aus dem Gebiete der Unterrichtswissenschaft, hat, Frucht jahrzehntelangen Nachdenkens und Experimentierens, eine M e - thode erfunden. Sprachen und WifsensHas,ten )n einem kleinen geVShNlich hierfür erfordert!cheN Zeit Kindern und Erwachsenen noch viel gründlicher, umfassender und nachhaltiger beizubringen, als man es bisher mit allen pädagogischen Mitteln vermochte. Die Methode beruht aus kiNxsts ist ÄÜkll Mgkitzkllkll Msgrkautkn Syslrm technischer MssMMl. über welches VVN berufener Seite noch referiert werden soll. Wir möchten hier nur bemerken, daß die Methode sich auch ganz besonders für das Studium der hebräischen Sprache und der jüdischen Wissenschaften eignet und unseren Lehrhäusern ganz neue Prespektiven eröffnet. Allein zur ersten Verwirklichung des Planes dMsf ff -ff GklDkZ. MlD MM Mit cs ellenl Daß es sich Nicht um die Schwärmerei eines geistigen „Weltverbesserers" handelt, zeigen die Menschen, die sich für ihn und feine Sache — leider nur moralische Unterstützung — einsetzen und die Briese, die er uns aus seiner Korrespondenz mit angesehenen Faktoren der Sorgen und Mißlichkerterr, ist er ein unnachgiebiger, unbeugsamer Verkünder und Herold der selbständigen, unabhängigen Orthodoxie.. Wo in der Welt dieser Gedanke eines Verfechters be- Darf, ist Wstpsuhmm' Mmtr mitzttksmpftn, E§ ist selbstverständlich, daß er in Wien, wo er seit mehr als 30 Jahren zu Haufe ist, in sämtlichen jüdisch-orthodoxen Körperschaften und Anstalten führend und leitend arbeitet. Unerinlldlrch, unvsvdt»össeti alles,?ym Elcmsten bis zum größten, das wichtigste und das mindeste ist seist Ressort, seine Interessensphäre, die er jedem gegenüber verteidigt. Er weiß es immer durchzuführen, daß jeder die Dinge und Ereignisse mit der Brille betrachtet, die er arr^e^t. Welche Aernter bet, das ist wohl nicht gut aufzuzählen, denn es gibt wohl hier keine Stelle in der orthodoxen Judenschaft, in der Wolf Pappenheim nicht führend mittätig wäre. Den Mittelpunkt seiner Tätigkeit bildet seit 3 Jahrzehnten die Vertretung!)ök N8Z SifilBel im& tljrer 9nfüWe, fouue die vielen orthodoxen Bethäuser, Talmud Thoras ufw. Seitdem der Gedanke der Aguda in die Welt gesetzt wurde, ist Pappenheim ihr begeisterter Verkünder und all sein Sinnen und Trachten gehört der großen Idee, hiß hiß Slguha mi&ptfl stütz ihr gilt seine unablässige Arbeite Diese umfassende Arbeit im öffentlichen Dienste, die den ganzen Mann Tag und Nacht, vom frühen Morgen bis zum späten Abend vollin MsxxW nimmt- Wt MMNheiM noch Zeit und Muße stäglich ungezählte Hilse- und Ratsuchende zu empfangen, die ihm von den zahlreichen Bekannten und Freunden aus aller Welt empfohlen werden. Dem einen besorgt er die Spitalsaufnahme, dem anderen einen Freiplag in MM R'UWf, ein äÄ-rcr tciwligt ben Mietzins, der wieder die Fürsprache bei jener oder dieser Behörde. Allen ist er zu Diensten, für jeden ist er liebenswürdig und entgegenkommend. Und wenn alle diese Empfänge und zahlvei$m ftwfmnm mW Sitzungen zu CM sintz, muß er für einen erkrankten Schiursager einen Vortrag über Pirke Aboth, über den Wochenabschnitt oder dergl. halten. Dieser arbeitsfrohe nie müde Jüngling tritt nun in das Alter der abgeklärten Kraft. Jubiläen feiern will er Mer nicht Bescheidenheit ist die Zurückhaltung. Nein, Jubiläen sind die Einleitung zu Ruhe und Rast. Daran aber denkt er nicht. Er fühlt in sich die ungebrochene Kraft und Lust zur unverminderten Arbeit, Hakodesch für alle. Und er hat Recht. Wir erwarten und wünschen von seinem jugendlichen. Geist noch viele ersprießliche Dienste zum Wohl von Klall Jisroel. Mü sorlegl: ön mm Reihe ist t9 Der dekanim Schriftsteller Herr De. Alphons Pacquet, der in mündlicher Aussprache mit uns, seine Meinung dahin äußerte, daß der Sache 'eine umwälzende Bedeutung zukomE Ein und bekannter Talmudlehrer spricht in einem Briefe an Herrn Messerer die Ueberzeugung aus, daß das System auch fürhe'b.r äisch und Talmud nutzbar gemacht Mrd^n kann und oer- IkkW W NM WWW « WchW-Mst W iil Popularisierung und Verbreitung der Methode einzusetzen. All diese Anerkennungen sind moralischer Art. Die versprochene Hilfe wird einsetzen, wenn das Werk in Funktion gesetzt ist. Dann aber wird es der Hilfe noch kaum bedürfen, es wird sich selber fragen. Um es tn Funktion z u s etz -en , dedars es einer nicht einmal grö|ert Aurnsn?, «ntf ÜMLN Mit tSl. Sagen wir se deutlicher: die städtische Schuldeputation in Frankfurt hat sich nach gründlicher Prüfung des Planes bereit erklärt, ihn zu finanzieren, aber erst dann, wenn die Modelle hksgkfltllt TiniD: Me OTMuitü-Der Modelle erforDert e nngo lllussn DMark, iu der Autor nicht besitzt. Dank den geringen . Mitteln, - die Herr Alfons Pacquet beschaffen konnte, hat die Arbeit begonnen, kommt aber nicht weiter.- Soll ein großes Werk, das, wie es scheint,'eine beglückende Erneuerung im Unterrichtswesen bringen und, was für uns noch mehr heißen will, her Förderung Dü IDoramlena Dienen ksnn. fsll sprechendes Werk an fo klrinan Widerständen scheitern? Wer dieses n i cht> :will und imstande ist, es zu verhindern, fetze sich mit dem Erfinder oder mit Herrn Alfons Pacquet (beider- Adressen sind bei uns zu erfahren) in Verbindung. 12* LRKkk M Horre$pondenzeR « kacdricdte«. Arbeikerkolonie föt jüdische Durchwanderer. Berlin, 2. Oktober. Am Sonntag, den 2. September, * trat der gesamte Vorstand der hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge, der sich aus Vertretern der Landes- und* bände zusammensetzt, zusammen. Nach ausgiebiger, Aussprache wurde auf, Vorschlag von Dr. Strauß-München einstimmig Beschluß gefaßt, den engeren Vorstand zu beauftragen, das Projekt der Schaffung einer landwirtschaftlichen Arbeitsstätte zur 8WUön Belästigung jüliif(fj<er Durchwanöerer der Verwirklichung zuzuführen. Vom Preußischen Landesverbände jüdischer Gemeinden. Berlin K Ski. Am 18. September ds. Js. fand unter dem Vorsitz des Herrn Rechtsanwalts Heinrich Stern eine Sitzung des ständigen Ausschusses des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden statt. lieber die Tätigkeit des Rates seit der letzten Berbaudstastunst referiert^ ^£|T Dr. Jsmar Freund ausführlich. Er machte insbesondere ins Einzelne gehende und interessante Ausführungen über die Frage der Staatsbeihilfen, der Schächter-Ausbildung, das Normalstatut für die Gemeinden und den Schächtfchutz. Von einzelnen Mitgliedern des Rats wurm fffflEF Ml lM DkfMAM MMgMM MAtzj erstattet. Verschiedene wichtige Fragen wie Stand des Judengesetzes und der Reichsorganisation, Sonntagsruhe in jüdischen Organisationen, Aenderung der Verfassung des Landesverbandes wurden eingehend beraten, ohne daß endgültige Vesl^lüsse gejagt wendest ldniillül Ein Antrag der jüdischen Völkspartei, der Rat möge bei der zu erwartenden gesetzlichen Regelung der Schulpflicht dahin wirken, daß sich der Schulzwang auch auf Kinder von Ausländern und Staatenlosen erstrecke, wurde angenommen. Lik Wknnstige Bkttornunll Der öemeinDien mit ML gionslehrern und Kantoren, deren Ausbildung und Besoldung, wurde ausführlich erörtert. Es wurde die Befürchtung ausgesprochen, daß weder die jetzt in Berlin im Aufbau befindliche Lehrerbildungsanstalt noch di« Pä- DWvütschö Madörnis in F-snkfti-k ä. M. geeign^i still werden, dem bestehenden Mangel an Lehrern und Kultusbeamten abzuhelfen. Neue Wege zur Lösung dieser Ausgabe wurden besprochen. FamiliennachrichkSn. Barmizwo: Walter, Sohn des Herrn Aba Ettlinaer, Frankfurt a. M., Hermesweg 23. Synagoge Friedberger Anlage. — Selig, Sohn des Herrn Meier NutzbaNM, Fülda, Schildeckstraße 13, nisv nv*i?2n bin nsirr- '* 5 .."I";,r, Wochenkalender. D. 18. m< DIL 1887. I 8 10. 08. M8 Samstag 15 19nVnp>' nsmn bin jd» Sonntag i6 20 iswn bini '"x oi» Montag 17 21] nan nVDin vikliZM DIL 18 mti 22} m wn® Miürvoch 19 23 mm onvp Donnerstag 20 irr i-ivu * Freitag 21 : <M 1 Samstag 22 26} L Verantwortlich für den allgemeinen Teil und da« Feuilleton S. Schach nowitz, Frankfurt a. M.; Inserate t. B.: S.Schach' nowitz, ebenda. — Für die pädagogische Beilage: Lehrer L- Lkaufmann in Sprendlingen (St. Offenbach). — Verlag .Israelit", V.m.b.H., Frankfurt a. M. — Druck Lermo« Verlag»' M-nL-rs-seUr-Lafr. tfranlfuxt a- S». Hfl