Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 37 (15.9.1927)
- Date
- 1927-09-15
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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15 September 1827 D e c Israelit Nr. 37 TÄLe 7 sie die Kämpfer für das jüdische Recht in anderen Ländern — er meinte* Grünbaum — nicht vergehen fönitön. Cr giöt Siilißß DütßR ÖߣF Ulf Ancwlcklung öer jüdischen Industrie und Landwirtschaft im Lande. Auf politischem Gebiete hebt er die Schafder palästinensischen Staatsbürgerschaft und den Paß mit hebräischem Texte hervor, ferner das e f} f ***?• &ei 3®ro^en Mängeln doch sch,nr knsö^m VM Moristzer MNMllllg m, «tt darin die Jewish Agency als höchste jüdische Autorität figuriert. Die Beziehungen zu den Arabern haben sich gebessert. Die vorübergehende Krise in Palästina darf nicht zu einer Vertrauenskrise im Zionismus werden. Montag abend hielt Nachum Sokolow Nachrufe auf der fegten gtoei D«hrs. Dis Liste führt auch Namen auf, die mit dem Zionismus nur wenig oder gar nicht zu tun hatten, wie Rabbiner Dr. Cohn, Bafel — und weiter nach links — Georg Brandes. Dann kommen noch einmal die Ra d i k a l e n zu Worte mit Dr. So l o w e i t f ch i. k, der eine Deklaration verliest. fjhjji schließen sich dis Revisionisten Mit Ckklä- .Ö.J>" I . . s. « rungen aus dem Munde von Lichtheim und Jabot j n s k y an. Alle drei sind mit der Leitung unzufrieden, kritisieren die Innen- und Außenpolitik des Zionismus und insbesondere die Kompromißpolitik Weizmanns, darauf hinausgehend, „durch Mitarbeit von Nic^t^ionisten ben nationalen Geist zu verwässern." In später Abendsitzung referiert Nlll!) 8r. upp! ll über die „Grundprobleme des Aufbaues in Palästina". Er empfiehlt den Typus des Arbeitersiedlers, warnt vor Pessimismus und hofft, daß eine gute Rentabilität die Basis für eine Anleihe geben wird. Sodann erstattet Üssifchkin Bericht über „die Aufgaben bes jüdischen Notionalfonds". > > amu i > ©«•••iioHoe sich MWn hält es für die Wicht des Kongr-tz-s, sich in bas WenprMlii des Nationalsonds zu vertiesen. Er hält dafür, daß mm Boden «wirbt, auch wenn er nicht gleich kolonisiert werden kann. Freilich müßten erst die erschwerenden Agrargesetze abgeändert werden. 80 000 Dumm Men iM&gn in ätzten zwei Dnh.en erworben und 281OOO Pfund durchschnittlich Ott Jahre eingenommen. Die Sitzung schloß mit der Wahl von Kommissionen für Keren Hajessod und Nationalfonds. Den Keren H a j e s s o d - B e r r ch t erstattete Dr. NM yllllllk lllll SföSftfl “?€Ttö "iner Jur3C” und scharfen Auseinandersetzung über das UMchkinsche Referat, an der sich auch Misrachi beteiligte. Hantke berichtete u. a.: In den letzten zwei Jahren hatte der Keren Hajessod eine Bruttoeinnahme von etwa 800 000 Pfund. Nur die Hälfte der Beitragenden sind orgunifiorto MW. Lik kölMA ZLWk f m b~- Mitarbeit behindert. Der Keren Hajessod muß eine der Grundlagen der Jewish Agency sein und dem inneren jüdischen Parteikampfe fern bleiben. Die Zionisten müßten ihre Pflicht diesem Fonds gegenüber noch mehr erfüllen. Er gibt noch einige Auskunft über das Finanzgebahren des Heren Hafesfvd. §s ftllW 8tl5 llßsi ffiBlößlll Institute für Industriekredite und landwirtschaftliche Kredite geschaffen werden; darin wird die Oefsentlichkeit noch mithelfen müssen. Man denke auch an eine Keren Hajessod -Anleihe. ve^ Debatte bringt Rabbi Amiel oom Misrachi die Sabbatverletzungen zur Sprache, ebenso Raööi Herzog, während Lewinsohn von der „Hitachduth" Misrachi aufgibt, die Agudas Jisroel für den Keren Hajessod zu gewinnen. Ein Vertreter bsr „Pools Zion" bemängelt, daß mit den Geldern des Keren L^ajegod gu roenrg pro^ü?ti82 2l?6ßil tztjsÖFdöFl werde. - ' Die Debatte über das Keren Hajestod-Referat wird Mittwoch früh fortgesetzt, ohne neue Momente zu bringen. Schrämet. Straßburg lenkt das Augenmerk --»f die Wünsche »n\> 6U Arkeit Us ziSllistlsHM JllNMd. In der Abendsitzung vom Mittwoch begründet namens der Jmmigrationskommission D o b k i n eine eingebrachte Resolution, wonach die Chaluzim, die in Europa sich für Palästina ausgebildet haben, mindesteris 1000-1500 im ins Öanb 511 bringen feien. Uövörvids mutz mieöei eine grotzerc DoUMlisy sws?tz?n, U. a. befürwortete auch Prof. P i ck als Leiter des Jmmigrationsamtes die Resolution. Zertifikate werden wieder zu erlangen sein. Die Resolution in diesem Sinne wird anFenommen; sie erachtet eine große Volksaliah als Unbsdrrrgts Notrosrrdigksit. insbesondere sei die Allah von Dhalugtm erwünscht. Der Kongreß beauftragt bi« g!ö» nistische Leitung, mit der Ueberbrmgung der organisierten Chaluzim uni) Chaluzoth sofort zu beginnen, ebenso' die Chaluzimbewegung nach der Richtung einer 8F8N8l!EiN ^fnsbildun^ mögtic^jt zu unterstützen. Die für kusbilbung unb Miah dör ChüluM vorgesehene Subvention soll gleich zur Auszahlung gelangen. Donnerstag mittag liefen die Verhandlungen zunächst im ruhigen Geleise über die Reorganisation des Gesundheitswesens, die mit einstimmiger Anälter 820 li9 ZÜlllMssiM NOFWlkglkN NksMk tionen schloß. Lebhafter ging es nachmist«gs zu, als man über die Resolutionen der finanzpolitischen Kommission und die Einsetzung einer Anleihek 0 m m i s s i 0 n debattierte. Es würden Anträge angenommen, wonach u. a. ein Kon trollamt zum Zwecke der Kontrolle aller mit Einnahmen und Aus- Äisi?MWnm 3nptutiora Ms ommm ir schaffen werden soll. Die Stürme ziehen erst in der N a ch t s i tz u n g herauf, bei der Behandlung der politischen und Jewish A g e n c y - Resolution. Misrachi fehlte, auch Weizmann war anderweitig engagiert. Eingeleitet wird Die MUMM mit kiNM MM Mk Bf«rnrufe lds über „Zionismus und die jüdische Gegenwart"? Es werden dann die zehn Mitglieder der Anleihekommission genannt. Daraus begründen Dr. Nurock und Ben Z w i die Resolution der politischen Kommission. Es heißt darin bei Anerkennung der Verdienste Englands für Die Dffmißr SMW «i r, s- *°x*t hält es für nötig, zu betonen, daß die Tätigkeit der Palästina-Verwaltung in ihrem passiven Verhalten zum Jischuw und zu den Leistungen des jüdischen Volkes weder dem Geiste noch den besonderen Bestimmungen des Mandats, entspricht". Es wird darauf hingewiesen, daß verschiedene Maßnahmen unb- SSeror-bnungen ber Xeijten Asit hte Genf* ifmjiiun ..... 0 - . 1 1 Wicklung des Jischuw zu stören geeignet sind, und auf Fülle der Verwultungspraxis, durch welche Grundrechte, Lebensinteressen und sogar die Würde des Jischuw verletzt worden seien. Es werden zum Schluß eine Reih« von erwünschten Reformen genannt, in der Hauptsache luf Mßstzung ößF Zoll? unD SlMrsllK ZTWN8 einer Arbeitergesetzgebung und Berücksichtigung jüdischer Arbeiter bei Regierungsunternehmungen hinausgehend. Dieser Teil der Resolution, ebenso die weiteren Sätze, die der Exekutive auftragen, die Forderungen zu er- ^eden un^> ^url^zusü^rett, Hilf P0|5F WllllllW Mehrheit angenommen. Ueber die Ägency-Resolution wird nun nach einzelnen Absätzen abgestimmt. Nach einer Kontroverse zwischen Nachum G 0 l d m a n n und Dr. Li p s k y, der gegen den ersteren Weizmann und deffen Berhalten in Amerika orrl-W. miiß & ich, |SÜ Pl8[DlU5 tion, der allgemeine und unstrittige Forderungen für Alijah und Aufbau enthält, angenommen. Absatz 2, 3 und 4 sehen vor, daß Präsident der Agency nur der Präsident der Zionistischen Organisaksvn Jein kann, öcip i>ie Agency auf b-emofr-aitfiij-er Grundlage die jüdische Gemeinschaft repräsentiere, datz die Arbeiterschaft darin vertreten sei; sie billigen des weiteren die Einsetzung der gemeinsamen Palästina- Kommission nach der Vereinbarung zwischen Weizmann und Louis Marshall. Auch diese Absätze werden, mit flßimr Majorität, llllgenommrn. Nunmehr verliest Nachum Goldmann die Minoritätsanträge. In denselben wird kategorisch gewünscht, daß ein neuer Kongreß einberufen wird, mit der speziellen Aufgabe, die polittschen, ökono- MMkll 11IID sMlWößN KLMkNkllgen öer erweiterten Agency zu bestimmen. In diesem Kongreß soll auch dgs Maß und die Form der finanziellen Beteiligung der der Agency angehörenden Nichtzionisten fest ge stellt ID t r D £ tli Alle diese Anträge wekd-SU Mit g 1' 0 tz ö k @tim menmehrheit abgelehnt. Daraus folgt eine erregte Erklärung I a b 0 t i n s - k y s. Er lehnt im Namen seiner Fraktion jeden Versuch der Teilung der politischen FunküOI*ei* NiHtzjzrristsr; 86 untz fflßffißt D Kampf an. Locker erklärt für die „Poale Zion", die Demonstration der Radikalen nicht mitzumachen, dagegen für die weitere Demokratisierung der Agency zu kämpfen. Damit schließt die stürmisch verlaufene Sitzung gegen 3 Uhr morgens. WMz BBÄtQO rnarDen DrpnifnttBns? fragen behandelt. Den Bericht erstattet Dr. A. Barth. Eine Kommission für Organisation Und Propaganda möchte die wirksamere geistige Äuseinanderfetzung mit den Nichtzionisten ins Äuge fassen. Von Lik »efe ru Msüglt mH fiittfer RWW zügegeben und Besserung versprochen. Der Kongreß konnte Freitag nicht zu Ende gehen, und mußte, gegen das Programm, Samstag nacht und den ganzen Sonntag noch tagen. Die Verhandlungen Rar^t roaren erregt unb endeten morgens 6 Uhr mll j&¥ Kühl Dßr B«ftunfi UJID ExcNtNrr» President bleibt Weizmann, Präsident der Weltexekutive Nahum Sokolow. Die Wiederwahl geschah mit 113 gegen 54 Stimmen. Die Wahl der Londoner und Jerusalemer Exekutive erfolgt en bloc. Die Schlußsitzung fand erst Sonntag nachmittag iatt unb sich bis in die spät« Abendstunde hinein. Schlußreden hielten Sokolow und M v z k t n. iSül dem Absingen der „H a t i k W a h" ging man auseinander. Als Mitglieder der Londoner Exekutive wurden gewählt: Eder, Rofenblüth, Lipsky. Der palästinensischen Exekutive (Direktorium) gehören an: Kolonei Kisch. Dr. Satter und Henriette SLoll. Um den Ziomsienkongretz herum. Basel, 8. September. Der Permanenzausschuß arbeitete ununterbrochen und die Wähl der Exekutive ging nicht ohne frfjarfe Zu^ammenftö^tz US? {!$. In der politischsn Kommission kam es zu einem scharfen Konflikt zwischen Stephen S. W i s e und Charles Cohen. Wise schlägt, unterstützt von seinen Freunden, die Bildung einer Sonderkommission mit dem Sitze in London vor, die über die fundamentalen Beziehungen zwischen der Mandatsmacht und Pa- WM zu uffü ptf: Sit «M sssrs Führung von Cohen, ectlciren den 33orftf)(cg als unannehmbar. Ach letztere Meinung wird auch von Weizmann vertreten. Darauf legte Dr. Wise den Vorsitz in der Kommission, sowie sein Kongreßmandat nreber unb reifte oott Basel ab. Einige seiner Freunde folgen ihm. MN einem ^ekegramm WeizinällNZ M6 der amerikanischen Delegierten an Wise nach Wiesbaden glaubt man aber den Zwischenfall beigelegt zu haben. In der gleichen Kommission gab Weizmann einige Auskunft über die Nichtzionist-en in der Jewish Agency und sagte, falls!)ie §rmei1erung &2P fUöMfjj Agency in absehbarer Zeit keine finanziellen Resultat« bringt, werde sich das ganze Agencysystem als nutzlos erwiesen haben. 3« her BudgeikotnlNtsston wurde für das Erzie - hungswefen in Palästina tmt Summe von tUl" 48 000 Pfund beschlossen, für' Jmmigrativnstätigkeit 17 000 Pfund. Wie verlautet, unternimmt Dr. Arthur Ruppin von Bafel aus eine Reife nach S ü d r u ß l a n d und der AFlllll llill fiS) «««F Äolonijation in Rustlc-nb zu orientieren. Eine 100-rNillionen-Franken-Anleihe? Basel, 9. September. Die DPZ meldet aus Basel: Die Exekutive der zionistischen Organisation setzte eine Sonderkommiffion «{n, die konkrete Vorschläge bezüglich der Auslegung einer inneren jüdischen Anleihe, über deren Plan wir bereits hingewiesen haben, sowie einer Anleihe auf dem Kapitalmarkt auszuarbeiten fjab-en u>tr&. Wie nun verlautet, soll es sich um die Aufnahme einer Anleihe im Betrage von 100 Millionen Schweizer Franken durch die zionistische Organisation handeln. Die Anleihe soll, wie ..Daily Expreß" zu melden weiß, unter ken AllspizUh Uz WlßMunööL ausgMMIIM unD öUz lich gestaltet werden, wie die österreichische Anleihe. Sie werde zudem die Unterstützung der englischen Regierung finden. vm Gättf, 11. SöMmver. Dem Völkerbundsrate lag gestern der Bericht der Ständigen Mandatskommission des Völkerbundes über das Ergebnis ihrer 11. Sitzung, in der die Angelegenheiten P a l ä st i n a s behandelt wurden, vor. Der Rat ftHMUS Sin?0HTen Öes KorniHionsberichtes ohne |iebe Debatte zu.